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Kriegsnachrichten.

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m ^ie br^c mec' unter dem Kronprinzen von Deutschland, zahlt 129 Bataillone, 56 Schwadronen und 58 Batterien. Die vierte Armee, die Armee der Maas genannt, unter dem Kronprinzen von Sachsen, besteht aus 98 Bataillonen, 60 Schwadronen und 58 Batterien. Die fünfte Armee, oder Sudarmee, unter General Manteuffel, umfaßt 118 Bataillone, 54 Schwadronen und 51 Batterien. Die Etappencommandos bestehen aus 27 Bataillonen und 16 Schwadronen, die FestungSgarnissncn aus 89 Landwehrbataillonen, 24 Schwa­dronen und 33 Batterien. Total: 615 Bataillone, 404 Schwadronen, 290 Bat­terien; im Ganzen ungefähr 780,000 Mann. Die ausgezählte Artillerie umfaßt nur Feldbatterien, keinerlei Belagerungsgeschütz.

hrr hf1.2-.Februar. August Noll im Stern, Ernst Wallenfels in

der Wallthorstraße und Heinrich Planck in der Neustadt.

Local-Notizen.

Oberhessische Eisenbahn hat die nachgesuchte Concession für eine Eisenbahn von Alsfeld nach HerSfeld erhalten, die erbetene Staatssubvention oder ZiuSaarantie ist jedoch nicht gewahrt worden. 1 K

+ Bern, 8. Febr. Der Bundesrath verfügte, daß nach und nach die Pferde der franzoll'ichen Ost-Armee, circa 8000 Stück, verkauft werden sollen. Die fran­zösische Regierung sendet 62 Waggons Lebensmittel für ihre in der Schweiz in» ternirten Landsleute.

+ Bern, 8. Febr. Heute nahm die eidgenössische Bundescasse die Kriegs- caffe der Ost-Armee, 1,500,000 Franken, in Verwahrung.

4- Petersburg, 8. Febr. Der englische Botschafter Buchanan reist am Samstag den 11. d. M. zu einem längeren Urlaub von hier ab. Auch dies ist als Symptom einer friedlichen Gestaltung der Dinge zu betrachten.

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1. August

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SItti 26. Januar, Abends 6*/2 Uhr, mußte das Bataillon antreten und das Gepäck ablegen, hierauf wurde demselben mitgetheilt, kaß cs zum Sturm auf die Schanze Nr. 5 bestimmt sei. Die Mannschaften, welche schon früher davon ge- hort batten, aber dem Gerücht keinen Glauben schenken wollten, weil die Aufgabe eine unmögliche schien, gaben zum großen Theile ihr Geld und ihre Werthsachen ab und Mancher bat seinen Kameraden, für den Fall, daß er bleiben sollte, seinen Tob in die Heimaih zu melden. Als dar Bataillon gegen 9 Ubr aus der Pa- rallele herauskam, umarmten sich noch Manche und brückten sich stumm die Hände. Dann ging jede Compagnie in ber ihr bezeichneten Richtung auf die Schanze los. Als dieselben sich bis auf die Hälfte ihrem Ziele genähert hatten, bekamen sic die ersten Schüsse, ließen sich dadurch aber nicht aufhalten, sondern rückten im Schnellschritt vorwärts. Aber der Feind überschüttete die tapferen Landwehr- männer nun mit Granaten, Sbrapnells, Kartätschen, Mitrailleusen-, Wallbüchsen- unb Gcwchrfeuer in einer Weise, die aller Beschreibung spottet. Es war wie em furchtbares Gewitter, das sich mit einem Hagel von Blei und Eisen entlud. An Rückkehr war nicht mehr zu denken, eben so wenig aber an VorwärtSbringen. Viele warfen sich platt auf den Schnee, jeden Moment Tob ober Verwundung erwartend. Zahlreiche der Wackren fanden diesen Tod, andere, so eben noch strotzend in männlicher Kraft, waren :n wenigen Minuten hilflose Krüppel, wäh­rend Mancher, der nicht mehr aus Rettung hoffte und die Seinen bereits in Gottes Schutz befohlen hatte, dennoch unverletzt vlieb. Ja dieser furchtbaren Lage blieben die Mannschaften zwischen beiden Schanzen eine lange bange Weile, bann ttek das Feuer des Feindes etwas nach. Die Nacht deckte gnädig Die Bilder des Schreckens zu, die rings sich entfalteten: viele Krieger wälzten sich in ihrem Blut, während das Aechzen der Sterbenden erscholl, und wer immer konnte, auf dem Bauche zuruck aus dem Bereiche ber feinblichen Geschosse kroch. Plötzlich brach der Feind hervor, um den Rest des Bataillons gefangen zu nehmen. Die 5. Compagnie sah sich auf den Ruf ihres Führers gcnölhigt, in oer Flucht ihre Rettung zu suchen. Endlich erreichten die Mannschaften matt und abgehetzt von Strapazen und Schrecken, die Parallele. Der Verlust des Bataillons konnte erst borgen, als dasselbe antrat, festgestellt werden. Dasselbe hatte etwa 350 Mann eingebüßt. Von der 5. Compagnie, welche übrigens in Die zwölf Sufe tiefen und breiten Schanzgräben hinein gestiegen und nur mit Mühe wieder herausgeklcttert war, fehlten 64, von der 6. 5 Mann. Von der 7. Compagnie waren nur 1 llntcro sizier, 1 Tambour und 47 Mann zurückgekommen. Alle Uebrigen, unter ihnen, wie bereits erwähnt, Hauptmann Heinsius und Lieutenant Metzler, waren in Gefangenschaft gerathen; Lieutenant LeboriuS war schwer ver- wundet. Von der 8. Compagnie fehlten 56 Mann. Dienstfähig waren überhaupt beim Bataillon nur 311 Mann geblieben. Erwähnenswerth scheint noch eine Episode des Kampfes, wonach es 3 Mann von der 7. Compagnie gelang, sich durch die Flucht der Gefangenschaft zu entziehen. Als nämlich die Gefangenen bereits die Waffen niedergelegt hatten unb angetrcten waren, fand plötzlich in der Schanze eine Explosion von Pulversäcken statt, welche den französischen Ca- Giw? w* G^ngenen sich ergeben hatten, veranlaßte, sich danach umzu- sehen. Diesen Augenblick benutzten die erwähnten 3 Landwehrmänner, welche auf

iU0e fanden, um sich aus dem Staube zu machen. Trotz des Feuers, ^OO^chrüt0 Cn itlnftfr ^ntn "öffneten, erreichten dieselben, nachdem sie etwa 200 Schritte gelaufen waren, glücklich eine etwa 50 Fuß tiefe Schlucht, in die sie sich hlneinsturzten. Hier blieben Die Leute 3 bis 5 Minuten liegen und nonimen wurden" ^posten, von denen sie aufge-

Telegraphische Depeschen.

+ B>ilhelmöhöhe, 8. Febr. Napoleon erließ anläßlich Der Wahlen eine Proclamation an das Volk der Franzosen.

Paris, 6 Febr. DerRippe! meldet: Der Regierungsconseil ver­warf den Vorschlag des HandUsministerö Dorian, den englischen Handelsvertrag zu kundigen, welcher demnach noch ein Jahr in Wirksamkeit verbleibt.

+ Bordeaux, 7. Febr. In Folge einer Aufforderung der hier kingetroffe- nen Mitglieder der Pariser Regierung machte der Generalvirector der Telegraphen an die Präfecten folgende telegraphische Mittheilung: Ein aus Paris unterm 6. o. erlassenes Decret annullirt das aus Bordeaux erlassene Wahldeeret vom 31. Januar, welches den Wählern Beschränkungen auferlegt und gewisse Kategorien von Bürgern, welche nach Dem Pariser Wahldeeret wählbar stnD, mit Nichtwähl- barkett belegt. Diese Beschränkungen sind mit der Freiheit des allgemeinen Stimm­rechts nicht vereinbar. Das Wahldeeret der Pariser Regierung bleibt unversehrt aufrecht.

Bordeaux, 7. Febr. Als Candidaten für die Constituante wurden auf­gestellt: Guizot in Marbihau, AurelleS De PalavineS in Ain, Leflo in Fi- nijlere.

Bordeaux, 7. Fvbr. Eine große Anzahl von Agenten ist in Die De- partements gereist, um im Interesse Der Beamten zu wirken, welche gesonnen sind, eine Wahl für die Constituante anzunehmen, und Deren Amt sie jedoch in Bor- Deaux zurückhält. Em Sohn Des Generals AurelleS De Paladines, welcher als Capitain in Der Armee Diente, ist in Der Schlacht bei Le Mans gefallen.

Lille, 8. Febr. Das liberal-republikanische Comite richtet folgende An- spräche an Die Wähler des Arrondissement von Cambrai:Wähler! Um euch den Geschmack an der Republik zu verderben, wo die über ihre Interessen aufgeklärte Majorität Alles entscheidet, Gesetze macht und über ihre Ausführung wacht, findet man es für nothwendig, euch zu täuschen, und sagt:Die Republik ist der Krieg." oeltlame Verleumdung. Als vor sechs Monaten Die Laune, Der Egoismus und Die Unfähigkeit einer kaiserlichen Dynastie sich anschickte, Das Land in Die W'chsel- salle eines furchtbaren Krieges zu stürzen, wer rief damals:WmDet diese Geißel von uns ab! Sp elet, wegen nichtiger Ursachen, nicht mit dem Schicksal Frank­reichs, seinem Wohl und dem Blut seiner Kinder!' Es war dies in der Kammer, lowie im Lande, Die liberale und Demokratische Opposition. Die Republik, wie wir sie wollen, ist Die ganze zur Regelung ihrer Geschicke berufene Nation. Durch Den gewaltigen Einfluß ihrer eigenen Grundsätze ist die Republik Der Friede! Der ^redliche Krieg, unter welchem wir leiden, und gegen welchen Der Menschenver- lianD wie die Loyalität der Volker protestirt, wurde von einem Kaiser erklärt und wird von einem Könige gegen uns geführt. Wahre Republikaner ziehen vor Allem das allgemeine Wohl, das öffentliche Interesse zu Rathe und in einem zerstörende.i Kriege, den sie verhindern wollten, zpürden sie sich, sobald die Chancen des Sieges verschwunden, aber Die Ehre gerettet ist, für strafbar halten, wenn sie dem Landt neue Verluste, neue Opfer und neue Ruinen zumutheten."

Brüssel, 9. Febr. Der Berliner Correspondent desEcho Du Parla- ment" theilt mit, daß man in Versailles über eine Verlängerung des Waffenstill- standeö verhandle. Es verlaute, daß Die Constituante wahrscheinlich nicht in Bordeaux zusammentreten werde.

Die Deutschen Streitkräfte in Frankreich. Ein englisches Blatt aibt folgende authontative Statistiken über die gegenwärtige Stärke der deutschen Armee auf aiUone *56Ä unter General v. Göbcn, umfaßt 56 Ba-

taillone, 56 Schwadronen und 34 Batterien. Die zweite Armee, commandirt von Prinz Friedrich Karl, begreift 98 Bataillone, 136 Schwadronen und 61

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Darmstadt, 5. Februar. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 4. d. M. geruht: im 2. Jnfanterie-Regi- ment fren Ovrrlieutenant Winter zum Hauptmann, Den Lieutenant Cullmann zum Oberlieutenant unD Den Poriepeesähnn'ch Richard Eckstein aus Gießen zum Lieute­nant zu ernennen.

lieber Den am 26. Januar durch das 2. Bataillon (Schneidemüh!) des 3. pommerschen LandwehrregimentS Nr. 14 ausgeführten Sturm auf Die Forts Basse und Haute Perche vor Belfort entnehmen wir noch derN. Stett. 3ta " folgende Details:

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der Ursprung der letztem ist wiederum so illegal, daß man ihr allerdings Den moralischen Muth nicht zutrauen kann, brevi manu eine Gewalt zu stürzen, welche sich thatsächlich feststellte, zu einer Zeit, in welcher Die Pariser Regierung keinen Einfluß auf Frankreich üben komm. So lange Die Regierung Der nationalen Vertheidigung in Paris eingeschloffen war, war sie eine Localregicrung und Gam- betta, dessen Anstrengungen im ganzen übrigen Frankreich Gehorsam fanden, Durfte seine Autorität allenfalls über Die Der Pariser Collegen stellen.

Diese Nebenbuhlerschaft muß aber ein EnDe finDen, wenn Frankreich nicht durch Fortsetzung des Krieges im Sinne Gambetta^s vollends zu Grunde gerichtet, wenn dieeine und unheilbare Republik" nicht ein Trümmerhaufen werden soll und die Pariser Machthaber scheinen willens zu sein, auf einem Umwege zur Her­stellung des ursprünglichen Verhältnisses von Regierung und Delegation zurück zu gelangen.

In Frankreich giebt es keine andere Autorität mehr als Den Volkswillen, unD I. Favre unD seine Collegen scheinen endlich zu Der Erkenntniß gelangt zu sein, Daß sie, um ihrer selbst und noch mehr um Frankreichs willen, sich das Mandat, welches sie von Der Straße aufgerafft haben, durch Den Willen Der Na­tion oestätigen lassen müssen.

Werden Die Mitglieder der nationalen Vertheidigung in die Constituante gewählt, so haben sie den Fehler ihres Ursprungs verbessert und gebieten im Namen des französischen Volkes Autorität, welche ihm ein von Den Wählern, unD nicht von einem Pöbelhaufen Übertragenes Mandat verleiht.

Würde Gambetta sich einer solchen Autorität offen und mit Erfolg wider- sehen können und würde Frankreich zwischen einer legitimen Gewalt, welche ihr den Frieden bringt und einer angemaßten Diktatur, deren bittere Früchte es bereits gekostet hat, lange Zeit schwanken?

Es ist nicht denkbar. Die Intelligenz der französischen Nation hat sich bereits unumwunden gegen Die sinnlose Wuth Gambetta'ö ausgefprochen und nach- dem Paris wieder in freiem Verkehr und Gedankenaustausch mit Den Departements getreten ist, wird Der Volksinstinct sehr bald wieDer nach Der Leitung verlangen, welcher nun Doch einmal nach Der ganzen Entwicklung Frankreichs seiner Metro­pole zustcht.

Auch würde ja Der Krieg, welchen Gambetta will, nicht eine Fortsetzung des bisherigen fein, sondern ein ganz neuer, nämlich Der Bürgerkrieg!

ber evangelischen Gemeinde zu Gießen.

G o t t c S d i e n st:

Am 12. Februar: ! Morgens: Pfarrer Landmann.

I Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel.

Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 12. bis 18. Februar besorgt Pfarrer Landmann.

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