Gießener Anzeiger
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen
Nr. 2S6.
Freitag den 3. November
1871
Betreffend: DieAbleistung des Verfassungseides im zweiten Halbjahr 1871.
die Ableistung des Verfassungseides
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Gießen, den 31. October 1871.
Müller, Wer
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PreiS rirtteijährig 1 fi. 12 fr. mit Bringerlohn. DuriL die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 87 kr.
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Eychnnr raglich, mit Aus> nähme Montags.
Expedition: Lanzleiberg
Ltt. B. Nr. 1.
Großherzogliäws ztreisamt Gießen, v. Starck.
Gießen, am 30. Dctobcr 1871.
Gießen
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Da« cislcithanischk Ministerium, va« bekanntlich feine Entlassung erhalten * Die meiste Aussicht für den Po stell
Nach Ratification der Separatconvention mit Frankreich hat nunmehr das Oberkommando der Okkupationsarmee, wie wir vernehmen, bestimmten Befehl zur Räumung der südlichen und westlichen Departements erhalten, und hat sonach der Bahntransport der 11. und 24. Division am 28. v. M. von Straßburg rcsp. Metz aus begonnen. Die Demobilmachung der in ihre Heimath zuruckkehrenden
werden soll. In den Ausschußberathungen soll es übrigens der „D. A. Ztg." zufolge zu sehr lebhaften Erörterungen gekommen sein und namentlich der Finanz- Minister Camphausen die Vorlage sehr interessant vertheidigt hoben. Der Bundes- rath wird voraussichtlich gegen Ende der Woche über den AuSfchußbericht Bk- schluß fassen.
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" «m mit btt S"tlMiieit i, °"1 iür unfett tx Hchluing au 1ld) eine Anzahl (r FortbildungS-
und zwar uw ndev von 8-10 T1: Ncckiien unb 1 und Literatur, weitert werben, nzelnen Schülern Ätb unb biiglG
|ti daß eine Krt- ini'gen Leute gelt find, so sollen N verhauten isl, lk'cblufie besuchen :i Sctülen! durch Dcnstherrn ic.) alnrcb, tie ihnen mcbts nach §ras> lnrerßnßm.
id und Fortgang n Besuch beölln- irirt cs snh zur burcb lffnpsehlun-
unb tt rüste eise tüchtige Er- (i Untcrftpng nefir haben unb >u Anstalt heben kirn allen hiesigen nt ÄnmelbungeNi r;eicbiiftfli Lehrers
an die Grojjherzogtichen Sürgermeistcreien des Kreises.
Wir erinnern Tie nn alsbcildige Erstattung der vorgeschriebenen Berichte und bemerken dast em- für allemal festgesetzten Tagen stattstnden wird, nämlich
Freitag den 10. November, Vormittags 10 Uhr,
Negierungsgebaude zu Gtestcn und
BeKMAWgeW dem Gietzener Anreißer Ä*,,fowobl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auS * ’ » bei allen Post-ExpedUionen und den Land-Postbotm entgegen genommm
Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abbölen lassen, erhalten denselben für die Monate November und December zu 40 fr.
T. J.’SÄS ÄWwBü
allgewklnen Stimmrechts bleiben, sondern sie soll auch, so belehren uns die hoch- Lübeck wollte hrm hi» sns^afltfcn‘. ^rcu®cn/ 'öat,cn' -öraunschwerg und «sfi-iöstn „Ärenzkotkn", al« Oer' sichere Barometer v r «a n Stimmung 2- te r M wem Da.k k/mm? f°'en r-r Einz.chung verschtech.
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äsäs’ä ßiÄ «zää sä; söä".k*»K"( s. rifS L Wickelung bisher nicht »erwerthet ist. Die ungeheuren Opfer, weiche kas veutfchc genommen wirb Die BerMnö»»«! ° Zahlungsmittel an-
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ftn Pr8ane reden bereit« über die Rechte und Freiheiten cer stücken habe. Jedenfalls ist die Goldwährung im Princip anerkannt und aicherdem KÄS
tag Diäten verlangt, deshalb darf er keine beziehen! Will er solche haben, so muß er auch dafür Opfer bringen. Es ist das eine gefährliche Lehie, die dem Volke gegeben wird. Hoffen wir, daß die Nation hiervon keinen Gebrauch macht, denn die „Blut- und Eisenpolitik" auf die inneren Fragen anwenven zu wollen, wüßte in der That zu Consequenzen führen, unter denen nicht nur die Freiheit, sondern auch die monarchische Ordnung leiden würde.
Ueber den Bericht, welchen die vereinigten Ausschüsse des Bundesrathes über tic in Sachen Der Münzreform gefaßten Beschlüsse festgestellt haben, wird Folgen- des bekannt: Die Goldmünzen von 10, 20, 30 Mark wurden von den Ausschlissul _,.v „„w vi von 15 Mark dagegen abgeleynt. Jedenfalls wird die Maik TruppenerföffzV'alsdan^'sofort" zu 1 ) Stlbergroschen, Den Silbergroschen zu 10 Pfennigen Die Grundlage des 2
Ma« bed-u«. einen anderen Befchinst b.r Au«fchüffe. Hut, ist bislang'^ch M»I'^tzt"«örv7m Die meiste Au«stc n zwar äußerlich angenommen, aber fünf Staaten, Bapetn, eims Ministerpräsidenten |oß Schmerling haben, dessen Energie
Mittwoch den 15. November, Vormittaas 10 Uhr,
Nathhans zu Ltch. n 7 '
v. Starck.
, . . B e k a n n t m a ch u n g.
Verraus gcfundheitsgefährlicher Tapeten und ähnlicher Gegenstände betreffend.
Cs iff in neuerer Aeit die Wahrnehmung gemacht morden, daß, mährend bisher nur manckm arnne unb apIüp q-au,,.., a_. c k . wendeten gifthaltigen Farben dem Publikum als sckmdlicki bekannt waren, dagegen die rothen und braunen Treten
''m ' STbe biefe iott)eu und braunen meist mit Anilinfarben überzogenen Tapeten jeüt vonimswe artenkaltkn $“*’L*
daher deren Lerweudung mit großen Gefahren für die Gesundheit verbunden ist. Dasselbe gilt für andere miMcne» SnÄ.8 •'? rcctbcn Gegenstände, Wir nehmen hieraus Veranlassung, das Publikum hierauf aufmerksam zu machen, insbesondere aber dw Tavet n^br^ überzogenen
Kaufleute Tapezierer und sonstigen Gewerbtreibenden, vor der Fabrikation, dem Verkaufe nild der^^Verwendüna^^ lolckier^ '-r s * betreffenden
Gegenstände unter Hinweisung auf die Artikel 326 bis 329 , 337 bis 340 und 346 des PoUzeistrafgeseües sowie aus ?.^''^'UgenTapetennud sonstigen gesetzbuchs für das Deutsche Reich zu verwarnen. 4-vudeqiia[gcjcye8, fetote ans die s-, 324 und 326 des Straf-
Für das Publikum die Bemerkung, daß Chemiker und Apotheker leicht im Stande sind, in Zweifelfällen die An- oder Abw,s».Npit „n„ ar t -e ■ einer Farbe nachzuweisen. vie au- ooer ^vwesenheit von Arsenik in


