haben, und die Ernennungen Moltke's und des Grafen Bismarck zu Ehrenbürgern
Offieiclle militärische Nachricht.
von Podbielskp.
Telegraphische Depeschen.
v . Diessei-
am 8. etwa 25 Mann, am 9. ganz unbedeutend. Die von Vendöme aus vorgerückten diesseitigen Colonnen setzten am 8. ihren Marsch ohne wesentliche Gefechte bis über St. Calais fort.
Vermischtes.
" - ! U r L J" „rlrur Beihwifl folgende sehr praktische Bemerkung: Stroh! nur
dn ®hnb Stroh jetzt dte bette Lirbe-gabe! Aber sie sei für jeden Krieg-mann, der nach Frankreich geht oder von dort her kommt, ob gesund oder zur Geleitmannschaft gehörig, ob krank oder verwundet und eben so für jeden Ge'angenen! Da- Bund Stroh kostet in Deutschland nur 5
.7- 9 angewandt, wird e- verhindern, daß unseren Mannschaften bei Transporten die Fuße erfrieren und dadurch sie auf längere Zeit dienstuntauglich werden, übet daß Gefangene, die nothwendlger Weise auch bei fortdauernder Kalte au- Frankreich weggeführt werden müssen, leicht gekleidet, wie lle meisten- find, geradezu schon bei einer Kälte von 12 Graden erfrieren. In den in I u.unhft HLtG ti ah au» 3:. _ , r, ___.. , , , , gkgen Cflroint» noch erhöht. Wenn
X" M 9 Q?1 Ctr°^ mb mit €tn^ bedeckt und dicht nebeneinander, kann ,- der
wohlgenährte Mansch choa im Guterwagen auSbalten. In einem geschlossenen Waaen dritter
(^affe. können fich 10 Mann in jeder Abthetlung ganz warm halten mit einem Bund Stroh pr-
Mann^ wenn ,le mit 2 bi- 3 Bund den Raum unter den Bänken au-füllen, etwa- Streb auf
9?UnrffV,nb 2 bi6 3 Bund auf ihre Knie legen. Stroh ist jetzt die
^EHvoMe Liebesgabe für alle Soldaten und Gefangene auf den itisenbahnev, und sollte an allen Et.ppenstatwnen und größeren Haltepunkten von jetzt an bi- Anfang März nie mehr fehlen. Da- von hier nach Frankreich mitgenommene Stroh wird dort nochmals und doppelt zur Wohl- that, weil t< selbst für Geld dort nicht zu haben ist. * 9
Decken wurden auf der Fahrt von dm Gefangenen für einige Cigarren u. dergs. tionalgarde verlangten Gelder verweiaerte Aua k ,
verkauft und es sollen bei der Ankunft nur noch 37 Decken davon vorhanden ge- 4000 Preußen stehen in Bapaume 9 $ * öernelbet, circa
wesen sein. Der begleitende Offizier ließ auch eine Anzahl wollener Strümpfe, △ Brüssel. 9. Jan Die Jndevend " c
die ihm zu diesem Zwecke zur DlSposttion gestellt waren, verteilen, namentlich an aus Pari«, welcher meldet, daß'General ir u9'm 21 m (Befangene, v.e sich thatsachl.ch ohne solche, barfuß, im Zuge befanden. Anstatt aufforderte. Auf Drängen seiner Colleaen wurde d!m ®
£ ä ..*....... äsjuh? tat
Saarbrücken, 7. Jan. Au« Versaille« wirb unterm 4. Jan. gemeldet: rönne nur nach der aäntticken Erkckövkuna'"/» ^/Schande der Gapttulahon Da« Unwohlsein de« Prinzen Albrecht (Vater) hat sich al« rheumatische« gie- drei Monaten^iiber Pari«^kommen^ P ® ° Mtfft>urcen' a,f° na* i»“ b>« der herausgestellt. — Der Flügeladjutant Graf Waldersee ist dem Vernehmen a Brüssel 9 ^an T>a« ‘
2Äta "\"S'w1,*“
ten M.l.tarered,t von 4,,020,000 fl. gewahrt, und ist dem Wunsch der Abge. theilen un« mit, daß den PcVutzen Da« ©»wöge? ber £ f«
ordnetenkammer bezüglich der HulfSvereine beigctr-ten. Feuer erwiedern auk.nkaN.il Forts, welche kaum ihr
Versailles, 30. Dee. Der „A. Z." wird von hier geschrieben: Daß neben geschlossen^ und Li« Belagerer Ld im 7c S.ückpfor.en
»"s Arbeit de» Hauptquartier« König Wilhelm zuweilen auch al« die Franzosen eine Ueberraschung im Sinn« hä I n 6inLe £>Sre b« ©enernllbJ
Kaiser de« deutschen Reichs sich zu suhlen und an die Inauguration seiner neuen behaupten, die Commandanien b,r sn,m. Lv . Beneralstab« Wurde zu denken Veranlassung hat, dürfte auch für nicht diplomatisch angelegte Zruöö;n ,; tLK7i^l0il,n '"'w»" deutsche
^'"Uther einleuchtend sein. Auch äußere Anregungen wurden dazu von vielen oder hätten sie einen neuen starken Ausfall im o“, ,’’frenflen'
Seiten s»°n geboten. Zunächst ist zwischen den Krönungsstädten bei alten hei«, diese Zweifel ausklären f ®Er,C' 1>lt Zukunft wird
gen Reichs ein heißer Wettkampf entbrannt, indem die eine der andern für die bevorstehende Krönung den Rang abzulaufen gedenkt. “
““v inner inlimjikn marye liegt der Dchieier des vip M pa ’ e Sf ^Cn 0,' 3^nuar. ^zin Laufe der Nacht wurde tiefsten Geheimnisses. Die Frage ist selbst für die hohe Diplomatie noch ein Noli ^ris von ^cn ^teffetttgen Batterien starker beschossen. Der
me lungere der feinsten Art, so daß man bis vor wenigen Tagen vergeblich selbst ^br (lafernen im Fort Montrouge währte bis rum Moraen. nach den entferntesten Judicien gesucht hat, und nirgends eine plausible Vermuthung Am 9. wurde wegen dichten Nebels das Feuer lanasamer Unterbalten ^..^"Esch^dung neigen würde" aufzustellen im Stande gewesen ist. Der Feind erwiederte dasselbe nur an vereinzelten Stellen Die Anwesenheit der RelchStagsdrputatio» im Hauptquartier hat eben so wenig tiaer Nerlull < ~
kkwas zur Lüftung des undurchdringlichen Schleier« beigetragen. Nähere Fühlung b "it der geheimnißvollen Frage hat man erst in den jüngsten Tagen erhalten, und zwar durch die bcmerkenswerthe Thatfache, daß nun auch von dem Magistrat von Frankfurt a. M. eine Adresse direkt an den König gerichtet wurde, in welcher die Vergangenheit der alten Reich«-, Wahl- und Krönungsstadt aller deutschen Kaiser seit Friedrich Barbarossa hervorgehoben worden ist. Die Bermuthung, daß Frei- Herr ». Rothschild, der ja Mitglied der Kaiserdeputation gewesen, die Absendung dieser Adresse angeregt oder veranlaßt hat, liegt sehr nahe, und noch näher vielleicht die Schlußfolgerung, daß gute Gründe vorliegen müssen, welche den Magistrat von Frankfurt zu diesem Schritte bestimmt haben. Der Inhalt der Adresse entzieht sich vorerst noch jeder Einsicht, und selbst nach den uns gewordenen Andeutungen wollen wir nicht bestimmt aussprechen, ob Frankfurt eine direkte Bitte ausgesprochen oder die bevorstehende Krönungsfeierlichkeit nur iw Allgemeinen be- rührt hat. Auch jetzt ist die Angelegenheit noch nicht spruchreif, den vor allem Andern muß erst der Friede geschloffen und da« neue Deutsche Reich selbst con- fiituirt sein, ehe sein Kaiser an eine Krönung denken darf. Aber vielleicht ist trotzdem die Angelegenheit schon so weit gediehen, daß das Zünglein an der Waage der letzten Entscheidung unentschlossen nur noch zwischen Berlin und Frankfurt hin- und herzuschwanken scheint. (Fr. Pr.)
bevorstehende Krönung den Rang abzulaufen gedenkt. Wie wir vernehmen, soll Batterieen^ und°Fort« von^Par?'bal^n"'am : «$!e
au^l ffierm« jeine historischen Ansprüche in dieser Beziehung geltend gemacht Deutschen besehtsn die französische Redoute Rotte Dame und^Clama^"'' der Lutherstadt sollen al« caplaliones benevolenliae mit diesem kühnen auftrj ^rk'sche Gesandte wurden be-
fangen im Zusammenhang stehen. Auch Aachen und Regensburg haben sich be- existire keine Differen'i^die Türkei bL ^^bn Karl von Rumänien
müht, ihre Ansprüche, Kronungsstadt d7« neuen Kaiser« zu werden, in da« glan. rung Rumänin ° 8r°6'e auf 6it C°nsoli°i.
ßkndste Licht zu stellen. Indessen haben alle diese Adressen und Promemorias, wenngleich sie der Lage der ^sache nach auch sehr gnädig ausgenommen wurden, doch nur einen succös d estime errungen, der in dem vorläufigen Bescheid seinen Ausdruck gefunden haben soll: die Angelegenheit sei noch nicht spruchreif! Auf den Ansichten des Königs selbst und seiner intimsten Räthe liegt der Schleier des
Amsterdam k.
k. 8. 119*8
931,
Oberhessen
66*
97
1551/4
k. k. k.
k. k. k. k. k.
Borsrnuachricbten.
9. Januar 1871.
Augsburg Berlin Bremen Cöln Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto
Disconto
8. 1001/1
S. 997/z 8. 105
S. 967,8
8. 1047/g
8. 88i/4
8. 1O47/8
m. 8. —
1. 8. -
3Mo G.
185Hr Prioritätsloose
1860r Loose 77
lH64r M 111*/i
Braunschweiger 17
Stadt Madrid 213 4
» * */0 R
n w 3 VjQ/o n
Bayer. 5«/0 n
Geldworten.
Pr. Cassen-Soh. 1 447, g-451/g; Sachs. n —
Div. Gassen-A. —
Pr. Friedrdor 9 58*/,—59*/> Pistolen . . 9 46 — 48
„ doppelte 9 48—50 Holl. fl. 108t. 9 54 — 56 Ducaten . . 5 37—39 20 Frankens!. 9 31—32 Engi. Sover. 11 55—59 Buss. Imper. 9 47 — 49 Dollar in Gold 2 27—28
Preuss. 4i/2u o Oblig. 90*/j
Frankf. 3*/2 0/0 Obi. 81
Nass. 4i/8 0 Q obl. 92
Kurhess. 4% n 821/4
Gr. Hess. 5% Obl. 100
Actien.
Franks. Bank 130
Frankf. Vereins-Kasse 101* 8
Darmst. Bankact. 314
Wien Bankaction 701
Galizien 227
Actien.
Oest. Creditact. 236 5% östr. F. St. E. B. 365 Lombard. Bahn 1741/, Ludwigsh.-Bexbach 159*/8 Max bahn 108*/z
Bayer. Ostbahn 123
Hess. Ludwigsb.-Act. 133*/, Alsenzbahn-Actien 85' 4
8. —
8. —
8. 95%
n **/i % 1jährige 91 «/<
„ 40/0 1jährige 85 Vh Würtemb. 4'3% Obl. 90y6 Baden 41/3% Obl. c. E. L. 911 Oeiterr. Silberrente 5-11/4
„ Papierrente 47
w 5°/'o M. steuerf. — Ämerik. Bonds 188lr 971/,
n n I882r 95
■ w 1885r 94%
„ w 1887r 941/2
Spanier, neuest. 30/0 30
Prioritäten.
3°/0 öster. Stsb.-Prior. 56 3°/0 öst. s. Lombard 471/4
3% Livorneser 318/4
5°/0 Toscaner 498/4
5% Elisabeth.-Prior. 76
do. II. Emiss. 74
Anleheiialoone.
Kurh. 40 Thlr Loose 63'/, Nassau 25 fl. 39i/4
4% bayr. Präm.-Anl. 107 *
Ansbacher 7 11. 111/, 1° 0 badischo Loose 1065/s
Badische fl. 35 Loose 58' 4 Oestr. fl. 250 v. 1851 69r* 8
4- Paris, 3. Jan. Die Proklamation Trochu's vom 30. Deeember sagt: werden große Anstrengungen gemacht, um die Einigkeit und da« gegenseitige Zutrauen zu brechen, welchem wir e« verdanken, daß wir Paris nach einer Belagerung von 100 Tagen aufrecht und widerstandsfähig sehen.
Der verzweifelte Feind hat den Deutschen Paris nicht zu Weihnachten liefern können, wie er es versprochen hatte. Er fügt da« Bombardement zu den verschiedenen Einschüchterung-Versuchen hinzu, durch welche er gesucht hat, die Der- theidigung zu entkräftigen. Man breitet vor der öffentlichen Meinung die Be- schwerden be« außerordentlichen Winter« au«, und schließlich sagt man, die Re- gierung sei in sich getheilt.
Die Armee hat in der That große Verluste erlitten. Sie bedarf der Ruhe, welche der Feind ihr durch das heftige Bombardement nicht zuläßt.
Aber die Armee bereitet sich mit Beihülse der Nationalgarde zur Action vor. Wir alle werden unsere Pflicht thun. Ich erkläre, es besteht keine Meinungsverschiedenheit in der Negierung, welche eng verbunden ist in der Hoffnung auf Befreiung."
Eine Note des „Journal officiell" vom 1. Januar sagt: Der Kricgsrath W Maßregeln beschlossen, welche die Nationalgarde, die Mvbilgarde und die Armee zur thatkrä'ftigen Bertheidigung mit einander verbindet. Das Bombardement hat nur einige materielle Verluste verursacht. Der Verwundeten sind wenige.
„Daily News" meldet: Die Franzosen räumten Pont-Andemer und ziehen sich auf Lille zurück. Bourbaki'« Hauptqartier befindet sich in Dijon."
"1" Bnissel, 9. Jan. Die „Union" vom 4. d. meldet: „Der Municipal-, ratt> von Gimont wurde durch den Präfekten abgesetzt, weil er die für die Na-,'
Allgemeiner Anzeiger.
Feilgeboteneo.
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K«L Und, Hofconditor.


