Summen, die früher und jetzt an die Journale ausgetheilt werden. Ein hoch-
Die sich bilden-
wurde gerettet.
Aus München, 29. Sept., wird der „A. Z." geschrieben:
gestellter Beamter des Kaiserreichs besorge diese Verkeilung; die Summen variiren von 3000 bis 5000 Francs monatlich. Endlich feien auch der Regierung die Straßen und die Nummern der Häuser bekannt, wo bonapartistische Agenten in'S Geheim angeworben worden. Gerade weil ThierS von allem dem unterrichtet ist, glaube er Die Umtriebe nicht fürchten zu wüss-n. Dabei hege er das unbedingteste Vertrauen zu Mac Mahon und dem jetzigen Gouverneur von Paris, General Ladmirault. Die dermalige Parole für die bonapartistische Presse bestehe einfach darin, das Terrain für ein neues Plebiscit zu bearbeiten.
Die Bewohner von Chiselhurst scheinen übrigen- unangenehm überrascht zu fein, ihre Pläne bezüglich der Wiedererlangung des französischen Thrones so früh schon verrathen zu sehen. Man ist dort um Mittel nicht verlegen, die Wirkungen jener Entdeckung abzuschwächen. Hierdurch findet denn auch die in einem großen Theil der Presse circulirende Nachricht eine Erklärung, derzusolge Napoleon ein armer Mann ist, der, um einen den Ansprüchen eines Pariser Epiciers, der sich zur Ruhe gesetzt hat, genügenden Hausstand zu führen, genöthigt ist, die Brillanten der Kaiserin zu verkaufen. Vielleicht glauben ihm die Franzosen.
Als Algier, 27. September, meldet die „Correspond. HavaS": Die Lage von Kabilien ist zufriedenstellend. Die Einzahlung der KriegScontributionen in DellyS, Tiri Ouzon und Fort National erreicht 4*/, Millionen. Nachrichten, die von der tunesischen Grenze kommen, sprechen von Aufregung in diesen Landstrichen. Man glaubt aber, die Gegenwart von Truppen werde hinreichen, die Ruhe hrrzustellen.
Vermischtes.
Paderborn, 2ß. September. Der Nackmi ttagS feier rinkeffenbe Berliner Schnellzug ist
X>-r Zwkck desselben ist: Freiheitliche Entwicklung der deutschen und baotrifdien1 Vün3m'annt\ un0 td " einc Verspätung eilijuhoi.n galt, raste die lange Wagenreche auf Pader. Verhältnisse, Anstrebung der Ordnung aller nothwendig gemeinsame lo?: W»* wurden die Rasenden in den Wagen hin- und hergewocien, K.eS und Steine
hetten durch bas Reich, Trennung drS Staates und der K rche u.....
per unveräußerlichen Rechte des StaatrS und Gewährleistung der Re'.ig onS- U1IV —-
Gewissens reihelt. Hierbei sprachen unter Anderen Stauffenberg, Professor Huber
und Vecchtont. i d-""
. n. . j Pont iüo. P.vprrm wuroen vle .'/c.l,enden in den Wagen YIN- unv vergrrrvnni, aries uno Vieillk
er nothwendig gem ^nfamen Angelegen- fuhren klirre'.b g.gen die Wugenfenster; zugleich ertönten die gellenden Nothsignale. Im letzten ' unter Wahrung Einschnitte vor ’bub.tbüin, ge ade an der Et.lle, wa die Bahn nm einige Hundert Fuß in r!« . und Ebene herabsenkt, gvlang es , den Zug zum Et.hen zu bring.n. Es zeigte sich nun , daß di« c em.6 großen braunschweigischen Packwagens unmittelbar hinter den Loevmvtiven a^ " "" .....i dem Geleise geiathen waren, eine der Federn schon gebrochen und die 9td fe ganz verbogen wo:.
den alikatholischen Gemeinden in Deutschland werden mit dem Erzbischöfe von Utrecht in kirchliche Beziehung treten.
Wiiiirhpn 3 Det t ,a , ., Der enigieiste Wagen, w.lcher aus einer langen Strecke die getoaitgen Ri.tnögel der Schien.^
f ’ * ayerifche Gesandte in Stuttgart ist zugleich fur.säninitlich abgeschnitlen hatte, wäre nach der Aussage der Bahnbeamten keine Biertelminute mehr
-WlllliajCH, 4. Oct. Heute wurde durch Vertrauensmänner der Fortschritts- gestern in.t genauer Roth einem schrecklichen Unglück entgangen. Ta in Aitenb.cken der Kasseler Partei aus allen Landgerichten Obirbayerns ein liberaler KrciSverein gegründet.^ Schnellzug, welcher ungewöhnl ch besetzt war, mit ihm sich vereinigte, so wurden zwei Locon otivi»
Worms. Die LutherdenkmalSstistung hat vom Jahre 1872 an von 3 zu 3 Jahren je 4 Stipendien ä 590 fl. zu vergeben. Alle Pfarramts - Canvidaten deutscher Nationalität, welche ihr erstes theologisches Examen „mit Auszeichnung" bestanden haben, sind zur Bewerbung um diese Stipendien berechtigt. Die Gesuche, mit amtlichen Zeugnissen begleitet, sind spätestens bis zum 1. Juli bei der Vrrwaltungscommisston der Luthervenkmalstistung in Vorlage zu bringen.
Mainz, 2. October. Unser «Landsmann und 1848er Freund", Dr. Franz Zitz (so meldet der hiesige „Anzeiger") ist vor mehreren Tagen aus Newyork in Frankfurt a. M. angekommen.
Fulda. Das meist von ärmeren israelitischen Familien bewohnte Dorf Wehrda, tn der Nähe von Hersfeld, ist bei heftigem Sturmwinde theilweise niedergebrannt. Es wird Brandstiftung vermuthet.
Bochum. Magistrat und Stadtverordnete hier hatten, wie die „Ess. Ztg." berichtet, mit allen Stimmen gegen die des Stadtverordneten Löns den Beschluß gefaßt, den heimgekehrten Kriegern am 30. dieses und 1. folgenden Monats ein Sieges- und Friedensfest zu veranstalten. Hr. LonS, welcher die Stadtvertretung nicht befugt erachtete, für das Fest Geld zu bewilligen, wendete sich beschwerend an die Regierung in Arnsberg, und diese hat darauf hin die Abhaltung des bereits vorbereiteten Festes vorläufig sistirt. Das Festcomite fährt indetz in seinen Vor- bereitungen fort.
Heidelberg, 2. Oct. Geheimerath Bluntschli wird bekanntlich auf dem deutschen Protestantentag zu Darmstadt einen Antrag auf die Gründung eines „Vereins zur Austreibung der Jesuiten" stellen. Es hat ihm dies bereits einen anonymen Drohbrief eingetragen.
Berlin. Hiesige Blätter melden: Eine von ihrem Manne getrennt lebende Frau wurde in der Charitö entbunden. Sie fuhr nun mit einem andern Frauenzimmer, das ebenfalls dort entbunden worden, zusammen nach Landsberg a. W. wo Beide ihre Kinder zur Pflege unterbringen wollten. Letztere hatte auch ihr Kind in einem dort gelegenen Dorfe untergebracht und Erstere behauptete, dasselbe gethan zu haben. Beide kehrten daun ohne Kinder nach Berlin zurück. Es fiel aber in Landsberg auf, daß die Frau wieder abgereist war, ohne daß Jemand wußte, wo das Kind geblieben. Die Staatsanwaltschaft zu Landsberg a. W. machte deshalb hier Anzeige, worauf die Frau ermittelt unv verhaftet wurde. Nach mehreren Ausflüchten gestand sie Denn , ihr Kind bei Landsberg a. W. an einer näher bezeichneten Stelle lcbendig begraben zu haben.
Berlin, 2. Oct. Der „Reichsanzeiger" enthält die Ernennung Herzogs zum wirklichen geheimen Oberregierungsrath und Director der Abthcilung Elfaß-Lothrm- gen im Reichskanzleromt.
Berlin, 3. Oktober. Die „Kreuzztg." bezeichnet die Mittheilungen der Zeitungen, der Reichstag werde bereits am 10. October eröffnet, für unrichtig. — Dasselbe Blatt erklärt, daß es sich bei der Lanttagsvorlage, betreffend die Civilche, weder um die obligatorische noch um die facultative Cioilehe handle, sondern nur um bürgerliche Trauung in Nvthfallen.
Königsberg, 2. Oct. Bei dem gestern wülhenden schweren Sturme erlitten von 16 eingelausenen Schiffen „Enighevon", „Erichsen" und „Heeringen" Anker- brüche und liefen aus dem Pillauer Heergrund gefährlich aus. Die Mannschaft
Wie die „Aug-b. Postztg." vernimmt, hat die StaatSregierunq für Auf. bcsserung der materiellen Lage der Schullehrer 1 Million bis 1,200,000 Gulden in das Budget eingesetzt.
München, 30. September. Abgeordneter Kolb hat in der Kammer den Antrag eingkleicht, es fei an den König die Bitte zu richten, „verfügen zu wollen, daß dem gegenwärtigen Landtag ein Gesetz - Entwuls über Trennung von Staat und Kirche vorgelegt werde".
. München, 2. Oct. Heute wurde durch Vertrauensmänner der Fortschritts-
Agram, 29. Sept. Wegen vorgenommener Rlkrutirung in Fiume herrscht dort große Aufregung. Massen durchziehen mit schwarzen Fahnen die Stadt und der Obergespan resignirte.
Paris, 30. Sept. Die Angelegenheit des „Sieclr", das heute wegen eines gefälschten Berichtes über eine der S.tzungen des dritten Kriegsgerichtes vor den Schranken desselben erschien, ist wegen e'nes Formfehlers auf nächsten Montag vertagt worden. — Gestern wurde wieder eine größere Anzahl von Commun sten eingezogen. Unter den Verhafteten befindet sich ein Indier, der früher Bedienter gewesen und von Assy zum Offizier ernannt worden war, und ein Schwede, Namens Hellersom, der Mitglied der Kriegsgerichte gewesen, sich acht Tage lang mit großem Muth gegen die in Paris eindringenden Truppen schlug und bei Chateau b'Eau verwundet wurde. Es war ihm gelungen, sich nach London in Sicherheit zu bringen. Vor drei Wochen wieder nach Paris zurückgekommen, wurde er gestern auf der Straße von einem Jnfanterielteutenant erkannt, der ihn auf den Barrtka- den kämpfen gesehen hatte. Derselbe nahm ihn sofort fest und brachte ihn nach dem nächsten Wachtposten. Die Accard, die Maitreffe Pascal Grouffet's, die der- selbe vor seiner Deportation heirathen wollte, hat ihm die Ehe verweigert.
Paris, 30. September. Aufsehen erregt hier ein Rundschreiben, welches der Kriegsminister an die in der Provinz commandirenden Generale gesandt hat. Dasselbe lautet:
Angesichts der Unruhen, welche während der Wahlperiode ausbrechen können, habe ich beschlossen, daß die Rundreisen der Offiziere der Gendarmerie suSpendirt werden. Ich habe auch beschlossen, daß die Soldaten dieser Waffen- gattung, die nicht unumgänglich nothwendig sind, nach den großen Centren gefaltet werden, wo die Zwietracht eher ausbre.chen kann, als auf dem Lande. Wollen rc. Der Kriegsminister de Cissay.
Paris, 1. Oct. Das „Siecle" erzählt folgenden Vorfall: Letzten Dienstag vereinigte im Lager von Sartory ein großes Diner eine gewisse Anzahl von Offizieren der ehemaligen kaiserlichen Armee. Während des Mahles sagte man alles erdenkliche Schlimme von Herrn ThierS und der Republik, zum Dessert wurde die Gesundheit beS Helden von Sedan getrunken und um Mitternacht trennte man sich unter dem Rufe: Es lebe der Kaiser! Am folgenden Tage ließ die Regierung eines der Regimenter, welche in Sartory lagerten, nach der Loire abgeben.
Paris, 2. Oct. Victor Hugo hat sich gestern zu Thiers begeben und denselben um Umwandlung der Strafe Rochefort's ersucht. ThierS erklärte, daß hierzu nur die BeqnavigungScommission berechtigt sei.
Brüssel, 3. Oct. Zuverlässigen Pariser Nachrichten zufolge soll Herr von Remusat, der französische Minister des Auswärtigen, auf die Reklamationen des Grafen Arnim bezüglich der Lyoner Exceffe die Zusicherung ertheilt haben, daß d»e franzoäsche Regierung gegen die Schuldigen mit äußerster Strenge einschreiten werde. Der Minister stellte die Verhängung des Belagerungszustandes in Aussicht für den Fall, daß sich die Exceffe gegen die Deutschen, deren Schutz er als eine Verpflichtung der französischen Regierung anerkannte, wiederholten.
Brüssel, 3. Oct. In Versailles spricht man von der bevorstehenden Abrcisk Pouyer-Ouerner'S nach Berlin, um mit Fürst Bismarck in Unterhandlungen wegen der Münzkrise zu treten. Die Prämie auf Gold beträgt 1 Procent.
Lausanne, 29. September. Der FriekenScongr.ß hat heute wieder eine Sitzung gehabt. Herr Simon aus Trier hielt eine Ride zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts, verwarf die bewaffnete Rtfolution und protestirte gegen die Annlxion von Elsaß-Lothringen. Herr Goegg wollte eine Frage von der Unterordnung unter das allgemeine Stimmrecht ausg schlossen wissen: die republikanische Staatsform nämlich, welche ihm ein Dogma ist. Endlich ergriff ein Herr Le- monnier, Berner Kaufmann, das Wort, um zu erklären, daß die moralische Revanche, die Frankreich nehmen müsse, die Einführung der Republik in Berlin sei. Als Simon ein Wort der Richtfertigung für Thiers sprach and behauptete, daß nur friedliche Mittel zur Beglückung der Völker angewendrt Werdern müßten, brach der Sturm witdcr in der Versammlung los. Das von Goegg im bezeichneten Sinne gestellte Amendement wurde angenommen und darauf die Sitzung geschlossen. Die Bewohner von Lau anne verließen bas Local mit dem Rufe: „Vivat Simoii! Nach Cayenne mit der Commune!"
Kopenhagdtt, 2. October. Dem heute eröffneten Reichstage wird baldig ein neues liberales Zollgesetz vorgelcgt werten.
Stockholm, 2. Oct. Die erste Kammer nahm die Reg'erungSoorlage, bt- trcffend Die Wehrpflicht, einstimmig an. Die Verhandlungen über die übrigen Theile der Vorlage dauern noch fort.
London, 2. Oct. Die „Times" meldet nach einer Depesche aus Paris, doß die franzosiiche Regierung Deutschland gegenüber nachgegeben habe und die Unter- zeichnunq des V.rtrages bevorstehe.
Lissabon, 29. Sept. Die Regierung trifft energische Maßregeln zur Unterdrückung tlnts Aufstandes in Goa ^Ostindien).
Constantinopcl, 29. September. Der tunesische Gesandte Cosunoli tourti vom Sultan tn langer Audienz empfangen. Es scheint sicher zu fein, daß TumS sich enger an die Tuikri an'chltcßen werde.
Der neue Scheik-ul-Jslam ist ein Fortschrittsfreund und gedenkt große Rf formen im MahomedaniSmuS durchzuführen, weshalb die Hodschas (geistlichi» Lehrer) sehr erbittert über ihn sind.
Der Großoezier benachrichtigte den neuen Patriarchen, baß ihn der Sultan mit allen den fremden Gesandten zukommenben Eyrenbezeigungen empfangen werde. Oag ist neu und erregt Die Christen auf das Freudigste.
die genaueste Kunde von allen Schritten, welche die Bonapartisten in Londons Hessen-Darmstadt und der Ministerresident in Bern zugleich für Baden accreditirt Genf, Paris und sonstwo gethan haben. Er kenne ferner genau Den Belaus der! worben. Von einer beabsichtigten Wieberbesetzung des Lonboner Postens, welche Ä------ r-.....13 Die Wiener Presse angckünbigt, ist zuverlässigem Vernehmen nach zur Zeit Durchaus
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Der ameritanische Finc vahren Wa-Slnid) «uigt jjrank anseetigen ließ, obne ft Stldschrank iß nun ^gelangt Hauptmauer eingeriffen wird.
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au- der Sitzung
Anwesend waren: Der Wng, Gail, Hanstein, Heß,
1) Wegen der von Anc Elablfanal angelegten Treppe ktadt gewahrt iß, »orgelegt i
2) Die abzehaltene De Aehmigt, nachdem Steigerer un Borgetegt hatte, b<i welch
3) Der Großherzogliche tinizlichu Betriebs - Znspectio Iaßer aus dem Reservoir auf M Aw'che hat.
4) Die zu 29 fl. 12 fi Ausführung und die Berge
5) Zur (Stflänjung btt wn die Hnffaffiinj eines W Mieden werden soll.
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