folgen. Die 15,000 Seelen zählende französische Colonie brachte bis jetzt mit . .,
Ach und Krach 75,000 Papierthaler gleich 4000 Thaler preußisch zusammen. Mandantschaft von Neubre
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u vvh — Eine andere Depesche, ebenfalls daselbst angeschlagen.
„Die Garnison von Verdun hat einen für den Feind mörderischen nacht-
die Größe dieses Ortes mit den Worten „eine hübsche Stadt mit 6000 Ein« wohnern" bezeichnet worden. Diese letztere Angabe ist unbegründet. Das am 8. d. M. in Brand gesteckte Ablis, ein Dorf im Departement Seine-et-Olse, zählte vor Ausbruch des Krieges annähernd 1000 Einwohner. Von der in dm fraglichen Schreiben erwähnten „befohlenen Plünderung" ist gleichfalls nichts vor- gekommen, so daß ein großer Theil des Inhaltes jenes Briefes der Phantasie des Schreibers zur Last gelegt werden muß." ____
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■rW‘* cin H°kt°gramm -d°r «ielmehr eine finde für J » ««• Ct. Lom« ist folgende- TelegraE
fast alle die Landleute, die sich hierher geflüchtet haben, auf Staatskosten unter» halten. Inzwischen sind eine ganze Reihe von Maßregeln, einige sehr willkürlich, getroffen worden, um die Roth zu verringern; so sind zum Beispiel alle auf dem Mont de Pi6l6 für weniger als 15 Fr. verpfändeten Bett- und Leinenwaaren ihren Eigenthümern zurückgegeben worden, ist die Miethezahlung für das letzte Quartal auf den 1. Januar verschoben und den HauSeigenthümern verboten worden, ihren Miethern zu kündigen. Weniger entschuldbar ist ein Erlaß, welcher die Maires ermächtigt, obdachlose Personen in leer stehenden Wohnungen ohne Entschädigung an den Eigenthümer unterzubringen.
Von dem Uebersall bei AbliS giebt der Brief eines Husaren der Rathenauer Garnison, welchen das am letzteren Orte erscheinende Kreisblatt für das West. Havelland mittheilt, folgendes Nähere: „Rambouillet, 9. Oclober. Hier auf dem Casernenhofe liegend, ergreife ich den Bleistift, um einige Worte an Euch zu richten. Das Ereigniß des gestrigen Tages ist zu schrecklich, als daß ich et Euch nicht beschreiben sollte. Wie Ihr bereits erfahren haben werdet, wurde in ver Nacdt vom 7. zum 8. Oetober die 4. Escadron des schleswig-holsteinischen Husaren-Regiments Nr. 16 im Cantonnement auf Vorposten von Mobilgarden überfallen und bis auf 48 Mann und 12 Pferde vollständig niedergemacht. Der Uebersall geschah Morgens 3*/2 Uhr. D e vor der Escadron liegende bayerische Feldwache in der Stärke von 60 Mann wurde zurückgedrängt. Die Stadt Na- mens Ablis wurde von drei Seiten mit Einem Male angegriffen, die drei Ställe, welche die Husaren inne hatten, sofort umzingelt und schon beim Satteln der Pferde wurden Mannschaften und Pferde zusammengeschoffen, da sämmtliche Schüsse blindlings durch Luken und stark besetzte Stallthüren gegeben wurden. Die Hu. saren vertheidigten sich durch Schießen mit dem Carabiner so gut es ging und sie nur konnten; doch endlich die Nutzlosigkeit aller Gegenwehr einsehend, fluch, teten sie einzeln, auch mehrere zusammen über Mauern kletternd nach dem nahen Gehölz und entkamen auf diese Weise 48 Mann. Die Offiziere, welche ihre Pferde in einem etwas abseits liegenden Stalle hatten, haben sich gerettet , nur ist per Rittmeister verwundet. Wir wurden, als diese Nachricht bei uns eintraf, alarmirt und sofort rückte die Brigade nebst Artillerie und einer Compagnie bayeri. scher Jäger nach dem 2i/2 Meile entfernten Städtchen. Dort wurde der Befehl zum Plündern und Demotiren gegeben, alle Lebensmittel und Fourage heraus- geschafft, eben so Vieh, und bann von unseren Husaren jedes einzelne Haus, auch die in der Umgegend befindlichen Gehöfte, Holzgamben und Heu» und Stroh.
dA7Lchka«s°dt""bNnffenden Mairie. "Der Preis ist indeß noch nicht sehr Bafel, 26. Uct. «n Cer = m «r.
hoch; 21 Sous beträgt die Taxe per Pfund. Für Pferdefleisch, dessen ein grosser angeschlagen i „Belfort 25 Oc Aienc« (> U , Äd
Borrath vorhanden, ist keinerlei Beschränkung aufgelegt, und um 16 Sou» per Dberrijetn« an den Sousprasecten » n h i ' Rückzug
Pfund für die leckersten Bissen kann man so Piel davon verzehren, wie mau will. Louis -c Man meldet au« Besauen daß der Fench flch^apf dem JluqB Die Mehlvorräthe reichen aus Monate au», Kaffee und Rus giebis in Hülle und nach Gp und Nwz efin e , < f ~ rtberil auf dem Kampfplatze. Un- Fülle, die Weinvorräthe stnd wahre Oeeans, und einiges wenige Gemüse ist um lasst zah reiche Todte, worunter e n b d sch st' $ _ nt t in $en Am- hohen Preis auch noch zu haben. Gute, wenn auch nicht frische Eier kosten vier ere Verluste sind weniger beträchtlich, wrr haben 60 Verwundete m
bis fünf Sous per Stuck. Mil», Butter und alle Arien Fe,, stnd dagegen ganz dulanzen von Befanyon^ t.ine <Inderre Deprefch , mbrCtri(2n
vom Markte geschwunden, und wo die Köchin sich nicht auf den Gebrauch von sagt: „Die Garnison von Verdun hat ein n f 8
Oel versteht, fangen die Speisen an, sehr unschmackhast zu werden. Auch ist für ucoen Ausfall gemacht.
Geld und gute Worte kein Käse in ganz Paris zu haben. Am meisten zu be ------------------
dauern sind die Frauensperson n der arbeitenden Classen, zumal die alleinstehenden, . -- ner,
denn sie können geradezu gar nichts verdienen, und man sieht gar manches ver- Darmstadt, 28 Oct. Se. König!. Hoh. der Großyerzog 9 ' .
hungerte Gesicht unter ihnen. Und auch im klebrigen ist es klar, daß die Mund- gnädigst geruht: am 22. d. M. den Adjutanten Sr. Großy. Hoy ve 4 vorräthe bald an Tausende umsonst vertheilt werden müssen, die nie im Traume zen Carl, charakterisirten Majorn la suite v. Zangen, zum wirtlichen i daran gedacht hätten, je von Mildthätlgkeit leben zu müssen. Jetzt schon werden zu ernennen; — am 23. d. M. dem Hauptmann Duff vom zweiten j
man annimmt, daß diese ganze Angelegenheit einen wesentlichen Theil de« Inhalte« der Besprechung bildete, welche Cer Präsident Delbrück mit Dem Staat«. Minister Camphausen siingst in Zabern hatte. — Nach den bitterbösen Er- Ehrungen, die diesseits mit der eigenartigen Auffassung ces Begriffe« eine« ge- aebenen Ehrenwortes Seiten- der in unsere Hande gefallenen französischen Ossi- eiere gemacht worden, hat der König angeordnet, daß jetzt Entlassungen gegen Ehrenwort bei gefangenen Ofstcieren nicht mehr vorkommen sollen. In einzelnen Gefangenen-Depot« stnd in der letzten Zeit Unordnungen vorgefallen und unter verschiedenen Gruppen Gefangener, welche man Gutsbesitzern und Fabriken zu ländlichen rc. Arbeiten überlassen hatte, sind Meutereien vorgekommen, so daß Militär-DetachementS zur Abholung der Widersetzlichen abgeschickt werden mußten. __ 3um 70. Geburtstage des Generals v. Moltke sind von Berlin aus dem gefeierten Strategen vielfach von Gesellschaften und von Privatkreisen Gluck- rvunsch-Avresstn übersendet worden. Die Stabt Magdeburg hat dem General da- Ehrenbürgerrecht verliehen. r , , . - ,
Das „Siöcle" ist wükhend über Englands Vermittlungsversuch bei den Kriegführenden : „Nicht aus Freundschaft für Frankreich, sondern aus Sympathie für Preußen begehrt jetzt Europa zu interveniren, man muß dieses Anerbieten also rurückweisen. Möge man sich doch die Ereignisse, die wir Alle miterlebt, bei diesem Anlasse wohl vor Augen halten! Wenn Frankreich 18 Jahre hindurch die Schande des Kaiserregiments ertragen hat, so hat das monarchische Europa daran reichlich Schuld, indem es seinen aristokcati,chen Hochmuth vor dem Abenteurer von Boulogne und Straßburg ablegte, der doch nur Kaiser durch das verabscheuungswürdigste Verbrechen geworden ist, das die Ve- schichte aufzuweisen hat. Der constitutionelle Hermelin, in welchen die prüde Königin Victoria sich hüllt, hat sie auch keinen Augenblick lang zögern lassen, ihre weiße, unschuldige Hand in die bluttriefende Rechte des Siegers vom Boulevard Montmartre zu leg n, des Mörders der Republik von 1^48, die einen Augenblick lang gewagt hat, das Königsconcert in Europa zu belästigen und bangen zu machen. Der Rö-Galantuomo, der mit wahrhaft königlicher Unvank- barkeit Garibaldi'S Dienste zu belohnen verstand, hat auch keinen Anstand genommen, das königl. favoyifche Blut mit dem des berühmten und braven Vetters des Retters von Frankreich und eines Pierre Bonaparte zu vereinigen, der junge Kaiser Franz Joseph hat bei Villafranca nicht zurückgeschauvert vor den Umar- Mer'hietten^e/'nicht ^nter%rer ffiürCe^'cer’^nlaCung des sauberm Paare«, fchober in Brand gesteckt und ist also cii: jiemlicp üübf4cStabt-. von 6°00
6,n Tuiferien thronte, Folie zu leisten und haben mit großem Pompe Einwohnern (nach Rckter S Lexikon, Ausgabe von 1864. Ablis, Flecken tm Arron- in Paris die Gastfreunvfchast de« künftigen Heros von Sedan angenommen." vissement Rambouillet mit 740 ®tn»oünern) in ■einen >*•
Der Artikel schliesst - Wir haben genug gelitten, um noch fernere paar Monate Den Weibern, Kindern und Greisen wurde eine halbe Stunde vor bem3nbr«nt. kicen zu können, k Weg mit allen Unterhändlern für preußische« Interesse ! Nur stecken dies eröffnet, damit sie noch Zett hatten, abzuziehen-Manner wmvenin 4 ein firieg bi« aus'« Messer vermag uns eine erlatante Revanche, einen ruhmvollen verschont, sondern erbarmungslos erschossen oder niedergehauen. Bis spat in d e , 0 N) . ,L<:t /, sündu hinein fchlua die hohe Lohe gen Himmel. Es war dies ein ^ag, wie er
Frieden und ewige ; BuenoS-Apre« 13. Sept, geschrieben 1 Was un« wohl selten in der Weltgeschichte verzeichnet steht und wird gewiß die Welt da- Deutschs ammt und sonders in dm letzten Wochen bewegte und alles Andere rüber schreien. Doch gerechte Strafe war es denn wisset, d.e noch 1. end. e
in^den Hintergrund drängte, das konnte für Jeden bloß ein Gedanke fein, und Husaren mußten sich gegen Mauern stellen, wurden erschossen und°uf Wag N
-war der an unser geliebtes deutsches Vaterland, das vom räuberischen Nachbar geladen, damit diese Bande sich bie auf jete preußische Leiche Th -
wUver mi? Krieg überzogen w°?d-n. Besonders in der ersten Zeit nach Be- Präm.e konnte auszahlen lassen. Nur zwet versteckte tobte Husaren mürben auf.
Tanntwerben der ^Kriegserklärung unter so frivolem Vorwande schlugen unser gefunden, sonst waren sam ir-titche Husaren, Pterde und Gepäck auf Wagen f •
All« Ser en in Hoffen und Bangen und um so mehr, da wir so gar weit von geschafft. Ja, e- ist schrecklich und vermag die Feder dteje Thal nicht zu b
ben WUtereignissen entfernt sind und Wochen vergingen, bis wir neue Kunde er- schreiben. Unser einziger Wunsch ist, daß wir Unterstützung bekommen, um di s
hielten Als aber endlich vor vierzehn Ta^en die Post eintraf und mit ihr die Bande zu verntchten. Nun lebt wohl rc. „ ~ . 7
Wochen-Ausaabe der Köln. Ztg. vom 22. Juli, da schlugen deren goldene, Der „StaatSanzeiger" bemerkt: "Bezüglich des ,n der Nacht vom 7. zum
patriotische Worte mächtig an dU Herzen der hier lebenden Söhne unseres großen 8. Oetober stattgehabten Uebeisalles einer Husarenschwadron im;
teutldien Vaterlandes, und al« wir vernahmen, daß da« ganze Deutschland sich AbliS und der am nächsten Tage m Folge dessn erfolgten Nieverbrennung d f wie Ein Mann zur Vertilgung der Lügenbrut erhoben, da brachen die Wogen Orts ist in einem vom „Kretsblait für Westhavellanv °bsedru-kten Schreibet! Per Liebe zum einigen Saterlance, der Enthusiasmus und die Opferfreudigkeit so eines angeblichen Husaren, welches in mehreren altern re»rodu«rt worden st, stürmisch und erregend hervor, daß wir alle diese Zeit niemals vergessen werden. GGffe diese« Orte« mit ben Worten „eine hübsche Stadt mit 6000 6m Man muß im Auslande qewcsen sein, und zwar recht fern, um zu begreifen, wie viel tiefer man es dort fühlt, daß die Zeit gekommen ist. uns als Söhne einer großen einigen und mächtigen Nation fühlen zu dürfen. In allen Clubs, Casinos wurre die Köln. Ztg. nicht nur vorgelefen, sondern fast verschlungen, und bei dem einen großen Aufrufe: „Zum Rhein, zum heiligen Rhein!" habe ich in manchen Auaen Thränen gesehen. Daß es mir eben so ging, schäme ich mich
nicht iu bekennen. Auch wir hier, die bloß nach Hunderten zählende deutsche Tours, 28. Oct. Girardtn hat eine Schrlst veröffentlicht unter dem Tu
Colonie, haben unser Scherflein auf dem Altar des Vaterlandes vargebracht. „Appell an das Volk", worin der Regierung der Rath crthetlt wlrd, bevor-st Bis heute sind zum Besten der Verwundeten und Hinterbliebenen von den den Krieg fortsttzt, eine allgemeine Abstimmung zu veranlassen. Die Stimmz tt Deutschen in Buetios-Ayres 925,000 Pupierthaler oder mehr als 50,000 Thlr. sollen mit „Frieden!" „Krieg!' versehen sein. Der ^^osser verwirft die Id preuß Courant gezeichnet und ringezahlt worden, wovon mit diesem Paket 7000 der Einberufung einer Constituante. - Der «C°nst''ult°nnel bekämpft da« P Psd^Sterl. in Baar nach drüben gesandt werden sollen, und es wird noch mehr biscit in brr Voraussicht, daß da« Votum fein einmuthiges sein werde folgen. Die 15,000 Seelen zählende französische Colonie brachte bis jetzt mit Mbrctsfch, 25. Ort. Heute Nachmittag kam w Beauftragter CerKom Ach und Krach 75,000 Papierthaler gleich 4000 Thaler preußisch zusammen. Mandantschaft von Neubreisach unter Parlamentarflffggr amlinken Rhen Am Freitag Morgen erhielten wir die Berichte der glänzenden Siege bi« zum an und brachte ein Schreiben derselben an da« großh. Bezirksamt. Dass 16. August,' und nun den darauf folgenden Enthusiasmus zu beschreiben, ist rem enthielt die Bitte um 3eitungen für SReubreifad). Dieselben wurden durch
Bezirksamt übersendet. Die Nachricht von der Uebergabe Schlettstadts hat e r “’”9 __________________ Bote mündlich nach Neubreisach überbracht. Die Festung ist, wie wir hören, so
von allem Verkehr abgeschnitten, daß sie feit einiger Zeit ganz ohne Kenntmß
Kriegsnachrichten. Dessen war, was außerhalb vorgegangen ist. (Karlsr. Z.)


