Ausgabe 
16.10.1870
 
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unterwegs gewesen ist, aber durch die Nachricht, die an der englischen Küste ein

Bourbaki als einer zweideutigen Creatur Napoleons.

keit ihres Eingehens an

die Volksmassen gesichert werden.

man vor Allem dem festen, deutschen Sinne des Königs von Bayern; denn der Bauer ist gut königlich gesinnt und freut sich, mit der Krone gehen zu können, wenn es die Herren Seelsorger und Beichtväter nur irgend erlauben. Dem hilft ganz besonders derSoldatenbrief" und alles, was die heimkehrenden Verwun-

ernst als tiefgreifend fühlbar machen wird.

In manchen Blättern wurde Klage geführt über die Behandlung der deutschen Gefangenen in Metz. Ein Unterofficier im 4. Brandenburgischen In- fanterie-Negiment Nr. 24 hatte das Unglück, am 16. August in französische Gc-

französisches Avisosch-ff ihm überbrachte, veranlaßt worden ist, umzukehren. Die Leher Prov.-Ztg." will aus Helgoland die authentische Nachricht haben, daß Die Zahl der dort erschienenen französischen Kriegsschiffe 21 betrage. Unter ihnen seien mehrere flachgehende Panzer, verschiedene Fregatten rc.

Dmaacd' ^ü5 'Anvayern, im Lucrvr. ;jm deurpcyen Norden hat man erst neuerlich p angefangen, richtig zwischen den Bestandtheilen des Königreiches Bayern zu un­terscheiden und den tiefen Sinn, den deutschen Sinn, wie man sagen könnte, des

d. M. sind mit dem Aufgebot eines großen Theile- der i* Metz eingeschloffenen Breisach, 10. Oct. Die -Bad. Ld-ztg." meldet: Heute früh 6% Uhr Armee au-gesührt worden. Der Zweck dieser partiellen Kämpfe kann wohl nur fand auf dem jenseitigen Rheinufer, wahrscheinlich bei der Colmarer Straße, tm al- fie Einleitung zu noch einem großen Befreiungsversuche aufgefaßt werden, sog. Kastenwalv, ein Vorpostengefecht statt. Es scheint nur etwa 20 Minuten und darf der Anlaß dazu gleicherweise in dem Schwinden der Ausgangs Sep- gedauert zu baden, denn nach Umfluß dieser Zeit trat vollständige Ruhe ein. tembcr eröffneten Friedensaussichtcn, wie in den neuerdings durch das Eintreten Straßburg, 10. Oct. Diesen Morgen ist an den Straßenecken blo- in eines unvorhergesehenen Zwischenfalles sehr erschwerten VerpflegungSverhältniffcn deutscher Sprache eine Proclamation des Grafen Dismark - Bohlen angeheftet, erkannt werden. Was zunächst den ersten Punkt angcht, so würde, wenn sich der worin derselbe unterm 8. d. von hier aus anzeigt, daß er an diesem Tage sein Friedensschluß noch vier bis sechs Wochen oder möglicherweise sogar noch Monate Amt als Generalgouverneur de- Elsasses angetreten habe. Er werde alles auf­hinziehen sollte, ein Abwarten der Ereignisse die Armee des Marschalls unbedingt bieten, den gesetzlichen Zustand in Elsaß wieder herzustellen und der Bevölkerung

dem Feinde in die Hände liefern. Die Verproviantirung von Metz war auch die erlittenen Drangsale der Belagerung vergessen zu machen suchen. Das große

nach den weitgreifendsten französischen Mittheilungen bei Beginn der Einschließung Deutschland werde durch Opfer, welche es für diesen Zweck bringe, das Seinige dazu

für eine Garnison von 20,000 Mann und die Bevölkerung von etwa 60,000 beitragen. Die Proclamation schließt mit den Worten:Straßburg wird wieder

Seelen aus vier Wochen gesichert. Mit dem Hinzutreten der eingeschloffenen Armee deutsch sein und es fortan stets bleiben!" Es war bestimmt worden, daß jede von 120,000 Mann können die gleichen Vorrärhe indeß höchstens nur für den Person, welche die Citadelle in ihrem gegenwärtigen Zustande der Verwüstung zu Zeitraum von zwei Monaten ausreichend angesehen werden, und diese sind nahezu besehen wünsche, einen preußischen Thaler per Kopf zu erlegen habe. Der Maire, verflossen. Binnen spätestens einem Monat muß demnach in der Festung der Herr Küß, zeigt so eben an, daß der Ertrag dieses Eintrittsgeldes sich vom 2. größte Mangel eingerissen sein. Ein erfolgreicher Durchbruch erscheint jedoch nur auf den 8. d. einschließlich auf 15,557 Fr. 40 Et. belaufe, welchen Betrag der möglich, so lange der Marschall noch über eine ausreichend starke, Verwendung-- comwandirende General den Opfern der Beschießung zugewandt habe. Wie fähige Feldartillerie verfügt, und bei dem notorisch bereits eingetretenen Mangel man hört, ist der Befehl ergangen, beziehungsweise erneuert worden, daß fortan an Fourage sieht derselbe sich aus Rücksicht auf die täglich mehr gelichtete Ge- alle FranctireurS, welche mit der Waffe in der Hand ergriffen werden und nicht schützbespannung genöthigt, seine Befreiung, wenn noch überhaupt, jetzt mit dem unter dem geregelten Oberbefehl von Offizieren stehen, kriegsrechtlich erschossen wahrscheinlich letzten Moment zu bewirken. WaS hingegen den anderen hervor- werden sollen.

gehobenen Punkte angeht, so sind nach einer Reihe von Anzeichen der Festung London, 13. Oct.Daily News" enthalten eine Depesche aus Tours vom nicht nur ununterbrochene Nachrichten von Außen zugegangen, sondern es hat sich 12. Oct., nach welcher Garibaldi den Oberbefehl über sämmtliche irreguläre Mann- im Umkreise derselben wahrscheinlich auch ein eigenes Verpflegungscomit^ gebildet, schäft Frankreich- erhalten hat. Wie dieMorning - Post" meldet, wird die durch welche- gelegentlich unter dem Schutze der dichten Waldungen von Plappe- Prinzeß Louise, Tochter der Königin, den Sohn des Herzogs von Argyll hei- Ville, St. Quentin und Woippy größere oder geringere Sendungen von Lebens- rathen.

Mitteln und namentlich Transporte von Schlachtvieh dem belagerten Platze zu- DasJournal de VerinS" meldet den Tod des Generals TH6remin d'Hame, geführt worden sind. Bei dem heftigen Auftreten der Rinderpest rings um Metz des Commandanten von Laon, der bei der dortigen Katastrophe verwundet muß nun aber jede Ansammlung von Vieh und namentlich dessen die Krankheit wurde.

so sehr begünstigender Vertrieb im hohen Maße behindert, wo nicht unmöglich Hamburg, 12. Oct. DieBörsenhalle" bringt folgende amtliche Anzeige: erscheinen, und der Marschall sieht sich demnach voraussichtlich jetzt auch diese Br- Die Anwesenheit der französischen Flotte in der Ostsee ist constatirt. Die See- zugsquelle abgeschnitten. Andererseits leiden jedoch die Belagerungsarmee und zeichen sollen sogleich fortgenommen werden. Die Thurmfeuer von Neuwerk und nach anderen Nachrichten auch die Armee vor Paris unter der so eingetretenen Euxhafen sind ausgelöscht, die Seezeichen von Kugelbake ausgenommen.

Calamität nicht minder, indem dke Nachsendung von Vieh aus Deutschland als Hamburg, 13. Oct Von der Insel Wangerooge an der Jahde-Mündung dadurch momentan nahezu vollkommen unterbrochen bezeichnet wird. Auch hat wird telegraphuch gemeldet, daß gestern im Nordost Kanonenschüsse gehört, Abends man sich in Anlaß dessen vor Paris bereits genöthigt gesehen, die Verpflegung in derselben Richtung Raketen gestiegen sind, anscheinend von gestrandeten Schiffen, der Armee durch dort unmittelbar in Bildung genommene Magazine und Vieh- (B. Z.)

depots sicher zu stellen. Erschwert wird die Lage außerdem noch dadurch, daß DerWeserztg." zufolge sollen sich unter den tu der Nordsee befindlichen sich, eine bisher bei dem Auftreten der Seuche noch feiten beobachtete Erscheinung, Schiffen mehrere flachgehende Widderschiffe befinden; außerdem wird gemeldet, daß diesmal die Schafe gleich mit von derselben ergriffen finden. Es kann dieser ein zweites größeres Geschwader von schweren Panzerschiffen nach der Nordsee Zustand indeß bei den weiten Gebieten, welche gegenwärtig die deutsche Armee "

beherrscht, für diese wohl nur als ein vorübergehender angesehen werden, während sich die Rückwirkung davon in Metz und möglicherweise bald auch in Paris ebenso

hat sich die Bevölkerung im höchsten Grade freundlich gegen die Gefangenen ge­zeigt, im Lazareth wurde er prächtig behandelt, und es ist nicht wahr, daß die ~ tl, .. _ r . ,

(Befangenen beim Verlassen der Festung bespieen und mißhandelt wurden. Er ^7'" "Mbayern - begreifen. In einem altbaherrtchen Sebadel sp.eg-lte sich sagt unter Anderem:Kein einziger schadenfroher Ruf wurde laut, al« man uns ganz ander« al« m.edem anderen Kopfe, und die Herren Geist.

aU Preußen erkannte. Nur ° eindrüftiger Slüngel von drüttheiu. Jahr" haben auch letzt noch keine Schuld daran wenn es wenigsten« Heer und

wollte zwar seinen französischen Mund etwa« voll nehmen und schr.e immer : ^ «ufangt, Heller zu werden. In erfreulicher Weise mehren sich letzt vte Nach. Voilä les coquins! (da sind die Schurken), aber ein alter Herr legte so und Besprechungen, welche die Führer und sonst,ge Abgeordnete der Fort,

energisch dem Bengel die Hand auf die Backe, daß derselbe sich schleunigst deckte. VuÄ de« verstocktesten Partteu ar.smus und der Brutstelle

Ich winkte dem alten Herrn dankend zu; er kam zu mir heran, sprach mit mi. °nfe st°neller Unduldsamkeit erfolgtet» abhalten onnten, so z. B. in Regensburg,

und schloß fe.ne freundliche Rede:Ah monsieur, un prisonnier - cest une Welshofen, Straubing und Passau m

personne sacree (Ah, mein Herr, ein Gefangener da« tst eine geheiligte Person). ^erba»ern, Traunstein, Ben-d.ctbeuern u. sw. in Oberbayern. Natürlich ist

In den Straßen wurden un« noch vielfach lligarren und W:in gereicht, ohne ^ Anfang, und nur vorest ein Heiner Anfang; aber wenn wir htnzuneh.

Unterschied ob Franzose oder Preuße" men, mit welchem Erfolge die den Anschluß an Norbdeutschlanv fordernde mun-

Briisscl, 12. Ort. Berichte au« dem Departement du Nord stellen die cbenet Av--ss- in den ländlichen Gemeinden Oberbapern« verbreitet wird, so ist Stimmung der Arbeiterbevölkerung al« äußerst bedenklich für die Besitzenden dar. eln Kc^nll^ir Umschwung zum Besseren gar nicht zu »erkennen. Diesen verdankt In Roubaix und Tourco'ng, wo die Arbeitszeit bereits sehr reducirt und eine gänzliche Arbeitseinstellung Seitens der Fabrikanten in Aussicht gestellt ist, haben die Arbeiter gedroht, in diesem Falle die Fabriken anzuzunden. In Marcq [?]

und Baisieux wurden vie Fabrikanten von den Arbeitern verhindert, ihr Material Ä , - rt . . . ... .... . .... , r, ... m r

nach Beig en in Sicherheit zu bringen. ^ten von der liebevollen Brüderlichkeit der früher so geschmähten Preußen und

Brüssel, 12. Oct. Da«Echo du Parkemeni" veröffentlicht folgende De. 6ert b-u's-ligteit und Tüchtigkeitunseres Kronprinzen", wie die bayerischen Sol.

pesche au« Amien« : Garibaldi'« Ankunft ist schlecht ausgenommen worden. Viele °^e Weiteres nennen , tm heimischen Dorfe «zahlen. Aber

Franzosen au« der Vendee und der Bretagne weigern sich wegen ferne« Ser- Lustigkeit und Ausdauer verdtent alle Anerkennung womit die Fort-

haltuiffe« zur Kirche an feiner Seite zu kämpfen fchrtttspaetei in Bayern auch den sprödesten Boden zu bearbeiten unternommen

Brüssel, 12. Oct. Die hier eingetroffeneLiberkö" vom Sonntag »er- und fortgesetzt hat. Hier hat der munchener Liberalismus der neuen Schule, d.h.

öffeuUicht eine von Emil Girardin »erfaßte der Regierung in Tours zu dem bD/"9 Andauger der F°rt,chnttspartei (denn der alte mar eben so schwach Zwecke, sie durch die 37,200 Gemeinden unterzeichnen zu lassen, übergebene "Nt ang) ganz be ondere Berdwnste sich erworben.

Riesenadresse an den König von Preußen, in welcher der Sieg der preußischen . Brussel, 14. Oct. Dte bier e.ngehoffenen Journale aus Tours vom 12. JiU.llig-nz über des Kaiserreich« eorrumpirte Ignoranz als gerechter^Triumph £ gefalzten billets de banque, die in »(->-» Tausenden von

anerfannt, aber ein Kampf bi- auf den letzten Franzosen phrasenhaft auspofaunt ,^-mplaren cinuliren. - Da« warnt vorgestern tue Republikaner vor

wird, wenn von dem noch nicht bankerotten französischen Volk Gebietsabtretungen ®ourbdfl al6 c,nir iwe-deuitgen Creatur Napoleons.

verlangt würden. (Schw. M.) ---------- 1 -!.

Brüssel, 13. Oct. Berichten aus Tours zufolge dauern die Zwistigkeiten Local-Notizen.

zwischen ©ambetta, Cremieup und Gla^-Bizoin fort. Die französischen Truppen Gießen, 14. Cctober. Wie lebhaft die Frauen und Jungfrauen unserer Stadt im beschweren sich über die Haltung der Bevölkerung. In verschiedenen Gemeinden Hinblick auf die zahllosen nn.ilücklichen Opfer dieses Krieqes von der richtigen Einsicht durch­wurden ihnen die Lebensmitel verweigert und Schwierigkeiten in den Weg gelegt, Zungen sind, daß unsere Sorge und seither noch so angestrengte Thätigkeit für unsere siegreichen urn sie zum Abmarsch zu zwingen. Die GemeirdtN befürchten die Revressalien Kämpfer nicht ermüden dürfen, und wie rastlos dieselben bestrebt bleiben, die Noth und Bedlüngniß ho*. qSf.nß,« tu. x cm « , . . * " derer zu lindern, welche für uns Leib und Leben einsekten, dafür bietet die für den 18. dieses

I h n b 00 n Pen ^ün9cl on DlsciptlN bei den Truppen Monats zum Besten unserer verwundeten Krieger und Hinterbliebenen der im Kampfe für unS

aujß lkbyalteste. ^cachrlchten aus Paris melden: Fletsch und Gemüse beginnen Gefallenen beabsichtigte Verloosung der von Gießens Frauen und Jungfrauen gespendeten LiebeS- zu mangeln, ebenso Druckpapiere. Mehrere Blätter zeigen deshalb die Möglich, ^aben einen neuen Beleg. Von verschiedener Seite aufmerksam gemacht, säumten wir nicht, den

" I. Die Fleifchlaoeu müssen durch die Nationalgarden gegen G°»hvks zum Einhorn welcher durch die siet- bereite Zuvorkommenheit seines Besitzer«

~ - . . " ö ° für die Ausstellung der von allen Eeit.n zusammengefloffenen Spenden zur Verfügung gestellt war,

40 v . n- . , zu besuchen. Wir waren in der That überrascht von der nicht geabnten Fülle und Mannigfaltig,

»tarlsruye, vct. 4vkgen Erkrankung des EommandeurS der badischen keit der mit ebenso großer Unisicht als Freigebigkeit auSgkwählten Gegenstände, wie nicht weniger Division, Generallicutenant v. Glümer, (an einem Ruhranfall, weßhalb er in vun der sinnigen Sorgfalt und dem seltenen Geschmack, mit welchem dieselben unter gleichzeitiger Straßburg zurückgeblieben ist) bat der Kriegsmimstcr, GeneralllkUtenant v. Beyer Ausschmückung des Saales, dem Auge des Besuchers dargestellt worden sind. Es kann hier nicht tieh D""""» einstweilen wieder übernommen und sich nor- ÄÖSÄ

yviurn zu oer,elven vegeven. lung scheitern, für deren Beurthetlung man indessen einen Anhaltspunkt gewinnt, wenn man