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Telegraphische Depeschen.

Pr. Cassen-Sch. 1 45

95 Vt

Spanier, neuest. 3»/0 305/s

151

1882r 1885r 1887r

9 5910

9 45G. u.fehl.

2 45G. u.fehl.

94'/- 94'/r

Holl. ft. 10 St. 9 55

Ducaten . . 5 3537 20 Frankenst. 9 3334 Engi. Sover. 11 5458 Kuss. Imper. 9 4648 Dollar in Gold 2 26 Vz27 Vr

Prioritäten.

öster. Stsb.-Prior. 56Vr öst. s. Lombard 47 Livorneser 32 Toscaner Elisabeth.-Prior. 79 II. Emiss. 753/4

Sachs. Div. Gassen.A. Pr. Friedrdor Pistolen . .

doppelte

3% 3% 30/o 50/o 50/o do.

1858r Prioritätsloose 1860r Loose 78

1864r n H5

Braunschweiger 17

Stadt Madrid 22'/4

Actien.

Frankf. Bank 1313/<

Frankf. Vereins-Kasse 101 *,4

Darmst. Bankact. 3251/2

Wien Bankactien 707

Galizien 239 V4

servecadre« würden nach den Territorialbezirken gebildet. Einige Deputirte haben erklärt, auf ihre Mandate zu verzichten. , o v t

London, 4. November. Der Norddeutsche Genexal-Consul zu London hat folgende Warnung an die deutschen Consuln der britischen Haupthäfen gesandt:

Ich benachrichtige Sie, daß französische Panzerschiffe jetzt beständig auf der Höhe von Dover kreuzen, die muthmatzlich von den Bewegungen deutscher Fahrzeuge gut unterrichtet sind. Sie werden daher ersucht, Capitänen von nord­deutschen Schiffen, die nach jener Gegend gehen, die größte Wachsamkeit anzu- empfehlen, um der Wegnahme zu entgehen." Es wird berichtet, daß ein fran­zösische- Kriegsschiff an der Mündung der Tyne kreuzt.

Papierrente 48V« steuerf. -

Anlehensloose.

Kurh. 40 Thlr. Loose 653/4

Nassau 25 fl.

40/0 bayr. Präm.-Anl. 1O63/4

Ansbacher 7 fl. 125/y

40/g badische Loose 1061/4 Badische fl. 35 Loose 58% Oestr. fl. 250 v. 1839

50/0 M. --------

Amerik. Bonds 1881r 97'/,

ftutr .um Schweigen 9ebrad)t. Um diese Zeit brannte e« im Fort noch stark und in Neubreisach sehr stur,. Die Errichtung einer Batterie auf dem Munster- platz will uns Breisachern gar nicht behagen. Haben sie in Neubreisach wett- tragende Geschütze und finden sie Zeit, sich nach allen Punkten zu"rtheivigen, so ist Al,dreifach sehr in Gefahr einer Zerstörung. Soeben habe ich selbst wahr- genommen, daß aus eine Vo'stellung unseres Bürgermeisters die noch Nicht hinter die Schanzen gelegten Kanonen wieder vom Munsterplatz entfernt, aber i Schanzen nicht geebnet wurden. Im Augenblick war auch unser h°ch°"ehrttr Geistl.' Rath Lender beim Commandirenven und dieser gab ihm die beruhigendste Versicherungen, daß ohne die äußerst- Noth nicht vom Munsterplatz °»r geschossen werde. Die Besatzung vorn Fort ist noch nicht beunruhigt genug, V,Uhr schossen dieselben wieder 10 Schüsse ab und e« zeigten sich einige aus dem L In Neubreisach brennt es seit zwei Stunden wieder, aber gegen dem Basler Thor oder ob-rhalb demselben zu, wahrscheinlich von einer südlich gelegenen Ba enc Mück-Sheim, hcrrührend. Nachmittags Obgleich t>te: »atterte I^etm ®iu1(1 noch nicht ausgeführt ist, wird von Neubreisach h.eher g->°fsk", Eine Kugel ist in den Garten de« Bürgermeisters gefallen und eine beim Rathbrunnen geplatzt, eine ander- beim Kopfthor. In Neubreisach brannte es sehr stark an mehreren Orten, besonders beim Basler Thor. Abend« 3/d* Ul)r- Nachmittags 31/ Uhr kamen Bomben und Granaten über all- Theile der Stadt, doch zum Gluck platzten alle. Bon 8 Uhr an war der Donner furchtbar, sowohl von un serer Seite, al« von drüben gegen un«. Es ist zu weitläufig, alle Stadtthei e und Hauser zu beschreiben, wo sie einfielen. Nach 10 Uhr traf e« einen Kanonier, m S ie1, d-7augenblicklich todt war. Nach Va'l Uhr brachte Mir ein Mann von meiner Einguartierung 3 Granatsplitter, welche zusammen 4V25W rooaen Um 8 Uhr war ich auf dem EckhardSberg durch die Reben be8an9 n und nicht weit von mir fielen Splitter nieder. Während ,» schreibe, chw.rrt wieder eine über die Neugaffe. In Neubreisach brennt es immer fur^tbar. Die Neubreisacher haben gegen unsere B-rmuthung doch neuere weittragende G - schütze Kurz vor 12 Uhr Nachts schlug eine Granate unmittelbar b-'M Thor und ^Ochsen und gleich nach Glockenschlag 12 Uhr die zweite in das Großman- nische Haus ein. ZahlreicheSchlachtenbummler-- treffen 'n der Umgebung von Altbreisach ein und beobachten von den nahen Hohen des Kaiserstuhls das svnders Nachts interessante Schauspiel des Bombardements."

Actien.

Oest. Creditact. 246 5% östr. F. St. E. B. 371 % Lomb'ard Bahn 174

Lud wigsh.-Bexbach 162 %

Maxbahn 108

Bayer. Ostbahn 124

Hess. Ludwigsb.-Act. 135

Alsenzbahn-Actien 86%

Oberhessen

Darmstadt, 7. Nov. Di-M-in.Ztg." bringt folgende auffallende Mit. «Heilung, für deren Wahrheit wir ihr die Bürgschaft überlasten muffen.Son­derbare Gerüchte circuliren hier über Sendungen, welche au« dem Lelde hierher gelangten. Kisten auffallenden Inhalt« sollen an die Angehörigen eines i^sfizi s und eines Arztes gelangt fein und ein anderer höherer Offizier soll aus dem Feld nicht weniger ^l- sechs C-ntner Reis und einen Centn-- Kaffee in sieben Ballen hierhergeschickt erhalten haben. Diese Sachen sollen in e.ner Unter- fuchung beim hiesigen Stadtgerichte zur Sprache gekommen sein

Berlin 7. Nov. Nachdem vor Kurzem dieJnstkib. Ztg. die Mittheil ng hatte, daß der in der Feste Bohrn bei Lotzen internirte ^n'sch- Capttan Petersen wahnsinnig geworden sei, entnehmen wir derZukunft Folgende».Schön s t lanaerer Zeit hatten sich bei dem Capttän Spuren einer großen Aufregung de- merklich gemacht, durch welche er seinen Stubengenoffen in Lotzen ^sorgmß ein- flößte. Besonder« die unter den dortigen Umständen so natürliche» Be«rachtungen über Grund und Recht dieser Has, mußten in seiner Gegenwart unt rd.uck wer- den, da ihn diese« Thema zu heftigen^Ausbrüchen' Wiu«tfi'" ?fl9te. 12 Ortober wurde es am ärgsten. Der Capttan drohte zuerst, sich mit einem W meffer den Halt zu durchschneiden, dann warf er mit T-ntenglasern, Nachigesch und dergleichen nach seinen Stubengenoffen, deren einer, Herr Willemo «, dabe eine Verletzung über dem Auge erhielt. Endlich schloß er die Stube, in ter er sich mit dem Ebengenannten und dem Nordschleswiger Schmidt befand, ab un meiaerte sich zu offnen. Selbst die Autorität des Mitgefangenen Abgeordn en Krhger die e/ sonst hochachtete war aus Null gesunken. Seine Landsleute, hatten schon mehrere Tage lang darauf gedrungen, daß °r 's°Urt und ärztlich behänd würde aber man war Darauf nicht eingegangen. Jetzt freilich wurde es ander. Der Capttän, der die Thür hartnäckig verschlossen hielt, forderte der Cornmanda, Oberst v. Schlichting, solle erscheinen, ihm wolle er sich auf Tod und Leben er- aeben. Der Militärarzt Stobbe hatte inzwischen aus Bastion Schwert secy Mann kommen lassen und drang mit diesen in da- mittlerweile geöffnete Zimmer, woer müdem Commando : Greift und b.ndet ihn 'feine Mannschastgegen Wahnsinnigen »orrückrn ließ. Nun erhob sich em mächtiger L-rm. Der Capttmi fchmana oas offene Rasirmesser. Zum Glück konnte Kryger den Arm des Wu chenden fassen und ihn festhaiien, obwohl der Doetor, welcher wahrscheinlich eine Art Meuterei darin vermuthete, wiederholt befahl: Jm Namen de« Gesetzes lassen Sie ihn lo«! Wäre die« geschehen, wahrscheinlich hatte der Gjilan fern Messer an dem nächsten seiner Gegner versucht. Nach Ringen, - che," Krvger eine Schnittwunde in die Hand erhielt, wurde der Capita , ube wältigt, niedergeworsen, in eine Zwangsjacke gesteckt und abge,uhr. <=

dem Abgänge der Freigelassenen au« Lotzen bekannt war, befand sich W« Pelersen damals noch in der beilkünstlerischen Pflege de» Hrn. Dr. Stob e

Wien, 8. Nov. Au« Konstantinopel wird von einer ungeheuren F n j krise gemeldet. Das dortige osficiöse Blatt,Habik- sagt : D>- Piorte konni-ttdm Angrsts mit 600,000 Mann Soldaten und 12 Panzerschiffen Rückschlägen. Ruß­land den^e aber nicht an Krieg. - Au- Athen meldet man, G°rcha d. di Hellenen zur Unterstützung Frankreich« auffordert, wofür er denselben d,e Beseelung von Thessalien und Epiru« verspricht. ffinttin auf

Brüssel, Nov. Bazaine hat an seine lich hier aufhaltende Gattin t lelegraphischem Wege die Mittheilung gelangen lassen, daß er rreußische - aierung um seine Jntemirung in Aachen gebeten habe. Er ersucht seine Gattin, sobalv sein Gesuch genehmigt sein wird, ihm dorthin nachzureisen.

Haag, 7. November. Der Finanzminister thettte ,n der ersten.Kammer mit, däß die Minister de« Aeußern, der Colonien (dieser au« Gesundheitsruck sichtens, der Justiz und de« Krieges demifsionirt haben. Die übrigen Mm st haben ihre Portefeuilles zur Verfügung de« Königs gestellt und führe» fchäfte bi« zur königlichen Entscheidung fort. Staate«

Prlotenj, 8. Nov. Die Regierung nimmt heute IM Rumen d Besitz vom Quirinal. Der bisherige Gesandte in Wien, Minghel ,^st einaetroffen: der Zweck seiner Reise sind die bevorstehenden Wahlen. Krttg«minist.r arbeitet eine Reorganisation der Armee, Vie Reserven e r au. Der Zweck derfelbe.. ist, Ersparnisse in den Ausgaben für das Militär und ine schnellere Einziehung der Truppen zu ermöglichen. Man versichert, die Re-

DieProwCorr.-- vom 9. Oct. schreibt:Die Berufung de« Reichstage« behus« Beschlußfassung über die weiteren zur Kriegsführung nöthigen Mittel, sowie den Eintritt der Südstaaten in den norddeutschen Bund erfolgt vermuthlich gegen den 20. November. Der Eintritt Hessens, Badens und Württembergs ist tn aperer Aussicht. Die Beziehungen Bayerns unterliegen noch weiteren Verhäng lungen. Genauere Bestimmungen über die Reichstagssession können nur unter Berücksichtigung der nächsten Aufgaben auf dem Kriegsschauplätze getroffen werden. Bezüglich de« Angriffs auf Paris sagt dieProvinzialcorrespondenz'':Der Befehl wird gew'tz in dem Augenblick ertheilt werden, wo es unter Berücksichti­gung aller betreffenden Verhältnisse, namentlich auch der weiteren inneren Ent­wicklung in Paris, angemessen erscheint." .

Brüssel 9. Nov. Aus Amiens wird gemeldet: Erne erngetroffene englische Ambulanz unter dem Befehl des Obersten Berington wurde stark mißhandelt, weil der Verdacht entstanden war, sie seien Deutsche. Aus Tour« schreibt man, dass von der 250'Millionenanleihe erst 93,920,000 Fr«, gezeichnet sind.France undLiberty" melden, daß das diplomatische Corps demnächst nach einer südlicher gelegenen Stadt abreisen wird.Liberts" erwähnt des Gerüchtes, daß Picard rum Minister des Innern ernannt sei. Ueber seinen Nachfolger als Fmanznumster ist noch nichts bekannt. E- heißt, Bourbaki habe seine Demission zuruckgezogen.

Kaifcrslauicrn, 9. No». In Nanteuil bei Pari« ist am 7. b., Morgens 9 Uhr cer eben vollendete Eisenbahntunnel, ohne daß Menschenleben zu beklagen sind, zusammengestürzt. Man hat Pulverminen entdeckt. Die Verpromanttrung der Armee ist in Folge dessen erschwert. Der Tunnel ist unhaltbar. (Wir geben . diese Nachricht mit aller Reserve, da bi« jetzt keine Derartige ossmelle Nachricht 1 CCrlt9A Wicit^ 9. Nov. Di- Verfassungstreuen verhinderten Die heutige Reichs- ' tagssitzung, um'über Den Standpunkt Der Partei, gegenüber Der Regierung, er- ganzende Stipulationen zu treffen. Es findet morgen e,ne Sitzung statt.

8 A «Briiffel, 9. Nov. General Eosfiniere schreibt au« Hamburg an die Zndep": Ich werde später zur Evidenz beweisen, daß ich meine Pflicht a S 1 Soldat und Bürger erfüllt habe. Unterlassen Sie mittlerweile alle pe-fiden In-

flnuutionen^ g DieCorresp. Hava«'- theilt mit :Da« Gesetz über da« Massenaufgebot soll nachträglich Modifieationen erletten - Thier« habe »u cerneu gebildeten Loire-Armee von b0,000 Mann vollste« Vertrauen ge- äußert Alle Blätter theilen diesen Ausspruch de« Staatsmannes mit.

® A Vgnra 8. Nov. Laut offiri-ll-r Bekanntmachung wird am i ö^ Nov. ein Prisengericht'zusammentreten, um über alle gekaperten deutschen Schiffe Urthei lU fällen DieCorresp Hava«-- erklärt, st- empfange alle Nensilgtiement« von der Negierung und veröffentlicht gleichzeitig ein Communiquö, J^&in Vic Waffenstillstandsunterhandlungen nur angeknupft habe, um Zett zu dem ®or- marsche semer^Arm e D-r^Börsenhalle-- wird au« Gurtofen gemeldet,

daß 2 englische Dampfer gestern 15 Meilen nordwestlich von Helgoland da« fron- zösische Geschwader mit 8, resp. 5 kleinen, vermuthlich aufgebrachten, Schiffen im Schlepptau gesehen haben. Aus Norderney t-legraphirt man ter ®DrfenDaBe daß dort heute 14 große Schiffe, wahrscheinlich französische Kriegsschiffe, in nord- licher Richtung steuernd, gesehen worden seien.

S ch l u ß - C o u r f e.

...... _ , - ÄÄh« De.»l.ich.tt

Vie Reserven betreffend, fl. 88000. Wenig Geschäft, aber fest.

Börsennachrichten.

9. November 1870.

Preuss. 4*/2°,o Oblig. 92 Frankf. S'/g°/o Obi. 793/< Nass. 4'/2° o Obi. 91'/2 Kurhess. 4% 83 Gr. Hess. 5% Obi. 101'/2 4°/0 92'/,

n " 3/2°/0 r

Bayer. 5% /*

4'/2 % 1jährige 92

4% jährige 843/4 Wiirtemb. 4*/2 % Obi. 91'/z Baden 4»/20/0Obl.c. E. L. 913/4 Oester. Silberrente 56»/4

Weclisel.

Amsterdam

k. S. 100'/r

Augsburg

k. S. 100

Berlin

k. S. 104^8

Bremen

k. S. 977/8

Cöln

k. S. 1O47/8

Hamburg

k. S. 877/ö

Leipzig

k. S. -

London

k. S. 1191/8

Lyon

k. S.

Paris

k. S.

Wien

k. 8. 975/g

ditto

m. S.

ditto

1. S.

Disconto

4% 0

Geldsorten.