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Frauenzimmer, ge- apfoblen, sucht eine m Führung eines Jesellschafterin bei oder einer Tame. !T 5rptb. b. Bltts.

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§ Die KnabenSehr - Anstatt

beginnt das Wintersemester am Montage, 3. October, des Vormittags 8 Uhr. Anmeldungen neuer Schüler können noch im Laufe der Ferien stattfinden.

D i e ck m a n n.

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Dampfer Hansa von Bremen nach New-Aork.

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£ Wegen Auskünften

und Passagen wende man sich gefälligst an

(4184) C h r. Wallenfels, jun.

Arbeit- und Arbeiter-Nachweisungs - Stelle.

~1 Unterzeichneten sind in der Absicht zu einem Comitö zusammengetreten, eine Ausl^.-st^üelle für Arbeitsuchende und für Arbeitgeber zu bilden.

Die gegenwärtige Gcschäftsstockung in vielen Gewerben entzieht manchen Arbei­tern ihre seitherigen regelmäßigen Beschäftigungen und ihren Verdienst. Diejenigen ber selben, welche für Uebernahme ländlicher Arbeiten geneigt und befähigt find, könnten Vielleicht bei den Erndte- und bei sonstigen landwirthschaftlichen Geschäften für die nächste Ze t angemessene Verwendung finden. Außerdem aber könnte auch innerhalb der technischen und landwirthschaftlichen Gewerbe eine Ausgleichung des Angebots von Arbeit und der Nachfrage nach Arbeitern vermittelt werden.

Die Thätigkeit des Comitö's soll sich zwar auf das ganze Land erstrecken, es -oll aber hierdurch der Wirksanckeit von Local-Commissionen nicht vorgegriffen werden. Im Falle solche Commissionen sich bereits an einzelnen Orten zu gleichem oder ähn­lichem Zweck gebildet haben, ober noch hüben wollen, bitten wir, sich mit uns in Ver- fcinbung zu setzen. Die Großherzoglichen Centralstcllen für bie Lanbwirthschaft unb für die Gewerbe haben bie thunlichste Unterstützung bes Unternehmens zugesagt unb ihre Büreaux zur Mitwirkung zur Verfügung gestellt-

Arbeitgeber Landwirthe unb Gewerbtreibenbe welche Arbeit suchen, ober Solche, welche Beschäftigungen nachzuweisen vermögen, find gebeten, dies schleunigst hierher mitzutheilen unb babei insbesonbere anzugeben:

a) welcher Anzahl von Arbeitern sie Beschäftigung gewähren können:

d) auf welche Zeitdauer sich diese Verwendung voraussichtlich erstrecken wird;

c) für welche Verrichtungen die Arbeiter bestimmt werden wollen;

d) ob den Arbeitern Schlafstelle und Kost gegeben werden will oder nicht;

c) welcher Lohn in Aussicht gestellt werden kann.

Arbeitsuchende wollen uns ihre Anmeldungen mit nachstehenden Angaben komttt.en lassen:

\ 1) Alter;

2) Art der seitherigen Beschäftigung oder des erlernten Gewerbs;

3) Bezeichnung anderer Arbeiten, zu deren Ausführung sie sich etwa befähigt halten;

4) Lohnansprüche.

Den Bewerbern bleibt anheim gegeben, behufs Erleichterung der Vermittelung Zeugnisse über ihre seitherige Beschäftigung und Führung ihren Anmeldungen beizufügen-

Alle Anträge und Gesuche, sowie alle Correspondenzen sind zu richten, entwe­der:9Xn das Büreau der Großherzoglichen Eentral stelle für die Landwirth- schaft rc in Darmstadt;" ober: »An das Büreau der Grostherzoglichen Cen- tralstclle für die Gewerbe rc. in Darmstadt."

Wir richten an Alle die dringende Bitt., uns in unsern Bestrebungen unterstützen zu wollen.

Das Vertrauen in die Kraft unb Ausbauer ber bcutschen Nation zur Verthei- bigung bes gemeinsamen Vaterlanbes ist in allen Kreisen ein so lebenbiges, baß wir Grunb haben zu erwarten, es werbe dieses Vertrauen unb bas Bewußtsein ber Stärke unterer tapferen Armeen unb ber gerechten Sache, wofür sie kämpfen, auch barin Aus­druck finden, daß im Gebiete des Geschäftsverkehrs Jeder sich bestrebt, seine Verbind­lichkeiten lhunlichst pünktlich und ordnungsmäßig zu crmtten Zur Erleichterung dieser Bestrebungen unb der regelmässigen Fortführung der Geschäftsbetriebe, will überdies bie Großh. Staatsregierung, ähnlich wie bies bereits für bas Gebiet bes Norbbeutschen Bunbes geschehen ist, Einrichtungen treffen, wodurch der momentanen Störung in ber Circulation der Zahlungsmittel im Verkehr begegnet wird. Wir hoffen, baß hierburch ber regelmäßige Geschäftsbetrieb, ba wo er gestört ist, halb roieber hergestellt wirb. Den Arbeitern rathen wir, auch ihrer Seits möglichst auszuharren unb namentlich bei momentanen Geschästsstockungen nicht sofort ihre Arbeitsstätten zu verlassen, so lange sie mehr ganz arbeit- unb verbienstlos geworben finb-

Vertrauen unb Ausdauer, Opferwilligkeit von allen Seiten fordert heute bas Vaterlanb von allen seinen Söknen.

Darmstabt, ben 1. August 1870.

G g- Avpel, Oeconom und Beigeordneter; v. Bechtold, wirklichel Ge­heime Rath; Berg ft räßer, Domänenpächter auf Hof Heina; H. Blu­menthal, Maschinen-Fabrikant; Dr. Der nburg, Hofger.-Adv.; Fink, Commerz.-Rath; Jordan, Rentamtmann; v,-. Krämer, Oecon.-Rath; F-Pitthan, Gutspächter zu Carlshof; Riedlinger, Bauunternehmer; Schleiermacher, Minist.-Rath; Venuleth, Maschinen-Fabrikant.

Was bedürfen unsere siegreichen Truppen jetzt am nöthigsten?

Welchen Entbehrungen dieselben ausgesetzt sind, ist hinlänglich bekannt und wird diesem Nebel auch von ben Comitö's rc. durch Zusendungen aller Art möglichst^abzu- helfen gesucht. Was aber weniger bekannt sein dürste, ist, daß unsere braven Solda­ten durch die in Metz ausgebrochene Cholera jetzt ber Gefahr ausgesetzt finb, ebenfalls von biefer schrecklichen Seuche heimgesucht zu werben, unb dürfte deshalb für alle unsere Krieger ein Mittel am nöthigsten sein, das sie vor dieser Seuche schützt euent solche schnell beseitigt. Unsere Armeeverwaltung thut alles Mögliche, um sofort einem solchen Nebel energisch entgegentreten zu können, sie kann aber bei der ungeheuren Truppenzahl unmöglich jeden einzelnen Soldaten mit einem derartigen Präservativ versehen und ist es deshalb wohl die Pflicht ber betr. An­gehörigen, für ein solches zu sorgen. Wir hatten nun früher schon Gele­genheit in Dr. Radways Ready-Relief ein Mittel kennen zu lernen, das sich nicht allein gegen Cholera, sondern auch als probat auf Märschen bei Ohnmächten, Marodigkeit, wunden Füßen, luchten Wunden rc. glänzend bewährt hat, unb begrüßen baher freubtg bie von bcm General-Depositair besselben, Herrn F. Adolph Richter in Duisburg, getroffene Einrichtung, das Relief feldpostmäßig zu verpacken und den Truppen nachzusenden *), nicht zweifelnd, daß diese günstige Gelegenheit von Allen, denen das Wohlbefinden ihrer in Feindesland stehenden Angehörigen am Herzen liegt, häufig benutzt werden wird. (4186)

*) Vergleiche die bezügliche Annonce in heutiger Nro.

>!! Illi III'

$ e H t i f e

25. September.

Wenn wir die letzten Depeschen aus Ferneres vergleichen, so liegt die Wermuthung nahe, daß der Kamps, der in Paris ausgebrochen, zwischen der Mobilgarde und den Linientruppen Statt sand. Die vier Divisionen Linie unter Vinoy wurden am 19. September in voller Flucht hinter die Forts zurückge- toorfen und verbreiteten Schrecken bis ins Innere der Stadt hinein. Die pariser Blätter vom 22. erheben nun die Mobilgarde aus Kosten der Linie, welche sie mit Schmähungen überhäuften. Die Nachrichten und Artlkel der Nummern vom 22. waren am 21. geschrieben und gedruckt worden, also an demselben Tage, tvo von den durch die Deutschen besetzten Höhen vor Paris aus ein starkes Kanonen- und Gewehrfeuer in der Hauptstadt wahrgenommen wurde.

Die »Kreuzzeitung" veröffentlicht einen Brief des Herzogs von Mecklen­burg, welcher die Thatsache feststellt, daß Unterofstziere von der Artillerie des Forts mit oder ohne Wissen des Commandanten die Pulverkammer in Laon an­gesteckt haben.

Nach Berichten au- Mühlhausen ist die Eisenbahnverbindung bis Colmar wieder im Betriebe. Der Commissär der Republik, Valentin, soll nach Straß­burg gelangt sein.

DerAllgem. Ztg." geht folgender Bericht zu: Die Pforte hat allen Grund, den Rath Englands zu befolgen, welcher lautet:Das Gefcheioteste, was die Regierung des Sultans jetzt thun kann, ist die möglichste Verstärkung der Armee und Vermehrung des Kriegsmaterials." Es unterliegt kaum mehr einem Zweifel, daß Rußland den Vertrag von 1856 durchlöchern möchte. Die Pforte hat genaue Mittheilungen über sehr beträchtliche Rüstungen Rußlands erhalten. Außer den Truppen, welche sich in und bei Warschau «oncentriren, sind in Podolien zwei verschanzte Lager errichtet, und in Elisa- bethgrad sollen allein 30,000 Mann Infanterie unb Cavallerie einquartiert sein. In Bessarabien sind zwei Armeecorps in der Formation begriffen. Riesige Lie­ferungen an Mehl, Schlachtvieh, Speck u. s. w. sind vergeben worden. Dabei muß bemerkt werden, daß in aller Stille die Mobilisirung der Don'schen und Ural'schen Kosaken angcordnet und vollzogen wird. Diese Vorgänge können natürlich die Regierung des Sultans nicht gleichgültig lassen. Sie rüstet daher auch aus allen Kräften. Nebenbei wirb eifrig nach Allianzen gesucht, und zwi­schen London, Wien und Constantinopel spielt der Telegrapd fast unaufhörlich. Indeß deuten noch manche Anzeichen darauf hin, daß nur eine unmäßige Ver­zögerung de« deutsch-französischen Kriegs das russische Cabinet zu einer unmittel­baren Action bestimmen würde. Jedenfalls hängt vieles von dem Bericht ab, den persönlich zu erstatten General Jgnatiew nach Petersburg berufen wurde. Der General hatte beim Sultan eine lange Audienz vor Der Abreise, worin e« M abermals um bie Modifikation des Pariser Vertrages gehandelt haben soll. Jgnatiew soll indeß unbefriedigt den Palast verlassen haben.

Vom Kriegsschauplatz.

Meaux, 21. September. Favre's Ansinnen, auch in den wccupirten Landestheilen zur Constituante wählen lassen zu dürfen,

M n d f d? a A.

wurde prcußischerseits zurückgewiesen. Die Preußen besetzten St. Cloud.

Ferrier es, 23. September, 101/2 Uhr Abends. Vorgestern ließ sich von den besetzten Höhen vor Paris beobachten, daß in den Straßen der Stadt starkes Kanonen- und Gewehrfeuer stattfand. Wer die kämpfenden Parteien oder Truppentheile waren, ist bis jetzt noch nicht zu ermitteln gewesen.

Schwerin, 24. September. Nach einem Telegramm des Großherzogs sind bei der Einnahme Touls diesseits fast keine Ver­wundete.

Ecrouves, 24. September. Durch die Capitulation von Toni sind 109 Offiziere, 2240 Mann gefangen. Ferner sind 120 Pferde, 1 Mobilgardeadler, 197 Broncegeschütze, darunter 48 ge­zogene, 3000 Gewehre, 3000 Säbel, 500 Cürasse, sehr bedeutende Munitions-Ausrüstungsvorräthe, 143,025 Tagesportionen, 51,949 Tagesrationen in unsere Hände gefallen. v. Krenski.

Ferrier es, 25. September. Außer einigen unbedeutenden Patrouillengefechten vor Paris nichts Neues.

v. Podbielski.

Ein Telegramm aus Versailles vom 25. September giebt die Aufstellung der III. Armee vor Paris an und fügt hinzu: Der Feind unternimmt nichts Ernstliches; er zeigt Kanonenboote auf der Seine und überall sind Verschanzungen und Barrikaden bemerkbar.

Karn atz.

Aus Rouen, 22. Sept., wird derJndepenbance beige" telegraphier: Die Preußen haben zwei Dörfer in Branb gestickt und Maules beschossen, da­zu brennen ansängt." Wenn diese Nachrichten wahr sind, was wir abwarten wollen, so werden es die Bewohner wohl wie die in BazeilleS verschuldet haben. Eine Depesche des brusseler Echo du Parlement aus FerriöreS meldet:Die Disciplin ist sehr gelockert unter den Truppen von Paris; die Soldaten schießen aus ihre Officiere."

Auf dem Schlosse von Versailles, auf dem von Trianon und auf ten Gebäuden der Kriegsschule von Saint - Eyr weht die weiße Lazarctbfabne mir dem rotben Krcuze; Die weiten Säle sind zur Aufnahme von Verwunderen ein­gerichtet unb bereits ist auch eine Anzahl von Betten ausgestellt.

Aus Rouen, 22. Scpt., wird tclegraphirt: Montes'(bei Poris) bcm- bardirt und in Brand gesteckt. In Orleans unb im Aube-Departement sind noch feine Deutschen. Die 2000 angeblich bei Montbwry g.schlogeyen Preu- ß^n seien, h ißt es, in PuhivicrS, MUcöheroeS und Puiseaux, bereit, sich zu ergeben. (!) <