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Lächeln und nun — Ich zürne Dir nicht, Armand,
Gerlag der Jaheim-LLpedition (Vclhagen & Klastng) in Leipzig.
Aufforderung zum Abonnement auf
beginnt, meldete der Knabe.
Meine Mutter, und der junge König runzelte ote Stirn,
chrndr Plakate an dem Oswald'schm Garten und in der Hintergasse zur Kenntntß gebracht werden. Besteht dagegen ein solches Verbot nicht, so durfte es der Polize Verwaltung obliegen, ein solches Verbot zu erlassen.
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anaelangt, mich wieder in die Charypti« der leidigen Politik stürzen?
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Sitte der Zeit gemäß bis tief herunter entblößt, eine kostbare Brillantschnur mit einem Schloß von Rubinen umgab denselben, während die hoch emporste- hende Frisur mit einem Spitzenschleier und einem Diadem der wcrthvollsten Brillanten und Rubinen geschmückt war.
Der König hatte sich emporgcrichtet, um seine Mutter zu begrüßen, allem Catharina ging mit raschen Schritten aus ihn zu und lehnte ihn sanft mit eigener Hand auf das Lager zurück. . n . . m
Laß Dich nicht stören, mein Sohn, sagte sie, tch weiß, Du liebst die Bequemlichkeit, auch werde ich Deine Zeit nicht lange in Anspruch nehmen, indessen drängt cs mich, Dir, dem regierenden Herrn, Rechenschaft von der Verwaltung der Mutter während Deiner Abwesenheit vorzulcgcn.
Ein ironisches Lächeln umspielte bei diesen Worten ehren scharf, aber geist- voll geschnittenen Mund, aber Heinrich beobachtete es nicht.
Wozu Rechenschaft? rief er, sind Sie nicht auch wahrend meiner Anwesenheit Regentin Frankreichs? Nehmen Sie urcht die ungeheure Last, die mau den Staat nennt, auf Ihre Schultern, Majestät, mich von der unangenehmsten der menschlichen Kräfte, vom Denken zu befreien? Wozu also Rechenschaft r frage ich. Fordern Sie von mir Rechenschaft uoer meine Günstlinge, Maltreffen, Pferde und Hunde? „
Das ironische Lächeln der Königin verwandelte sich m em verächtliches. Wahr ist'S, Dir zu Liebe übernehme ich die Sorgen der Regierung, aber mit ihnen auch die Feinde der Krone. Während Du Deinem Vergnügen nacheilst, sind die Intriguen meiner Feinde unvermeidlich; ihre Dolche sind geschliffen für das Herz Deiner Mutter, und dennoch biete ich Allem Trotz, da es Deine Rupe gilt, Heinrich, dennoch — ., nL,
Und aus welchem Grunde entledigen sich Ew. Majestät nicht Ihrer Widersacher? unterbrach der Monarch die Redende. Man pflegt doch wichtige Tage zur Erinnerung feierlich zu begehen und St. Bartholomäus ist bald.
Heinrich! rief Catharina erbleichend, sollen diese Worte einen Vorwurf für mich enthalten? Für wen strebte, für wen heuchelte, für wen mordete ich? fügte sie mit leiser Stimme hinzu. Mein Sohn Carl IX. war der Sohn meiner Ehe, Heinrich von Anjou der Sohn meines Herzens, er mußte König werden.
Heißen Sie mich nicht undankbar, Majestät, erwiederte Heinrich, aber ich habe das KönigSthum satt. In welches Wespennest gerathe ich, wenn Sie die Augen schließen? Mich schaudert, wenn ich an diesen Fall denke; mir bleibt nichts, als schon bei Lebenszeit meinen Nachfolger, Heinrich von Bearne, zum Herrscher Frankreichs einzusetzen. Er ist stark und milde zugleich und wird mein Land beglücken. , ,
Den Bearner? Fluch dem Hugenotten! rief die Königin zorngluhend. Nimmer wird er seinen ketzerischen Fuß auf die unterste Stufe des königlichen Thrones Frankreichs setzen! Herrschen wird das Geschlecht der Valois bis in die fernste Zeit, und noch Deine Enkel, mein Sohn, werden Deine Lilienkrone tragen.
Vergessen Majestät nicht, erwiederte Heinrich, daß ich mich niemals vermahlen werde, daß ich ein Feind der Ehe bin.
Du wirst Dich vermählen, sagte Catharina strenge; Frankreichs Wohl erheischt es, und ich, Deine Mutter, befehle es Dir Deines eigenen Besten willens. Blicke um Dich, Europas Fürstenhäuser öffnen Dir ihre Pforten und die Blicke ihrer Diplomaten ruhen schon lange verlangend auf dem leeren Platz an Deiner Seite, auf dem königlichen Throne.
Warum soll ich heirathen? wandte der König ein, was kümmert cS mich, ob ein Valois oder Bearner auf dem Throne sitzt. Ein Weib, eine Gattin, würde nur meine Langeweile vermehren; der Ehestand würde mir Pflichten und Etiquetten auferlegen, die ich hasse.
Und fühlst Du Dich jetzt etwa glücklich? unterbrach ihn die Kömgin-Mutter.
Glücklich? wiederholte Heinrich mit bitterem Ausdruck. O Mutter, zeige mir das wahre Glück und nimm dafür meine Krone. Meine Tage sind nichts als ein wechselndes System der Langeweile, mir eekelt vor dem Leben. Ueberall Intrigue, knechtische Ehrfurcht und Etiquette und fein Herz, an das ich vertrauend bas meine legen kann keine Freundschaft, keine Liebe.
Die Königin preßte die Lippen zusammen. Und vergißt Du Deine Mutter ? fragte sie mit vorwurfsvollem Tone. ,
Heinrich richtete sich empor. Ich habe die Ehrfurcht, die ein Sohn für seine Mutter fühlen muß; ich bewundere Sie als Regentin, allein heben rann ich Sie nicht; o, wüßten Sie, wie ich nach einer Liebe schmachte, die Vie mir nie gewähren können, nach einer vertrauenden, hingehenden, Alles opfernden Liebe. Nur ein Freund meines Herzens, nur eine Geliebte vermag mir btcfe Liebe zu gewähren; wo aber in meinem ganzen Reiche das Wesen finden, m dessen Armen ich endlich aufhören darf, König zu sein? (.Fortsetzung folgt.)
Gin gesandt.
Eine Anfrage in Nr. 73 des Anzeigers macht auf die Unzulässigkeit des Durchreitens der Pferde zur Schwemme durch die Hintergasfe aufmerksam. Einsender dieses passirt neuerdings häufig den Verbindungsweg zwischen dem Oswald'schen Garten und der Hintergasfe, welcher zu betreten er früherhin nur selten Veranlassung hatte; so wenig damals bei seinen seltenen Passagen die Zweckmäßigkeit der, zwischen der Hofraithe des Herrn Dr. Weber und dem Garten des Herrn Director Dr. Stein angebracht aewesenen Barriöre einzusehen vermochte, so sehr muß er jetzt bei seinen häufigen Durchgängen die Entfernung derselben beklagen. Es wird nämlich seit dieser Zeit der gedachte Verbindungsweg zum Durchtreiben von Vieh, namentlich von Pferden und sogar soweit der enge Raum es gestattet, zum Durchfahren benutzt. Das Unangenehme und Unzulässige dieser Benutzungsweise für die Fußgänger ist gewiß schon Jedem aufgefallen, der den Weg nur manchmal passirt, denn nicht selten ereignet es sich, daü man sich zur Seite drücken muß, um von den vorüberkommenden Thieren nicht aestoßen zu werden. Das äußerst Gefährliche der Benutzung des Weges zum Durch- tteiben von Thieren zu beobachten, hatte Einsender mit einigen Anderen Burgern am Itz. d- M- Gelegenheit. Zwei muthwillige Pferdeknechte, welche sich mit je zwei Pfer- ben der eine nach dem gedachten Verbindungsweg zureitend, der andere von dort her- kommend, an dem Reiter-Circus im Oswald'schen Garten begegneten, fanden Gefallen daran eines der Pferde, einen Hengst, der Art zu reizen, daß dieser und darauf die beiden Pferde des andern aller Fesseln baar, durchgingen, und von den Knechten nicht mehr einzuhalten vermocht wurden, darauf einen Theil des Oswald schen Gartens durchjagten, wobei sie die Passanten in Gefahr brachten und sodann m vollem Galopp nach der Hintergasse zusprengten. Bei der außerordentlichen Frequenz des engen Verbindungsweges und bei der großen Anzahl von Kindern, welchen der Platz vor der Hofraithe des Herrn Dr. Weber stets als Spielplatz dient, ist es em wahres Wunder, daß kein Unglück geschehen ist. Es ist umsomehr auf diesen Uebelstand hmzuwelien, als dieser enge Weg in der Nähe sehr besuchter Schulen liegt und hierdurch eine größere Gefahr bedingt wird. Wenn es daher, wie dem Einsender versichert wird, seine Richtigkeit hat, daß das Passiren des fraglichen Weges mit Thieren und F"bemerk polizeilich verboten ist, so möchte dieses Verbot in Erinnerung gebracht und durch^entspre^
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Einig- Aug-nblick- verstrichen, dann öffnete sich die Thui^abeimal« und Königin Catharina erschien auf der Schwelte de« Cabinr« ihre« ^oi)ne •
Die Königin war in prächtiger Toilette. Eine Robe von Purpursam mit weißem H-rmelinbesatz wallte in einer langen Schleppe hmter chr, über d e ein Obcrklcid, da« eine einzige weiße Spitze bildete, siel. Der Hal« war d
Deutsches Fsmitienblstt mit Illustrationen.
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ich kenne sie, sie wird nicht Nachlassen, und besser jetzt, wo die .
Adel« ste nöthigt, kurz zu sein, al« später. Meine Mutter hat den Vorrang,
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antwortete der Monarch, allein Deine Nähe ist nni zur Gewohnheit geworden. Mich verlangt andere Gesichter zu schauen andere Stimmen zu hören, und hier ist mir Alles alt. Geh, Armand, fuhr r milde fort, Du stehst meinem Herzen näher, als jeder meines Hauses.
Der Knabe entfernte sich mit Thränen in den Augen und der Monarch
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$ Der Knabe ^blieb schüchtern stehen, ohne daß Heinrich seine Anwesenheit zu bemerken schien. .r
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Aus blutiger Zeit.
Historische Novelle von Hermann Hi rschfeld.
(Fortsetzung.)
Schon drängte es sich in den goldstrahlenden Vorzimmern des Königs Heinrich, mit lauter Stimme verkündete der Huissier die edelsten Namen Frankreichs, und noch immer, obwohl bereits aus dem Bette, hatte der Monarch noch nicht den Befehl erthcilt, die Flügeltüren zu offnen, die das königliche Cabimt von den Dorsalen trennte. ,
Dieses war mit fast orientalischer Pracht und jenem raffinirten Luxus aus- gestattet, den die königliche Italienerin aus ihrer Heimath auf den französischen Boden verpflanzt hatte. Die Bogenfenster waren dicht von dunkelblauen Vorhängen mit silbernen Franzen verhängt und ließen nur einen milden Strahl der Sonne hindurch, der das mittelgroße Gemach traulich beleuchtete. -Lite Wände waren ebenfalls mit blauen seidenen Tapeten behängt, die mit großen silbernen Sternen und schweren Schnüren und Troddeln verziert waren. In der Ecke des Gemaches bildete die. Wand eine Nische, in der sich eine meisterhaft ausgehauene Marmorstatue befand, Bachus und Hebe, Antinous und DachuS darstellend. , , t.
Den Raum zwischen den beiden hochgelegenen Fenstern füllte em Spiegel in silbernem Rahmen, einer der größten der damaligen Arbeit, aus, und vor ihm, von einem ebenfalls blauen, silbergestickten Baldachinen Form eines offenen Zeltes überragt, ruhte auf einem Divan von schwarzem Sammet der Beherrscher der Räume, der Beherrscher Frankreichs, Heinrich III., den matten, kalten, trüben Blick auf den kleinen Kronleuchter von mattem Silber gerichtet, in dessen Metall sich der Sonnenstrahl brach.
Der junge König war fast weiblich gekleidet, ein weites Gewand von mattgelber Seide umfloß seine mittelgroße, etwas zu üppige Gestalt, wahrend ein kleines Barett, mit einer kostbaren Korallenschnur geziert, sein Haupt bedeckte, dessen seidenweiches, braunes Haar natürlich gelockt erschien.
Heinrich III. von Valois stand im fünfunddreißigsten Jahre feines Lebens, allein die fast weibliche Zartheit seines Antlitzes, sowie die Rundung seiner Formen ließen ihn bedeutend jünger erscheinen. Seine blendend weiße fleischige Hand spielte mechanisch mit den Kugeln eines Rosenkranzes, der aus geschliffenen Corallen und kostbaren weißen Perlen bestand. Der Ausdruck der Zuge des jungen Monarchen war der einer unendlichen Langeweile, keiner konnte m diesem trägen, in üppiger Behaglichkeit daliegenden Mann den einstigen Herrscher Frankreichs, den feurigen Kämpfer von Moncontour erkennen. ,
Jetzt horchte er auf, ein leises Klopfen an einer Seitenthur, die fast von den Draperien der Wände bedeckt war, zog seine Aufmerksamkeit an und tm nächsten Augenblick erschien ein bildschöner Page am Eingang des Gemaches.
Was giebt's, Armand? fragte der ruhende Fürst, ohne dem Knaben einen Die ^Königin-Mutter wünscht Ew. Majestät zu begrüßen, ehe das Lever
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