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14. Februar.

In der am 10. d. M. im Abgeordnetenbause bei der Verhandlung über die Etatsüberschreitung des früheren Finanzministers gehaltene Rede machte Graf Bismarck auch eine kleine diplomatische Enthüllung. Er theilte nämlich mit, daß auS Anlaß der Luxem­burger Angelegenheit im Frühjahr 1867 der König die Mobilmachung der Bundesarmee bereits befohlen gehabt habe, als er (Bismarck) einen viertägigen Aufschub zum Versuch einer diplomatischen Regu- lirung erbat.

DieNordd. Allg. Ztg." vom 10. d. M. erhielt folgende halbossicielle Erklärung über den gelegent­lich der Verhandlungen der bayerischen zweiten Kammer wieder angeregten Casus foederis:Ein Berliner Correspondent derKöln. Ztg." vom 7. d. erinnert an die Aeußerung, welche der Minister von Varnbüler am 29. October 1867 in der württem- bergischen Kammer über das Schutz- und Trutzbünd- niß gethan hat : Württemberg stehe unzweifelhaft eine Cognition darüber zu, ob Casus foederis vor­liege ; die Regierung sei von Preußen gefragt wor­den, ob sie den Fall von Luxenburg als casus foederis ansehe; darauf sei die Antwort ergangen, man muffe erst die betreffenden Verhältniffe kennen und würdigen; diese Antwort sei genügend befunden worden. Wenn die preußische Negierung damals diese Darstellung nicht öffentlich berichtigt hat, so dürfte sich das aus einer Rücksichtnahme auf das parlamentarische Be- dürsniß des Herrn Ministers erklären. Daß in den Mitthellungen, die während der Luxemburger Com- plication von hier aus an die süddeutschen Regie­rungen gerichtet worden sind, die Frage, ob casus foederis eingetreten sei, oder unter welchen Umstän­den er eintreten werde, gar nicht aufgeworfen wor­den ist, versteht sich von selbst. Eine solche Cognition würde, wenn in einem Falle Württemberg im andern auch Preußen zustehen, theoretisch eine Absurdität sein und faktisch das Bündniß annuliren." Diese Erklärung des ministeriellen Blattes ist, wie der Köln. Ztg." aus Berlin berichtet wird, in politi­schen Kreisen sehr bemerkt worden. Daraus, daß die preußische Regierung diese Aeußerung des Ministers v. Varnbüllcr nicht sofort, als sie fiel, öffentlich be­richtigt habe, werte wohl mit Recht geschloffen, daß eine nicht öffentliche Berichtigung, d. h. eine diplo­matische, schon damals erfolgt war. Davon hatte auch schon etwas verlautet und es hieß, Herr v. Varnbüler habe sich, wie man zu sagen pflegt, hcrauszureden gesucht. Wie es sich auch damit ver­halten mag, jedenfalls ist unsere Meldung von An­fang November 1867, welche wir vor einigen Tagen mehrfach wiederholt haben, daß die preußische Regie- rung trotz Varnbiiler's Rede den Süvstcnten die Cognilionj des casus foederis nicht zuerkannt habe, jetzt so gut wie ofsiciell bestätigt worden.

15. Februar.

Die Patrie" tritt officiöS den Behauptungen entgegen, als ob Frankreich kein Einflußrecht auf die Ausführung des Prager Friedens hätte. Frankreichs Vermittlung verdanke Sachsen, daß aus ihm nicht eine oder zwei preußische Provinzen gebildet worden feien.

DieAllg. Ztg." veröffentlicht ein Telegramm aus Rom, datirt 13. Febr.: Darnach wurde der von zwei rheinischen Kirchenfürsten ausgehende An­trag einer gemeinsamen Erklärung gegen Dr. v. Döl- linger's Aussatz über die Unfehlbarkeit in der Ver­sammlung der deutschen Bischöfe verworfen. Haupt- sächlich opponirten Hefele, Eberbarn, Haynald, Stroß- mayer, Förster, welche erklärten, daß Döllinger, abgesehen von einzelnen Argumenten, im Wesen der Frage die Ansicht der meisten deutschen Bischöfe ver­trete. Mit entschiedener Lossagung vom Standpunkt bloßer Inopportunität wurde ferner constatirt, daß die von den Antragstellern schon unterschriebenen Adressen für die Infallibilitat im Grunde gegen die Lehre der Kirche selbst gerichtet seien. Die zwei Kirchensürsten erklären dessen ungeachtet, sich von ihren College» (d. h. den Unterzeichnern jener Adres­sen) nicht trennen zu wollen.

DieN. fr. Pr." bestätigt, daß der Reichskanzler Graf Beust beabsichtige, in Gemeinschaft mit den übrigen katholischen Mächten Schritte gegen die An­nahme des Syllabus durch das Concil zu thun. Der österreichische Botschafter zu Rom, Graf Traut- mannSdors, habe bereits eine darauf bezügliche De­pesche des Reichskanzlers erhalten.

Die polnischen Reichsrathsmitglieder haben bereits bestimmt erklärt, daß sie Angesichts der Stimmung in Galizien, falls nicht eine ihnen, wie dem galizi­schen Landtage verantwortliche besondere Regierung und ein galizischer Minister im Rath der Krone be­

willigt werde, aus dem ReichSrath auszuscheiden sich genötbigt sähen. Die Regierung scheint zur Nach- gicbigkeit bereit, falls die Polen von der Forderung, die Festsetzung des Modus der Reichsrathswahlen ausschließlich dem galizischen Landtage anheimzu­geben , oblaffen, und für das allgemeine Princip direkter Reichsrathswahlen eintreten. Mit dem wirk­lichen Austreten der Polen würde der ReichSrath tatsächlich gesprengt sein.

AuS Konstantinopel wird derCorrespondance du Nord-Est" geschrieben, daß Garibaldi, der schon früher dem griechischen Comite 4000 Gewehre ver­sprochen, nun auch seine Ankunft in Griechenland zu einer gelegenen Zeit in Aussicht gestellt habe. Un­gefähr 2000 seinerNothhemden" würden ihn be­gleiten. In dem betreffenden Schreiben Garibaldi'S heißt es unter Anderem, daß der Papst und der Sultan die größten und grausamsten Feinde der Menschheit seien und daß man sie Beide ihrer Herr­schaft berauben müsse. Ueber Corfu sollen auch in der That bereits Gewehre in Albanien angelangt sein, was mit beitrug, die türkischen Garnisonen in diesem Landstriche zu verstärken. Auch erzählt man sich in Konstantinopel, daß der König Georg von Griechenland in Santa Maura mit einer Vertrauensperson des tenegro hatte.

Die Nachricht, daß in Paris

worden und Erneuten in den Straßen ausgebrochen seien, hatte in Mailand einigen Agitatoren Anlaß zu Ausstachlungen gegeben, die aber gänzich wirkungs­los vorübergingen. In der Passage Victor Emanuel waren Maueranschläge angeheftet, die in bombastischen Phrasen verkündeten, in Paris sei das Signal zur Revolution der Völksr gegeben worden; die franzö­sischen Republikaner kämpften bereits auf den Barri­kaden und die Italiener müßten dem derart gegebenen Beispiele nachkommen; Mailand dürfte Paris nicht nachstehen :c. Die Bevölkerung beachtete jedoch die aus unbekannter Quelle herrührenden Aufforderungen nicht und die Ruhe wurde nirgends gestört.

Preußen. Berlin, 12. Febr. Am Schluffe des Jahres 1868 besaß die P-ovinz Preußen 1022/3 Meilen Eisenbahnen, Brandenburg 1494/g, Pommern 992/3, Posen 562/8, Schlesien 18975, Sachsen 1197g, Schleswig-Holstein 75, Hannover 106*/4, Westfalen 1117a, Heffen-Naffau 962/3, Rheinprovinz 1837z, Lauenburg 102/5, die Hohenzollern'schen Lande und das Jadegebirt besaßen keine preußischen Eisenbahnen. Außerhalb deS Landes lagen 84 Meilen preuß. Eisenbahnen. Das ge- sammte Eisenbahnnetz wurde 1868 durchschnittlich 15,4 mal in der ganzen Länge täglich durchfahren. Die größte Zug­frequenz fand auf der Köln Mindener Eisenbahn statt, und diese sich auf 27,4 mal steigerte. Die StaatSeisenbahnen brachten im Durchschnitt 11,1 Thlr. pro Zugmeile rin, die unter Staats­verwaltung stehenden Bahnen 137 und die Privatbahnen 127. Die Betriebsausgaben beliefen sich im Jahresdurchschnitt bei den Staatöbahnen auf 6,2, bei den unter Staatsverwaltung stehenden Bahnen auf 5,8 und bei den Privatbahnen auf 5,9 Thlr. Es wurden im Ganzen während des Jahres 751,131 Güter erpedirt.

Berlin, 12. Febr. Eine Deputation aus allen Fractionen des Abgeordnetenhauses überreichte dem Präsidenten Forckenbeck heute ein prachtvolles silbernes Theefervice als Ehrengeschenk.

Bayern. München, 12. Febr. In der heutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer wurde der Adreßentwurf der Majorität mit 78 gegen 62 stimmen angenommen. Bei der Abstimmung fehlten 2 Stimmen derPatrioten", 11 Stimmen derLibe­ralen". Die zehn beanstandeten liberalen Wahlen (von München und Günzburg) wurden heute ungültig erklärt.

München, 15 Febr. Gutem Vernehmen nach besteht Fürst Hohenlohe auf seiner Entlassung. Ueber seinen Nach­folger verlautet noch nichts Bestimmtes.

Augsburg, 11. Febr. Die Nedaction derAllg. Ztg." veröffentlicht in der heutigen Nummer derselben folgendeEr­klärung" wegen Ausweisung eines ihrer Eorrespondenten aus Rom:

Ein schweres Mißgeschick hat einen unserer ältesten und bewährtesten Mitarbeiter betroffen. Herr Dr. Albert Dressel, ein aus Magdeburg gebürtiger, schon seit mehr als dreißig Jahren in Rom ansässiger und durch die engsten Familienbande längst zum Römer gewordener (katholischer) Gelehrter, der wäh­rend dieser langen Zeit mit derAllg. Ztg." in Beziehungen gestanden und durch die ruhige und maßvolle Haltung seiner Mittheilungen an uns nie auch nur den leisesten Anlaß zur Be­schwerde gegeben, hat am 4. Februar vom Generalsecretär der römischen Polizei, Marchese Pio Capranica, den angeblich direct von Er. Heil, dem Papst ausgehenden Befehl er­halten, Rom zu verlassen,weil er der Verfasser der feindlichen Artikel derAllg. Ztg.", d. h. derRömischen Brief- über das Eoncil", sei." Die ehrenwortliche Versicherung vom Gegentheil und die Fürsprache deS preußischen Gesandten konnten den fast erblindeten alten Mann nicht vor dem Groll seiner Verfolger schützen. Um unsererseits nicht unversucht zu laffcn, eine so harte und durch nichts gerechtfertigte Maßregel von unserem Eorrespondenten abzuwenden, so erklären wir hiermit auf Ehre und Gewissen: das Herr Dr. Albert Dressel an der Autorschaft derRömischen Briefe über daS Eoncil" und an andern in Rom für feindlich geltenden Eorrrfpondenzen unsere« BlatteS nicht den mindesten Antheil hat."

Augsburg, 12. Febr. DieAllg. Ztg." veröffentlicht eine Zustimmungsadresse an den StiftSprobft Dr. Döllinger, unterzeichnet von der Mehrzahl der Doceuten der theologischen Akademie zu Münster.

eine Zusammenkunft Fürsten von Mon-

Ak

16. Februar.

Barrikaden errichtet

Türkei. Die katholischen Armenier in Constantinopek find seit geraumer Zeit in Zwist mit ihrem Patriarchen Haffonn, weil der Patriarch, welcher sich jetzt in Rom beim Concil be­findet, in seiner Nachgiebigkeit gegen die Ansprüche der römi­schen Curie zu weit gehe. Namentlich ist die armenische Ge­meinde unzufrieden damit, daß man von Nom einen Vikar ge­sandt hat, um in Abwesenheit deS Patriarchen die Geschäfte deS PatriarchatS zu verwalten. Die Verlesung der Bulle, welche die Ernennung jenes Vikars enthält, wurde mit Demonstrationen begleitet. Ein Telegramm aus Eonstantinopel vom 8. d. meldet nunmehr : Fünfhundert katholische Armenier haben eine Er­klärung unterzeichnet, welche die geistliche Jurisdiction d,S Patriarchen Hopove zurückweist und verlangt, di« Pforte solle ihnen einige Kreis« zu freier Religionöübung bezeichnen.

Vermischtes.

Gießen, 16. Febr. Eine Mundkünstlerin. Wir bitten unsere Leser bei dieser Bezeichnung nicht an die sprach­liche Fertigkert zu denken, denn in vorliegendem Falle handelt es sich um eine technische Geschicklichkeit, die wohl bis jetzt noch nicht gesehen worden ist, nämlich um die Anfertigung weiblicher Handarbeiten vermittelst deS Munde«. Die in Rede stehende Künstlerin, welche für einige Tage ihr Atelier hier aufschlagen wird, ist ein junges Mädchen, dem die Natur die Hände ver­sagt hat und das trotzdem die feinsten weiblichen Arbeiten mit den Lippen und der Zunge anfertigt. Von ihren genähten, ge­stickten, gehäkelten und Perlenarbeitcn liegt eine große Auswahl vor und arbeitet sie in allen diesen Branchen in Gegenwart der Zuschauer mit überraschender Geschwindigkeit Man muß eS selbst sehen, um an die Möglichkeit zu glauben, wie sie die feinste Nähnadel mit dem Munde einfädelt, einen festen Knoten am Faden mit der Zunge macht, und die Scheere mit Sicher­heit zu führen vermag. Wir machen die gesammte Damen­welt auf diese interessante Erscheinung aufmerksam. Ein Be­such bei dem jungen Mädchen (I. Rothenberger's Laden, am Lindenplatz) wird gewiß Niemand gereuen.

Ueber den Brand zu Havelberg meldet dieVoss. Ztg." von Ort und Stelle folgendes Nähere: Am Sonntag Mittag, gleich nach 12 Uhr, wurde die Sturmglocke geläutet. In dem in der Schulstraße Nr. 149 gelegenen Gebäude des Schlächter­meisters Wilhelm Knittel war dadurch Feuer entstanden, daß von einigen bei ihm im Hintcrhause einquartierten Soldaten, im Ofen ziemlich stark geheizt und durch die in Glühen ge- rathene eiserne Röhre das auf dem Boden lagernde Heu ange­zündet worden war. Da sich im Augenblicke der Entstehung des Feuers zufällig Niemand in der Nähe befand, so bemerkte man die Flammen erst, als sie aus dem Dache emporzüngelten. Die Einwohnerschaft eilte sofort herbei und suchte den Brand zu ersticken, was in so fern nicht schwierig zu sein schien, als man in das Eis der dicht hinter dem Knittel scheu Grundstücke vorbeifließenden Havel Löcher schlug, in dieselben die Saug­schläuche steckte und so die Spritzen speiste. Als jedoch der sehr heftige Nordostwind die Flammen immer lebhafter anfachte, so daß dieselben auf das dem Kaufmann Paul gehörige Nachbar­grundstück hinüber getragen wurden, und ferner bei der äußerst grimmigen Kälte von 16 Grad die Schläuche sämmtlich zu- froren, da sank den Leuten der Muth und die Hoffnung auf Rettung. Als nun gar die Flammen auf die andere Seite der Schulstraße hinüber sprangen und sich auch über einige Ge­bäude der nahe gelegenen Domstraße verbreiteten, wo sie durch das vielfache Holzwerk reichliche Nahrung fanden, da bemäch­tigte sich Aller die größte Verzweiflung. Schließlich eS mochte etwa 4 Uhr Nachmittags sein verließen die wenigen Auöharrenden die Spritzen, so daß also die Stadt Havelberg von ihren Einwohnern so zu sagen gänzlich aufgegeben war. Von diesem Augenblicke an dachte Niemand mehr daran, dem Feuer Einhalt zu thun, sondern Alles stürzte in wildester Angst und Verzweiflung in die Häuser, um die bewegliche Habe nach dem höher gelegenen Stadttheile, dem sogenannten Domberge, oder nach dem Marktplatze und von dort aus in das Innere der Kirche zu bringen. In wenigen Augenblicken bedeckten sich die Straßen mit Schubkarren, Wagen und anderen Transport­mitteln, so daß stellenweise die Passage gänzlich verstopft war. DaS entfesselte Element breitete sich inzwischen über die Dom­straße und die Fischerstraße aus und ruckte dem Mittelpunkte der Stadt näher. In dieser verzweifelten Lage sandte der Bür­germeister mehrere sehr dringende Depeschen nach Berlin, welche denn auch den Erfolg hatten, daß auf Befehl des Königs eine Abtheilung von 130 Mann Feuerwehr mit 3 Spritzen, 2 Was­serwagen , 1 Utensilienwagen ?c. unter dem Commanbo deS BranddirectorS Scabell und eines Officiers nach Havelberg mit­telst Ertrazugeö (auf der Hamburger Bahn bis Station Glöwen) entsendet wurde. Inzwischen war aber die Nacht herbeigekom- men und ehe die Feuerwehr Morgens gegen 3 Uhr in Havel­berg ankam, hatte sich die Feuersbrunst des ganzen bis zum Markplatze reichenden nordöstlichen Theiles der Stadt bemäch­tigt und wurde nur noch durch einige massiv gebaute Häuser des Marktes abgehalten, sich auf das Rathhaus und die mit Sachen vollgepfropfte Kirche zu erstrecken. Ganze Häuser-Qua­drate bildeten ein. einziges Fcuermeer. Der Branddirector Sca­bell ließ sich sofort vom Bürgermeister den Plan der Stadt vorlegcn und die Feuergrenze bezeichnen, darnach erfolgte der An­griff, der sich zuerst nur auf das Niederreißen der zunächst ge­legenen Häuser beschränken konnte, um dem Feuer eine Grenze zu geben. Mit gewohnter Ruhe, Präcision und Schnelligkeit ging die Berliner Feuerwehr an die Arbeit. Die Häuser ver­schwanden mit wunderbarer Schnelligkeit vom Erdboden. ES mußte aber das Aeußerste geleistet werden, bi'S endlich gegen Abend daS Schwerste vollendet und dem Feuer weitere Nahrung genommen war. Lag auch die halbe Unterstadt in Asche, als die Feuerwehr Havelberg verließ, so war doch die Gcmeinge- fahr beseitigt, Rathhaus, Kirche und Apotheke war in dem abgebrannten Theil erhalten, eS sind neunundachtzig Wohnhäu­ser (von 298, welche Havelberg überhaupt hat) total zerstört. Hundertdreiundsiebenzig Famili.ii, d. h. also 700 Personen, rynren in der fürchterlichen Kälte gänzlich obdachlos geworden und hatten zum großen Theil auch ihre Habe eingebüßt. Der durch den Brand angerichtete Schaden ist nach einer vorläufigen Schätzung auf 3/4 Million Thaler anzugeben. /

Ein junger Medici'ner, wurde beim Eramen gefraat: Wodurch entsteht der Herzkrampf?" Man denke sich da« Er­staunen der Eraminatoren, als sie die Antwort erhielten:Wenn man einen Heiralhsantrag macht, und einen Korb bekommt."

Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietscb) in Gießen.