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Iresser ä Mayer, eusladl Nr. 2 t.
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PreiS vierteljährig 1 fl-12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr.
Gießener Anzeiger.
Erscheint täglich, mit Ausnahme MontagS.
Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.
Mnzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen.
Nr. 129. Sonntag den 16. Octobcr______________ 1870.
Z werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch
SSCttdlllllQdl Gilt PCIl bei allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen.
1 Die bereits erschienenen Nummern werden nachgeliefert.
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PoLitischer T h e i l.
£ie Preußen marschiren auf Amiens. Keratry ist per Luftballon im Norvvepartement angekommen.
Rouen 12. Oct. Diese Nacht waren preußlsche Ulanen und sra"Losische Husaren an einander. GssorS ist «°» 800 Preußischen und 500 sächsisch"
15. October.
Der General - Postdirektor Stephan veröffentlicht folgende Bekanntmachung, betreffend die Reclamationen wegen verzögerter Feldpostbriefe. In Folge der am 11 October durch böswillige Aushebung einer Schiene veranlaßten Entgleisung des Eisenbahnzuges zwischen Dormans und Epernay ist der Bahnbetrieb auf iener Strecke in beiden Richtungen auf mindestens einen Tag unterbrochen. Die auf der genannten Route zu befördernde Felvpostcorrespondenz erleidet demzufolge eine Verzögerung von gleicher Dauer. ,
Ferner ist am 25. September Abends bei dem Dorfe CH6ry ein Feldpost- Iransport nach Dammartin für Truppen der Armeeabtheilung der 2. Armee, bestehend aus zwei Wagenladungen von Briefen und einigen Beuteln nut Geld- Briefen, angegriffen und, nachdem zwei Mann von der Bedeckung getödtet waren, genommen worden. Einer der geleerten Postsäcke ist später in der Aisne ge-
”arto%ur8 ,4. Oct. Dir hiesige R-gi-euug «»breitet folgende Nachrichten- Aubin' 12 Oct Der General-Commandant be« 15. ArmeccorpS dcnch- »t Der Feind ha. gestern den Mo.sch auf Orleans fortgesetzt. Unsere Truppen, w auf der Straße von Pari« theilnahmcn, wurden «om F-lnde mit zahl-
teicbet Artillerie überflügelt. Dieselben zogen sich auf Orleans zuiuck, dem Fein e eökn Schr'.t st'-i.i" machend. Ich sührte hierauf 3 Reservcbataillone der 2^ Division vor. Abermals übeiflügelt, räumte ich Orleans und zog mich °ufda Unke Loire.Ufer zurück. Der Rückzug erfolgte ,n Ordnung und ward nicht be
Die „Jndöpendance" berichtet nach Erzählungen von Reisenden aus Ba- lencienncs, daß bafrlbst eine große Aufregung herrsche, weil cs heiße, die Preußen hätten am 10. d. einen „erneuten" Angriff auf St. Quenttn gemach Unt> "Berlin^12."Oct"^Die Dinge in Metz beginnen einer Entscheidung ent.
i. Der Marschall Bazaine ist seinem erst vor einigen Togen der Be- Art Taacsbeskhl bekannt gemachten Operat'vnSplane, nach welchem
entsetzen würden; bringt der „Staatsanzeiger" eine Denkschrift, welche ernst, streng, aber klar und überzeugend die Folgen nachweist, welche die windige Politik der jetzigen Machthaber über Frankreich und zunächst über Paris heraufbeschwört, und während Gambetta da« unüberwindliche Paris zeigt, lehnt die Denkschrift — Europa gegenüber — die Verantwortlichkeit für den entsetzlichen Greuel ab, welcher aus dem Wahnsinn entspringen muß, der eine Bevölkerung von zwei Millionen dem Hungertove entgegen drängt. Man kann seinen Spaß haben an der Harlequinade, in welche I. Favre und Genoffen das bethörte französische Volk verwickelt haben, wenn man sich, auf Augenblicke, überredet, nur einem — Schau- spiel gegenüberzustehen; aber, wenn man an die so furchtbare Realität der Dinge denkt, dle sich vor unseren Augen abspielen, kann man sich, in allem Schmerz, doch auch der Verachtung gegen eine Nation nicht entschlagen, welche sich zum Opfer eines I. Favre, eines Gambetta und ähnlicher Windmacher hergiebt.
Garibaldi hat, nach der „Corr, de Tours", eine kurze Ansprache an die Bevölkerung von Tours gehalten, die etwa folgendermaßen lautete: „Meine Herren! Sie Alle sind Republikaner? (Ja! Ja!) Nun wohl, ein Dichter hat gesagt, daß die Unterthanen einer Monarchie Kinder und die Republikaner Männer sind. Es handelt sich darum, Europa zu zeigen, daß wir keine Kinder mehr sind und daß wir würdig sind, Republikaner zu sein." Später erklärte er, die italienischen Freiwilligen würden nicht fehlen und 15,000 Mann würden „auf das erste Signal" zu Hülfe film. Spanier, Polen, Amerikaner kommen auch als Freiwillige an.
Die Kaiserin Eugenie weilt noch immer in stiller Zurückgezogenheit in Camden-vlace, einer altmodischen Villa zu Chislehurst. Diese Villa gehört einem sehr reichen Briten, Namens Strode.der seit Jahren mit der Kaiserin Napoleon im ®anjtn weniger d» Neugicrvc de« Publikums ausgesetzt, die ihr den Auf °"'^"L°"d1>!°p"» von Magdala, der Höchstcommandirende ini Snbten, g einen Ausruf an die indische Armee erlassen, worin er um Beitrage zur Hilfeleistung an verwundete französische und preußische Soldaten ersucot.
unruhiat. £ nod) lebhafter Gegenwehr Breteuil.
Amienkch ber'ei. den Feind energisch zu ewpsangen, die Rationa.garde ent-
Wiederholt ist auf Feldpost - Transporte aus dem Hinterhalt gefeuert. Ein Theil der Correspondenz für die 2. Garde - Infanterie - Division ist durch eme tn Den Briefbeutel gedrungene Kugel beschädigt worden.
Dergleichen Vorfälle sind, trotz der umfassenden Vorkehrungen der Mikita^ behörden für die Sicherheit, bei dem weilen Gebiete und da die Feldposten sich auf den verschiedenen Straßen in Frankreich Tag und Nacht bewegen, ganz unvermeidlich. Dieselben stehen bei der großen Anzahl der Transporte auch nur vereinzelt da, wenngleich sie, da gewöhnlich Tausende von Absendern und Em- tpsänger« bei dem einzelnen Feldpost-Transport betheil,gt sind, zu «eilen Brtef- ueclnmationen bet ^E,negJ’^t0^j,^'t£t)Jtn^^eiyl^urun9§'(Äm’en- vurchproor..,
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petzt aus den Wolken üefasten, um ' , . ® ruj.Nkjcht würde er im anderen
und die Dictatur in Frankreich »u welchen man in
Fall- geschmacklos sein, ub-r den o spotten; wäre nicht
Frankreich auSfindeg gemacht hat, I ^hne Weitere« in dem
da« ganze Auftreten der Rettung der A M * # eb’utet fände und stünde
Hilfsmittel, dessen sie sieh bedient, h h Frankreich« und ihren so
dieser Charakter nicht mit der 8 8 8 ^ ld(^ s» lächerlichen Gegensätze.
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-SK Ä?TÄfiE!Sf-i‘S LSS L' den Wind redet. Hat sich 3u<t‘ ® . t(e' un.prhallungen, welche er mit
Sertiere« benommen; ist felnt m „ere, al« La« Product eitler Wind-
dem Grafen BiSmarck ßepflogtn, 0(genübet dem sranzösischeu
macher.i, dem Au-^^ande gegenu « und noch «erden soll, seine
Dolke, loelMje« um die Gelegenhett un $BinCina(ltt ist dieser Gambetta,
eigene Meinung au6iufpred)en. Un N^th der Zeit auscämmernde Ber-
welch» nach Tour« fliegt, • auttuwirbeln. Wa« ist seine tz-chüderung nunf. in den Schwall se.n» Phrasen «g" an Ce„' Realität er selber der Pariser Zustande anders al« eme du,^sp 8 8„ auf eine siegretch-
8-wiß am wenigsten glaubt »nd s unt Bc.hcißungen ander«
Erhebung Frankreich«, was sind ,e>ne o Streiter z» Hunderttausenden als, Wind und nichts als W>n° l Er zahlt d.e «rr ^„ich in Anfpruch; auf; » nimmt den Waffenvorra h vo g 1 ‘ überaü, wo ein franzö-
» spricht von der einen und unthe. reu^Republik trnd^ cie
sischer Heerhaufen sich tm F-lb- zc g>' braud)t| mehren nur d,e un».
Waffen Frankreich« , «°n u"S°sch^'n H » Republik zerfällt von Tag
meßiiche SiegcSbeute und die „eine, ut 9 «b(ltunSe welchem Frankreich durch zu Tag mehr tn da- Chao« und « Erhebt sich bereit« die Schrecken«-
alle diese Windmacher entgegen gedrängt w»°, wirD.
post all de« soeialen Elend«, welchem die Zukun a g h Kanonen gegenzurei,en.
Kriegsnachrichten.
Benizel sversaillesdl, 13. Oktober. Die förmliche Belagerung von Solffon« hat gestern, die von Settun heute begonnen. Beide |atllAC'‘9nD?'®«t König hat der Stadt Versailles eine Mllitär- ! Contributton von 400,000 Francs erlassen. — Graf Bi«ntarck hat den^Matre davon in Kenntnrß gesetzt, daß die preußrschen Behörden Sen«8t dre Wahlen einer constituirrnden Versammlung zu erleichtern, aber die Regierung >n Par habe bttohlen, sie solle nicht sta.'finden.^ tcr Feind nach kurzem
. Widerstand'B're.eu.l (Dep. Oise, «»und. Beauvais) besetzte und aus Am.enS


