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OitKtmr Alytigtr.
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Expedition: Eanzleiberg Lit. B- Nr. 1.
Anzeige- und Amtsblatt siir den Kreis Meßen.
Dienstag bcn 7. März
Nr S«
kennzeichnen, Vie unfehlbar Frankreich einst zur blut'-gen
Ä Ä Thrancn üb« da«^ Schicksal Frankreich« - lttä.
, begleitet von
ab n, den F ede chluß als eine Harle, grausame Maßregel der Deutschen zu nach der anders- t'.ow"hitt anwesend- Genera *n,n8„nfehlbar Frankreich einst zur blutigen Rache anfeuern werde Familien, buMmister, die höheren Staac« . Cc6 Filtden« zu siel
zogen ein Verfahren vor, ** 0- ~ -
des Jahrhunderts von nichts Anderem alS Blutvergießen
schlimmsten Phasen eint« Barbarismus, den wir aus der Civilisation verbannt . Wallenstein oder Tilly würden eben so wie Bismarck und 'Moltke gehandelt haben. Die Deutschen scheinen nicht weiter vorgeschritten zu sein als zu dem Standpunkte, den ihre Dorvater wahrend des
Arolodiloihränen, d-uen man es anmerkt, daß sie mch, aus aufrtchbger Sym> pathie sür den einstigen Alliirten, sondern au- A-rger und Mißgunst über du Ersvlge der deutschen Waffen und deutschen Diplomatie so reichlich stoben- „Die Frieden-bedingungen - sagt „vailh Telegraph" sind hier mit größtem Kummer und Bedauern empsangen worden. Wir empfinden es als e n müthigung, die wir mit allen anderen europäischen Nationen «heilen, dasz wx ebenso machtlos, wie wir waren, die Katastrophe zu verhindern, sein werden, um dem unvermeidlichen Unheil der Zukunst vorzubeugen. Da« strenge Verfahr . Deutschland- dem zu Boden geworfenen Frankreich gegenüber ist einer der trau- rtgst.n Wendepunkte in der Beschichte. C“ - »•' «-*» .«»ü.tdtrn Unterhändler, per Kiftgssucht in Europa thatsachlich ein Ende zu machen.
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Wie groß die Last ist, welche unserer Postverwaltung aus der Besorgung der Correspoudenz der in Deutschland internirten kriegsgefangenen Franzosen erwächst , mag u. A. daraus entnommen werden, daß allein an Geldern mittels Postanweisung, welche aus Frankreich durch Vermittelung der schweizerischen und belgischen Postverwaltung an die deutsche Reich-post überwiesen sind, bisher tu Summe von 4 Millionen Francs zur Auszahlung gelangt ist. .
Die deutschen Friedensbevingungen lassen t>ie englische Presse durchaus nicht zur Ruhe kommen. Sämmtliche Journale scheinen sich verschworen zu
Erfolge erkannt werden. .
Dem Hochstcommandirenden d-S 10. ArmeccorpS, General v. VoiglS-Rhetz, unter dessen Obcrbesehl das braunschweigische Contingent so ruhmvollen Antheil an den Kämpfen in Frankreich nahm, ist da- Ehrenburgerrecht von der Stadt Braunschweig verliehen worven. ..... .
Wte es heißt, wird der Kronprinz nicht gleichzeitig mtt dem Kaiser nach Berlin zurückkehren, sonvern, wie vor dem Kriege, so auch nach Beendigung des- selben ve.-r Höfen von Karlsruhe, Stuttgart unv München einen Besuch machen, um vaS »hm über Vie süvveutschen Truppen anvertraute Commanvo in Die Hanl) der betreffenden Souveräne zurückzulegen.
Dem Vernehmen nach liegt es in der Absicht des Oberbefehlshabers ter deutichen Truppen, zur Lösung der Frage über nolhwcnvige und wunschenSwerthe Aknverunaen in der Ausrüstung und Eqaipi.ung de« BundeSheereS nach dem Kriege eine aus allen deutschen Contingenten zusammengesetzte Commlsston einzu-
30jährigm Krieges cinnahmen."
Der „Standard", ter seinen Gefühlen in einem bitterbösen, gehässigen Artikel gegen Deutschland Lust macht, stellt letzterem ein sehr düsteres Prognosticon. Indem Deutschland Elsaß unterdrückt und Frankreich beraubt" — schließt da« s'ranzvsensreundliche Blatt seine lange Epistel — „unterdrückt es si» selber und raubt der nächsten Generotion die Hauptgarantien der Freiheit. Die militari, fchen und politischen Rathgeber des Kaiser« wußten dies ohne Zweifel sehr wohl, aber ihr Interesse ist ras Interesse de« Hofes, nicht das ter Nation. ES ist (ein Uebel in ihren Augen, daß das deutsche Parlament seiner Privilegien beraubt, die kaiserliche Macht bis zur Grenze de« Despotismus vergrößert, die militärische Politik nnd die Ueberlegenheit einer militärischen Kaste bestätigt und immerwährend erkalten werden. Aber ihr Gewinn iss ihre« Landes Verlust, und, schwer wie ganz Europa durch diese Frierensberingungen leiden wird, dürf e außer Frankreich fein Staat so viel leiden als Deutschland, und sogar Frank- reich seiber mag sich eher von seinen Verlusten erheben al« Deutschland von dem ruinirenden Einflüsse seiner Errungenschaften."
/ * («tfßrn 6. März. Sicherem Vernehmen nach können schon jetzt die inter- nieten französischen Offiziere und Mobilgardisten, wenn sie auf ihre eigenen Kosten reisen, in die Heimath entlassen werden. Viele werden wohl hiervon Gebrauch ^^^Mafttz°'°3. Ma?z' “soeben ist folgendes Ausschreiben des Bischöflichen Ordinariats an die Herren Geistlichen «pedirt worden: „Wir °r"°rv"°n, °aß zur Danksagung sür den wieder hngestellten Frieden ,n allen Pfarrkirchen de: D»e.ft ein Dankamt mit Tedeum und Festgeläute am Vorabende und Tage selbst gehalten werde. An einem darauffolgenden Tage soll em Requiem sur die in Folge de« Kriege« verstorbenen Gläubigen gehalten werden. Die Bestimmung de« Tages überlassen wir den betreffenden Herren Pfarrern, welche sich entsprechenden Falle» mit den Ortsvorständen keßhalb verständigen werden."
V BcrltN. 3. März. Dieser Tage ist hier ein Eomite hervorragender Per- iönlichkeiten zu Dem Behufe zusammengetreten, sür Ernst Moritz Arndt in Kurzem !in nationale« Denkmal in 'unmittelbarer Nähe von Berlin tn der en stehenden Lillenstavt am We,lende der Residenz, zu errichten. Auch soll daselbst cm Arndt platz und eine Arndtstraße angelegt werden.
Die von der hiesigen Börse begonnenen Zeichnungen für die Invaliden- stiftuna de« deutschen Handelsstandes haben einen reichen Zuwachs durch eine von Der Füma Robert Warschauer u. Eomp. bewirkte, für 20,000 Thal« geltende
'an® DK Leistungen der Eisenbahnen während de» nun beendeten Kriege« sind flam kolossale. Die Mobilmachung Dir gesummten Norddeutschen Armeen er- ftlgte in den zehn Tagen vom 16. bis 26. Juli, der gesummte Ausmarsch Der Deutschen Aeliv-Armcen in Der Linie Trier-Landau dagegen ”>13 bi« " Tagen, Io vaü bei Ver Stärke Vieser Armee von mindestens 600,000 Mann, du ver chiedcnen Deutschen Bahnen (von Venen inveß nur 3 Hauptbahneri tn eijfrr Reibe in Betracht kommen) per Tag eine Beförderung von mindestens 42,000 bi« 45,000 Mann haben bewirken müssen. Dazu kommen Dann noch Du enormen Transporte von Geschütz, Munition, Pferden und Material, wobei zu bemerken ift paß bi« 1870 eine halbe Batterie oDer eine E-cadion als Die reglements- mäßige Belastung eines vollständigen Eifenbahntrains erachiet wurde, wie daß da» 1 2., 5. und theilwe.se auch das 6. preußische Armeecorps bis zur fron- zosischen Grenze nicht nur aus 80 bis 120 Merlen d-rangesührt, sondern zugleich auch für diese mehrtägige Eisenbahnsahrt Mann und Roß habe, »«pflegt werden müssen. In dieser wahrhaft wunderbaren Schnelligkeit d« Mobilmachung wie der Actionestellung Der Armee muß eine Der Hauptbedingungen Der errungenen
Bestellungen auf den Gießener Anzeiger befaßen" ben 8anb$oftboim entgegen gmominen.
1Äbwtn, „Ich. bei der Ewedilwn «bd.Im iaffm, ,,d°IU» «»s.ib-n für bcn M°«t -Mrj ju 2» fr.
UnterfAtif ) $ £(t FrikdenSftter in Berlin ward in großartigster,
erhebendster Vftife begangen. Seit gestern Mittag sind sämmtliche Quartiere der Stadt in fieberhafter, freudigster Aufregung, einzelne Straßen durch den 5>a88en' un'p Fahnenwald förmlich verdunkelt, überall wird neu« Schmuck an den Hau «n angebracht, die Vorbereitungen zur Illumination vervollständigt. H-u" sammelten sich schon in früher Morgenstunde zahlreiche Gruppen auf der Lrndenpromenade nd lr d m königlichen Palai«, von Viertelstunde zu «'»telstunde vermebr n sich die Haufen, statt de« Morgengruße« tonte Die Frage bmuber u ।?«UJ«.
„1, nfftcieKe Bestätigung de« Friedensabschlusses schon da? Mitten tn Dem Geschiebe n st p '.ch eine auf ein außerordentliche« Vorkommn ß deutende Bewegung.'"Was ist geschehen? Ein ,ung« Turner ist da« Reiterstandbild e« a en ibriR 9Cer vergnügt herabzuschauen scheint auf den StegeSjubcl seiner Enkel, hin- Aarrab lohnt den kühnen Jüngling für fernen sinnigen E nsall. JHttt enseite W e« l l Uhr geworden und an die Rampe te« tönigHen «^loffe« mBl: eiine«'aroffe ’ 0 : sie bringen die Prinzessinnen de« konig ichen Hau ft« mit ihren
' ...... hirr anwesende Genera-
6. März. .....
M. Mit 546 gegen 107 Stimmen sind die Friedensbedingungen von d« französischen Nationalversammlung angenommen. Der Friede ist also r. n Icmmcn gesichert, nebenher beweist die große Majorität, welche für Den Fr eren Xt, daß das Friedensdedürfniß ein allgemeine- und daß, wenn e« ter ,,a - S Nation möglich gewesen, früher ihre Ansicht in Der Kriegs- und Frieden«, rage kund zu thun, die Dietatnr Gambe.ta-- längst veinichtet worden wäre. Auch schöpfen wir au« ter obigen Abstimmung von Nimm die beruhigende Uc^rztugung, daß Die Rachegidanken, die man so allgemein Den 8”niDftn bieftt nicht lange anhalten werden. Wenn die überwiegende Mehrheit der Franzosen schon jetzt ihren Widerwillen kund giebt gegen den Krieg, gegen Die- jenigin die ihn herausbeschwonn sowohl, al« gegen diejemgin, die ihn nach Der Vernichtung der Armee fortgesetzt, so ist nicht abzusehen, woher spater unter noch viel ungünstigeren Eonjuneturen dir Kriegslust ter Franzosen kommen fcDte, Wenn da- sranzösische Volk ten Ausschwung ferne« Handel« und seiner Jndustne aufrichtig unfirebt, Dann w'rv eS auf ein so abenteuerltcheS Unternehmen, Vas neue Deutsche Reich mit seiner Million Streiter zu zertrümmern, nicht wiever verfallen. Mir werven de-halb Den Frieden aller Wahrscheinlichkeit nacy recht
welche die Kaiserin^ als Zeugen ver Proclamation De- Frieden- zu sich hpfobien bat Eine Batterie ver Garve-Artillerlk fährt am Lustgarten auf unv befohlen hat. Schlag 12 Uhr öffnen sich Vie Thore des
und die eingeladenen Herrschaften, sämmtlich in ffialaunifßrra, treten auf S)?^mhpn hinaus Lautlose Stille lagert auf vcn versammelten Tauscnven, welche vi^e kräftige Stimme veS Generals v. Hahnenfelvt mit Ver. Derfrsung VeS feiikrtirhtn Ö- learammvd vurchvringt. Es lautete: „Versailles, 2. Marz. Der Kaiserin-Königin in Berlin. Soeben habe Ich Ven FrievenSschlutz rattsicirt, nachdem er schon ^ae!ern tn Bordeaux von der Nationalversammlung angenommen ,st.
«an.r.iw ........................- So weit ist also
ö« lag in der Macht der preußischen «.cht। Kampfe . 0 Theilen und der Opftrsreudigleit te«
a™, .... — SU te«^ unverguiwi ep-n v 6ttrfd)aarin bat überall unsere Unternehmungen
w-'ch-- -- »ur 1» «ewiß mach.^taß w.r^in dem Nest Laterlan^e Bief(n Ehrenvollen Frieden in feiner Gnad, gelingen


