Ausgabe 
16.6.1870
 
Einzelbild herunterladen

Literarisches.

II z

tcn neunten Sängers in der Zahl von ük ner unserer Nachbars^

Hoffnungen ganz beser-

s Fefl-Comite.

Himmelsglocke große, uneno*

Alsschimn o.

mschlagknde Sitte *f[tnnei(ltr.

Ans blutiger Zeit.

Historische Novelle von Hermann Hirschfeld.

ngs-Aeticii- ck

unb Ervlostonsgrsatzt |i

Hoffmann.

Carl Hoffmann.

Die Industrie-Ausstellung in Cassel

ist anschaulich und übersichtlich geschildert in dem so eben -rschi-n-n-n sehr reichhaltig illuitrirten Bucke Führer durch die allgemeine Industrie-Ausstellung . Das von der Wittenberger Ausstellung entnommene, hier aber durch einenl dlrecten Anscklutz an das Orangerieschloß bedeutend erweiterte und verschönerte Gebäude er­scheint sehr imposant und ein beigegebener Grundriß läßt eme große-Sorgfalt ine Vertheilung der ausgestellten Gegenstände erkennen. Die landschaftliche Umge­bung trägt nicht wenig bei, dem Casseler Unternehmen vielen fr h -

ren, ähnlichen, zu sichern, und so ist denn auch das vorliegende Buch nut den Abbil­dungen der Carlsaue, der Terrasse der Kattenburg, des Aueparks rc. geschmückt. Der Concertsaal im Oranger i-schlos,, di- Pavillons d-r Restauration -c. und ner ch,-d-ne andere Darstellungen bilden den übrigen Theil des Buches , dessen ltterar scher Thett seinen Zweck, die Fremden auf alles Sehenswerthe aufmerksam machen, m lob cher Kürze erfüllt. Daß die Ausstellung sehr reichhaltig ist, zeigt am Schluß eine Statistik, ,nach welcher aus Norddeutschland 273 Stadt- mit 8W.Ausstellern aus Ofttrreich m d Ungarn 45 Städte mit 85 Ausstellern, aus der Schweiz 7 Städte mit 10 Ausstellern, > aus Frankreich 9 Städte mit 17 Ausstellern rc- rc- vertreten stnd.

en-

ui: ictrt, ib M ii

chnM-nmitlt-dr'"^ ronoerst-g.)__,

Purpur ist billiger geworden seit jener Nacht, die hinreichte, halb Frankreich in 6lC^ Der^Gcistliche°ttat naher, und seinen scharfen Blick auf die Königin rich. tend, sagte er säst in vorwurssvollern Tone: Was höre ick, ist bü4 1,8 erwählte Kämpferin des heiligen Vaters? Wo bleibt Ihre Starke wo Ihr männlicher Sinn? O glauben Sie mir, Königin, nur durch Blut kann Frank- reich gereinigt werden, und da Sie Ihre Zustimmung zu jener Nacht gaben, die glorreich in den Annalen des Katholicismus dasteh.n wird, erwarben S,e stch die Krone der Seligkeit, und für jeden Ketzer, den toie der Holle über- gaben, erblüht Ihnen dereinst ein Strauß mehr in dem Kranze der himm-

f einem H

r. piPP- '>v- ,

1*5 erzch«

* ücrl* und nUn

Vj empfohlen.

7 ^Hermann, ndermacher.

* Das einzige Frankfurter Blatt von nationaler Tendenz, dasFrankfurter ; Tnnpblatt nebst Handels-Courier", hat sich in den Kreisen der suddeutschen Handelswelt schnell Bahn gebrochen. In der That verbindet dasselbe mit vieler Frische . der Schreibart große Vollständigkeit, namentlich der Handelsberichte, bringt einen voll­ständigen Coursbericht, Verloosungstabellen rc. rc. Preis nut Postausschlag fl. 2. 12 fr. | vierteljährlich. Erscheint täglich zweimal. ______

?J V®1*

lt(d)en SrfUten. tU Worte des Redenden nicht mehr be-

achtet sie hatte ihren schms-n Blick aus ein hohes Gebäude j-ns-,ts der Seme gcrichtet, jetzt wandle sie sich zu Ignaz.

9 Der Palast Guise ist erleuchtet, was bedeutet das, Ignaz?

Majestät, man feiert drüben ein Fest zu Ehren der Herzogin von Mont- Ohne si7'mi'"v?-lle7,°'?°ich^nn- diese Guise, dürf.e ich sie doch vernichten wie die gisthauchende Schlange, durfte ich sie doch alle, olle beugen unter das Eisen des Schaffo.s, dies- stolzen Häupter, diesen scheinheiligen Car- dinal Viesen glatten Heinrich! aber Geduld, Geduld, auch ihr -dog wird körn- men 'noch bin ich Königin von Frankreich, noch lebe ich ihnen zum Verderben.

Maieüät wandte Pater Ignaz mit ironischem Ausdruck ein, Frankreich nennt ^r.n S°bn sekn n König Hünrich von Valois allein kann über Guise entscheiden.

«111 ist eine Puppe, -in machtloses Spielzeug in. meiner Hand , giie niemals wäre er König geworden, hatte er es

gewagt sich gegen den Willen feiner Mutter zu erheben. Laß ihn lieben, scher- l-bwelaen i- toller, desto besser, ich sorg-, >ch herrsche für ihn.

* Ilbe Maiesiät Frankreich weiß auch, unter wessen Hand und Haupt es fiS'ift faurn gekannt, ja, sein Name, seine seltsamen Leeden- sich beugt, Haltung werden verlacht; Catharina von Medicis heißt

^Ln7di7N ukd Lme von sich strahlt, Catharina von Medicis die 6 ötttn an deren Altar täglich Europa in blinder Ehrfurcht kniet

Ich liebe die Schmeichelei nicht, Du weißt es, Ignaz, unterbrach ihn le Königin düster, sprich offen, welche Gunst soll ich Dir gewahrend

Dankbarkeit, nicht Egoismus spricht aus mir, erwrederte der Vater beftia Danke ich Ihnen nicht Alles, was ich bin

I ^ S°llte -s auch Dankbarkeit geben? Kaum glaube ch mehr daran, me,n e . ©Antain finnenb leistete Coligny meinem Staate Nicht unermeßliche Dienste, ^ck lttL tck ibn morden Ich habe nie, niemals die sanften Regungen und doch 6 $ b Menschen schmücken sollen. In einer rau-

^n"^,,?mk?weattn^eit geboren, aufLewachsen in Leidenschaften und Intriguen, kenne ich nichts Anderes, und in dieser Leidenschaft suhle ich mich glücklich. Ich will feine Dankbarkeit, feine Liebe, die ich selbst ^>cht -wpf!trd-,.^und galn^eS

tln,9= SDlonatt

"» Mr, "ödes.

D« Hinzuaetretene «ar -in Mann in den mittleren Jahren, dessen schwarze -°u.?n- ihn ä?« °imn G-istlich-n erk-nn-n li-ß; der Ausdruckl feiner 3 e mrkündete Scharfsinn und Geist, und 'nn. Augen, von Kl-rnh-.t,

Cer Königin-Mutter und am Eingang des Fensters, das »um Bal h führte, stehen bleibend, fragte er mit sanfter schmerchelnver Stimme.

SSkäESk W-l. und Menschen, und der Purpur der Erde erwartet S ch den am Strahlenthrone des Höchsten, auch dort wird Eathanna

/Herrscherin schauderte. Sprich mir nicht von PurP-r,scigt-siele.se, seit jener Nach, da die Well-n der Seine sich rötheten vom Blu der Hug- Ä Ast bis in «ein Zimmer der Tod seine chw^Flügel b« seit jener Zeit hasse ich den Purpur, Ignaz, - denn das Von pai

Die Gartenlaube

brinat in Nr. 24 folgende Beiträge: Der Bergwirth. Geschichte aus den bairischen B raen. Von Hermann.Schmid. (Fortsetzung.) - Em Dichter des Wupperthales. Von Albert Trager. Mit Emil Rittershaus' Portrait. - Die verlassene Frau eines Bonaparte. Der gebändigte Strom. Mit Abbildung: Der Durchschnitt der Donau bei Wien- Das Bernsteingold des Samlands und seine neueste Gewinnung. Von einem Ostpreußen. (Schluß.) Mit Abbildung: ernstern- Taucher auf dem Meeresboden in Brüsterort. Blatter und Bluthen. C?. Marlitt als Ehestifterin Von C- Spielmann. Auskunftsmappe der Garten­laube. (Vermißte Landsleute jenseits des Oceans.) Das lungste Wunder. Klei­ner Briefkasten. Ehrengabe für Roderich Benedix.

Die Nacht brach an, tiefblau und sterndurchsäet lagerte die über dem schlafenden Paris, ein träumender Niese lag sie da, die ... licke Stadt, erschöpft von den Anstrengungen des Tages, hm und wieder auf. ruckend in den Wallungen üppiger Lebenskraft. Vom MonUicht beglänzt, traten jene Stätten weiß und friedlich hervor, wo noch vor kurzer Zett Mord und Vernichtung gehaust hatten; das Menschenblut, das kurze Zeit vorher m der DartbolomäuSnacht die Dielen purpurn gefärbt hatte, es war langst verwifcht, um in den Annalen der Geschichte als Schandfleck Frankreichs mmmer zu ver­siegen, und jene Räume des königlichen Louvre, von dessen Balkon herab der geistesschwache Karl IX. die Herzen seiner wehnosen Untertanen zur Zielscheibe feine« Morvaewehrs gemacht, waren düster und schweigend, wie daö Grab. ' Un° v°» - war «eine Täuschung ter Sinn-, war -S -,n Phantom, h-rvorg-rus-n durch tie Erinnerung an jene blutigen Tage, erschien letzt a s diesem Balkon ein- hohe Gestalt, starr, wie aus Marmor gehauen, stand si da bestrahlt vom milden Licht des Mondes, das glitzernd seine «ttahlen rn dre Fluthen der Seine warf und neckisch spielte mit den Wellen des #1 uff«.

Es war fein Schatten, die Gestalt trat naher an die Brüstung des Bal- kons, und tief ernsten Blickes schaute si- hinunter aus das schlummernde Paris ,u ibtin stüüen. Es ist ein Weib, in eine wett hinau,reichende Nobe von ?ckwarrem Sammet gekleidet, das Haupt von einem Spitzenschleier von gleicher F^arbe verhüllt, ein Weib von königlichem Anstand, mtt stolzem, hochmu hi- aem Ausdruck des Auges und des Mundes, mit majestätischer Haltung, wer sie so dastehen sah im fahlen Licht des Mondes, der mochte sie für das | gatum der Riesenstadt halten, die ihr schwarzes funkelndes Auge S-vnnf-"°°ll überblickte. Und diese Frau, war sie nicht das irdische Fatum Frankreichs ge worden? Thränen, Blut und Flüche hafteten an dem Nam-n Ea Hanna. von Medicis. Mit einer langsamen Bewegung schlug si- den Schleier ihres 8 lurütf der, von einem weißen Perlenviadem gehalten, fie.f"U£nr"*äum® I J Die Stadl schläft! sprach si- leise vor sich hin, säst kern Haus, in das nicht der Krieg oder jene blutig- Nacht ihre v-rv-rbl>ch- Fackel ü«l^udert, und nnttr tonnen sie schlafen und sich stärken zu neuem Tagewerk, indessen ich, die K?niün v° d ren Blick -'n- W-lt -rz.tt-rt, mich beugen muß und krummen «°r i-n-n Göttern, die Schlaf senden und süß- Traume. Ha, wenn ,ch fu «in en löhnte abringen ihnen eine Stund- der Ruh-! Ab-r nem, mm, unterbrach si- sich leivenschastlich, ich darf nicht schlaf-n; wenn ch ruhe, ruht

XrÄÄÄ ei-

g* *5 tast «ssw* "ri.zTk"»«1'..»' s» «**»»«**«*.

7.ÄÄÄ-

tttÄRsr&Äi..ÄSLNWMLW«s

Majestät, ich b-sörd-rt- den Eourl-r und siegelte die g-hetm-n D-p-sch-m Es ist aut koch noch -ins, ist Nachricht von meinem Sohn- ang- ungt? Der König ehrt mmg.n von seinen Reisen in den Provmzen zurück. Ba- ron Sürilla, der mir diese Nachricht bringt, findet >hn gelangweilter als >e, nida^""pÖwl^r^UftJgrro6,Ue"er es auch im Kleinen ist, erwi-dert- Eatharina ~*x cin Spielzeug für unfern Sohn und König sorgen

mMen 'ehe er die Politik zum Zeitvertreib wählt, und kleine Kinder zerbrechen

7. ihr, berührt eher will ich ihm die Religion überlassen.

'»SSW !»*«» "w »'

"K e,Mi, 1 ».1,1. s.il.,1»., I;«1 » ». ,»'> »3 * ffffiff ÄWÄVÄ Ä.?. ÜÄ g 5 s »ff. ff

er gekommen, entfernte. s I .. Licktsckein zu ihr herüberdrang,

einer harmonischen Musik. (-8cd'£Sun9 '°18 J