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Seite, als sie
und Panlomim
nichts. Er war sehr erschrocken.
allein lassen."
Ich stand auf, um zu gehen, er verhinderte mich. Kalter Schweiß seine Stirn, er sah aus — ja, der Gedanke kam mir unvermeidlich — Besessener, der mit dem in ihn gefahrenen Dämon ringt.
„Um Gottes Willen, gehen Sie nicht! Um der Barmherzigkeit bleiben Sie! Bleiben Sie an Ihrer Seite, sorgen Sie für sie. Ich
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„Du wolltest mich verlassen, Bar
ston Sie mit der unter uns obwaltenden, traurigen und unvermeidlichen Trennung bekannt gemacht!"
„Warum unvermeidlich, da von keiner Seite ein Streit vorliegt? Da sie, wie hart und grausam Sie sie auch behandelten, nie eine Sylbe zu Ihrem Nachtheil sagte?" (Er stöhnte.) „Da, wie ich vermuthe, Sie nicht einmal den Schein eines Tadels gegen sie vorbringen können?"
„Beim Himmel, nein. Habe ich das nicht ausgesprochen und bin ich nicht bereit, eö aller Welt zu erklären? Sie weiß, daß ich es bin."
„Dann, mein lieber Herr, sagen Sie mir doch um Alles deswillen, das gut und achtungswürdig ist, nein, nur um des gesunden Menschenverstandes willen, warum halten Sie Ihre Trennung für unvermeidlich?
Er schien sich schaudernd zu krümmen vor einer unaussprechlichen Furcht. Er warf einen wilden Blick durch das Zimmer, als hege er die unbestimmte Idee, zu entfliehen. Endlich gelang es ihm, sich zu beherrschen. Mit einem Lächeln, das einen äußerst peinlichen Eindruck machte, sagte er:
„Mrs. Rlverö, selbst einer Dame kann ich keine Antwort auf diese Frage geben."
„Können Sie sie geben, wenn Ihre Gattin Sie fragt? Ich will Sie
Das Doppelhaus.
Don der Verfasserin von „John Halifax, Gentleman" rc. Deutsch, mit Bewilligung der Verfasserin, von Marie Morgenstern.
Zimmers."
i „Darf ich jetzt sprechen?" fragte Sie sah blaß bara, wohin dachtest Du zu gehen?"
(Gin gesandt.)
So ist denn die Stadt Gießen um die passendste Gelegenheit, in ihrer Mitte einen aeräumigen freien Platz zu bekommen, für den Preis von ein paar tausend Gulden wirklich ärmer geworden, ohne daß die geringste Hoffnung vorhanden wäre einen solchen Verlust jemals ersetzen zu können, man müßte denn darin finben, daß nun auch Gießen, gleich Frankfurt, mit einer Malakow- Straße glänzen wird. — Es giebt aber der Liebhabereien viele! —
Nun werden die Zweifel beginnen, was mit dem vielen (Selbe, welches die Ver- uicktuna des Raumes für einen freien Platz eingebracht hat, anfangen? und erlaubt sick der Einsender hierzu einen Vorschlag zu machen. Wenn man die Flügels g ässe durch die Schoorgärten bis auf die Schoor fortsetzte, dann würde eine neue Straßen- anlaae Zwischen dem W allt h o r und dem N e u st ä o t er Thor die wesentlich n ö t h i g e n äh er e Der bind ung mit der Mitte der Stadt, als sie die Hintergasse und
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Ihrer Gegenwart sprechen, will Sie nicht lange belästigen." „ES geht gar nicht. Sehen Sie her!"
Das arme Geschöpf war wieder besinnungslos. Er stürzte an ihre ihren Füßen nieder, — aber
(Fortsetzung.)
„Ach," rief sie mit strömenden Thränen, „ich werde in einer Familie leben, unter Kindern, werde eine Heimath finden! Die Kleinen werden mich vielleicht lieb gewinnen!"
Armes, vereinsamtes Geschöpf!
Ich will mich ni t dabei aufhalten, die vielen Abendpredigten zu wiederholen, die erforderlich . . en, um meinen Gatten auf meine Seite zu bringen. Eine Bedingung stellte er i. it der ganzen Unbeugsamkeit seines männlichen Willens. Offen und ehrlich sollte Dr. Merchiston von der beabsichtigten Abreise seiner Gattin in Kenntniß gesetzt werben.
In unserem Hause schrieb sie ihm. Jacob und ich — wir beide lasen den Brief. Er lautete so:
„Lieber Mann! — Dergieb mir, daß ich Dich gegen Dein ausdrückliches Gebot anrebe. Vergieb mir, baß ich Dich noch einmal unv zwar zum letztenmale frage, was ich verbrochen habe, warum Du Dich mir so entfremdest. Ich kann bas Leben, welches ich führe, nicht länger ertragen. Ich beabsichtige, Dich zu verlassen; ich will wieder werben, was ich vor unserer Berheirathung war — Gouvernante. Es ist bereits Alles besorgt, aber ich konnte nicht gehen, ohne Dich zuvor von meinem Plane benachrichtigt zu haben, ohne Dir „Lebewohl" zu wünschen.
Deine Gattin Barbara."
bem Kaminsims. ,
„Mrs. Rivers, Angesichts der unsäglich peinlichen Lage, tn ber ich mich befinde, werben — müssen Sie das Unpassende, Unhöfliche meines Benehmens entfchulbigen."
Ich gab ihm meine Verzeihung, gestand ihm das Recht zu, aufgeregt zu sein und drückte die Hoffnung aus, daß er^sich beruhigen werde.
„Ich bin ganz ruhig, ganz ruhig. Sie müssen sehen, baß ich es bin. Sehen Sie es?"
„Ja," antwortete ich mit einer Bitterkeit, welche sich über die ganze Männerwelt erstreckte, die unser armes Geschlecht von Sinnen bringen kann, und doch für sich selbst eine himmlische Ruhe und Fassung zu bewahren versteht.
„In Ihrer Gegenwart und mit Ihrer Genehmigung will ich nun zu meiner Frau reden."
„Barbara," begann er in einem so ruhigen, gleichmäßigen Tone, als ob er zu einer gewöhnlichen Person reve, „vor fünf Jahren sagte ich Dir, baß — und sollte bas Leben, das wir damals begannen, bis zu meinem Tode währen — nicht ich unerbittlich bin, sondern daß baö -Schicksal es ist. Ich wiederhole Dir dasselbe jetzt noch einmal. Während dieser fünf Jahre lebtest Du friedlich und sicher. Sicher, wiederholte er nach einer kurzen Pause, „unter meinem Dache, wo ich Dich besser beschützen kann, als irgendwo sonst."
„Beschützen?" fragte ich.
Und bann — wie konnte ich es unterlassen? — erzählte ich ihm die 25er- Höhnungen unb Beleivigungen, bann bie Art, in welcher sie lebten, sie ausgesetzt; bann theilte ich ihm mit, wie bie lässigen Zungen ber Nachbarschaft sich auf ihre Kosten gewagt, zu ihrer beiverseitigen Unehre gesprochen hätten. Die Wirkung, Vie viese Mittheilung hervorbrachte, war schrecklich anzuschauen!
„Hören Sie auf! Erzählen Sie mir nichts mehr, ober —"
„Barbara, vergieb mir! Vergieb, baß ich Dich zu meiner Gattin machte. Es giebt nur eine Ausgleichung — Vie, Vaß ich Dich zu meiner Wittwe mache."
„Dr. Merchiston!" rief ich, invem ich feinen Arm faßte, „sinv Sie verrückt?" Er fchrack zurück unv schauderte; aber balv hatte er sich wieder gefaßt.
(Fortsetzung folgt.)
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der Asterweg barbieten, erhalten, unb gewiß würbe bann bei ber so kräftig erwachten Baulust eben so schnell b a eine neue schöne Straße entstehen, wie zwischen bem Neuenweger- unb Selters-Thor — um so mehr, als bie Lage zwischen bem Neu stabter- unb Wall-Thor viel gesünder ist, als jene. Die Fronte ber Häuser würbe hier nach Süden stehen; ber Eisenbahnbamm schützt wesentlich gegen Norb - unb Ost wind ; vom Wasser würben bie Häuser hier nie so, wie bort, zu leiben haben re. — Da nicht alsbalb auch eine Erweiterung ber Flügelsgasse wesentlich nöthig ist, solche vielmehr später nachgeholt werben könnte unb natürlich auch müßte, so würbe ber erzielte Erlös aus ben Malakowplätzcheu ausreichen, um diejenigen Ausgaben für -'elänbean- kauf, Bauplan re., bie zu einer neuen Straßenanlage an ber bezeichneten Strecke erforderlich sind, zu bestreiten unb könnte bann auf biefe Weise doch wenigstens ein anderes dringendes Bedürfniß ber Stabt, gute Bauplätze zu schaffen, mit ber Frucht aus ungerechtfertigten Verkäufen befriebigt werden.
Gießen, 26. Mai 1870. XIX.
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Diesen sorgfältig, selbst kalt abgefaßten Bries — ven letzten der vielen, Die Augen wieder aufschlug, stahl
die sie schrieb unb wieder vernichtete — schickte ich, um Aussehen zu vermeiben, bes
durch meine Dienerin in bie Wohnung des Doctors.
Am Abend desselben Tages kam MrS. Merchiston zu mir. , ,
unv angegriffen aus unv bebte sichtbar, aber nicht vor Kälte. In ihren blauen, | Ich sagte es ihm; ich verschwieg .
gewöhnlich so freunvlichen, warmen Augen, zeigte sich ein kalter Ausvruck, ver I „Mrs Rivers," sagte er endlich, „es ist unmöglich. Unen derartigen eben so fremd wie traurig war. Plan wert,- ich nie billigen. Wenn Ne mein Paus »erlassen will, um in dem
Ketne Antwort!" wiederholte sie immer; „keine Antwort — keine. Nun Ihrigen oder tn irgend einem andern zu leben, so mag sie es thun. Ca |oll
muß'ich gehen." ihr an keiner Bequemlichkeit, an keinem Luxusartikel fehlen, der zu erdenken ist;
Ich entgegnete, baß Alles in Bereitschaft fei; baß unser Cabriolet gleich i sie soll so frei von mir sein, als wäre ich gestorben, unb als wäre sie meine
vorfahren werbe, baß wir eine monbhelle Nacht haben würben, unv baß ich | Wittwe, aber nie werbe ich zugeben, baß meine Gattin mein Haus verlaßt
selbst sie fortbringen unv bei meiner Schwester einführen wolle. um ihr Brov zu verdienen."
„Es ist nicht weit — nicht sehr weit von hier, nicht wahr, Mrs. Rivers? Seine Entscheidung war so bestimmt, baß sty nichts gegen Nicht so weit, baß ich nicht hören könnte, wie es ihm geht, daß ich nicht, falls liefe. Seine Gattin schien auch offenbar nichts sagen zu wollen, er krank würbe, hier--" leuchteten vor Freuve, sogar ich begann zu hoffen.
„Sie tonnten zu Hause kommen!" „Aber, Sir, ist keine Aenderung mvgitch? Einst liebten Sie
„Zu Hause!" wiederholte sie mit klagendem Tone. Mit einer verzweifelten —diese L>ebe scheint nicht gestorben zu sein, Liebe erstirbt nie ganz.
Anstrengung, bem letzten Kampf gegen ihr zärtliches, schwaches Herz, sprang sie „Seien Sie ruhig,^Madame!" f «
in das Cabriolet unb ich folgte ihr. Konnte bas feine Stimme fein, Die viese Worte gesprochen ?
Ich wollte selbst fahren. Niemand als ich selbst sollte ven Ruhm haben, ruhige, sanfte Stimme? Ich fürchtete mich in Wahrheit vor ihm.
Mrs. Merchiston zu ihrer Flucht behülflich gewesen zu (ein. Ich setzte mich an | Er erhob sich unv ging durch das Zimmer. neben
meinen Platz unv nahm Die Zügel in Die Hand, — Da wurve mein rechter | einander. Endlich nahm er seine -Stellung wieder cm. Seme Hand ruhte aus Arm gefaßt und festgehalten, wie in einem Schraubstock.
„Wen haben Sie da neben sich, MrS. Rivers. Ist es meine Gattin!"
„Ja, Herr Doctor," entgegnete ich furchtlos. „Ja, es ist Ihre Gattin.
Ich will sie an einen Ort bringen, wo sie im Frieden leben kann unv Ver Gefahr entgeht, zollweise getödtet zu werden. Treten Sie zur -Seite, damit ich abfahren kann."
„Einen Augenblick. Verzeihen Sie!" Er ging vor dem Pferde durch und trat an Vie andere Seite des Wagens. „Barbara," sagte er, „bist Du es, Barbara?"
Worte vermögen Vie unaussprechliche Zärtlichkeit, die sehnsuchtsvolle Angst, welche in seiner Stimme lag, nicht auszudrücken. Es war nicht zu verwundern, Vaß sie sich an meinen Arm klammerte und heftig ausrief, ich solle halten.
„Vor kaum zehn Minuten empfing ich Deinen Brief," sagte er. „Barbara erlaube mir ein Wort in Gegenwart Der Dame, Deren Rath zu Folge Du Deinen Gatten verläßt." ,
„Wessen Rath befolgten Sie, als Sie Ihre Gattin verließen, Str?" fragte ich keck. .
Ich sah zu ihm nieDcr. Der Schein Der Wazenlaterne zeigte mir fein Gesicht, es trug Den AusDruck eines Sterbenden — eines vor Verzweiflung Sterdenven.
„MrS. Merchiston, (ollen wir (o lange tn Vas Zimmer zucuckkehren? — — wollen Sie Ihre Gattin aus dem Wagen heben, Sir? Sie ist ohnmächtig,"
Sie lehnte in meinem Sopha, ich (aß neben ihr, er stanv uns gegenüber und bewachte uns. Er zeigte sich weder heftig, noch machte er Vorwürfe er war vollkommen ruhig. Ich fühlte mich etwas unbehaglich trotzdem, und war innerlich von Herzen froh, meinen Jacob zehn Meilen fern von uns in Sicherheit zu wissen unv ganz allein bei Vieser Angelegenheit betheiligt zu sein.
„Sie hat sich erholt, MrS. RiperS. Darf ich sprechen?" fragte nun Dr. Merchiston.
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„Meine augenblicklich peinliche Lage übergehe ich mit Stillschweigen. Ich venke — ich weiß natürlich — es konnte mir nicht entgehen, vaß MrS. Mercht-


