PreiS viertrl-ährtg 1 fL 12 ft. mit Bringen lohn. Durch die Post bezogen vierteffLhrig 1 fl. 27 kr.
Erscheint täglich, mir Ausnahme Montags.
Expedition: Lanzleiberg Ltt. B. Nr. 1.
»ÄSt SÄ
1 Don Letztam lr^ntni6 der
Anzeige- und Amtsötaü für den Areis Kieken.
— ■ ■ -■ - I
Re. isi. Samstag den 15. Juli
!■■!■■■■ ■■■ ■■...................
DefteLruigeu auf »en Gwtzü-i-r Anzeiger
d- Lmnda:
Brodpreife vom 15. bis 2L. Juli 1871,
nach eigener Erklärung der Backer:
4 Pfund gemischtes Brod 21 kr. 2 Pfund gemischtes Brod i0y2 kr. 4 Pfund Roggenbrod 18 kr. 2 Pfund Roggenbrot» 9 kr.
Gegenstände Bedingungen
rrrnig. ieneral-Agm-
mstadt,
H. ^ietz llersheim.
lls.
lm Tmde,
DTjt. (618)
ttlung oder
e ver-
on den
'okalblä"tt
Betreffend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Gießen für 1872. am 11. Juli 1871.
Das 0»roi)i)rr>»ij11d)r Krrisamt Gießen
an die Großher^oglichen Bürgermeistereien.
Die Stellung der rubricirteu Voranschläge ist nunmehr zu beginnen und damit so vorzuschreiten, daß die Einsendung bis 30. Stimuli b unfehlbar erfolgen kann. d ö *
Außer den bestehenden allgemeinen Vorschriften — abgedruckt in den §§. 469 bis 497 von Küchler's Handbuch - sind auch die in unserem Auswurden" genau zu befolgen 3‘ ^Zuglich der Emnahmeuberschüsse getroffenen Anordnungen , welche zu den vorigen Voranschlägen vielfach außer Acht gelassen fxr1 ?rxm wir sodann auf unser Amtsblatt Nr. 8 vom 17. Mai d. I. Hinweisen, wonach die anderweit redigirten Formnlarien zu benutzen sind, machen wir schließlich noch darauf aufmerksam, daß dießmal die neuen Maaße zur Anwendung kommen und in den betreffenden Beilagen und dem Berathunasprotocoll somit dre erforderlichen Reductronen vorgenommen werden müssen. 0
v. Starck.
Politischer T h e i l.
In Betreff ter Angelegenheit wegen Erhöhung ter wechselseitigen Vertretung
14- Juli- >H-rr ». Plötz dürste sein erste« Debüt al« Bcrlietei der Bundesregierung im
T)tr Eimgung-proeeß, welcher sicy in Deutschland tofljogtn, erhalt eenen! Reichstage nucj wohl al« sein letztes betrachten tonnen, und wenn der junge recht prägnanten Ausdruck auch in dem Grade der Annäherung der oerschiecenen Osfiziex zur Begründung seiner durchaus irrigen Behauptung auf cia;.lnc Fälle deutschen Coulengentc an die preußische Armee, die, wie die jüngsten Militär- Hinweisen will, in denen die Mannschaften sich in höherem Maß- von : em Feld- Conventionen b-wrijen, zwar langsam, aber stetig weiter schreitet und auch das dienstc „drückten", al« Vie Offizier, so könnte man ihm als Gegenbeweis anfübren letzte Znl der EmigungSbestrebungen, die völlig gleichmäßige Gliederung ter ge- daß auch (Gott sei Dank nur vereinzelte) Fälle vorgekommen sind, in denen Olnuere sammten deutschen Armee in ollen ihren Bestand,heilen, stcher erreichen wird. Am wegen Feigheit vor dem Feinde degradir» wurden. Niemand wird es aber darum klarsten scheint diese militärische Aufgabe Deutschland« b« dem Großherzog von einfallen, dem gesummten Osfiziercorp« den Dorwurf ter Feiabei, >u machen Baden in Fleisch und B u, ubergegangcn zu sein, der mit der ailbewährien na,io- Uebrigens wollen wir hierbei bemerken, daß Herr v. Piötz, der, wenn wir nicht nalen Gesinnung sowohl da« Kriegsmimsterium wie das au«wä>,ige Ministerium irren, ein Sohn des bekannten Herr-nhauSmügli-de« ist, auch ,u den braven F-ld- aufgehob-n und sein Truppencorps der preußischen Armee -inverletbt hat. Die soldaten zu zählen ist. In dem österreichisch.preußischen Krieg- von 1866 wurde Mr,itareonvention mit Baven >st demnach Vie günstigste, welche Preußen im Jntereffe er als Offizier de- 60. Infanterieregiment« durch einen Schuß in den linken Deutschland« bisher abgcschloffcn, wenn auch zugegeben werben muß, daß tut Gon- Schenkel verwundet; die Folge davon war, daß ter Fuß um ea. 3 q«ll turnt »entionen mit Mecklenburg und Hessen-Darmstadt, trotz der dem Landesherrn noch wurde, als der rechte. Dadurch wurde Herr ». Plötz nicht mehr felvdienükäbia zugestandenen Berechtigungen, al« ein wesentlicher Schritt für Vie Einigung der und er trat, va er sonst noch körperlich vollkommen gekiinv war/ zur Derwaltuna deutschen Armee betrachtet werden kann. Der Artikel der R-ichsverfaffung, welcher über, bei der er in der Abheilung für das Jnvalidenwesen de« Krieg-Ministerium« vom Kriegswesen handelt, konnte Mit Rücksicht auf den so unendlich verschiedenen beschäftigt wurde.
Territorialumfang der Einzelstaaten nur die allgemeinen Grundzüge angeben, ge- Der Einberufung einer in Berlin abzuhaltendin europäischen Folle°i-feren> maß welchen sich alle Staaten zu einer Einigung bequemen sollten. Wenn durch deren Zweck die Berathung, eventurll der Abschluß eines Ueb reinfomni-n« über bte abgeschlossenen Conventionen die Conlingrnte der kleinsten Staaten entweder eine für alle Staaten gleichmäßig geltende Klastlfieatiori, T»riruuq und sonstige ausgelost oder mit der preußischen Armer verschmolzen werden, so ist die Berpflicd Behandlung der von einem Lande in da« andere tränst,irenv n zollpstechtiaen ‘“."S r" Kleinstaaten — ob nun freiwillig oder dem Andrangen der Nothwenvig- Waareresendungen, ist, haben wir schon wiederholt Erwähnung g-than Die ein- »e J 1 . Selbst Württemberg und Bauern, ladung ,» dres.r Conferenz erfolgte von Berlin au« nicht gleichmäßig an alle
we ch letzteres Mit Rücksicht auf feine Starke eine vollständige Unabhängigkeit im Staaten, sondern vor allem für England, Belgien, Frankreich und Italien. Bon Frieden refrrcirt hat, ist jetzt ziemlich eng mit dem Reiche verbunden und abge- diesen hat bereits England und Italien den Beitritt zu Vieser Conffrenz mit v-m sehen von Sachsen, welche« vertragsmäßig een Truppeneorp« selbstständig verwaltet, Bemerken abgelehm, Voß in ihren Staaten das Zollgesetz ohnedies all/nur mög- ist jetzt, nach Abschluß der drei neuesten Milttareonventionen, nur noch ein einziger lichen Erleichterungen in der Klassifikation und Taxirung der zollpflichtigen Sen- schwei S 60n Br^un- düngen gewähre und daher eine Vereinfachung in der Behandlung de? letzteren
schwelg sträubt sich mit echt welsischer Hartnäckigkeit, seine Landesklnder unter die kaum mehr möglich sei. Darnach scheint es, als ob das ganze Eonl'erenzproicct preußische Pickelhaube zu bringen. Preußen wird also noch ein Weilchen warten in Frage gestellt ist.
muffen, ehe es über die große braunschweigische Armee, °. h. ein Infanterie-, ein Eine gemischte fronzösisch-drutsche Commission wird demnächst zusammentre,en, Husarenregiment und eine Batterie von eils Geschützen gebieten kann. Der so die Schwierigketten zu regeln, welche in den oreupirttn Departement« entstehen unumgängliche AssiurilationSprozeß wird indeß auch hier nicht lange auf sich können. General Manteuffel wird in dieser Commission den Vorsitz führen. Die »arten lassen. drei französischen Commiffäre werd.n sein Graf St. Ballier, General Roger und
. R-lichs,Correspond,nz' vom 8. Juli berichtet: Man wird sich ein Ober-Jatendant. D.utscherseits wird u. A. der Militär-Jntenbant Eiigelharvt
noch der Aeußerungen entsinnen, welche der als Commissäx de« Krirg«minisier« der ,heilnehmen.
Berathung br« Invalidenpenflonsgesetze« beiwohnende Hauptmann v. Plötz bezüg- Ein Erlaß dc« Krieg«mi,iisteririm« vom 5. Mai gab die Erlaubniß, einzelne r des höheren Ehrgefühls der Oistziere gegenüber dem der gemeinen Soldaten Waffen, welche Personen als Andenken auö Frankreich mitgebracht haben, denselben Ilch erlaubte. Man wird sich auch ferner des ganz entschiedenen Dementis ent- als Eigcnthum zu belassen, gegen Entrichtung des Taxwerthcs. Dahin gebende »tttnen, wtlchcs der Reichskanzler bet Gelegenheit der Berathung des Dolations- Anträge, welche von außerhalb des TruppenverbandcS stehenden Personen Mellt Keptz s für die Reserve- und Landwehrmannschaften dem Herrn v. Plötz zu Thctl werden, sind an das betreffende Generalcommando zu richten. Die dieserhalb an mhT inQd)t,lm cr btm jungen Herrn zuvor sei einer zufälligen Begegnung das Generalcommando gerichteten Anträge werden von demselben an das Land- mu oemselben im sitzungösaale sehr deutlich seine nicht- weniger als wohlwollende wehrbezirkscommando, in dessen Bezirk der Antragsteller sich aufhält aesandt weflnnun- zu erkennen gegeben hatte. Wir wir jetzt hören, hat es bei dicseo. welches demnächst die Waffen toxircn und nach Bezabluna einen Ausweis über öffentlichen Dementi durch den Fürsten-Reich-kanzler nicht sein Bewenden gehabt, das erlangte Eigenthumsrccht ertheilen wird.
Haupimann ». Plötz wegen dieser Aeußerung auf amtlichem Wege In Betreff der Angelegenheit wegen Erhöhung der wechselsei,igen Brrtrttuna ""»Uche Zurechtweisung zu The,, geworben, au« ber in unzwei- ter in Wien unv Berlin zu Bolschaften ist noch zu bemerken, Voß Fürst BiSwa.ck « ^r60r8elll> d°b die vorgesetzte Behörbe de« Herrn v. Plötz feine feinen Widerspruch gegen Vie Veränderung erst bann aufgab, al« ihm Kaiser Wil-
«nstcht über die geringere Ehrenhaftigkeit der Mannschaften durchaus nicht theilt. Helm dieselbe als seinen persönlichen Wunsch bezetchnlte. Der deutsche Reichs-


