Allgemeiner Anzeiger.
Besondere Bekanntmachung.
Das vierte Ziel Communalsteuer pro 1S70 kann in den nächstfolgenden drei Zahltagen ,Samstags, Dienstags und Donnerstags'' ohne Kosten zur Stadlkasse bezahlt werden.
Gießen, den 10. November 1870. Der Stadt'Rentmeister -
0*821)__ Enders. '
Versteigerungen.
4879) Freitag den 18. November, Nachmittags 1 Uhr,
sollen in der Wohnung der verstorbenen Wittwe Künhold, in dem Hause des Herrn Buchbinders C- Orth auf dem Kirchenplatz: Betten, Weißzeug, Frauenkleider, Hausund Küchengeräthe gegen gleich baare Zahlung versteigert werden.
Gießen, d n 15. November 1870. Großherzogliches Ortsgcricht Gießen.
K- Vogt.
Bekan ntmacinlnst.
4808) Freitag den 18. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen in hiesiger Strafanstalt die abgängig gewordenen Gegenstände, als:
130 Stück Bettteppiche, circa 5 Ctr. alte Lumpen, „ 2 „ altes (j>i)en,
1 Quantität Blechgefäße, 1 Parihie altes Glas
öffentlich an die Meistbietenden versteigert weiden-
Marienschloß, am 7. November 1870. Großherzogliche Landeszuchthaus-Kasse.
Schäfer.
4800) Künftigen Donnerstag den 17. Nov-, Nachmittags 2 Uhr,
werden in dem Gesrlltchaftshause dahier abgespielte Whist - und l'Hombrc Karten, sowie alte Zeitungen, gegen gleich baare Zahlung versteigert.
4870) Regcnröcke, sowie Ka- putzen zu denselben und Gummi- schuhe, in reicher Auswahl, empfiehlt Karl Wenzel.
4610) Frische Sendungen in SardincS in PicleS, Sardine* ä l'huile, Anchovis, Mixed-PicleS, Caviar, Champignons, Trüffeln, Gotnaer Cervelatwurst, Neuen Holland. Vollhäringen, Genues-Sardcllen, Bückingen zum Rohesten, Königs Reisstärke
empfehlen I. A. Busch Söhne.
4884) Ein Reiscpclz ist billig zu verkaufen. Bei wem? sagt Ausg. d. Bltts.
4867) He ff. Landkalender pro 1871, ä 4 fr-, bei Aug. Balser.
t Stickereien.
Wegen Aufgabe dieses Artikels zu sehr billigen Preisen verkauft _______________Karl Wenzel.
4>82) Eine Kaute Mist ist zu verkaufen im „Deutschen Hof." G. Arnold.
4888) Weißkraut verkauft ___ L. Klinket.
4852) Wir lassen eine größere Parthie dickes und starkes Garn zu Socken und Strümpfe verstricken. Arbeitslohn für Socken 6, für Strümpfe 15 fr. Die Ausgabe der Garne und Empfangnahme der gestrickten Maaren findet von Mittwoch den 16. November an, täglich Nachmittags von 2—4 Uhr, in der Wohnung des Herrn Theodor Küchler (Seltersweg)
Leute vom Lande resp. der Umgegend, welche Garn zum Stricken wünschen, müssen eine Bescheinigung der betreffenden Herren Bürgermeister mitbringen, daß ihnen Garn anvertram werden kann.
________________Gallische Wollenspinnerei.
I 5 25%
Zill stell Ersparnis
bei Annoncen.
Bekanntmachungen aller Art
| befördert prompt in sammtliche deutsche und ausländische Zeitungen, Lokalblätter
I und Fach-Zeitschriften mit 3—23% Kosten-Ersparniß
die Annoncen-Expedition von
E. Schlotte in Bremen. |
Ausverkauf.
4741) Eine PcMsiie zurückgcsctzte Kleiderstoffe, Unterrockstoffe, ächtfarbige Jaconctts und Organ- tins werden in meinem Netenhause zu bedeutend
herabgesetzten Preisen
verkauft. S. «Hirsch Sohn.
4782) Wärmflaschen und Wärm- steine empfiehlt__________I. H. Fuhr.
-1887) Die erwartete Sendung neuer Caputzen, Seclcnwärmer, Echarpe'S und Hut-Fa^ons von 12 fr. an, garnir- ter Filzhüte und Winter-Handschuhe ist eing et (offen und empfehle solche zu den billigsten Preisen. H. Heß,
dem Lindenplatz gegenüber.
| Seefische:
Frische Cgmonter Schellfische treffen, so lange feine stürmische Witterung, wieder wöchtMlich dreimal ein Für Cabliau n, Zungen und TnrbotS erbitten wir uns Aufträge mehrere Tage vor Gebrauch. — Heute frische Schellfische.
I. A- Busch Söhne-
4871) Drei Oeferr, für Holzbrand eingerichtet, sind billig zu "verkaufen Lit. C. Nr. 101 Seltersweg.
4684) Ein Haufen Mist ist zu verkaufen bei Bäcker Kuhn, am Kreuz.
4854) J’achete et je vends ä tont temps des objects uses.
Meyer Rothenberger, rue Neuenweg B. 193.
4864) Russische Sardinen und Sardellen, sowie Stockfische und marinirte ^stsec-Haringe empfiehlt
Bäcker Vogt, Wallthorstraße.
45351 Ein Stück Rüben zum Füttern steht billig zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d Bltts.
j
। । ।
।
i ।
4855) Ein großes Familienlo^is ist sofort oder den 1. Zunriai 1^71 zu vennie. loen. I. Mannberger.
W e v i« i e 1'
4883) Das von Herrn Elkan bisher bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und alsbald beziehbar
______Wilhelm Plank, Mäusburg.
4831) Am Seltersberg ist eine Wohnung ..'N 5 bis 6 Zimmern mit llen Be-^ qmmltdifeiten zu rermielh'N. Näheres bei Herrn Polizeidiener Blitz am Neuenweg. ,
4862) In d>m Müller'schen Hause in bir Kaplansgosse ist ein Familienlogis zu vermiethen. Näheres bei
_______________E. 011m ann, Schloßgasse.1
4889) Ein Logis von 3 Zimmern und Küche ift an eine stille Familie zu vermie-
bei___________H. M. Jughardt.
46-s6) An der Nabe des Bahnhofs, Lst. E- Nr. 11, sind zwei freundliche Zimmer fo= gleich zu ve>mietben. __________
4813) In meinem muei bauten Hause ift' eine Famwenwohnung zu oeimietben unb! sogliich zu beziehen. Heinr. Möser H.
4880) Ein rnöblirtcs Zimmer ist zu ver- m’etben bei____________Joh. Müller.
. 4878) Indem neuerbauten Volk'schen Hause an der Giünberger Ehausse zunächst der P i p p'schen Gartenwirthschaft, find mehre, e geräumige Familien-LogiS sogleich zu beziehen.
4842) Ein Lad n mit Comptoir ist zu vermiethen und kann dis zum 15. Februar nächsten Jahres bezogen werden.
A. K. Worms.
4X50) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bet C. Rahn.
4789) Eine möbiirre Stube mit Cabi- net ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Th. Rauten st rauch, an der Schoor.
4651) Aus dem Seltersberg, im Neben- bauie von Lit. E- Nr. 4, ist eine möblirte Stube mit Cabinet zu vermiethen.
Vermisste Anzeigen
^4857) Ein reinliches Mädchen kann Schlafstelle erhalten. Wo? sag die Exped- d. Bltts.
| Turnverein.
In Würdigung der Zeitverhältnisse, welche einem beträchtlichen Th ei le der Mitglieder die Ausübung ihrer Vereinsrechte unmöglich machen, hat der Vorstand beschlossen, für die nächste Zukunft noch weiter in Function zu bleiben; demgemäß wird bic ftatuten- mäßig abzuhaltenbe Generalversammlung bis auf eine günstigere Zeit verschoben. ________________________Der Vorftanb.
4834) Ein braves Mädchen, welches kochen kann unb bie Hausarbeit versteht, wird auf Weihnachten zu Wilh. Faber auf den Hardthof gesucht. __________
! Stotternde werden nach einer untrüglichen Methode in circa 14 Tagen geheilt. Unterricht und Con- versation in deutscher, französischer, englischer und holländischer Sprache. Honorar wird et ft nach erfolgter Heilung beansprucht.
Prospectus, Attestauszug gratis.
Burgsteinfurt in Westfalen.
R Veltrup.
Annonce.
4886) In einer fruchtbaren Gegend wird ein Ackergut von einem nicht zu großen Umfange zu kaufen gesucht- Fran, o - Offerten unter Lit. W. F. Nr. 7 nebst Beschreibung des Guts und Preisangabe sind bei der Exped. d. Bltts. abzugeben.
4881) Ein seidener Regenschirm ist stehen geblieben und kann derselbe gegen Entrichtung der Jnseratgebühren in Empfang genommen werden- Joh. Müller.
4885) Ein Mädchen, welches im Kleidermachen und Weißzeugnähen erfahren ist, wünscht noch einige Tage in der Woche besetzt zu haben. Auch wird von demselben Wasche zum Waschen und Bügeln angenommen und bestens besorgt. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts.
4851) Ein Logis von 4 Zimmern, in der Nähe des Wallthors, beziehbar Anfangs März k. Js., wird von einer stillen Familie zu miethen gesucht. Von wem? sagt die Exped- d. Bltts.
(G ingesandt.)
Gießen. Aus Frankreichs Boden lieben unsere Soldaten; durch ihre Tapferkeit und ihre Ausdauer haben fie einen gewaltigen Feind verhindert, die deutschen Grenzen zu überschreiten, sie haben die Schrecken des Kriegs von unS Allen abgewandt, kein deutsches Dorf wird verbrannt, keine deutsche Stadt wird beschossen, keine Eoniribution wird uns auferlegt, keine fiindliche Ging -artiernng zehrt an unserem Mark. Deß frrut sich der deutsche Bürger. Aber w>im jene deutsche Soldaten krank und wund zu unS zurückkommen, dann finden sie zwar Pflege in den Laiarethen, aber keineswegs eine ausreichende Labung und diejenige bessere Ernährung, wie sie zur Herst.llung der Gesundheit nothwendig ist. Um das, was »er Staat nicht leistet und leisten kann, zu ergänzen, haben sich de Vereine zur Pflege der kranken Soldaten gebildet und durch ihr Eintreten ist gar manche Wohltbat gewährt, gar manches Eiechthum gehoben worden. Dieser Verein hat in unserer Stadt seine Tätigkeit auf die Verbaudsstation am Bahnhöfe, wo vorüberziebende kranke und verwundete Soldaten mit Wein, Bier, Kaffee, Speisen und warmen Kleidern, auch wobl Arzneimitteln, versehen wurden, auf die Klinik, die Baracken, bie Turnhalle und das Militärhospital ausgedehnt, und groß ist die Anzahl der Soldaten, welchen die Wohllhaten des Vereins zu gut kamen. —
Es liegt nun auf der Hand, daß nur mit vereinten Kräften eine andauernde Pflege unserer Soldat.» bewerkstelligt werden kann, daß die verbrauchten Mittel deS Vereins wieder ergänzt werden muffen, wenn dersilbe nicht nothgedrungen seine Thätigkeit einst.llen soll. Die Herren aber, welche solche Mittel zu sammeln sich die Mühe nahmen, sind gar vielfach übel aufgenommen mord n, so daß sie sich weiae-n, poch einmal anzupochen. Anstatt ihnen zu danken, gibt man ihnen böse Worte. DaS ift eine Schande für die, welch« nur Letztere und sonst nichts für unsere Soldaten übrig haben. Eine Schande ist eS überhaupt, durch tröget Zus.hen d.n Verein für Krankenpflege nickt zu unterstützen, ihn zur Unthätiakeit zu verdammen. Es ist car leickt, in den Wirthshäusern seiner Freude über die großen Tbaten unserer Truppen Ausdruck zu geben, auf ihr Wohllrgeh.n zu trinken, aber ein elender Mensch ist der, der nichts her- gibt, um den be mk hiende» kranken Kriegern eine Mohlthat zu beteit.n. Je länger der Krieg dauert, desto mehr Opfer erfordert er, aber wir bringen wahrlich die geringsten, die wir nur einen kleinen Th.il unserer Einnahmen auf den Altar des Vaterlandes niederlegen. Erlahmen wir, so werden auch unsere Soldaten in der Freudigkeit, dem Daterlande und damit unS selbst zu dienen, erlahmen, und bann Fann an die Stelle des Siegs noch immer auch einmal eine Niederlage treten. Euere Li-den, euere Stadt, euer ganzer Besitz und euer Wohlergehen wird auch durch die Armee in Frankreich beschützt, — darum gebet willig, gebet reichlich, damit wir ibr-n h.imkebrnd n Kranken ihre Schmerzen fortdauernd erleichtern, fie rascher, als es sonst möglich ist, der Gesundheit wieder zu'ühren können. — Jeder ist ein schlechter Mensch, der solchen Anforderungen gegenüber seinen armseligen Geldbeutel unb sein noch armseligeres Herz verschließt. — Den 93er-in und insbesondere seinen Vorstand fordern wir auf, seine segensreiche Tlrätiukeit fortzusetzen und nöthigenfallS and? die Gemeinden und vor Allen die Gemeinde Gießen zu freiwilligen Contributionen zu veranlassen.
Nebaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.
$rd« >lntl mit W
H W
c
Best«
Adon
6*1
Da wiesen fii Wen der
11 kch niit IWrt’htn. »Win, WHih, te,
ffläl halb elkgis deutschen ( daraus, d dah es ni( xüü)ttn tot einen bloj apMchei Graf Bis klarer We dieselben die einsam öffentliche deutschen faitnfati. können, bü rechtfertigt d" gritbi Verblendur tticht an bi autzerße G thre Friedt ölständnisse über diese
Dnsi z, 2Utzkstänti
Bch- tal 3a •« 6on m
fr
* M > ^lonnentr klugen, fl
St , ^derunw !? denn s° a «tn , |
^llgeinkin,. Sollen h t ter fj bk


