Ausgabe 
25.12.1870
 
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Wechsel.

Amsterdam k.

4%

S.

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8.

1003/g 997a 105 967g 1047/8 88/4 104i3/16 119i/8

Augsburg Berlin

Bremen Cöln Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto

Disconto

8. 951/jt

8.

8. - G.

Actien.

Frankf. Bank 1317g

Franks. Vereins-Kasse 1011/4

Darmst. Bankact. 322

Wien Bankactien 695

Galizien 228

b. Katholische Gemeinde.

Nichts angemeldet.

Actien.

Oest. Creditact. 234</2 5% östr. F. St. E. B. 3611/4

Lombard. Bahn 1721 /8

Ludwigsh.-Bexbach 163V2

Maxbahn 108

Bayer. Ostbahn* 123

Hess. Ludwigsb.-Act. 135

Alsenzbahn-Actien 851/4

Oberhessen 661/4

k. k. k. k. k. k. k. k. k.

k.

Jene« preußische B-s,tz sammt der dazu erlassenen Instruction stnd in Folae der Bundesverfassung in Hessen eingeführt und im Regierungsblatte von 1868 publicirt worden.

Diesen Bestimmungen entspricht die allgemeine Vorschrift de« 2 des a. G., wonach im Fall der Mobilmachung die Kriegsleistungen aus Staatsfonds vergütet werden sollen; m. a. W. also: die K r i e g S l e i st u n g e n werden als »«tungfn des ganzen Landes angesehen, nicht blos als Ver- vlndllchkeiten der einzelnen von Truppenvurchma'rschen und Kantonntrungen be­troffenen Gemeinden.

Geldsorten.

Pr. Cassen-Soh. 1 45 Sachs.

Div. Cassen-A.

Pr. Friedrdor 9 581/2591 Pistolen . . 9 4749

doppelte 9 4850 Holl. fl. 108t. 9 5456 Ducaten . . 5 39 J/3 20 Frankenst. 9 32', 4 Engi. Sover. 11 5559 Kuss. Imper. 9 4850 Dollar in Gold 2 2728

ES fragt sich nun, was weiter in dieser Angelegenheit zu thun sei? Soven wir uns fortgesetzt an Ott Behörden unsere« Lanv.s Lenden oder direcl eine Be" ichwe^e be. dea, Bundeskanzler und in dessen Vertretung an den Präsidenten Bundeskanzleramt«, StaatSm,nister Delbrück in B-rlm einreichen? Da« letztere wäre wohl das Einfachere und Richtigere, da wie die Militära-sedaebuna uberbaupt, so auch deren Ausführung Bundessache ist. Diesen Wea zu betreten, ist der Unterzeichnete bereits von mebreren Seiten autgefordert wo?den und V°mi."s, iU"a*11 bfefe Angelegenheit öffentlich zu besprechen

und damit Veranlassung zu einer allgemeinen Be,Heiligung bei einer -entu-llen Beschwerde zu geben, welche - mag ste nun gerichtet werden an wen immer nothwendig von Erfolg sein muß. totn

(&en, am 22. Deeember l87O. W. Buff, ReichStagS-Abgeordn-t-r.

Sehen wir nun, wie diese gesetzlichen Vorschriften seit drei Monaten in der Stadt Gießen gehandhabt worden sind!

Die Mannschaften der h estgen Garnison werden seit Anfang October bei den Einwohnern mit der Verpflichiung zur Stellung von Quartier, Frühstück und Mittagessen ebne Brod eingelegt; es sollen dafür p o Tag und Kopf 2-/, Sgr vergütet werdin. Auf Grund welchen Vertrags dies geschieh,, ist offtcieU noch Nicht öffentlich bekannt geworden; dem Vernehmen nach soll ,S auf einer Verein­barung beruhen, welche die hiesige Militärverwaltung mit dem Stadtvorstande oder der für tue Einquartierung gewählten Commission abgeschlossen hat. äßi, dem aber auch sei, so erheben sich gegen den seitherigen Modus der Einquartierunz in hnsiger Stabt die schwersten Bedenken, dieselbe verstößt geradezu gegen Geist und Wortlaut des Gesetze«; die Mannschaften der hiesigen Garnison dürfen nach dem Gesetz überhaupt nicht mi, der Verpflichtung zur Leistung der Naturalverpflegung einquartiert werden und außerdem ist der San von 2>/, Sgr. Vergütung ein rein willkürlicher.

E« hat die« bereit« dem Landtags-Abgeordneten der Stadt Gießen, Herrn A. Heß, sowie dem Abgeordneten Dr. Bindewald Veranlassung gegeben', am b' 2)7fn d» Standekammer zu Darmstadt folgende Interpellation an da« Großh. Kriegs-Ministerium einzureichen:

Wie in andern Städten des Großherzogthums sind in Gießen, weil die Kaserne für Kriegsgefangene in Anspruch genommen ist, die dort 1 kantonnirenden Truppen bei den Einwohnern einquartiert. Entgegen dem Gesetze vom II. Mai 1851 u f.ro. sind diese Truppen in Gießen mit t Naturalverpflegung einquartiert, während in den übrigen Garnisonö- ftadten nur Quartier von den Einwohnern verlangt wird. Es leisten also die Einwohner den nach dem Gesetz, insofern die Verpflegung nicht aus Magazinvorräthen erfolgen kann, vom Staate zu gewährenden extraordinären Geldzuschuß zur Selbstbeschaffung der Vrpflegung, nur in weit höherem Maße, als dies vom Staate geschehen würde. Den Einwohnern von Gießen erwächst dadurch eine in der Kriegskostenausgleichung nicht zu berücksichtigende Auflage von ca. 10,000 fl monatlich, welche um so schwerer auf denselben lastet, als die freudige Opferwilligkeit für die großen Ziele des Krieges die Kräfte eine« Jeden nach Richtungen hin, nach welchen der Staat nicht genügend eintreten kann, wie Pflege von Verwundeten, Unterhaltung von Lazarethen, Unterstützung unversorgter Familien u. s. w., noch lange in Anspruch nehmen wird. Ich erlaube mir daher die Frage:

ob Großh. Kriegs. Ministerium K-nntniß von dieser auffälligen Prägravation der Stadt Gießen hat und ob dasselbe nicht ab- helfen kann?"

Eine Antwort auf diese Interpellation ist bis jetzt noch nicht erfolgt, ob­wohl diese Antwort anläßlich der erneuten Anforderung an die Stände auf Be­willigung eines weiteren Credits zur Fortführung des Kriegs mit Frankreich im Betrage von 3.622,000 fl. füglich hätte gegeben werden können und nach meinem Ermessen bei der Dringlichkeit der Sache hätte gegeben werden müssen. Leistet der Staat die Naturalverpflegung oder gewährt der Staat den zur Selbst- Verköstigung erfo.derlichen Gelezuschuß, so steigt zwar einerseits das Mehrbedürfniß . an bereiten Geldmitteln zur Kri'gführung, es kommen aber auch andererseits diese Mehrausgaben demnächst bei dem F r i e d e n s s ch l u ß mit Frankreich in der Normirung der Höhe der Kriegskosten-Entschädigung in An- schlag, während der Aufwind, den die Privaten im vorliegenden Falle für Kriegszwecke zu machen genöthigt werden, nicht ersetzt wird. Eine Ant- wort und etwaige Abhilfe nach dem Aufbören der Einquartierung oder gar nach dem Friedensschluß ist aber selbstverständlich zwecklos.

Prioritäten.

3°/o öster. Stsb.-Prior. 553/4 3% öst. s. Lombard 453/e 3% Livorneser 307g 5% Toscaner 49 5% Elisabeth.-Prior. 75i/2 do. II. Emiss. 757g

AnlelieiiNloose.

Kurh. 40 Thlr. Loose 623/4 Nassau 25 fl. 38s/8 4% bayr. Präm.-Anl. 106 Ansbacher 7 fl. 111/4 4% badische Loose 1051 /4 Badische fl. 35 Loose 583/4 Oestr. fl. 250 v. 1839 1858r Prioritätsloose 155\2 1860r Loose 751/4 1864r 108

Braunschweiger 163/< Stadt Madrid 217

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.

a. Evangelische Gemeinde.

Getauft.

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Beerdigte.

c -l 17-5) c c c m b e r. Eleonore Muller, des Bürgers in Alt-Buseck nnh

1ÄÄ maninacr- eWi«£ Tvch.er', alt 3 3. W19 ben

babler$aItf50bCc?' 5sebeCLa£. Gwtzherzaglichen Gymnasium

oayier, atr du b M. 3 £ , gestorben den 15. December.

® cn .18. December. Karl Emil Wusetzky, Großberwalicher fSntaerichtR- Advokat dahier, ollt 41 I. 7 M- 1 T-, gestorben den 16 December.

, /~,end- D kcember. Theodor Scrida, Feldwebel und Fechtmeister im Groß-

herzoglichen II. Jnfanteriereglmente dahier, alt 30 I. 27 T-, gestorben den 1 Decbr.

^en 21. 2)ccentber. Pdilipp Atzbach, des Ortsbürgers in Hausen und Bau- aeftoÄen 18 SecembT ' tW)tt ®°On' 7 7 2i

BörsennachrichleD.

23. December 1870.

Preuss. 4i/2 °,o Oblig. 89 */4 Frankf. 31/20/0 Obi. 79/4

Nass. 4>/2o g Obi. 917g

Kurhess. 4% 82 */4

Gr. Hess. 570 Obi.

» » 4% 92i/2

0 3 72% -

Bayer. 5% 961/2

» 4 72 % 1jährige 91 n 40/o Vzjährige 85/4

Würtemb. 4*/2% Obi. 901/2

Baden 4»/20/0 Obi. c. E. L. 91

Oesterr. Silberrente 53*/4

Papierrente 45/2

5% M. steuerf.

Amerik. Bonds 1881 r 96*/2

Ä 1882r 941/4

1885r 933/4

n n 1887r 937g

Spanier, neuest. 3% 30

Allgemeiner Anzeiger.

Versteigerungen.

Arbeits-Versteigerung bei der Stadt Gießen.

6309) An den nachbemerkten Terminen werden auf dem Rarhhause dahier folgende Arbeiten und Lieferungen vergeben:

Am 28. December 1870, Vormittags 9 Uhr: der Taglohn;

Vormittags 10 Uhr:

der Fuhrlohn;

Vormittags 10V2 Uhr:

die Holzbeifuhr;

Vormittags 11 Uhr: daS Kleinmachen des Holzes;

Nachmittags 2 Uhr:

daS Auf- und Abschlagen des Geländers am Badeplatz, veranschlagt zu 15 fl.; Nachmittags 2'/2 Uhr:

das Aufräumen der Fluthgräben in der Ge­markung Gießen;

Nachmittags 3 Uhr:

das Reinigen der Oefen im Nathhaus, veranschlagt zu 5 fl. 30 fr., auf dem Thurm, veranschlagt zu 5 fl., in den städtischen Schulen und der Turnhalle, veranschlagt zu 33 fl. 30 fr.

Am 29. December 1870, Vormittags 9 Uhr:

der Taglohn bei Reparatur des Pflasters; Vormittags 10 Uhr: Pflastereraroeit, veranschl. zu 28 fl. 48 fr.;

Vormittags 10Vz Uhr:

Dachdeckerarbeit, veranschl. zu 109 fl.;

Nachmittags 2 Uhr: die j$ur Chaussirung eines Theils des Gleiberger Wegs erforderlichen Ar­beiten, als:

a) Steinbrechen, veranschl. zu 84 fl., b) Stemfahren, 252

c) Chaussirardeit, 230

Am 30. December 1870, Vormittags 9 Uhr: die zur Unterhaltung der Straßen erforder­lichen Arbeiten und Lieferungen, als:

a) Steinbrechen, veranschl. zu 234 fl. fr.

b) Steinfahren, 679 12

e) Steinschlagen, 1040

d) Kieslieferung, 327

Nachmittags 2 Uhr: das Reinigen der öffentlichen Plätze, ver­anschlagt zu 455 fl. 10 fr.

Gießen, den 21. December 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen-

Vogt.

Mobilieu - VersteiFeruuq.

6281) Die Unterzeichneten wollen Mittwoch den 28. December 1870, von Morgens 9 Uhr an, versteigern:

1) Wagen, Pflüge, Eggen und sonstige Oeconomiege« äthschaslen;

2) Möbel aller Art, Bücher, Bilder rc. rc.

Kesselbach, den 19. December 1870.

Rentmeister Engel.

Inspektor Hain le in.

Pferde-Dersteigerung.

6220) Donnerstag den 29. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr,

beabsichtige ich zwei kräftige Arbeitspferde auf dem Viehmarktlatze zu Wetzlar öffent­lich meistbietend, wegen Mangel an Be­schäftigung, zu verkaufen, wozu Kauflieb­haber einladet

Obernbiel bei Wetzlar, im Decbr. 1870.

Der Bauunternehmer: Schultheis.

KeitgsdoLenLS.

6158) Siechten alten Arrac, Feinsten Iamaica-Nnm, Rum- und Arrac Punsch Essenz, Ehineslschen Thee, grün u. schwarz, lose und in Paqueten,

Ehocolade von Gebr. W a l d b a u e r empfiehlt Carl Hoffmann.

6342) Ein fast noch neuer Winterrock ist zu verkaufen. Kaplansgasse C. 221.

6332) Täglich fiisch abgekochten Schin­ken und Frankfurter Bratwürstchen der Hermann Euler.

Der Lahrer Hinkende Bote, , Landtalender, / pr»

Halls freund- und { 1871

Gustav-Adolfs-Kalender 1

(6325) bei Aug. Balser.

631!) Ich bringe meinen Aus­verkauf von Handcigarren zu Fabrikpreisen in cmpfchlende Er- tnnerung._________H. Rübsamen.

6328) - Unterzeichneter empfiehlt sich im An- und Verkauf neuer und alter Klei­der bestens. Besonders mache ich auf eine Parthie Sackröcke, Ueberzieher rc. auf- merksam.___________Heinrich Frech I.

I Wohl;u bradjtrn.

E. Kröning, Mechaniker in Ballen­stedt a. Harz, empfiehlt sein ärztlich air­erkanntes PoUutions - Verhinderungs- Instrument, das beste, einfachste, existirende Mittel, um die häufigen nächtlichen Samenabsonderungen zu ver- büten. Preis mit Gebrauchsanw. 1 Thlr.

6333) Blattpflanzen und blühende Topfgewächse, unverwelkliche Bou­quets von getrockneten Blumen,

Goldfische

empfiehU die Kunst - und Handelsgärtneret von Carl Deines, Mäusbürg.

| Vorzügliche (Cigarren

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23- und 30-Stuck-Kistchen, zu BZeihnacht-S-Geschenken sehr aeeignet, empfiehlt zur gefäl­ligen Abnahme Carl Louy.