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Offenbach. Am 8. d. haben die Arbeiter sämmtlicher Portefeuille-Fabriken die Arbeit eingestellt, nachdem bisher nur die von 5 Fabriken gestriket hatten.
t Berlin, 12. September. Die Excesse in Nürnberg haben in unseren gouvernementalen Kreisen eine nicht geringe Sensation hervorgerufen, denn man Darmstadt, 9. Sept. Die ,,N. Pr. Z." schreibt: Zur Berichtigung der kann sich auch hier der Ueberzeugung nicht mehr verschließen, daß derlei Auftritte über die Ratification der neuen Militärconvention verbreiteten irrigen Nachrichten nur als Vorläufer ernsterer und weitgreifender Excesse zu betrachten sind, sobald dürste die Mittheilung der einfachen Thatsache von Interesse sein, daß schon die die deutschen Regierungen die Gefahren des Socialismus nicht schleunig be- Vorlage der Militärconvention an die hessischen Stände mit Genehmigung S. K. seitigen.
Hoh. des Großherzogs erfolgt ist. Die amtliche Erklärung der hessischen Regie- f Bald nach der Rückkehr des Kaisers wird die Dotations - Angelegenheit
rung, daß hejstscherscits der Ratification nichts im Wege stehe, wurde nach Berlin eine definitive Regelung erfahren. Ueber die dabei zu betheiligenden Personen abgegeben, sobald die Stände ihre Zustimmung ertheilt hatten, und es wird, sind feste Beschlüsse noch nicht gefaßt, doch werden als genannt die Generali
nachdem auch wegen Einholung der kaiserlichen Genehmigung, wie wir hören, das v. Blumenthal, Voigt-Rheetz, v. Stiehle, v. Göben, v. Werder, der FeldmarschaL
Erforderliche bereits eingeleitct ist, der Austausch der Ratificationsurkunden vor- Graf Moltke, der Feldmarschall Prinz Friedrich Carl, die drei süddeutschen Kriegs- ausstchtltch in aller Kürze stattfinden. Minister und neben Delbrück der badische Staatsminister Jolly.
Darmstadt, 12. September. Die heute erschienene Nr. 39 des Großherzogl. ~~ ...... *
Regierungsblattes enthält:
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Die Reorganisation der Universität Straßburg und ihre Einrichtung auj
- t m , deutschem Fuße wird in Kurzem begonnen werden und jedensalls in großem Maß-
1) Bekanntmachung, die Verwilligung von Staats - Beihülfen an Eltern stabe zur Ausführung gelangen. Es hat sich bereits eine große Anzahl deutsche: oder Großeltern im Kriege rc. gebliebener oder gestorbener Militärpersonen be- Professoren für die neue Hochschule zur Disposition gestellt und dürfte namentlich treffend. Dieselbe lautet: oic Universität Zürich ein zahlreiches Kontingent stellen.
Die „Gazette de France" schreibt: Die Commission, welche eine Reihen- Groß-Gerau, präsentirten Pfarramts-Kandidaten Georg Ewald aus Darmstadt folge von Maßregeln studiren und vorbereiten soll, die dazu bestimmt sind, die für diese Stelle zu bestätigen; an demselben Tage den Steuercommissär des Steuer- Concession für 100 Hektaren Land in Algier für Auswanderer aus Elsaß und commiffariats Mainz, Rudolph Pfannmüller, in gleicher Diensteigenschaft in das Lothringen zu ordnen, wird in ihrem Gesetzesentwurf folgende Artikel aufstellen: Steuercommiffariat Nidda zu versetzen.
„Art. 1. In Belfort und Nancy werden Kommissionen gegründet werden, um die 4) Charakterertheilungen.
Auswanderungsgesuche zu centralistren. Art. 2. Jeder Kolonist muß wenigstens 5) Dienstentlassungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben
5000 Franken für die ersten Auslagen der Exploitation besitzen. Art. 3. Jede allergnädigst geruht: am 28. August den Schullehrer an der evangelischen Schule Kolonie wird zur Gemeinde constituirt, sobald zwei Drittel der Einwohner ange- zu Vendersheim, im Kreise Oppenheim, Peter Georg Amberger auf sein Nach, kommen sind, welche sie bilden sollen." suchen von seiner Dienststelle und an demselben Tage die Lehrerin an der mittle.
Wie in Nrederösterreich und Kärnten, so haben sich auch in Steiermark und ren katholischen Mädchenschule des Schulbezirks Stephan-Ignaz zu Mainz, Elise Schlesien die Städte ausnahmslos für die Verfassung erklärt. Mit Ausnahme Stix, auf ihr Nachsuchen zu entlassen.
zweier oberösterreichischer Kleinstädte hat sonach das gesammte deutsche Bürgerthum 6) Versetzungen in ben Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Groß- sich zu einer kräftigen Manifestation wider die Regierung zusammengeschaart. Auch Herzog haben allergnädigst geruht: am 23. August den Oberförster der Ober- in Böhmen haben in Folge der dort grassirenden Mandatsniederlegungen Land- försterei Butzbach, Friedrich Klump, und den Oberförster der Obersörsterei Alten- tagswahlen stattgehabt. In Prager Blattern liegen uns die Resultate der Ab- stabt, Earl Rumpf, unter Anerkennung ihrer treuen Dienste, sowie am 28. August stimmungen der Landgemeinde aus den Wahlkreisen Eger-Wildstein-Asch, Gabel- den Kalkulator 1. Klaffe bei der Calculatur der Oberbau-Direction, Georg Förster Kratzlau unv Saaz-Postelberg Kommotau-Sebastiansberg-Bodersam-Jechnitz vor. bis zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen. ' ES wurden die Kandidaten des Verfassungstreuen Wahlcomite's: Georg Löw (mit 7) Concurrenzeröffnung. Erledigt ist die vierte evangelische Schulstelle zu 71 gegen 4), Wenzel Kühnel und Ludwig Erler (mit mehr als Zweidrittelmajorität) Lampertheim, im Kreise Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalt von 390 fl. gewählt. In Saaz wurde der clerikale Kandidat, Director Böhme aus Reichen- 8) Sterbefälle. Gestorben sind am 9. August der Schullehrer Ferdinand berg, von den Wählern energisch aus dem Wahllokale gewiesen. Sauer zu Bermersheim; am 30. August der evangelische Pfarrer Ludwig Frank
Die „Gazetta d'Jtalia", in der Regel gut unterrichtet über die inneren zu Flonheim; am 31. August der Hofgerichtssecretär Khristian Eckstein zu Gießen Vorgänge dcS Vatikans, gibt d.-n Auszug einer Anrede, die der Papst an die Darmstadt, 12. September. Aus einer Badischen Zeitung ist in andere Präsidenten, Viceprästdenten und Secretäre Der 15 Konferenzen des heiligen Vin- Blätter die Nachricht übergegangen, die Ratification der neuen Militärconvention cenz von Paula gehalten hat. Der Papst ermahnte die Gesellschaft, in ihrem stoße hier Allerhöchsten Orts auf Schwierigkeiten. Diese Nachricht entbehrt jeder Eifer zu beharren und sich durch die gegen sie erhobenen Anschuldigungen nicht Begründung. Die Hessischen Bevollmächtigten, welche die Militärconvention ab- beirren zu lassen. Auch sie habe man Verschwörer gescholten, wie ja auch der schlossen, hatten sich schon vor der Unterzeichnung der Vertragsurkunden des vollen Vatikan als Herd der Verschwörung und Brutstätte der Reaktion angeschwärzt Einverständnisses Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs mit dem Inhalte werde. „Hier beschäftigt sich im Gegentheil Jeder mit seinen Angelegenheiten Der Konvention versichert. Den Standen ist die Konvention, wie in dem be- und die einzige Beschäftigung ist: Beten. Ich empfehle Euch die Armen, deren treffenden Ministerialschreiben ausdrücklich bemerkt, zufolge Allerhöchster Entschließung Elend täglich wächst. Die Zahl der Bittschriften, die an mich gerichtet werden, Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vorgelegt worden. Nachdem die
nimmt täglich zu, und die schlimmste der Plagen sind die unerschwinglichen Mieth- ständische Zustimmung erfolgt war, wurde hiervon bas Reichskanzleramt unter dem
preise. Es ist die größte Sünde, die Armen mit der Miethe zu erdrücken und Anfügen in Kenntniß gejetzt, daß der Ratification der Konvention Hessischer Seite sich nicht mit einem gerechten Gewinn zu begnügen. Ich selbst lasse augenblicklich kein Hinderniß mehr im Wege stehe. Zugleich wurde wegen der Form der Ra-
ein Haus in Trastevere bauen, — und so sagen sie, der Papst sei reich! Nun tificationSurkunden die nöthige Verständigung getroffen. Inzwischen sind, dem Der-
wohl, das Haus riecht noch nach frischem Kalk, und schon sind zwanzig Gesuche nehmen nach, Seitens des Reichskanzleramtes die geeigneten Schritte geschehen an mich eingelaufen von Leuten, die darin wohnen möchten, weil sie wissen, daß um auch die Allerhöchste Genehmigung Seiner Majestät des Deutschen Kaisers meine Miethprcise die eines Ehrenmannes sein werden." Derselben Quelle zufolge und König- von Preußen einzuholen. Dem Austausche der Ratifikationsurkunden
war der Papst ungehalten über die Beleidigungen, welche Pater Tomasie gegen darf sonach binnen Kurzem entgegengesehen werben. (D. Z.)
den König von Italien ausgestoßen hat, und ist demselben in Folge dessen das Mainz, 12. September. Aus der zweiten nicht öffentlichen Sitzung der Predigen in den ureitägigen Andachten der Gesellschaft für katholische Interessen katholischen Vereine Deutschlands ist als bemerkenswerth hervorzuheben, daß mau
untersagt worden. im Hinblick auf das Vereinsgesetz und theilweise auch um die außerdeutschen Ka-
Durch den englischen Obersten Kirkham, welcher die regulären Truppen des tholiken nicht auszuschließen, auch weil in der jetzigen Organisation manches nicht Fürsten Kassa von Tigre befehligt, kommen nach längerer Pause noch einmal Nach- mehr Zweckentsprechende vorhanden sei, den seitherigen Namen des Vereins um- richten über die Zustande in Abessinien. Seit dem Sturze und Tode Theodor's zuändern beschloß in „Generalversammlung der deutschen Katholiken". Gras Arco machen sich dessen frühere Nebenbuhler unter einander Die Oberherrschaft streitig; legte hiergegen Verwahrung ein, weil man sonst leicht mit Den Deutschkatholiken doch scheint das Kriegsglück sich jetzt für Kassa entschieden unD seinem mächtigsten verwechselt werden könne. (!!) Doch wurde er vollständig Darüber beruhigt. Ein Gegner, Dem Fürsten Gobazie, eine Art von Sedan bereitet zu haben. Kirkham Antrag, jede Generalversammlung mit einem gemeinsamen Gang ins Gotteshaus schreibt aus Der Nahe von ADua vom 12. Juli: „EnDlich ist Der Kampf zwischen zu eröffnen, wurde als unpraktisch abgelehnt. Aus der Berichterstattung über Gobazie und dem Fürsten Kassa zu Ende. Wir hatten am 9. ds. eine Schlacht, Den Bonifaciuöverein ist hervorzuheben, daß derselbe immer noch Mangel an Mitteln wobei wir Gobazie und sein ganzes Heer gefangen nahmen, und nun wird Kassa hat, und wurde namentlich auf Die Tätigkeit des Gustav-Adolph-Vereins hinge- Kaiser von Abessinien fein. Ich schreibe hier auf meinen Knieen, werde aber ein- wiesen, der dreimal so viel Gelder als Der BonifaeiuSverein aufbringe. Beschlossen gehende Berichte senden, sobald wir in Abua sind; einstweilen setzen Sie das aus- wurde, Den Verein allen Gläubigen aufs Dringendste zu empfehlen.
wärtige Amt von Dem Vorgefallenen in Kenntniß. Gobazie ist jetzt als Gefan- Offenbach. Am 8. d. haben die Arbeiter sämmtlicher Portefeuille-Fabriken gener in Der Hand Des Fürsten Kassa und feine ganze Armee ist geschlagen.
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Nach den Bestimmungen in §. 96 des Gesetzes vom 27. Juni t>. I., die f Berlin, 12. September. Die Gerüchte, welche sich in letzter Zeit so Pensionlrung und Versorgung von Mtlttärpersonen und deren Hinterbliebenen be- vielfach mit der Person des Geh. Reg.-Raths Scadell beschäftigten, dürften ih, treffend (Reichs Gesetzblatt Nr. 31), erhält eine Beihülfe von je 6 fl. 7J/2 fr. Nachspiel in einem Monstreproceß finden, der sich demnächst hier abspielen wird
der Hinterbliebene Vater oder Großvater und die Hinterbliebene Mutter oder Groß- Die erste Arbeit, welcher der Genannte nach seiner Rückkehr mit großem Eiset
mutter einer im Kriege gebliebenen rc. Militärperson vom Feldwebel abwärts, so- oblag, bestand nämlich Darin, Die nöthigen Schritte zu thun, um die Verbreitei ferne Der Verstorbene Der einzige Ernährer derselben war und so lange die HülfS- und ErfinDer der über ihn ausgestreuten verleumderischen Gerüchte zur Rechenschaf! beDürfligfeit Dauert. zu ziehen und es sind bereits bei der Staatsanwaltschaft Strafanträge gegen Drei
Zur Begründung der Ansprüche auf solche Staats - Beihulfen sind die in hier unD zwei außerhalb Berlins erscheinende inländische Zeitungen, sowie gegen
nachstehendem Fragebogen angegebenen Fragen gewissenhaft zu beantworten. — Den Korrespondenten eines auswärtigen Blattes gestellt. Außerdem hat Hen Das betreffende Gesuch ist bei Dem Großherzoglichen Kreisamt des Aufenthalts- Scabell auch wegen Der Schädigung feiner vermögensrechtlichen Privatintercffen orte« Des B trstellers beziehungsweise der Bittstellerin zur Prüfung und Einsendung die Anstrengung von Eioilprokrssen auf hohe Entschädigungssummen vorbereitet an das Großherzogliche Kriegsministerium abzugeben. Die gerichtliche Procedur, welche ohne Zweifel Licht in diese dunkle Geschichte
Gedruckte Fragebogen können bei den Großherzogllchcn Kreisämtern unent- bringen wird, Dürfte Demnach sehr umfangreich werden.
gettttch empfangen werden und wird Deren Verwendung empfohlen. Berlin, 12. September. Der „National-Zeitung" zufolge entbehren dir
blkberm■ rvfi ■ tCr «wllligung von Beihülfln an Eltern oder Großeltern ge° Angaben, daß Seitens Bayerns gegen die Errichtung einer obersten Central- 2ßtjre" u v 'l?7rc un0 Militärbeamte (§. 42, 56 ff. des Gesetzes) ist in gleicher stelle für das deutsche Eisenbahnwesen Vorstellungen erhoben worden seien, jedek
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3) ^ralt,terund* ZT Turin, 13. September. Der erste Probezug passirte gestern Den Moni
«Vn.hH ?“l'o n®elne„ fibn,9H*e t6r Grotzhttzog hab,« Senl«.$unnei. Die Hmfahrt Dauerte 40, die Rückfahrt 55 Minuten. Die Tew> !U Darmftaht ’ZJ“ Ä ttm 8^rtr an tzr Wmn Mävchenichule peratur in Den Waggons betrug 25 Gr. ff. Bei Der Rückfahrt war der Tunnel
m ä ? ' 3)” mla ? .8u b',*? "°nMsch° Planstelle zu Messel, ,olltommen rauchfrei Die Probefahrt war sehr befriedigend.
Nande >u WallDort aus' nie 23. August den »on dem OetSoor- Cottstailtmopcl, 10. September. Die Neubildung des Ministerium- ist
"^titsche Pfarrstelle zu Walldorf, tm Dekanateidefinitio vollzogen: Mahmud Pascha wurde zum Großvezier, Essad Pascha zu»


