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Darum, ihr evangelischen Männer! erwäget bei Zeiten und ernstlich, wen ihr für die hohe und heilige Sache, um die eS sich hier handelt, als die Männer eure- Vertrauens und euere Vertreter erwählen wollt. Unverständig wäre es ge- vij^wenn sich Jemand darum von der Wahl ausschließen wollte, weil er mit ter Art und Weise deS Vorgehens, wie sie von der Regierung beliebt ist, nicht einverstanden ist, weil er es z. B. für besser ansehen wurde, daß die Landes- synode unmittelbar durch die Gemeinden, in direkten Wahlen ernannt würde, an statt aus dem vorgeschriebenen indirecten Wege, oder daß ihr nicht dieser, sondern ttn anderer Entwurf vorgelegt, oder auch ganz freigelassen würde die Verfassung, wie sie sie wünscht, sechst zu entwerfen. Man kann darüber verschiedener Ansicht sein: jedenfalls hat vielfältige Erfahrung gelehrt, daß bei angeordneten Wahlen die Wahlenthaltung unter allen Umständen der verkehrteste und unklugste Weg ist, den man einfchlagen kann. Wirkt lieber auf dem Wege, der nun eröffnet ist, kräftig mit, als daß ihr ge- schehen lasset, daß die neue Verfassung ohne euch und dann vielleicht sehr gegen eueren Willen zu Stande kommt.

Verschiedener Ansicht kann man auch darüber fein, ob es zweckmäßig ist, daß nach dem Edicte die Wählbarkeit auf solche Männer beschränkt fein soll, welche an Gottesdienst und Abendmahl Theil nahmen, da es doch unstreitig gar Manche gibt, deren Lheilnadme an dem Verfassungswerke sehr erwünscht wäre, und dik sich doch auS^manchetlei Gründen dem kirchlichen Leben mehr oder weniger ent. fremdet haben. Die Absicht bei dieser Bestimmung ist nur die gewesen, solche ouZzuschließen, die sich feit lange vollständig und grundsätzlich von der Kirche, gc. schiiden und dadurch gezeigt haben, daß sie ihr innerlich nicht mehr zugchören, also Personen, welche unzweifelhaft doch nur in seltenen AuSnahmefäll n in Vor. schlag hätten kommen können. Es ist daher auch absichtlich in dem Edikt nicht von fleißiger oder regelmäßiger Theilnahme am Gottesdienst die Rede, sondern nur von Theilnahme überhaupt. Mag man also die Fassung des fraglichen Paragraphen für zweckmäßig ansehen oder nicht; den Gemeinden wird dadurch bei den bevorstehenden Wahlen die Möglichkeit nicht abgeschnitten sein, ihren Willen, wenn derselbe nur einmüthig und kräftig auftritt,

hoher Wichtigkeit; aber die Kirchenvorstandswahlen, wenn auch deren Bedeutung wrnigkr Dtroortritt und in die Angen fällt, stehen ihnen an Wichtigkeit in nicht« nad; uno verdienen mindesten« dieselbe allgemeine und lebhafte Aufmerksamkeit und Theilnahme. (£). A.)

Auszug sus den Kirchenbüchern der Slsdl Gießen, a. Evangelische Gemeinde.

Getaufte

. ~ 2Lc.?1 26- März. Ein unehelicher Sohn von hier, Karl Anton Heinrich, geboren

Iden 7. Marz. y

Denselben. Dem Ortsbürger in Reiskirchen und Taglohner dahier, Kaspar Balser, ein Sohn, Johann Christoph Martin, geboren den 16. Februar.

Den 29. März- Dem Postfecretär dahier, Julius Karl Vigelius, Zwillings­töchter, Henriette und Louise Rosine, geboren den 28. März.

Den 30. März. Dem Postfecretär dahier, Georg Pfeffer, eine Tochter, Marie Ernestine Mathilde, geboren den 2. Märr.

Den 31. März. Dem Postfecretär dahier, Emil Bernhard, eine Tochter, Laura Sophie Ida Elise Auguste, geboren d.en 4. März.

Beerdigte.

Den 24 März. Helene Schomber, geborene Hoffmann, des Bürgers und Zieglers, Kaspar Schomber, Ehefrau, alt 35 I. 9 M. 3 T, gestorben den 23. März.

Den 25. März. Elisabeth Röhrig aus Lehnheim, Kreis Grünberg, alt 30 I., gestorben den 23. März.

Den 27 März. Johann Bernhard Kühne, Bürger und Restaurateur im Bahn­hof dahier, alt 61 I. 6 M 17 T-, gestorben den 26- März.

Denselben. Eva Steiger aus Wersau, Kreis Dieburg, alt 24 I., gestorben den 26. März.

Den 29. März. August Ludwig Schepp, Bürger und Schuhmachermeister, alt 41 I. 10 M- 13 T-, gestorben den 27. März.

Den 30. März Louise Rosine Vigelius, des Postsecretärs, Julius Karl Vigelius, eheliche Tochter, alt 1 T-, gestorb n den 29. März.

Den 31. März. Karl Wilhelm Emil Jughardt, des Bürgers und Fabrikanten, Karl Jughardt, ehelicher Sohn, alt 1 I., gestorben den 30. März.

zur Geltung zu bringen.

Somit sei die wichtige Angelegenheit der neuen Kirchenvorstandswahlen Allen, die es angcht, angelegentlich empfohlen. Die Reichstagswahlen sind von

b. Katholische Gemeinde.

Nichts angemeldet.-

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1249) Eine Kaute Mist ist zu verkau­fen Neuenweg Lit. B- Nr. 194.

Allgemeiner Anzeiger.

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II.

42

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(Kohlenklein,

Die Verwaltung.

bei'

450

1238)

Weißer

Reiser

520

230

80

Scheid- und Prügelholz, 48 Stecken desgl- Stockholz,

Ehr. PH. Euler, kleine Löwengasse.

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bei

soll aus Antrag des M Stein dahier ein braunes Pferd (Wallach) in dem Hofe des Herrn Ludwig Herbert auf der Mäus- burg meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 1. April 1871.

Semmler, Ortsgerichtsmann

Gießen, den 1. April 1871.

Großherzoglicbe Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

Hungen:

5209 Eubiksutz Eichen-, gemischte u. Nadel­holz-Stämme, darunter ca. 1012'

Buderus" bei Laudach.

1223) Vom 1. April ab werden die Koh len nach Gewicht verkauft, und zwar:

1 Sorte (Stückkohlen) pr. Ctr. 18 kr,

Frische Hefe

Karl Heil, Schloßgasse.

Darmstadt.

Mittwoch den 5. Avril,

Vormittags 9 Ubr, nachverzeicknetes sehr gut erhaltenes

1240) Mehrere Canarienvögel-Hähn- chen und -Weibchen sind käuflich abzu­geben in Lit. C Nr. 145.

Holzversteigeruiizeri.

1227) Das an nachbenannten Staats- Straßen ausgearbeitete Holz soll an ben1 dabei bemerkten Tagen meistbietend ver­steigert werden, und zwar:

l. Aut der Straße vor dem Walltbor Montag den 3. April:

6 Haufen Linden-Ausputzreiser

Anfang Morgens 9 Uhr bei der Müller- schen Fabrik

Ein neues, massives, in Neuwed eil am Markte geleg. zwei­stöckiges Wohnhaus nebst Garten und Wiese, hypotheken­frei, 7 Fenster Front o,000 Thlr

die Lieferung von 38 Ellen rohgrauem Tuch, veranschlagt zu 76 fl,

die Lieferung von 48 Ellen grau- melirtem Banmwollbicber, veran­schlagt zu 9 fl. 36 fr.,

die Lieferung von 78 Stück nensilber- ner glatter Knöpfe, veranschlagt zu 3 fl. 54 kr-,

28 e f a n n t m n d) u n q.

1218) Dienstag den 11. April d. I., von Morgens 9 Uhr an,

«ll in der Freiherrlich v. Milchling'schen

Holzabfuhr aus dem Glestencr Ltadtwalde.

1268) Mit Bezug auf unsere Bekannt­machung im Anzeiger Nr. 48 vom laufende Lahre eröffnen wir den Holzsteigerern aus 4km Distrikt Wanne, daß die Abfuhr des Holzes aus diesem Distrikt wieder ge-

.Schlosserwerkzeug, als: Drehbänke, Bohr­maschinen, großes Schwungrad, Schraub­stöcke re. rc., eine Partie Messing, Kupfer und Zink, gegen Baar versteigert werden.

Fr. Sounthal, Hofschlosser, Elisabetbenstraße 49.

Versteigerungen.

De Anschaffung der Dlenstkleider für die Feldschüsten.

1224) Die hierzu nöthigen Arbeiten und Lielerungen, nämlich:

Besondere Bekanntmachungen.

Oeffentliche Aufforderung.

339) Ludwig Holzapfel, dessen llufenthaltsort seit vielen Jahren unbekannt ist, wird hiermit aufgefordert, sich binnen 3 Monaten unter dem Rechtsnachtheil des Ausschlusses über die Antretung der Erb­schaft seiner Eltern, des am,^26. Januar 1861 dahier verstorbenen Pensionwien Groß- herzoglichen Kreisbaumeisters Johannes Holzapfel und be. am 6. December 1870 bahier verstorbenen Wittwe besselben, Zohannette Christiane Charlotte, geborne Dietz, bei unterzeichnetem Gericht zu erklären.

Gießen, den 26 Januar 1871 Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Oppermann, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

4) das Decatiren von 38 Ellen Tuch, veranschlagt zu 2 fl. 32 fr.,

5) die Fertigung von 6 Paletots, veran­schlagt zu 33 fl.,

6) die Fertigung von 6 Hosen, veran­schlagt zu 9 fl. 36 fr-,

7) die Fertigung von 6 Kappen, veran­schlagt zu 12 fl.

Men im Submissionswege vergeben werden. Desfallsige Offerten sind in den nächsten ' lagen bei der Bürgermeisterei abzugeben, vosklbst auch Einsicht vom Kostenveranschlag itnommen werden kann.

Hießen, den 28. März 1871.

Hroßherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Bogt.

LerWflerunfl von Streulflub. 1250) Dienstag den 4. April 1871, von Nachmittags 2 Uhr an, sollen in dem Gießener Stadtwalde, Di­strikt Hochwarte. Abtheilung Blumenberg, Aue rc. :

100 Haufen Streulaub versteigert werden.

Zusammenkilnft am Lumpenmannsbrunnen. Gießen, den 1. April 1871.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vog t.

zum öffentlichen Verkauf.

Hungen, den 27. März 1871.

Fürstliches Rentamt.

De m m e.

Holzversteigerung.

1219) Dienstag den 11. April,

von G. A. W. Mayer in Breslau, gc gen Hals- und Brustleiden, Katarrh, Husten, Heiserkeit, Verschleimung. Keuch husten, Asthma, Blutspeien rc. unstrei-. tig das allerbeste und sicherste Mittel, ist stets ächt zu haben bei g

Fr. Bieler am Kreuz, R in Gießen.

40 Klafter Buchen-Scheidholz,

13 Prügelholz,

223/4 ' Stockholz,

183/4 Schock Reisholz,

35 Laste Mischholz, öffentlich meistbietend an Ort und

1007) Es sollen lk5,000 Thonopla- stifcbe Thierkö'pfe, theils vom Reh, theils vom Fuchs (dreiviertel ber Lebensgröße) pro Stück für einen Thaler (ber gewöhnliche Ladenpreis ist 1 Thlr. 10 Sgr.) zahlbar bei der Em­pfangnahme des Kopses, verkauft werden.

Wenn 15,000 Nummern verkauft sind, werden 502 Prämien vertheilt laut Spe- cisication, die jedem Kopfe beigegeben ' wird

, Die Vertheilung der Prämien findet zu Berlin statt uiih zwar durch ein zu die­sem Zweck zusammengetretenes EomitS.

JC Prämien. TBKL

Waldung, die Oberseilbach genannt, Ober- 1260) Mittwoch den 5. April b. I., förstereiTreisa.b. L, folgenves Gehölze, als: Nachmittags 2 Uhr,

Anfang Morgens IOV2 Uhr jenseits ber Wieseckbrücke, vor bem Neuenweger Thor.

III. Auf ber Straße von Gießen gegen Marburg

Dienstag den 4. April:

17 Pappel-Stämme u. 44 Haufen Pappel- Reiser.

Anfang Morgens 9 Uhr, bei Abtheilungs- nummer 18, am Anfang des' Wiesecker Waldes.

Die resp. Großherzoglichen Bürgermeiste­reien werden ersucht, diese Versteigerungen im Interesse ihrer Gemeinden besonders befannt machen zu lassen.

Gießen, den 31. März 1871.

Großherzogliches Kreisbauamt Gießen.

In Verh. des Kreisbaumeisters: Schäcker, Kreisbauaufseher.

2) Ein Pianino von Pa-

\ lusandcr

3) Fünfzig Stück Schieß-

I gcwehre

4) Renn Stück Oclge

I mal de in Goldrahmen 5) Zwei Rahmafchiiien 6) 439 thonoplastische

Kuustgegenftande auS der Fabrik selbst, von denen der geringste noch einen BerkanfS- werth von einem Tha- kr hat, und deren Herstellungskosten tich belaufen auf

Ganzen 502 Prä

Feilgeboteuos.

1254) Eine neue tannene zweischläferige Bettstelle, ein Wafchschränkcken uv ein kleiner Tifch sind billig zu verkaufen

aus der Thonoplnstischeil Fabrik von

IT. Seeger 6i Kräder, Neuwerten

starke, die übrigen meistens gering,^ 224 Stecken Eichen-, Buchen-, gemischtes

Auf der Straße von Gießen gegen Steinbach

Montag den 3. April:

Fichten- und Kiefern - Stämme und -Stangen, 2 Pappel-Stämme und! 38 Haufen Linden-, Kastanien-, Fich­ten- und Pappel-Reiser.

verkauft w-rden, was Kaufliebhabern zur NachrLcht-biLM

Bei ungünstigem Wetter wird die Ver­steigerung im Wirthshause des Adam Will zu Treis a d. L abgehalten

Marburg, am 29. März 1871.

Kehr,

Freiherr!. 0. Milchling'scher Administrator.

> mien im Werthe von 7,080 Thlr £ Der Tag der Prämien - Vertheilung «wird mindestens 14 Tage vor demselben Ldnrch dreimalige Anzeigen in Berliner ^Zeitungen befannt gemacht, auch durch kdiesclben die Resultate nach Vollendung ! »derselben.

I Riederlage bei Julius Wallack, , in Gießen.

Morgens 9 Uhr, ! kommen im Fürstlichen Thiergarten