25. April.
Der neuliche Artikel der „Nordd. Allg. Ztg." über die Nordschleswigsche Frage veranlaßt die „Pall Mall Gazette" zu einigen scharfen Bemerkungen über die preußische Politik. Sie meint, es sei wohl das erste Mal in der neueren Geschichte, daß ein kleiner Staat wegen seiner VertheidigungSanstalten von einer Großmacht der Feindseligkeit geziehen werde; dagegen spendet sie dem Antwortartikel des „Dagblad" wegen seiner mäßigen Sprache Anerkennung. Dänemark, sagt die „Pall Mall Gazette", habe niemals eine bestimmte Grenzlinie verlangt, sondern nur den Wunsch ausgedrückt, daß dieselbe durch eine Volksabstimmung festgestellt werde. Die ParlamentSwahlen und die Adressen, deren Annahme der König von Preußen verweigert habe, seien ein Beweis, daß die Dänen 90 pCt. der Bevölkerung selbst auf Alsen und im Sundewitt bildeten. Es hieße daher, daö Nationalitätsprincip, welches dem Artikel V. des Prager Friedens zu Grunde liege, völlig verwerfen, wenn man dieser Bevölkerung die Theilnahme an der Abstimmung aus angeblichen strategischen Gründen verwehre, mit welchen der Vertrag selbst gar nichts zu thun habe. „Inzwischen", schließt der Artikel, „ist Graf Bismarck nicht nur entschlossen, diesen Vertrag nicht auszuführen, sondern thut auch noch Schritte in anderer Richtung. Die „Köln. Ztg." enthielt dieser Tage einen Brief aus Berlin, worin bemerkt wurde, daß Bismarck in der Lage des noch nicht zum Norddeutschen Bunde gehörigen Theiles von Hessen eine große Anomalie erblicke, und in seinem Anschlüsse an den Bund nicht jene Schwierigkeiten sehe, wie sie in Bezug auf Baden bestehen. Wir glauben kaum, daß die englische oder irgend eine Regierung dem norddeutschen Bundeskanzler ent- gegentreten würde; aber wir wären doch in der That begierig, zu erfahren, welche Theile Europas er sich sonst noch im Laufe dieses Sommers aneignen wird."
Das osficielle Pariser Journal ist später als gewöhnlich erschienen. Dasselbe enthält folgendes Decrct: Art. 1. Das französische Volk wirb in seinen Wahlbezirken auf den 8. Mai zusammenberufen, um folgenden Plebiscit-Entwurf anzunehmen oder zu verwerfen: „Das französische Volk billigt die in der Verfassung seit 1860 durch den Kaiser unter Mitwirkung der großen Staatskörper bewirkten liberalen Reformen und ratificirt den Senatsbeschluß vom 20. April 1870." Die Artikel 2—5 enthalten die Bestimmungen über die Abstimmung, welche am Sonntage den 8. von 6 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends dauern wird. Art. 6. Die Abstimmung findet statt durch Ja oder Nein mittels geschriebener Wahlzettel. Die Stimmenzählung wird unmittelbar nach dem Schluffe der Abstimmung vorgenommcn. Art. 7. Die Wähler aus Heer und Flotte stimmen in dem Orte ihrer Garnison oder an dem Wohnorte, wo sie sich im Augenblicke der Abstimmung befinden; jede Mi- litärabtheilung wird präsidirt durch die im Range höchsten Offiziere. Art. 8. Die Zählung der Stimmen in jedem Departement wird in öffentlicher Sitzung durch eine aus drei Mitgliedern des GencralratheS bestehende, vom Prafccten ernannte Commission vollzogen. Art. 9. Die allgemeine Zählung findet im gesetzgebenden Körper Statt. Das Decret ist gegengezeichnet von sämmtlichen Ministern und trägt das Datum vom 23. April. — Durch ein anderes Decret wird dieses Decret auch für Algier gültig erklärt. Sämmtliche auf den Wahllisten eingeschriebene Franzosen oder französisch Naturalisirte werden an dem Votum Theil nehmen. Auch dieses Decrct ist von den Ministern gegengezeichnet. Es folgt hierauf der Senatsbeschluß, welcher durch das Votum vom 20. April die Vrrsaffung des Kaiserreiches festgestellt hat.
Ferner bringt das „osficielle Journal" folgende Proclamation des Kaisers: „Franzosen! Die Verfassung von 1852, welche kraft der Vollmachten, die Ihr mir verliehen hattet, entworfen und durch die 8 Millionen Stimmen, welche das Kaiserreich hergestellt haben, bestätigt wurde, hat Frankreich achtzehn Jahre der Ruhe und des Wohlstandes verschafft , welche nicht ohne Ruhm waren. Sie hat die Ordnung gesichert und läßt den Weg für alle Verbesserungen offen. Daher, je mehr die Sicherheit sich befestigt hat, um so mehr hat sich für die Freiheit ein weites Feld eröffnet; aber allmälig eingetretene Umgestaltungen haben die Grundlagen des PlebiScitS berührt, welche nicht ohne eine Berufung an die Nation modificirt werden konnten. Es wird daher nöthig, daß der neue VerfassungSvertrag durch das Volk gutgeheißen wird, wie cs ehedem mit den Verfaffungcn der Republik und des Kaiserreichs geschehen ist. In diesen beiden Epochen glaubte man auch, was ich selbst noch heute glaube, daß Alles, was ohne Euch geschieht,
ungesetzmäßig ist. Die Verfaffung des kaiserlichen und demokratischen Frankreichs, welche auf eine kleine Anzahl von Grundbestimmungcn gebracht wurde, die nicht ohne Eure Zustimmung verändert werden können, wird den Vortheil haben, daß sie die vollzogenen Fortschritte endgültig macht und außerhalb deS Bereiches der politischen Umwandlungen die Grundsätze der Regierung feststellt. Die Zeit, welche nur zu ost in unfruchtbaren Streitigkeiten und Leidenschaften vergeudet wurde, wird fortan nützlicher dazu verwendet werden können, die Mittel aufzusuchen, um das moralische und materielle Wohlergehen der großen Mehrzahl zu erhöhen. Ich wende mich an Euch Alle, die Ihr seit dem 10. December 1848 alle Hindernisse überwunden habt, um mich an Eure Spitze zu stellen, an Euch, die Ihr seit 22 Jahren mich unaufhörlich durch Eure Stimmen erhöht, durch Eure Mitwirkung unterstützt und durch Eure Liebe belohnt habt. Gebt mir einen neuen Beweis des Zutrauens. Indem Ihr zur Urne eine bejahende Stimme bringt, werdet Ihr die Drohungen der Revolution beschwören, auf eine feste Grundlage die Ordnung und die Freiheit gründen und für die Zukunft den Uebergang der Krone auf meinen Sohn erleichtern. Fast einstimmig habt Ihr vor achtzehn Jahren mir die ausgedehnteste Gewalt übertragen. Tretet heute eben so zahlreich der Umbildung der kaiserlichen Negierung bci. Eine große Nation kann ihre ganze Entwickelung nicht erreichen, ohne sich auf Institutionen zu stützen, welche zugleich die Beständigkeit und den Fortschritt verbürgen. Auf die Forderung, welche ich an Euch richte, die in den letzten zehn Jahren erzielten liberalen Reformen gut zu heißen, antwortet mit Ja. Was mich betrifft, so werde ich getreu meinem Ursprünge, mich von Euren Gedanken durchdringen lassen, mich durch Euren Willen kräftigen und im Vertrauen auf die Vorsehung, nicht aufhören, ohne Unterlaß an der Wohlfahrt und der Größe Frankreichs zu arbeiten. Palast der Tuilerien, den 23. April 1870. Napoleon."
Die „Corrcspondance du Nord-Est" bestätigt, daß die Beziehungen zwischen Rußland und der Pforte in Folge der bulgarischen Kirchen-Angelegenheit gespannt sind. Die türkische Regierung wolle in der That den griechischen Patriarchen in Konstantinopel, diesen Schützling Rußlands, absetzen, und die Petersburger Negierung widersetze sich dem.
Hessen. Darmstadt, 25. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigft geruht:
am 13. April dem ordentlichen Profeffor in der philosophischen Fakultät der LandeS-Univerfität Dr. Gustav Schilling die Stelle eines Univerfitäts - Bibliothekars als Nebenstelle zu übertragen, und dem außerordentlichen Profeffor der philosophischen Fakultät der Landes-Universität Dr. Ludwig Noack den Charakter als Bibliothekar zu verleihen.
Darmstadt, 25. April. Der Großherzog ist heute früh 7 Uhr nach Berlin abgereist. In seinem Gefolge befanden sich der Obcistallmeister van der Capellen, der Generaladjutant v. Trotha und die Flügcludjutanten v. Küchler und v. Herff. Am 4. k. M. wird der Großherzog hier zurückerwartet.
Aus Ob er Hessen, 23. April. Bei ihren Verhandlungen am 21. April hat die Nieder-Wollstadter Conferenz in einer zahlreichen Versammlung evangelischer Geistlichen auö den 3 Provinzen deS GroßherzogthumS, dem ehemaligen Kurfürstenihum Hessen, sowie aus Frankfurt und Homburg, sich ganz entschieden für daS Recht und die Beibehaltung der Todesstrafe ausgesprochen und eine Resolution gefaßt, sich der Erklärung der Friedrich - Werdec'schen Synode in Berlin onzuschließen, dahin gehend: daß die gesetzliche Aufhebung der Todesstrafe das (angebliche') Recht des Mörders über alles göttliche und menschliche Recht setze. Dem Vernehmen nach dürften andere Conferenzen evangelischer Geistlichen ähnliche Erklärungen geben.
Preußen. Berlin, 25. April. Zum Präsidenten im Zollparlament wurde Simson mit 183 von 207 abgegebenen Stimmen gewählt, welcher die Wahl mit kurzen Dankesworten annimmt. Zum ersten Vicepräsidenten wird Fürst Hohenlohe gewählt (mit 179 von 212 Stimmen). Derselbe dankt für die Auszeichnung seiner dreimaligen Wahl zum Vicepräsidenten und sagt weiter: „Ich kann mit Recht stolz darauf sein, in der ganzen Legislaturperiode das Wohlwollen einer Versammlung nicht verloren zu haben, die, obwohl ihre Befugnisse beschränkt sind, eine hohe Bedeutung dadurch hat, daß in ihr Vertreter der deutschen Nation zur Berathung gemeinsamer Arbeiten vereinigt sind. Wenn jüngst ein Mitglied dieses Hauses bei seinem Ausscheiden dem Zollparlamente den Vorwurf machte, daß eS auf Täuschung beruhe und sich mit dem Nimbus eines deutschen Parlamentes schmücke, so antworte ich: Zn dieser Thatsache der gemeinsamen Arbeit deutscher Abgeordneter liegt keine Täuschung, sie ist ein Gewinn, an dem wir festhalten sollen, ist ein fester Grund, auf welchem der Anker der nationalen Hoffnung ruht." Zum zweiten Vicepräsidenten wird der Herzog v. Ujest gewählt. Derselbe nimmt dankend an. — Ludwig Bamberger hat im Zollparlamente den Antrag eingebracht, die beabsichtigte Münzreform möge als gemeinsame Zollvereinssache behandelt und die Reforme - Enquöte auch auf die süddeutschen Staaten ausgedehnt werden. Der Antrag ist von Mitgliedern aller Fractionen, darunter viele Süddeutsche, unterzeichnet.
Württemberg. Stuttgart, 22. April. Anläßlich deS an das Bankhaus Rothschild ertheilten Zuschlags der neuen württembergischen Anleihe hat die württembergische Vereinsbank dem Vernehmen nach gegen die Nichteinhaltung der in den Eubmissionsbedingungen enthaltenen Fristen Protest erhoben, da in Folge eines Nachgebots des Hauses Rothschild ein neuer Termin auf gestern Morgen anberaumt worden war. Die An
leihe ist (wie bereits gemeldet) dem Hause Rothschild zu 995/1$ definitiv zugeschlagen.
Frankreich. Parts, 20. April. Der allgemeine Strike, von welchem in der letzten Zeit vielfach die Rede war, ist jetzt theilweise ausgebrochen. Den Anfang machten die Gießer und Former der Maschinenfabrik Cail. Die übrigen Arbeiter Cail'S haben den Strike noch nicht erklärt. Dagegen sollen alle übrigen Gießer und Former in Paris gestern Abends die Arbeit niedergclegt haben und circa 15,000 Former und Gießer der Umgegend ihrem Beispiele gefolgt sein. Die Pariser Schneider- gesellen haben auch den Strike erklärt. Dieselben verlangen einen Sou mehr per Stunde, d. h. 75 Centimes statt 70 Centimes. Die Weißbindergesellen stehen auch im Begriffe, ihre Arbeit einzustellen.
Ungarn. Pesth, 23. April. Heute Nacht hat eine große Feuersbrunst in Alt-Ofen die Spiritusfabrik zerstört. Der Ausbruch fand im Mafchineng.baude mit eine Erpivsion statt, deren Ursache unbekannt ist. Die Fabrik hat am Charfreitag ihre Arbeiten eröffnet. Der Ausbruch des Brandes war ein so plötzlicher, daß an Rettung wenig gedacht werden konnte. Bis jetzt sind 14 Todte und 4 Schwerverwundete aus den Trümmern hervorgeholt worden.
Griechenland. Athen, 24. April. Ueber die Ermordung der von Räubern gefangen genommenen Engländer durch die ersteren und die darauf folgenden Vorgänge werden nunmehr Einzelnheiten gemeldet. Lord Munkaster, welcher zur Beschaffung deS Lösegeldes und zur Erwirkung einer Amnestie freu gelaffen wurde, entkam hierdurch glücklich. Zur Zahlung des Lösegeldes war man bereit, die Amnestie konnte jedoch mit Rücksicht auf die Bestimmungen der Verfassung nicht bewilligt werden. Die Räuber, von Militär blokirt, suchten nach Cuböa zu entkommen, zuvor erstachen sie aber die Gefangenen, welche wegen Ermattung nicht folgen konnten. Bald darauf kam eS zu einem Gefecht zwischen Militär und Briganten, in welchem die Letzteren 9 Todte (darunter den Chef der Bande) verloren. Einer der Briganten fiel verwundet in die Hände der Soldaten. Zwölf der Räuber, unter welchen sich 4 Verwundete befanden, wurden eifrigst verfolgt. DaS am Kampfe betheiligte Kriegsschiff führte die Leichname der Ermordeten nach dem Piräus über.
Amerika. New-York, 9. April. Die Mormonen protestiren heftig gegen die vom Repräfentantenhause angenommene Bill in Betreff der Polygamie, erklären, sich unter keinen Umständen fügen und lieber noch einmal den Wanderstab ergreifen zu wollen. Letzteres wäre leichter gesagt als gethan, und wer im Lande wohnt, muß eben den Landesgesetzen gehorchen. UebrigenS brauchen die Heiligen ihre Bündel noch nicht zu schnüren; der Senat wird sich schwerlich dem Beschluß deS Repräsentantenhauses anschließen.
Türkei. Konstantinopel, 20. April. Dem „Wanderer" wird gemeldet: „Der päpstliche Legat wollte hier ein Dlakat an der armenischen Kirche anschlagen lassen; daS Volk widersetzte sich jedoch, und eS kam zu einem großen Tumulte, wobei die öffentliche Macht einschreiten mußte. Die orientalischen Bischöfe kommen bereits zurück; sie find gegen Rom äußerst erbittert.
Vermischtes.
Darmstadt. Scit dem 20. d. haben dahier die Schwurgei richtssitzungen für das zweite Quartal begonnen. Zu denselben ist Freiherr v. Wambolt als GrgänzungSgeschworener durch das LooS bestimmt worden, aber trotz Aufforderung nicht erschienen, er hat vielmehr in einem Entschuldigungsschreiben an den Präsidenten des AsfisenhofS erklärt, daß et sich zur Erfüllung seiner Pflicht nicht einfinden werde, weil das Institut der Geschwo, renen seinen Ueberzeugungen zuwider sei. Herr v. Wambolt wurde in Folge diese Erklärung zu einer Geldstrafe von 53 fl., unter Androhung einer Geldstrafe von 200 fl. im Fall ferneren Ausbleibens, verurtheilt. Als er sich abermals nicht einfand, erhielt er die angedrohte Strafe zuerkannt, sowie für den Fall abermaligen Ausbleibens eine Geldstrafe von 400 fl., verbunden mit dem Verlust des ChrenrechtS, als Geschworener fitzen zu dürfen, angedroht.
(P l e b i s c i t - M ä h r ch e n). Karl Hugo erzählt im „Rappel" folgendes Mährchen über das PlebiScit: „Es war einmal im Mittelalter eine allgemeine Abstimmung. Weil er Republikaner war, nannte man ihn den kleinen rothen Chaperon. Eines TageS hatte daS Reich ein PlebiScit auf'ö Tapet gebracht und sein Adoptiv-Vater sagte zu ihm: „Sieh' mal nach, wie sich deine Großmutter, die Freiheit, befindet, und bring ihr deine Stimme in diesem Buttertöpfchen." Der kleine rothe Chaperon machte sich sofort auf den Weg zu seiner Großmutter. Als er durch den Wald von Bondy kam, traf er seinen Gevatter, den „Staatsstreich", der ihn fragte, wöhin er gehe. Der arme Junge, der nicht wußte, daß es gefährlich sei, sich auf dem Wege zu verhalten und Wölfe anzuhören, sagte ihm: „Ich, will meine Großmutter besuchen und ihr meine Stimme in diesem Buttertöpfchen überbringen." — „Gut", sagte der Wolf, „ich gehe mit dir und besuche sie auch." Nun hatte aber der Wolf schon vor achtzehn Jahren die Großmutter zermalmt. Er ging also eiligst voraus, um sich zu Bette zu legen und dm kleinen rothen Chaperon zu erwarten, der kurze Zeit darauf an die Thüre pochte und eintrat. Der kleine Chaperon war nickt wenig erstaunt, seine Großmutter in solchem Neglige zu
sinden, und sagte zu ihr: „Großmutter, du hast aber starke
Arme!" — „Um die Gesellschaft vor der Anarchie schützen zu
können, mein Kind." — „Großmutter, du hast aber große
Beine!" — „Um mich leichter aus Merico retten zu können, mein Kind." — „Großmutter, du hast aber große Augen! — „Um besser die Rechnungen Haußmann's verificiren zu können." — „Großmutter, du hast aber große Zähne!" — „Um dich leichter auffreffen zu können, du Bengel!" — Und nach diesen Worten war," sich der böse Staatsstreich auf das allgemeine Stimmrecht und verschlang es."
— Die „Overland China Mail" meldet folgende Kuli- Katastrophe : Das Kulischiff Frederic langte am 5. Februar auf der Reise von Hongkong nach Peru in Batavia an. Vierundzwanzig Stunden darauf stand das Schiff in Flammen. Die Kulis hatten das Fahrzeug in Brand gesteckt, um während der Confufiou ihre Flucht zu bewirken; 10 von ihnen glückte es, an die Küste zu schwimmen, 4 ertranken oder erstickten, und die übrigen 365 nebst der Bemannung und dem Capitän wurden gerettet. DaS Schiff brannte bis zum Wasserspiegel nieder.
Rcdaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Unio.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.


