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Wechsel«

Oberhessen

Geldsorten.

fl.

kr.

Berlin, 1 December. Wie verlautet, sollen entsprechend den früheren Vor­

mit

3 - 25O/o

s

bei Annoncen

Srliaiintmadjungm aller AU

zum und

Bfirsrnnachrichten.

2. December 1871.

Pr. Friedrdor 9 5859 Pistolen . . 9 4042 doppelte 9 4042

Holl. fl. lOSt. 9 53-55 Ducaten . . 5 3335 20 Frankenst. 9 18 */219% Engi. Sover. 11 4749 Russ. Imper. 9 4244 Dollar in Gold 2 24%25%

Actlen.

Frankf. Bank 138

Frankf. Vereins-Kasse 120

Dannst. Bankact. 464

Wien Bankaktien 813

Galizien 2603/4

Oest. Creditact. 323%

Von dieser Ansicht scheint auch ein großer Theil der Publikums durchdrungen zu sein und aibt diesem Glauben vorerll practische Geltunz bei den jungen Bankinstituten, di, in der letzten Zeit d^S Licht der Welt erblickten. Wir sehen bei fast allen diesen neuen Schöpfungen, daß sie den lSinfuhrungeconr« nicht bebaupten können, denn man glaubt, es ginge ihnen wie den Poeten bei der Theilur.g der Erde; sie kommen, nachdem bereits alle« vergeben ist. Bankaetien, di« weniaer von der Epecnlatlon beeinflußt find, wie Darmstädter und Meininger, behaupteten nicht nur ihren vorwöchentlichen (Zorns, sondern gewannen noch einige Procente. Für österreichische Nationalbankactien herrscht in Süddentschland große Kauflust, weniger arumirt dafür ist die Stim, munq in Oesterreich selbst, wenn die Kauflust bei unö auch noch so groß war, der Bedarf ward«

die Annoncen-Expedition von E. Schlotte in Bremen.

i befördert prompt *n sammtltche deutsche und ausländische Zeitungen, Lokalblätter und Fach-Zeitschriften mit 523% Kosten-Ecsparniß

Bern, 2. December. Der Ständerath faßte den Beschluß, eine Subvention Bau von zwei Militärstraßen zur Deckung der Grenze von Bulle-Boltigen La Croix zu bewilligen.

Miaister Delbrück verliest darauf eine kaiserl. Botschaft, welche ihn beauf­tragt, den Reichstag am 1. December im Namen des Kaisers zu schließen und nach einigen anerkennenden Worten des Ministers für die opseifreuotge Thatig- fett des Reichstags trennt sich das Haus mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser-

Schluß 51/2 Uhr.

immer von W,n au« reichlich gedeckt. Es tritt hier die Erscheinung zu Tage, wie so häufig tm Leben, daß der Prophet in seinem Lande nichts gilt. Es ist fast anzunebmen, daß man in Wiea erst später, nachdem Deutschland noch weiter in verstärktem Maße diese Actien kauft, cinfieht, daß dieses Papier im Verhältniß der anderen Actien in seiner Coursmtwicklung noch zurück ist.

Lombardische Eisrnbahnactien waren sehr animirt, die Liebhaberei dafür ist weder von die, sigem Platze noch von Berlin ausgegangen, sondern in Wien und Paris scheint eine mächtige Hand sie in Schutz genommen zu haben. Von anderen österreichischen Bahnen sind Fran; Joseph und Vorarlberger s,hr b liebt. Galizier, Böhmen und Elisabeth gingen weniger um, auch die schon so häustg das Schoßkind der Epeculation gewesenen österreichischen Staatsbahnactien waren fast die ganze Woche über vernachlässigt. Eine Mehreinnahme von nur 9000 fl. bot der Spccu- lation keinen Reiz, eine neue Eourösteigerung in Scene zu setzen, anderntheils fürchtete die Contre, mine ein Pap>r ;u verkaufen, welches seinen Actionaren bi« heute in seiner Gesammteinnahme bereits ein Mehr von über 6,< 00,000 auSwelst.

Wir haben schon häufig gesehen, daß eS nur eines ganz kleinen Impulses bedarf, um für Staatsbahnactien eine großartige Steigerung hervorzurufen, da der innere Werth dieses Pupirr- ein unzweif.lhaft guter ist.

Von deutschen Eisenbahnen weisen fast alle glänzende-Mehreinnahmen für dieses Jahr und haben speciell die preußischen Bahnen Eourse erreicht, wie noch nie; dasselbe gilt auch von baveri- schen und pfälzischen Bahnen. Es kommt dieser Action außerordentlich zu Skatten, daß von alle« beulschen Staaten Kapitalrückzahlungen stattfind-n und ist fast sicher zu erwa ten, daß durch die Kündigung der 5procentiqen preußischen Obligationen der bevorstehenden Einrufung von 4%pwt. Preußen, eines großen TheilS der 4%prvc. Württemberger Obliga'ionen und bei der weiteren un­ausbleiblichen Tilgung in B'yern und Hessen hierdurch immer wieder frisches Kapital sich dem Eisenbahnmai kt zuwenden wird.

D ese den Einflüsse machen sich auf die noch billigen österreichischen Eisenbahnpriori'täten geltend und finden sich täglich Käufer in großen Posten für diese Papiere. Wir glauben wohl mit B stimmthnt sagen zu können, daß für alle diese Gattungen eine weitere CourSentwicklung in den r ächen Monaten zu erwarten steht.

So gesucht, w'e diese Papiere find, so wenig Umsatz findet in amerikanischen Eisenbahn- Prioritäten statt und hält eS häufig schwer, selbst kleinere Posten von 23000 Dollars unter- zubiingen.

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sind, traten die Franzosen wohl, Oie mögliche Wirkung solcher Urtheile tn's Auge zu fassen.

London, 1. December. Der Prinz von Wales hat auch die verflossene Nacht ruhig zugebracht. Das Fieber war gegen Abend bei regelmäßiger Zunahme heftiger als gewöhnlich. Der Zustand des Patienten am Morgen war n.cht weniger günstig als vorher.

Sydney, (Australien) 4. Nov. Bischof Patterson und der ehrwürdige Mr. Aitken sind währenv Der Landung auf Der Insel Santa Cruz von einem melanesischen Ein- geborenen aus Ruche wegen Enlführungsexccssen seitens Sklavenhändlern massacrirt worden.

tenv machen, um die Gehälter der schon so gering besoldeten Post- und Telegraphed beamten noch herabzumindern? Es könne nicht bestritten werden, daß der Militäs ttat fort und fort gestiegen sei und dadurch andere Bedürfnisse der Nation rnft berücksichtigt werden konnten. DaS Mil täibudget schädige den VolkSunterrist und der Abg. v. Hoocrbeck habe mit der Behauptung ganz recht, daß der Milita- etat 9/io des ganzen BudgetrechtS umfasse. Staatsministcr Delblück habe gest^n auf Frankreich hingewiesen. In Frankreich habe man eine sihr geringe Mrinwg von dem deutschen ParlamentariemuS. Die allgemeine Meinung gehe dahin, in Deutschland nur ein Wille herrsche, der des Fürsten Bismarck. Er (Redmr)

Gründen von der Gnadencommission auf das Berzeichniß der zu Entlassenden stellt worden sind.

London, 29. Nov. Die französischen Communisten, welche hier Zuflucht gefunden haben, führen eine erschrecklich schamlose Sprache. Ihr Organ Qui vive

Reichstag sich ein Armuthszeugniß ausgestellt habe. Der gestrige Beschluß hab TimeS:Es scheint, der Mord wird in Frankreich nicht mehr zu den Verbrechen dazu beigetragen, das Ans-Hen des Reichstages zu vermindern und es sei eitjjgerechnet, wenn nur das Opfer ein Deutscher ist. Im Interesse ihrer gefangenen Rücksichtslosigkeit, gegen die Nation in solcher Weise zu verfahren. Im Iah,.Landsleute, welche noch wegen verschiedener Vergehen in Deutsckland zurückgehaltcn

Frankfurt a. M., 3. December. Wochenbericht. Wenn wir heute einen Rückblick auf di« Tbätiqkett der lebten 8 Taqe der Börse werfen, so finden wir, daß eS der Speculation qelunqen ist, öfterreichsiche Ereditactien auf einen CourS zu setzen, den selbst der größte Sanquinqurr

werden. Bekanntlich findet schon seit 1808 resp. seit 1797 eine Erneuerung der Fahnen und Standarten in der preußischen Armee nicht mehr statt, tt sollen sich diesmal indeß einzelne Fahnen in dem Grade zerschossen finden, daß eine Re- varatur kaum noch möglich erscheint, und ein Ersatz fast unerläßlich sein Dürfte.

Berlin, 2. December. DerKreuzzeitung" wird die neuerliche Meldung verschiedener Correspondenten, daß die Regierung die facultative Civilehe vorzu- schlagen beabsichtige, als unrichtig bezeichnet mit dem Hinzufügen, es handle sich um die Nothcivilehe.

Wien, 3. December. Die heutigeWiener Zeitung" veröffentlicht ein kaiser­liches Handschreiben an den Frhrn. v. Gablenz, welches dem aus Gesundhetts- rücksichten gestellten Ansuchen desselben um Versetzung in den Ruhestand will­fahrt.

Pesth, 29. November. General der Cavallerie, Baron Gablenz, wurde auf eigenes Ansuchen wegen erschütterter Gesundheit durch ein sehr ehrendes allerhöchstes Handschreiben seiner Stelle als Commandirender in Ungarn enthoben. Als sein Nachfolger wird General Huyn genannt. Graf Rudolf Apponyi, bisher Bot­schafter in London, wird als Nachfolger des Fürsten Metternich in Paris be- zeichnet.

ruft der Bourgeoisie zu:Wisset, daß wir nur den Gedanken der Roche im Kerzen tragen, und wir werden ihn furchtbar und exemplarisch durchführen. Ein Tag wird kommen, da wir wieder Die Herren fein werden. Dann gibt es keine Gnade für die Mörder vom Juni 1818 und vom Mai 1871. Eure Kopfe sollen fallen, und trügen sie schneeweißes Haar. Für eure We-ber, eure Töchter wird cd weder Achtung, noch Mitleid geben nichts als Den Tod. Tod biö euer verfluchtes Geschlecht auf immer vertilgt ist. Wir treffen uns schon wieder, ihr Herren rou der Bourgeoisie." Diese Sprache ist Die eines Unmenschen; aber ob sie von größerer V rDerbniß zeugt, als Das Uktheil, welches Den Mörder Tounelet in Paris auf freien Fuß setzte, ist noch sehr zweifelhaft. Der Pariser Corresponcent Der Daily News" hat sich m-t schärfster Mißbilligung über Die gerlchtti.t-en Lerhano- lunger; ausgesprochen UND hegt Die Überzeugung, daß man in Berlin bald einl Quousque landem rufen werde. Heute sagt auch der Pariser Benchtcrstatter tn

Paris, 28. Nov. DemTemps" zufolge soll Das Kriegsgericht, welches der Untersuchung über die unter Bruch des Ehrenwortes aus Deutschland flüchtig gewordenen kriegsgefangenen französischen Okfiziere betraut ist, dahin ent- schieden haben, daß alle höheren Offiziere, welchen in dieser Beziehung ein Ver­schulden zur Last fallt, außer Actioitat zu sitzen seien. Dasselbe soll mit jenen in diese Kategorie fallenden Subaltirnoffizieren Der Fall fein, welche aus anderen

Actien«

5% östr. F. 8t. S. B. 396% Lombard. Bahn 205 >/, Lad wigsh.-Bexbach 193 Maxbahn 1413/4 Bayer. Ostbahn 144 t/a Bheiu-Nahebahn-Aot. 39 V? Hess. Ludwigsb.-Act. Ir5

vluastchtsiostgteit, gegen die Vtotion in solcher Mise zu verfahren. Im Iahb <874 werde man neue Gründe für die Fortdauer des Pauschquantums vorbringtk Was habe dann der Reichstag noch für ein Budgetrecht? Solle er dasselbe ge'

Berlin, 1- December. Wie verlautet, sollen entsprechend Den früheren Bor- vor tinmen Monat.n für unmöglich gchalten haben würde. Man motiv'lt zwar die Eouiesteigerung gangen von 1864 und 1866 Die Fahnen und Standarten der Armeen, welche verschiedenen neuen, lucraliven Unternehm.ngen, an denen das Institut belheiligt sein soll. Utzttn i-r,ch°ss a »°-r s°nst »men flno ihre, Re»..-,.. M%'Ä

Berlin ubergefuhrt werden. Es geschieht diese Reparatur durch silberne Ringe, *^on 91/ o/o gäbe.

*T,v<4r rrli^ttel Man darf jedoch nicht vergessen, daß die Periode 187071 für die Bankinstitute eine

Beschädigung davongetragen hat, verzeichnet befindet. Die Zahl Der so beschädigten außerorvenrmy^rg^orgc gewesen str. ye m wvyr fraglich, »b <ine ähnlich günstige Seit sobald Feldzeichen, welche 1866 38 betrug, soll diesmal 100 nahezu erreichen, wo nid)tltoieberf<£?n m ß,. ., . . . . m

noch übersteigen, wobei indeß Schüsse durch Die Fahnenflaage nicht einmal gerechnet

Preuss. 4Vz% Oblig. 100/s Frankf. 3l/2°/o Obi. 87>/z Nass. 4t/,0 0 Obi. 98*/, Kurheas. 4% n 92/< Gr. Hess. 5»/0 Obi. 103 </4 n 40/0 n 96*/, n n 3V2°/o » 92

Bayer. 5% 100%

w 4Vz% 1jährige 99% 4% 1jährige 94%

Wiirtemb. AI/,% Obi. 99% Baden 4%% Obi. 0. E. L. 99% Oesterr. Silberrente 58% w Papierrente 49%

Amerik. Bonds 1881r 100%

, 1882r 971/2

1885r 98

n n 1887r 98i/4

Spanier, neuest. 3% 32

stimme gegen Die Vorlage.

Abg. v. Kusserow ist der Ansicht, Daß durch die Ablehnung dieser Borltze diejenigen zum Siege geführt werden könnten, welche sich Durch ihre Abstimmunun dem Deutschen Reiche und seinen Einrichtungen weniger freundlich gezeigt hätten. Im Auslande würde man das ablehnende Votum des Reichstages als ein- trauensvotum gegen die deutschcn Regierungen ansehen, und ein solches VoUm würde den Einfluß des Parlaments nach allen Richtungen hin schädigen. (Ld- hafte Unruhe.)

Die GeneraldiScussion wird geschlossen.

In der Specialdebatte spricht Abg. Schulze noch einmal gegen §. 1, wäh­rend Adg. Lasker Die Frage an Den Bundesrakh richtet, 0'0 die bayerische gierung Diejenigen Spccialetats, welche Die R ichsregierung für das Kr,egsheer auSgearbeitkt habe, als Diejenigen Etats anerkenne, an welche sie nach Bewilligung des Pauschquantums auf Grund Des geschlossenen Vertrages gebunDen fei ? Mi­nister v. Pfretzichner (Bayern). Die bayerische StaatSregierung kann eine Er­klärung nicht abgeben, persönlich glaube er aber, Der bayerische KriegSmimst-r werde sich so viel als möglich an Die über Das Reichsheer aufgestellten Etats halten. Darauf wird Das Gesetz mit 159 gegen 128 Stimmen ange­nommen.

2) Dritte Lesung Des Etatgesetzes pro 1872, welches nunmehr in Einnahme und Ausgabe mit 116,851,255 Thlr. abschließt. Nach Dem üblichen Proteste Der! Polen und einigen lächerlichen Bemerkungen Des Dr. Ewald wird Das Gesetz an-! genommen.

Prioritäten«

3% öster. Stsb.-Prior. 58% 3°/0 äst. s. Lombard 79% 3% Livomeser 37%

50/g Toscaner 58

5% EIisabth.-Prior. 81% do. H. Emiss. 80%

Änleheneloose«

Kurh. 40 Thlr. Loose 70 Nassau 25 fl. 44

40/0 bayr. Präm.-Ard. 1121/2 Ansbacher 7 fl. 12

40/0 badische Loose 110 Badische fl. 35 Loose 70

30/0 Oldenburg, ä 40Thlr. 36% Oestr. fl. 250 v. 1854 77% 1858r Prioritätsloose 188% 1860r Loose 87% 1864r n _ Braunschweiger 19% Stadt Florenz 84

Amsterdam k. S. 99

Augsburg

k. S. 99%

Berlin

k. 8. 105

Bremen

k. 8. 95%

Brüssel

k. 8. 93

Hamburg

k. 8. 87%

Leipzig

k. 8. 105

London

k. 8. 118%

Lyon

k. 8. 91%

Paris

k. 8. 91%

Wien

k. 8. 100%

ditto

m. 8.

ditto

1. 8.

Disconto

4%