Ausgabe 
23.6.1870
 
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21 n f r u f!

Ein erschütterndes Unglück ist in Conftantinopel über die Vor- stadt Pera hereingebrochen! Eine Feuersbrunst tnt in 12 Stunden nahezu 3500 Häuser in 65 Straßen in Asche gelegt; über 1200 Menschen fanden in den Flammen ihr x Tod; 15,000 Familien sind nahrungS- und obbict)lo3 geworden, darunter allein über 100 dentsche Familien; das deutsche Hospital wurde ein Rand des verheerenden Elements!

Um das durch diele Katastrophe herbeigefuhrte namenlose Elend einigermasi n zu mildern, reicht die blos lokale Wodlthätigreit nicht ans; Nachrichten ans Eonstantinovel besagen, daß auf rege Theilnahme auch in Dentschland gerechnet werde!

Die Unterzeichnete windet sich daher an den oft bewährten Wohlthät'gkeiltsinn der Bewohn, r (tzietztns und erlaubt sich die Bitte an sie zu stellen, doch auch ihr Schei stein zur Steuerung dieser großen Nolh rasch und reichlich zu spenden, denn hier gilt in Wahr­heit das Sprüchwort: Rasche Hülfe, doppelte Hülfe! Die Erped. des Gieß. Anzeigers.

Bekannt m a ch n n g.

Nach $. 15 der Telegraphenordnung für die Correspondenz auf den Limfn des Telegraphen'Vereins re. von 1868 bnt der Aufgeber einer Tcpefche das Recht, dieselbe zu reeommandircn. In diesem Falte wird die Depesche von allen Stationen, welche bei der tclcgraphiichcn Belölderung, beziehungsweise Ausnahme Mitwirken, vollständig kol- lationirt und die Bestimmungsstation sendet dem Aufgeber telegrapbi ch, unmittelbar nach der Bistellung an den Adressaten oder nach der Abgabe an die We-teibeforderungs- anstatt, eine Rückmeldung mit genauer Angabe der Zeit, zu welcher die Depesche dem Adressaten, beziemingsweisc der Weilerbesö'de, nnasanstalt zugcstellt worden ist-

Die Einführung der rccommandiiten Depeschen hatte den Zweck, dem correspon- direnden Publikum ein Mittel zu bieten, die Wahrscheinlichkeit uner correcten Ueber- mittelnng seiner Depeschen an den Adressaten, so weit dies bei der Natur der telegra­phischen Betriebsmittel überbaupt zu crreiä en ist, zu veimebren. Erfahrungsmaßig werden rccommandiite Depeschen jedoch nur in sehr Geringer Zahl aufgeaeben, mnth- maßlich weil die Taxe für die Necommandation gleich derjenigen für die eigentliche Depesche ist.

Um nun dem correspondirendcn Publikum ein ferneres Hülfsmittcl zu bieten, sich eine corrccte Uebermittelung seiner Depesche, so weit es thunlich und nöthig ist, zu sichern, soll vom 1. Juli c. an versiichsweise im internen Verkehr das Recht der Necoiiimandirung, wie solches durch §. 15 der Telegraph>norduung gewährt ist und auch noch fernerhin in Geltung bleiben wirb, dahin erweitert werden, dasz der Ausgeber einer Depesche, welche nach einem Orte innclcha'b des Noiddeutschen Telegraphengebietes gerichtet ist, die Voltheile der Necommandation auf einzelne Theile feiner Depesche be­schränken kann, ohne verpflichtet zu sein, gleich das Doppelte der Gelammttaxe zu bezahlen.^ ^roc(f r.Qt bfr Aufgeber diejenigen Worte, Zahlen, einzeln stehenden Buchstaben oder Buchstaben-Gruppen (cfr. 11, 6 der Telegraphenordnung), deren corncte Uebermittelung er vorzugsweise für notbwendig hält, damit die Depesche ihren Zweck erfüllen könne, zu unterstreichen. Jedes unterftridnne Wort rc. wird bei der Ermittelung der Woitzahl, abweichend voii den allaemeinen Beslimmunpen des $. 14, 7 der Telegraphenordnung, doppelt gezählt, dafür jedoch von allen bei der Beföideluvg resp. Aufnahme der Depesche betheil'gten Stationen eollationirt werden.

Gelangt trotzdein ein solches unterstrichenes Wort rc. entstellt in die Hände des Adressaten, so daß die Depesche nachweislich ihren Zweck nicht hat erfüllen können, so werden dem Ausgeber auf dessallsige rechtzeitige Neclamation die für die Depesche gezahlten Gebühren zurückaezahlt werden.

Im Falle der Vcrstümnulung nicht unterstrichener Worte rc. bet unrecom- mandirten Depeschen werden fortan die Gebühren nicht zurückerstattet.

Berlin, den 13. Juni 1869. Der Bundeskanzler.

Im Auftrage:

D c l b r ü ck.

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G.L.JANSEN 7

FrankfurML j]

Der Wetteraner Bote"

erscheint auch im nächsten Quartal dreimal wöchentlich am Sonntag, Mitt­woch, Freitag und wird, wie seit den 14 Jahren seines Bestehens auch ferner ein treues Organ der Nolkssache sein. Ans der durch die geschichtlichen That- sachen der letzten Zeit gewonnenen Grundlage halt er die b undeo staatliche Einigung des ganzen deutschen Volkes und die freiheitliche Entwicklung unserer inneren Zustande als feine Ziele fest und wird dafür in seinen Kreisen und nach seinen Kräften zu wirken suchen, insbesondere wird er der Hebung der Volksbildung durch Verbesserung dec Volks­schulen und unabhängigere Stellung der Lehrer seine stete Aufmerksamkeit widmen. Leitartikel, eine sorgfältige Uebersicht der Tagesgeschichte, zahlreiche Mittheilungen atts dem Großherzogthnm und landstandifche Berichte, vermischte Nachrichten, Notizen über Handel, Industrie, Markte re., bilceu den Inhalt des Wetteraner Boten; ein demselben beigeglbenesSonntagsblatt" wird durch Erzählungen, naturwissenschaftliche Aufsätze, Gedichte, Mannigfaltiges re., zur Unterhaltung und Belehrung der Leser beitragen.

Der Preis beträgt vierteljährig in Butzbach und dessen Umgebung 42 Fr., durch die Post bezogen mit Bringerlohn 54 fr.

Damit die Zusendung keine Unterbrechung erleidet, bitten wir die Be­stellungen ans den Postexpeditionen oder bei den Landpostboten, bei welchen nur auswärts abounirt werden kann, alsbald zu machen.

Inserate finden weite Verbreitung, da sich der Leserkreis des Wetteraner Boten nicht allein über die drei Provinzen des Großherzogthmns Hessen, son­dern auch die angrenzenden Bezirke erstreckt. Wir berechnen die Petitzeile oder deren Raum' zu 3 fr. und bewilligen bei mehrmaligem Einrücken ent­sprechenden Rabatt.

Butzbach, den 16. Juni 1870.

Die Expedition deS Wetteraner Boten.

Tas billigste Mainzer Blatt ist

das täglich md)eui?nt>e

Mainzer Wochenblatt."

Preis vierteljährlich nur 54 fr. (excl. etwaiger Stempelsteuer oder Bestellgeldes).

Dasselbe bringt die wichtigsten politischen Nachrichten in gedrängter Kürze zur Kenntniß seiner Leser und widmet den lokalen Angelegenheiten von Mainz und Umgegend besondere Beachtung. Den Interessen des H a n- dels, Verkehrs und der Landwirthschaft wird durch besondere Artikel sowohl als durch Mittheilung der genauesten telegraphischen Course und Markt­berichte Rechnung getragen. Industrielle finden einen reichen Juseratentheil.

Das demMainzer Wochenblatte" beigegebene Feuilleton ist fortwährend bemüht, durch eine Auswahl guter Erzählungen rc. dem Verlangen nach Unter­haltung gerecht zu werden.

DasMainzer Wochenblatt" erfreut sich in der Stadt Mainz sowohl, als in der Provinz der größten Verbreitung, ist Organ der städtischen Vehör- ben und wird von dem,Kreisamte Mainz zur Veröffentlichung seiner Bekannt­machungen benutzt.

Inserate finden durch dasMainzer Wochenblatt", da dieselben auch als Plakat in der Stadt angeschlagen werden, die lohneitdste Verbreitung und wird die Petitzcilc oder deren Raum mit 3 fr. berechnet. Alle soliden Annoncen- Erpeditionen nehmen Anzeigen für dasselbe entgegen.

Zu zahlreichem Abonnement für das mit dem 1. Juli beginnende neue Quartal ladet ein die Expedition.

Mainz, im Juni 1870.

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Ikitumts-Annmmu-Expkditilm

von

Sachse $ Co. Leipzig

Bern, BreSlau, Gaffel, Eöln L» Stuttgart.

Dieselbe vermittelt ausschließlich Zcitilngs-, Zeitschriften Kalender-, rc. Inserate in alle Fachblätter und Zeitungen der fünf Welttheile, berechnet ohne Aufschlag von Porto, Pro­vision rc. stets die Originalprcisc, gewährt bei größeren Auf­trägen angcmcsfcncu Nabatt, liefert Belegblätter für jedes Inserat, beseitigt alle Portoauslagen und sonstigen Neben­kosten, liefert vorherige Kostenanschläge, besorgt Uebersehungen in alle Sprachen gratis und versendet auf Verlangen gratis und franco ein vollständiges Zeitnugö-Preis-Berzcichniß.

Mit sämmtlichen deutschen Zeitungen steht obiges Institut in täglich birectem Verkehr.

Telegraphischer Schiffs bericht,

mitßetbcilt von Ehr. Wallenfels Jun.

Angekommen in New-Pork r

Das Bremer Postdampffchiff Deutschland; Reisedauer 11 Tage- Mein; ,, 10 ,,

Hamburger Antoma; H »

Angekommen in Baltimore r

Das Bremer Postdampfschiff Ohio; Reifedauer 12 Tage.

Abgehend :

Den 25. Juni Dampfer China von Liverpool

Union Bremen

29. Silesia Hamburg

Berlin Bremen

", 5. Juli Santos Hamburg

Wegen Auskünften und Passagen wende man

nach New Aork.

» " if

Baltimore.

Rio de Janeiro, sich gef. an Obigen.

Telegraphischer B e r i ch t, mitgetheilt von dem Haupt-Agenten (5. W. Dietz.

Das Postdampfsckiff des Nordd. LloydRhein", Capt. C. Meyer, welches am 4. Juni von Bl einen und am 7. Juni von Southampton abgegangen war, qt am 17. Juni, 1 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in 9tcw Bark angckommen.

Hörsenmichrlchlcn.

21. Juni 1870.

Preuss. 4,/2% Obi. 93/j Frankf. 3l/2% Obi. 81 >/z Nass. 4/2% Obi. 92/i Kurh. 4% Obi. 83 Hess. 4% Obi. b. Roth«.

3V2o/o du. do. - Bayer. 5% Obi. 1015/e

41/2% 1jährige

4V2%/afährige 93 «/2 Wiirtemb. 41/2°/o Obi. 917/6 Baden 4*/2% Obi. 0. E.L. 92'/^ Oeatr. 5% b. R.

B 5% National

. 50/0 MeUll. Obi.

v M. steuerf.

Ajner. 6»/o 1882r Bds. 96',4 n 6"/o 1885r 95^/g

Actien.

Frankf. Bank 129Vs

Oeater. Bank

n Creditact 272 Darmst. Bankaot. 326

PriorilÄleii.

50/0 öatr. F. St. E. B. 387 Lndwigtsh.-Bexbach 167 >,4 Maxbahn IO8V4

Bayer. Oetbahn 1247/g Hess. Ludwigsbahn 13671 30/o öatr. Stab.-Prior. 60 74 3% öatr. a. Lombard. 49% 3°/o Livorneser 32/4 Toacaner 51 */2

Frankf. Hyputh.-Bank Frankf. Vereins-Kasse 100 5% Elisabeth-Prior. 793/4 do. II. Emisa. 783/4

Kurh. 40 Thlr. Looae 63/z Nassau 6. 25 b. Roth. Gr. Hess. ft. 50 b. li.

Gr. Hess. Ü. 25 b. R-

g bayr. Präm. Anl. 108 40/0 badische Loose 105 Hz Badische fl. 35 Looae 59 7g 1858r Prioritätalooae 160*/a 1860r Looae 81

. 113' 2

Mechsel.

Amaterd. k. 8. I UO^/g Augsb. k. S. 100 Berlin k. S. 105'/g Bremen k. 8. 97*/4 Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 88-1/g Leipzig k. 8. 10l7/g London k. 8. 119>/8 Lyon k. 8. Paria k. 8. 94Vg Wien k. 8. 99V4 Disconto 3* 2°/u 0.

Geldnorten.

Pr. Gass. Sch. 1 45 451/4 Div. Casa.-A. Pr. Friedrdor. 9 5H '/2-59 Vj Pistolen . 9 46 47 doppelte 9 47-48

Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . 5 36 38

20 Frankens!. 9 29>/r 30'/, Engi. Souver. 11 55-59 Hubs. Imper. 9 46 48 Doll, in Gold 2 28-29

(Hierzu eine Beilage.)

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