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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hieben

MitMoch dm 2. August

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Bataillons-Ersatz-Bezirke allen andern militärischen Schritten vorhergehen und sich hrv Htiirn K i hi f oi m i fi f t f ii n .» ittih bfn hrrptid itaHafhaKtcrt

Die Zahl der sür Elsaß und Lothringen be­

stimmten Regimenter wurde früher auf 6 Jnfanter-e- und 4 Eavallerie-Regimenter

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norddeutschen Armee im Jahre 1867 noch rückständigen 4 Eavallerie-Regimenter,

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PretS rirckeljihrig 1 fl- 12 fr- mit Bringerlohn. Durch bit Post bezogen vierteljährig t fl. 27 fr.

lose, welche die Leiter von sich stießen, auf der sie emporgcstlcgcn waren.

unter dem jetzigen Könige ist freilich tu Auewahl nicht glücklicher gewesen, und selbst der kürzlich verstorbene Bischof von Speyer, aus den wohlwollende Deur- therler eine gewisse Hoffnung setzten, hat sich vollständig den Anforderungen des ultrawcntanen Jesuitismus und der Curie gebeugt. Die richt'ge Moral aus diesen Erfahrungen scheint uns zu sein, daß der Staat, der zuverlässig friedliebende Obcrhirten nicht zu erlangen vermag, sich in die Lage setzt, von den Feindseligen so wenig als möglich fürchten zu müssen. Einer solchen Politik wird zur Stunde die allergrößte Mehrheit der Gebildeten in Stadt und Land zur Seile stehen,

dazu ist jetzt durch den Rücktritt des Grasen Bray die Gelegenheit gegeben. Die Möglichkeit, daß f'ste Schritte gethan werden, scheint uns auch nicht dadurch aus­geschlossen, daß der bayer. Cultusminister sich in diesem Augenblick außer Stand erklärt, auf die Eingaben der Allkotholiken eine Antwort zu geben. Im Momente des eingetretenen Ministerwcchsels war cs kaum möglich, in einer fo wichtigen Frage entscheidend zu reden; nur möge man jetzt nicht säumen, zu reden, und waS die

Ansicht jetzt gegenüber Rußland und Preußen zur Anwendung zu bringen ist. Wir fürchten sehr, daß die Polen die Attractionekrast der polnischen Institutionen

in Galizien auf die übrigen ehemals volnischen Gebiete weit überschätzen, denn was Rußland onlangt, so hat dieses hinreichend dafür gesorgt, daß die Bäume nicht bis in den Himmel wachsen. In Volhynien und Podolien sind die Polen längst in großer Minorität, sie bilden kaum rin Fünftheil der Bevölkerung, und schon beim letzten Aufstande im Jahre 1863 regte sich dort keine Hand für die Verwirklichung der polnischen Traume; außerdem werden aber die sortificatorischen iWrrle, welche Rußland gegenwärtig an ter österreichischen Grenze anlegt, bald eine solche Stärke erlangen, daß die galizischen Milizen schon beim ersten Versuche davon abfleh.n werten, dieselben zu durchbrechen. Preußen aber wird dieser von Oesterreich aus begünstigten polnischen Agitation mit größter Ruhe zuschaucn können; sollte dieselbe einen wirklich ernsten Choracter annehmen, so würde ihr sicherlich nicht in der Provinz Posen, sondern auf einem Gebiete begegnet werden, wo Deutschland bei seinen Stammesgencssen mächtigere Berührungspunkte findet, als die Polen Oesterreichs bei den polnisch redenden Unterthancn des deutschen Reiches.

Durch Erlaß des GcneralgouverncurS im Elsaß vom 19. Juni d. I. wer­den'mmtlr'che deutsche, in ihren HeimathSstaaten zum Betriebe von VersichcrungS»

gcschä'sten berechtigte Gesellschaften ermächtigt, ihren Geschäftsbetrieb auf Elsaß« Lothringen auSzudebnen, sobald sie hinsichtlich desselben durch eine notarielle,

Srjchetnt täglt«», nm «uS nähme More^gS.

Sg-edition: CanzUzbera 2it B. Nr. 1.

Hauptsache ist, zu handeln.

DaS VcrcinSgesetz des deutschen Reiches, über welches sich der Bundeörath geeinigt hat, ist im Wesentlichen dasselbe, welches in Preußen sich in Geltung be­findet. Versammlungen, denln demonstrative Zwecke zu Grunde liegen, Massen- aufzüge und dergleichen werden nach Emanation des neuen Bundesgesetzes, sür den Fall, daß es in ter Form der Vorlage die Zustimmung des Reichstags findet, in allen deutschen Gauen von den Polizeibehörden verhindert werden. Den Ar- bettrrvercinen und insbesondere terInternationale" scheint bei den Berathungcn des Gesetz ntwurss eine sehr eingehende Aufmerksamkeit gewidmet worden zu fein, und wie wir hören, wird neben der Militäreinheit auch die Polizcieinheit eine viel stroffcre Ccntralisation als bisher erhalten.

1* Die polnische Restaurationspolitik der österreichischen Regierung sangt bereits an, ihre Früchte zu tragen. Die Führer der polnischen Parteien in den

lungen angesehen werden konnten.

f Es darf als gcwiß angenommen werden, daß die für Elsaß und Lothringen so wichtige Frage der Verlängerung tcS sechsmonatlichen, am 30. August ablau- fenden Termins für die zollfreie Einfuhr einheimischer Fabrikate in Frankreich dem- nächst zur Entscheidung kommen wird. ES ist wahrscheinlich, daß die Ver.änge- rung der Begünstigung nur sür diejenigen Waaren zugestanden wird, welche vor dem 1. März auf LieserungStermine, welche über den 1. September hinausreichcn, bestellt worden sind. Beispielsweise belaufen sich die Bestellungen an Eisenbahn- material, die zu dieser Kategorie gehören, auf einen Werth von über 5 Millionen Francs.

Eine Anzahl von in Moskau ansässigen Deutschen hat ein prächtiges Drei­gespann von Silberschimmeln für den Preis von 4000 Silberrubeln angckaust, um cd dem Fürsten Bismarck zum Geschenk zu machen. Das Dreigespann stammt aus dem Marstall des bekannten Moskauer Fabrikanken Surikoff, desselben, der vor zwei Jahren ein ähnliches Dreigespann dem Kaiser Napoleon geschenkt hat, was damals in Rußland so große Sensation erregte.

Wie man hort, wird General v. Manteuffel, ter sich gegenwärtig auf Urlaub befindet, die Stelle, welche er vor dem Kriege inne hatte, also die eines comman-

crwahlt haben.

Als feststehend darf betrachtet werden, daß die für Elsaß und Lothringen zu errichtenden neuen Regimenter und Truppentheile zunächst keinesfalls zu einem be­sonderen Armeekorps vereinigt, sondern einzeln den verschiedenen deutschen EorpS zugetheilt werden sollen. Wohl würden diese Regimenter hingegen gleicherweise wie alle anderen deutschen Truppentheile neben ihrer Nummer ihre Provinzial- bcnennung führen. Ueber den Zeitpunkt ihrer Errichtung stebt noch durchaus nichts fcst. Möglicherweise dürfte die Eintheilung der neucn Gebiete in Landwehr-

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Beftelkrnrgen auf den Giestcner Anzeiger bet allen Post-Expeditionen uni den Land-Postboten entgegen genommen.

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1. August. polnischen LandeStheilcn der drei TheilungSmächt? wollen sich im nächsten Mona

+ Wer die Stelle des bayerischen Ministers des Acußern erhalten soll, ist'auf einer Zusammenkunft in Lemberg über die Tactik einigen, welche noch ihrer noch immer in Dunkel gehüllt, trotzdem man in Bayern bezüglich dieser Angelegen- ........"k ,,mK .....* w-ia

hcit in ter größien Spannung lebt. Uns will scheinen, als brauche Deutschland 1 viescrhalb überhaupt sich nicht zu bernrubigen, denn der Schwerpunkt der aus- ' wärligen Politik liegt toch nicht in München, sondern in B-.rlin; diese Thatsache wird in Europa so sehr anerkannt, daß in allen großen Dertretungskörpern, in Oesterreich, England u. f. w., schon längst der Antrag gestellt ist, die Gesandt- schastSposten in München, Stuttgart, Dresden u. s. w. einzuzichcr'. Das Beste, was ter König von Bayern thun könnte, wäre, gar keinen auswärtigen Minister, mehr anzustellen, schon aus dem einfachen Grunde, weil Bayerns Aufgabe auf einem ganz anderen Gebiete als dem der auswärtigen Politik, auf dem kirchlichen Gebiete, gipfelt. Hier kann es sich Lorbeeren erwerben und zugleich der auswär­tigen Politik des deutschen Reiches den kräftigsten Vorschub leisten, indem cs die Jntriguen abfchneidet, welche die Clerikalen mit dem Auslande bis auf den heuti-

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bezahlt worden. Für die weiteren JndemnitätSzahlungen hat die französische Finanz- Verwaltung den Beschluß gisaßt, dieselben nicht mehr ä jour fixe festzusetzen, son­dern die Gelder adsühren zu lassen nach Maßgabe der eingehenden und verfügbar we'nn^^si'e "energisch und ^selbst durch^^ vorübergehende Rückschläge ungebeugt fest auf Wertenden Beträge. Es ist übrigens jetzt bekannt geworden, daß bei den letzten

dos Ziel loesteuert. Eine kostbare Zeit ist versäumt worden, aber noch immer Zahlungen in Straßburg, welche der Räumung von Rouen, Annens re. voraus-

kann das Rechte erfolgreich geschehen, und daß es vollständig und rasch geschehe, gingen, Mechstl gegeben werden sind, die erst in 10, 20 und 40 Tagen fällig

- ' ou.u waren, und die daher, im Sinne des Frankfurter Friedens, nicht als Baarzah-

gen Tag unterhalten.

Die schon vor einigen Tagen in Aussicht gestellte Einlassung des Grafen Brvy ist jctzl erfolgt und damit das letzte Hinterniß we^gcräuwt, welches inner­halb des bayer. Ministeriums selber einer entschiedenen Politik im Wege stand. Die £a[e war in der That höchst dringend geworden. Auf der einen Seite mußte jede neue Maßregel in Berlin die Wucht der Frage in München verstärken: Will die bcyrr sche Regierung, deren verfassungsmäßige Mittel der Gegenwehr weiter reichen, als was das preußische Ministerium auf Grund der preußischen Verfassung thun _ , v u . . .

kann, »edeS Vertrauen in den Ernst ihres Widerstandes verwirkend Auf ter an- mittelst derStraßburger Zeitung" veröffentlichte Urkunde em rnlandtsches Domizil dein Seite geht der ultramentane Episcopat mit. einer sich täglich steigernd Dreistigkeit an's Werf. Wenn es wirklich war ist, was die Zeitungen gebracht haben, daß der Erzbischof von München dem Professor Friedrich sein zum könig- lichen Hosdienst gehöriges Benefizium habe abdecrctiren wollen, so sind die Bayern wirk­lich aus dem Wege, statt von drm Könige von Bayern, von dem Erzbischof von München regiert zu werden. Es ist nicht unmöglich, daß dieser letzte Schritt des Erzbischofs Averhöcksten Orts dem Faß den Boden ausgeschlagen und die schwe- bente Entscheidung über daS Bray'sche EntlassungSgesuch befördert hat. In der That hört man nicht selten eingiweihte Leute sich dahin aussprechcn, daß die w _

Nutung wenigcr von der Energie der Minister als der Gegner zu erhoffen ist. unmittelbar dcr neuen Civileinthcllung derselben und den bereits stattgehabten Bei dem Münchener Erzbischof scheint der bekannte ErfatrungSsotz von dem Elser der neuen Gemeindewahlen anschließen. Die Zahl der für Elsaß und Lothringen be- Uebcrläuser sich wiederum zu bewähren. Der Metropolit von Münchcn.Freising stimmten Regimenter wurde früher auf 6 Infanterie- und 4 Eavallerie-Regimenter verdankt seine Stellung einer der unglücklichen DischvfSwahlen, welche unter Äönig angegeben, wozu dann an neuen Truppcnbiltungen die von der Organisation der Mcr II durch den Einfluß des Herrn Pfistermeister getroffen worden. Man wollte norddeutschen Armee im Jahre 1867 noch rückständigen 4 Eavallerie-Regimenter, x^te einer gewissen milden Denkart, die sich für die dem Episkopate verstattetk wie 12 vierte reitende Batterien und 3 Festungöartillerie.Abtheilungen hin- freiere Bewegung dankbar zeigen sollten, und siehe da, man hatte vielfach Charakter-zutreten. .

}cfe, welche die Leiter von sich stießen, auf der sie emporgcstlcgen waren. Anch^ Ein französisches Blatt versichert, daß es TheerS gelungen fei, vom Fürsten

Bismarck die Bezeichnung eines bestimmten Datums für die Räumung der Um­gebungen von Paris zu erlangen, und zwar wäre dieser Termin der 31. August. Das Departement der Scine-ct-Oife würde gleichzeitig geräumt werden. Was die VeryflegunaSgelder für die vertragsmäßig auf französischem Boden noch stehende deutsche Armee anlangt, so sind dieselben bis zum 1. August pünktlich und voll