Von der Handelskammer in Havre ist bet der Ne-
ch Tours, 23. Nov.
bet evangelischen Gemeinde j u Gießen.
Gottesdienst am 1. Advent, den 27. November
(Collccte für die Stadtkirche.) Advents-Gottesdienst in der Hospttalkirche: Mittwoch den 30. November, Nachmittags um 3 Uhr: Pfarrer Landmann.
Die Pfarrgcschäfte für diese Woche (vom 27. November bis 3. December) besorgt Pfarrer Dr. Seel.
Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Feier des heiligen Abendmahls.
Nachmittags: Mitprediger Drescher.
^"^^^^xj^tagseröffnung im weißen Saale wohnten etwa 130 Wt0ltct>cr des Reichstages bet Vom BundeSratbe waren anwesend die Herren v. Delbrück, v. Friesen, Leonhardt, Hofmann, v. Bülow, v. Camphausen. In ^der^hronrede^
zugehende Vorlage soll diese Verfassung und sollen die auf
Gesetze über die Grenze ausgedehnt werden, welche bisher unsere suddeutschen Brüder von uns schied. Der große nationale Gedanke, -welcher Sie stets bei Ihren Berathungen leitete, wird durch die letzte Berathung, zu welcher Sie zu- sammentreten, so Gott will, um einen entscheidenden Schritt seiner vollen Verwirklichung näher geführt werden; und so erkläre ich, auf allerhöchsten Prasiv^l- befehl, im Namen der verbündeten Regierungen den Reichstag des Norddeutschen
fochten haben, ist der Angriff, den Frankreich im Juli auf Deutschland unernahm, wurde mit besonderem Beifall der Passus von den süddeutschen Staaten auf-
zurückgcworfen worden. Das französische Volk muß die Uebcrzeugung gewonnen genommen. — Die erste Sitzung des Ncichstage« wurde vom Präsidenten Simson
haben, daß seine jetzige Kriegsmacht, nach der Vernichtung der gegen uns aufge- mit folgenden Worten eröffnet: „Seit dem letzten Zusammensein haben unsere stellten Heere, der geeinten Wehrkraft Deutschlands nicht gewachsen ist. Wir Heere unter weiser Führung die Fahnen bis ins Herz des feindlichen Landes
könnten daher den Abschluß des Friedens als gesichert betrachten, wenn unser un- getragen unter den Beweisen unerhörter Tapferkeit und der Darbringung schwerer
glückliches Nachbarland eine Regierung hätte, deren Träger ihre eigene Zukunft Opfer. Wenn Gott weiter Segen gibt, so können wir schon jetzt einen Frieden als untrennbar von der ihres Landes betrachteten. Eine solche Negierung würde ahnen, würdig und entsprechend den schweren Kämpfen und schweren Opfern, jede Gelegenheit ergriffen haben, die Nation, an deren Spitze sie sich aus eigener Lassen Sie uns versuchen, schon jetzt ein Resultat des Krieges heimbringen zu Machtvollkommenheit gestellt hat, zur Wahl einer Volksvertretung und durch diese helfen: die Einigung Deutschlands in Verfassung und Freiheit! Ferne liegt, was zur Aussprache über die Gegenwart und die Zukunft des Landes in den Stand uns trennte und zerriß. Wenn die trennenden Elemente geeinigt sind, dann können zu setzen. Aber die Actenstücke, welche Ihnen, meine Herren, von dem Präsidium wir mit Erfolg die Resultate des Friedens genießen. In diesem Sinne lassen des Bundes vorgelegt werden sollen, werden Ihnen den Beweis liefern, daß die Sie uns an die Arbeit gehen, ohne Rast, aber auch ohne Hast, zum Heile und jetzigen Machthaber in Frankreich cs vorziehen, die Kräfte einer edlen Nation Wohle des Vaterlandes." Der Präsident verkündigt den Eingang der Vorlagen einem aussichtslosen Kampfe zu opfern. Die unverhältnißmäßige Erschöpfung und über den Credit von 100 Millionen und die Verträge Badens und Hessens mit Zerrüttung welche für Frankreich die Folgen der Fortsetzung dieses Kampfes un- der Verfassung des deutschen Bundes. Das Haus nimmt auf den Antrag ter den gegenwärtigen Umständen sind, müssen zwar die Kraft des Landes in dem v. Bcrnuth's die Wiederwahl des bisherigen Präsidiums ohne Zettelwahl an. Maße schwächen, daß dasselbe zu seiner Erholung längerer Zeit bedürfen wird, Nächste Sitzung Samstag. Tagesordnung: Die Creditvorlage.
als bei einem regelmäßigen Verlaufe des Krieges der Fall gewesen wäre.
Die verbündeten Regierungen haben aber mit Bedauern der Uebcrzeugung Telegraphische Depeschen.
Ausdruck zu geben, daß der Friede zwischen den beiden großen Nachbarvölkern, $ 24. Nov. Die „Correspondenz Hoffmann" meldet: „Der
auf dessen ungetrübte Dauer sie noch vor weniger als einem halben Jahre zahlten, Vertrag über den Abschluß eines Verfassungsbündnisses wurde gestern von den durch die Erinnerungen, welche die Eindrücke dieses Krieges in Frankreich hinter- Staatsministern in Versailles vorbehaltlich der Ratification des Königs unterzeichnet." lassen werden, nur um so sicherer gefährdet sein wird von dem Augenbl cke an, London, 24. Nov. Aus Boston sind Nachrichten hierher gelangt, denen
wo Frankreich durch die Erneuerung der eigenen Kraft oder durch Bündnisse mit ^folge auf den dortigen NegierungSwerfteu 12 amerikanische Kriegsschiffe eiligst anderen Mächten sich stark genug fühlen wird, den Kampf wieder aufzunehmen. Seedienst ausgerüstet werden. Unter denselben befinden sich folgende Die Bedingungen, unter welchen die verbündeten Regierungen zum Frieden bereit 9 Monitors: „Wassuc", „Miantonomoh", „Shawnee", „Piconderoga", „Woraster", sein würden, sind in der Oeffentlichkeit besprochen worden. Sie muffen zu der ^W^bach", „Niagara", „Sabine" und „California". Das Gerücht bezeichnet Größe der Opfer, welche dieser ohne jeglichen Grund, aber mit der Zustimmung Schiffe als von Rußland angekauft.
der gcsammten französischen Nation, unternommene Krieg unserem Vaterlande auf- -j. Tours, 23. Nov. Von der Handelskammer in Havre ist bet der Ne- erlegt hat, im Verhältniß stehen; sie müssen vor allen Dingen gegen die Fort- yjx dringliche Vorstellung eingelaufen, dieselbe möge zur Beruhigung der setzung der von allen Machthabern Frankreichs seit Jahrhunderten geübten Er- ^o„,'ösischen Handelswclt, welche auf den Antillen sehr bedeutende Interessen zu oberungspolitik eine vertheidigungsfähige Gränze Deutschlands dadurch Herstellen, roQ()rcn ^be, sofort eine Ordre an sämmtliche Antillenstationen ertheilen, wonach daß sie die Ergebnisse der unglücklichen Kriege, welche Deutschland in der Zeit Da6 gefährliche preußische Kriegsschiff „Meteor" zu verfolgen sei, um jene Breiteseiner Zerrissenheit nach Frankreichs Willen führen mußte, wenigstens theuweise grQt)^ eg Handel so viel Schaden zufügen könne, von seiner Gegenwart rückgängig machen und unsere süddeutschen Brüder von dem Drucke der drohenden gefreien. Angesichts des Umstandes, daß die französischen Marineoffiziere sich Stellung befreien, welche Frankreich seinen früheren Eroberungen verdankt. Die Lande so vorzüglich bewährt haben, werden durch ein Circular des Ministers verbündeten Negierungen haben das Vertrauen zu dem norddeutschen Reichstag, qqc diejenigen Marineoffiziere aufgefordert, in die Landarmee einzutreten, welche daß derselbe ihnen die Mittel, welche zur Erreichung dieses Zieles noch erforder- t)flrjn dem Vaterlande nützlich zu sein erachten.
lid), nicht versagen werde; sie sind gewiß, jetzt, wo cs gilt, die erlangten Erfolge Brüssel, 24. Nov. Aus Pariser Ballonbriefen vom 20. d. wird erst
zu sichern, bei Ihnen der nämlichen patriotischen Hingebung zu begegnen, welche erjannt woher der wunderbare Volkösanguinismus neuerlich Nahrung schöpft, sie fanden, als es darauf ankam, die heute gewonnenen Erfolge zu erreichen. Es Pickards Organ der „Electeur libre" meldet unter Reserve: Die ge- ist ihr lebhafter Wunsch, daß es möglich werde, jene Mittel nicht im vollen Um- fammlen europäischen Mächte hätten am Mittwoch den 17. dS. eine Collectivnote fange zu verwenden. — Um Ihnen einen vollständigen Ueberblick der politischen Versailles überreicht-
Lage zu gewähren, werden Ihnen die Mittheilungen vorgelegt werden, welche dem A Brüssel, 24. Nov. Die Londoner „Morning Post" dementirt die Nachauswärtigen Amte bezüglich des Pariser Friedensvertrages vom 30. März 1856 D(c Türkei mit Rußland in direkten Verhandlunge» stehe. — Die
neuerdings zugegangen sind, und an welche die verbündeten Negierungen den Aus- Times" informirt die Unterzeichner des Vertrages davon, daß GortschakoffS druck ihrer Hoffnung knüpfen, daß die Wohlthaten des Friedens den Völkern er- ^irculQr jn Konstantinopel ein peinliches Aufsehen erregt habe, und erbittet die halten bleiben werden, welche sich derselben bisher erfreut haben. Fort- ^ter-stützung der Mächte, die den Pariser Frieden unterzeichnet haben, zur Ver- dauer des Krieges hat eine friedliche Arbeit nicht verhindert. Das Gefühl der h^derung eines Actes, der nur die internationalen Relationen stören könne. Zusammengehörigkeit, welche durch gemeinsame Gefahr und durch gemeinsam er- -----------------
fämpfte Sieg- belebt ist - da« BewuMn der Stellung, welche Deutschland »um Officiellc militärische Nachrichten.
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Deutschland« das Bermächtniß dieser Zeit der Opfer und der Thaten gesichert gestern begonnen; ans der Festung wtrv and 7b Geschützen geschossen, werden könne, haben schneller und allgemeiner, als noch vor Kurzem denkbar er- Die Stadt brennt seit vorgestern Nachmittag. Die Avantgarde der schien, das deutsche Volk und seine Fürsten mit der U<berzeugung erfüllt, daß eö Cavallerie-Division Graf Gröben, unter Oberst v. Lüde ritz, hat zwischen dem Süden und Norden eines festeren Bandes bedürfe , als der Volker» ^rn Nachmittag bei le Quesnel ein glückliches Gefecht gegen fran- ÄoÄ ÄXSZfiSjM* Mobt-garven aus Amiens
Luebt Tönen eine, zwischen dem norddeutschen Bunde, Baden und Hessen ver- zuruckgetneben wurden, Graf Wartensleben,
einbntte, vom Bundesrathe einstimmig angenommene Verfassung eine« deutschen Versailles, 24 Nov, Der Großherzog von Mecklenburg setzt Bunde«'zur Genehmigung vorgelegt werden wird, houte seinen Vormarsch fort, Reeognoöeirungs-Gefechte haben bei
Die auf gleichen Grundlagen mit Bayern getroffene Berstandtgung wird Neuvin^ Bois_Commun unB Maizieres stattgefunden,
ebenfalls Gegenstand Ihrer Berathungen werden, und die Ueberetnstimmung der Podbielski,
KTW». Met,, 24,91;.. S-.r.» Tl.lonyllle eapitulirt.
bleiben werde Sie werden, geehrte Herren, mit diesem Werke eine Thatlgkeit Die Uebergabe erfolgt Morgen um 11 Uhr früh. Kameke. würdig abschließen, wie solche wenigen gesetzgebenden Versammlungen vergönnt — . ■ ■■-;=„ . r " ........
gewesen ist In wenig mehr als drei Jahren haben Sie durch eine lange Reche ■ Fr 1 schbacker ) U G 1 t ß t N.
wichtiger, in die verschiedensten Verhältnisse des Volkslebens tief umgreifender Sonntag den 27. November. Karl Plank in der Wolkengasse, Daniel
Gesetze den Ihrer Mitwirkung anvertrauten ersten Ausbau der Bundesverfas ung am Nathhaus und Christian Jughardt in der Wallthorstraße,
fordern Helsen und durch die letzte, vor dem Ablauf Ihrer Amtsdauer Ihnen ,----------------
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Besondere Bekanntmachung. Main - Weser - Bahn.
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4997) Vom 1. December d. I. an werden Werth- Nachnahmen auf die bei unseren Stationen zum Ver-
auf Weiteres nicht mehr zugelassen. Cassel, am 22. November 1870- königliche Dlrection der Maln-Weser-Bahn.
Bekanntmachung.
4931) Die Lieferung der für das Jahr 1871 für die Main-Weser-Bahn erforderten 00 Stück Stoff- und Mittelschwellen und
2120 Stück Weichenfchwellen,
von Eichenholz, soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden.
Die Offerten sind versiegelt und frankirt mit der Aufschrift:
„Submission mtf Lieferung von Schwellen für die Main-Weser-Bahn"
bis zum 12. December d. I., Vormittags 10 Uhr, an die unterzeichnete Directton einzusenden.
Die Eröffnung der Offerten erfolgt in dem Geschäftslocale derselben zu der gedachten Zeit in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten.
Die Lieferungs-Bedingungen liegen bet
unserer Central-Materialien-Controle Hierselbst, sowie bet unserer Betriebö-Inspection zu Frankfurt a. M- und dem Bahnhofs- Vorstand zu Gieficn, zur Einsicht aus, können auch gegen Erstattung der Kosten von uns bezogen werden.
Cassel, den 10. November 1870.
Königliche Direktion der Main Weser-Bahn.
4985) Donnerstag den 1. December, Vormittags 9 Uhr,
lasse ich in meiner seitherigen Wohnung


