Vition und damals so summarisch handelte.
Nachrichten aus dem Stabsquartier Gorze vom
seines Lebens unterworfen gewesen ist, oemselben vor der gesummten Kirche der Provinz unseren herzlichsten Dank für seine reich gesegnete Wirksamkeit im Kirchcn- regiment auszusprechen. Mit ausgezeichneten Gaben des Geistes und gediegener Biloung ausgerüstet, hat er der Kirche unseres Heilandes Jesu Christi und seinem königlichen Landesherrn in unerschütterlicher Pflichttreue und in lauterer Gesinnung auf dem festen Grunde des evangelischen Glaubens mit Kraft und Hingebung gedient, und wir werden ihm in Gemeinschaft mit zahlreichen Gliedern
großen Anzahl von überflüssig gewordenen päpstlichen Civib und Militärbcamten die ganze, halbe oder theilweise bisherige Besoldung auch jetzt noch auszuzahlen. Unmöglich aber wird sie auch die aus den alten Provinzen des Kirchenstaates unter die Flügel der Clerisei früher herangezogenen, weil mit Florenz unzufriedenen Beamten berücksichtigen wollen. — Thiers hat feine Mission in Florenz leicht er- füllen können, da sie sich im Wesentlichen nur auf die Friedensbedingungen bezog. Der deßhalb gehaltene Ministerrath sah auch Herrn Thiers in seiner Mitte.
Auf Cuba ist jetzt die allmälige Abschaffung der Sklaverei nach dem seiner Zeit mitgetheilten Plan officiell verkündet worden. Der Generalcapitän Rodas lst aus sein wiederholtes Ersuchen abberufen worden. Den Aufstand vollständig zu unterdrücken ist ihm nicht gelungen. Zum Nachfolger desselben ist General Cordova ernannt, derselbe, welcher Generalcapitän war zur Zeit der Lopez-Expe-
lazarethgehülfen Adam Röder. ,
Vom Stab der 50. Infanterie-Brigade: Der zum Stab der Brigade com- mandirten Stabsordonnanz Carl Schick vom 1. Reiterregiment.
Vom 3. Infanterie-Regiment: Oberlieutenant Günther Freiherr Rau von und zu Holzhausen, Lieutenant und Bataillons-Adjutant Lauckhardt, den Sergeanten Carl Menrath, Philipp Gärtner, Leonhard Breuning und Franz Diedrich, den Zugsfeldwebeln Johann Weniger und Adam Meyer, den Corporalen Philipp Hermann und Georg Leutbner, sowie den Gefreiten Ambros Weil, Georg Treusck, Adam Adler und Franz Bender.
Vom 4. Infanterie-Regiment: Hauptmann Scriba und Sergeant Adam König.
Kriegsnachrichten.
Gambetta, der neue Kriegsminister, führt strenges Regiment. Er ist es auch, dem Scheine nach, der seinen Generalen die Tagesbefehle dictirt. General Nurelles de Paladine, der an Stelle von La Motterouge zum Oberbefehlshaber der Loire-Armee ernannt tst, hat, nach der Tours-Correspondenz, folgenden Tagesbefehl an seine Truppen erlassen:
„Ich verlange von Euch vor Allem die Disciplin und die Beharrlichkeit. Ich bin übrigens vollständig entschlossen, jeden Soldat, der vor dem Feind wanken sollte, über die Klinge springen zu lassen, und wenn zufällig ich selbst nicht meine Pflicht thun sollte, so gebiete ich Euch, mich zu füsiliren."
Auch General Cambriels hat einen ähnlichen Befehl an die Soldaten der Ostarmee (Vogesen) gerichtet, worin folgende Stelle vorkommt: „Die Disciplin macht die Stärke des Feindes aus; der Mangel an Disciplin macht
. < n < C - C ...lG -11a. „ rnrnm 1**
Vor Paris ist nunmehr, nach einer telegraphischen Mittheilung deS Die neuen Macedonier werden uns „Schw. Merk." aus Berlin, eine halbe Million Eentner Munition, namentlich
unserer Kirche ein treues Andenken der Liebe und Hochachtung bewahren."
Der Moniteur meldet, daß der Schaden der Zerstörung des Schlosses von St. Cloud an Kunstsachen gering sei, da Rochefort bei Beginn der Belagerung aus dem Schlosse alles Werthvolle habe in Sicherheit bringen lassen, so auch Pravier'S Sopha, ja, der Prinz Napoleon sei noch vorsichtiger gewesen und habe „im voraus die schönsten Gobelins mit nach Prangins genommen".
Das Journal de St. PeterSbourg vom 23. October bespricht die Reise des General Boyer von Metz nach Versailles und England im Auftrage Bazaim's. Es meint und hofft, daß Bazaine capituliren werbe, um seine Armee der Regierung zur Verfügung zu stellen, welche Frankreich zu den Wahlen berufen und eine Constituante um sich versamm ln wolle. Das deutsche Hauptquartier sei wohl damit einverstanden und Boyer habe aus Schicklichkeit die Zustimmung der gewesenen Kaiserin Regentin emzubolen gehabt. Wenn diese nicht darauf eingehen wolle, so werde Bazaine wohl nur das Heil des Vaterlandes als höchstes Gesetz zu Rathe ziehen und sich von jeder anderen Pflicht entbunden halten, als nur seinem Lande zu bienen.
Bei der Uebernahme der päpstlichen Münze fanb der königliche Commissarius acht Millionen Lire. Cs scheint, man hat sich in der Bestürzung nicht daran erinnert, 1848 sah man sich wenige Tage vor der Flucht des Papstes besser vor.
Zeit der Völkerwanderung Römer waren. ------ „ ,
dkb-md-in, wlc Phllipp und Alexander die Alhenienser behandelten, oder viel- Wurfgeschosse, angehauft.
mehr, wie Alarich d,e Römer behandelte und die Türken Konstantinopel. Sie Brüssel, Sonnabend 22. October. Prwatcorrespondenj-n aus Pans vom werden nicht nur die Einheit Deutschland« schaffen, sondern Europa unterjochen, 16. Octob-r zufolge hat die Regierung, um dem Mangel an Fleisch abzuh-'sen, ohne uns trotz uns und gegen uns." angeordn.t, daß Pferde angekauft und geschlachtet werden sollen, um das Fleisch
Die Ger.-^tg. meldet ' „Rach einer durch einen Hofbeamten hieher gelang- derselben einzusalzen. E« herrscht die Bcsorgmß, daß man gezwungen sein werde, ten Nachricht hat sich leider herausgestellt, daß es auch in dem deutschen Heere auch die Kühe, welch- bisher noch zur Gewinnung von Milch geschont wurden, LandiSverräther gicbt oder vielmehr gegeben hat. Es sind vier Soldaten, und zu schlachten. Bereit« beginnt auch da« Futter zu mangeln und die Rinderpest zwar ein Sergeant, ein Unteroffizier und zwei Gemeine, welche vor Pari« de« richtet große Verwüstungen an. — Wie ferner berichtet wird, greifen die Partei- verrätherischcn Verkehr« mit dem Feinde und der Spionage überführt und er- blätter der rothen Republikaner, insbesondere „Reverl den General Trochu aus schossen wurden. Wie verlautet, haben die Berräther früher der W-lfenlegion ras Lebhafteste an. — Am 14. October begab sich «ne zahlreiche Deputatwn angehort. Die Entdeckung des Complotte« soll durch einen französischen Polizei- zur Regierung, um sie zu befragen, ob eS war sei, raß sich die Prinzen von Agenten erfolgt sein, der sich wegen schlechter Behandlung Seitens seiner Vor- Orleans zur Loirc-Armee begeben hatten. Favre antwortete, ihm sei hiervon gesetzten au« Paris zu den Belagerern geflüchtet und um seine Aufrichtigkeit gegen nicht da« Geringste bekannt, worauf die vor dem Gebäude versammelte Volk«, die Besieger seiner Landsleute zu beweisen, die nothigen Enthüllungen gemacht menge in den Ruf ausbrach: „Es lebe die socialistifche Republik.
haben soll. Leider steht dieser Fall der Berrätherei nicht einmal vereinzelt da. v Straßburg, l8. October. Die allgemeine und wer,thatige Thnlnahme,
■■....... französischer Spion, der ehemal« Feldwebel im welche sich für da« traurige Geschick dieser allen Reichsstadt in ganz Deutschland
Auch in Epernay ist kürzlich ein französischer Spion, der ehemals Feldwebel tm welche sich für das traurige ^eicpia viqer an™ ... »»«z
preußischen Heere war, gefangen worden. Der Verräther hatte sich eine preußische kundgiebt, hat unverkennbar eine bessere Stimmung hervor prüfen. Man sieht,
Uniform, an der sich das Kreuz von Königsgrätz befand, angezogen und sich in vaß das deutsche Volk em warmes Herz enlgegenbnngt und die Wunden, welche
öffentlichen Localen unter seine früheren Kameraden begeben. Mit ihm war seine die rauhe Hand des Krieges schlug, nach Kräften zu lindern bestrebt ist. Der
Geliebte, eine Französin, die redlich bei der Spionage mitgeholfen hat. Entdeckt Gedanke, in Zukunft Deutschland anzugehoren , hat dadurch viel von seiner
wurde das saubere Geschäft auf dem Bahnhofe. Der Spion hatte nämlich die Bitterkeit verloren und wenn sich dies biß letzt auch nur durch thatlose Re> g.
Frechheit, einen Militärzug zu seiner Weiterreise benutzen zu wollen, und war Nation zu erkennen giebt, so fehlt es dock nicht an Stimmen, welche sich ur
ihm, da er Uniform trug, auch kein Hinderniß in den Weg gelegt worden; wohl einen aufrichtigen Anschluß an die neuen Verhältnisse aussprechen. Nachdem er.
aber hatte man seine Geliebte aus dem Zuge gewiesen. Darüber war letztere so wartet die Geschäftswelt einen bedeutenden Aufschwung des Platzes der alle Ve-
wüthend geworden, namentlich da ihr ter Mann, an den sie sich gehangen, nicht dingungen in sich schließt, ein Handelsemporium ersten Ranges zu werden. Der
folgen, sondern abfahren wollte, daß sie ihn schlug und ihm unter verdächtigen Eisenbahnverkehr ist seit heute landauf- und abwärts wieder ^offr^' Auswärts
Redensarten das Kreuz vom Rocke riß. Natürlich erregte dieses Benehmen all- geht er freilich nur bis in die Gegend der cerntrten Festung Schlettstadt. Der
gemeines Aussehen, beide Personen wurden verhaftet und 24 Stunden später, nach- Bahndienst wird von preußischen Angestellten besorgt. — Reisende aus der oberen
dem sic der Spionage überführt waren, erschossen." Gegend versichern, daß es in Schlettstadt Deute stark gebrannt ha c - D,e
Das königliche Consistorium der Provinz Brandenburg hat in seinen „Amt- Mairie von Straßburg macht bekannt, daß von heute an die wahrend der Dauer lieben Mittheilungen" den Geistlichen die Pensionirung des Ober-Consistorialraths des Belagerungszustandes eingestellt gewesene Erhebung der Dctroigebubren wieüer Dr. Fournier (welcher bekanntlich einer Braut vor dem Altäre Ohrfeigen erteilte) in Kraft trete. Der fiktive Entrepot betreffs der Weine und Spirituosen ist vor- durch folgenden Erlaß angeieigt: läufig und bis auf weitere Anordnungen abgeschaft. Folglich ist für die in den
„Des Königs Majestät haben die Pensionirung des Ober-Consistorialraths Entrepots liegenden Getränke jeder Art die Octroigebuhr nachzuzahlen und wirb Dr. Fournier auf sein Ansuchen zum 1. Oktober d. I. in Gnaden und unter für die nach auswärts gesandten keine Entlastung bewilligt.
Bezeugung der Allerhöchsten Zufriedenheit mit seiner Dienstführung zu genehmigen — ----------——
geruht. ES scheidet mit ihm das älteste Mitglied aus unserem Collegium, web
chem er feit dem Jahre 1842 angehört hat. Wir fühlen uns verpflichtet, be- Darmstadt, 22. Oct. Nachrichten aus dem Stabsquartier Gorze vom sonders nach den schweren Prüfungen, denen er im geistlichen Amte am Abende 16. d. zufolge wurde das eiserne Kreuz 11. Classe an nachbenannte Cfpciere,
" • - - r Aerzte und Mannschaften der Großherzoglichen Division verliehen:
Vom 1. Jnfanterie-Regiment: Hauptmann Müller, Reserve-Lieute- nant Best, Landwehr-Lieut. Soldan I, Feldwebel Johann Schäfer, dem Sergeant Georg Schmidt, den Gard'sten Friedrich Seibold, Adam Werkmcnn, Heinrich Ohmeis, Peter Spahn, Heinrich Schreitz, Gustav Bial, Heinrich Stößel, Thomas Schmidt, Johannes Heß und Johannes Föllner.
Vom 2. Infanterie-Regiment: Hauptmann Riedel, Lieut. Cvllmann, Reserve-Lieut. Gail, Sergeant Heinrich Becker, Vicefeldwebel Ludwig Haußmann, Gefreiter Ludwig Neundörfer, Regiments-Tambour Michael Haustein, den Feldwebeln Adolf Dörr und Carl Mitzel, den Sergeanten Philipp Diehm und Jo- Hannes Jackobi, Bataillons-Tambour Johannes Frank und den Musketieren Fried- rich Förster, Carl Türk und Johannes Jöckel.
Vom 1. Jäger-Bataillon: Lieut. Johann Mock, Sergeant Peter Eifert, den Gefreiten Heinrich Grein, Peter Schwab und Hermann Philippi, den Gardejägern August Feldhofen, Johannes Kern und Georg Wetzstein, sowie dem Unter*
i 91rt jst über nickt die uns zugemuthete Abtretung El*. Ohne diese Hülfe würde es der königlichen Regierung unmöglich fein , einer so
nehmbar seien. Solcher Art i|t w r.:„* miiünrifrhp lieber» itfvrflh'tffi.i Aftnomenen vävstlichen Civil- und Militarbeamten
fasse- und Lothringens. Nachdem Deutschland uns seine enorme militärische Heber- r legenheit in dem gegenwärtigen Riesenkampfe so empfindlich bewiesen bat, sollen wir nicht nur Elsaß mit Straßburg, fonoern auch noch tu urfranjofW Statt und Festung Metz dem übermächtigen Gegner in die Hand liefern. Metz, unser erster und bester Waffenplatz, nur 40 Meilen von Pans entfernt, in Preußens Händen! Eine deutsche Zwingburg im Herzen Frankreichs! Nein, dieser Kelch ist zu bitter! Wir würden uns in den Augen unserer Kinder und Enkel auf alle foäteren Zeiten dadurch schänden, wenn wir ihnen eine solche Erbschaft und ein o Lugestutztes Vaterland hinterließen. Lieber setzen wir unser letztes Gut und Blut ins Spiel, als daß wir uns dieser Schmach fügen sollten. Wundern Sie Sich daher Nicht, verehrliche Redaction, wenn wir die Anmaßung von deutscher Seite mit den Waffen in der Hand zurückweisen müssen, wie sehr um? auch der Krieg bisher schon niedergetreten und erdrückt hat." ,
Die „France" bringt folgenden Schrei der Entrüstung und patriotischen Zornes: „Wir sind keine Franzosen mehr, denn unsere Soldaten nehmen die Gewohnheit an, sich zu Gefangenen machen zu lassen, unsere Armeen capituliren, unsere Generale haben zu siegen verlernt. Wir sind nicht mehr Franzosen, denn zu Paris weicht ein Regiment vor dem Feinde, ohne eine Patrone verschossen zu haben, zu Orleans laufen unsere Soldaten, die für die ersten der Welt galten, davon, nur die Mobilgarden und die Freiwilligen des Westens zeigen gute Haltung und geben ein Beispiel, welches nicht befolgt wird. Wir sind nicht mehr Franzosen, denn unsere Offiziere studiren nicht mehr den Krieg und folglich verstehen sie nichts davon. Diese große Kunst des Krieges, worin un(ere Däter so weit gebracht hatten, haben sie vergessen. Unser militärisches Ansehen ist verloren. Wir sind nur noch ein Volk von Schwätzern, von Genußmensichen und Schönrednern, welche im Theater und aus den öffentlichen Plätzen Demonstrationen machen, über Regierungsformen verhandeln, eifersüchtig auf einander, uns gegenseitig überwachend, beneidend; uns theilend, wenn der Feind uns das ....... - f n ,
Schwert an die Kehle setzt. Wir sind nicht mehr Franzosen, nicht mehr, wie unsere tie Griechen zur Zeit Philipp'- Griechen waren, nicht mehr, wie die Römer zur


