Ausgabe 
8.2.1870
 
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Hungers werden.

6. Februar.

zufricccn

5. Februar.

Die Nachricht, daß den hannoverschen Legionären rurch einen Awnestieoct neuesten Damms tie Ruck- kehr in die Heimatb ermöglicht werten sei, türfte, wie dieHannov. Zig." sagt, sehr zu wodificiren sein.Tie Eisahrungensagt VoS officiose Blatt, welche sich an die früheren Gnotcnaete knüpfen, worin wohl nicht gecigntt, eine Wi.tnhclung kcr- felbcn atijurütten. Tagkg-n ist der pre^sch. Bot- schaster in Paris ermächtigt worden, dcnienigen fluch­tigen Hannoveranern, welche sich bei ihm melden, um tie straffreie Rückkehr nach dem Daterlande zu erlangen, eine möglichst milde Behandlung in Aus­

Oesterreich. Wien, 3. Febr. In der heutigen Sitzung deS Abgeordnetenhauses stellte der Ministerpräsident Hasner das neue Ministerium vor. Ders.lde betonte in Uebereinstimmung mit der Adresse, daß der Ausgangspunkt für die Thätigkeit deS ViinisteriumS die Verfassung fei. Taffttbe weide damit daS Streben verbinden, den inneren Frieden durch Gewährung be­rechtigter Wünsche zu bewahren. Tie Lucken im NeligionSge- setze seien auSzufullen, die Gewissensfreiheit, sowie die Rechte des Staates zu wahren. Tas Ministerium werde stets einge­denk bleiben, daß es auS dem Parlamente hervorgegangen.

Prag, 1. Febr. Gestern Nachts wurden illustnrte Placate in czechischer Sprache aufrührerischen Inhalts aufgesunden. Die Illustration stellt die Minister Giekra, Herbst und Hasner am Galgen bangend dar.

Frankreich. Paris, 2. Febr. Der KriegsmtNlster be­reitet gegenwärtig ein Project vor, welches die groß.n Militär- commanros abschofft und bestimmt, daß in Zukunft kein Mili­tär , einerlei, welche Posten er bekleidet, mehr als 60,000 Franken jährlichen Gehalt beziehen darf.

DemMoniteur" zufolge hat Herr Marfori soeben Paris veilassen, um sich in Marseille nach Portugal einzuschiffen. Die Ungnade des ehemaligen Intendanten der Königin von Spanien ist vollständig, und man glaubt, daß in Folge seiner Entfer. nung die bervorrogenden Persönlichkeiten der spanischen Emi­gration nunmehr von ihrer Zurückbaltung ablassen und ssch um die entthronte Königin und ihren Cobn, den Prinzen AlphonS, schaaren werden. wird ferner versickert, daß die Königin Isabella in wenigen Tagen ihre Thronentsagung zu Gunsten ihreö Sohnes publiciren wird, um die Auesichlen, die demselben noch auf den spanischen Thron verbleiben, zu erhöhen.

Paris, 3. Febr. In der heutigen Sitzung des gesetzgeben­den Körpers inteipellirte Gambetta die Regierung wegen der Freiheit deö Buchdrucker- und BuchhändlergewerbeS. Der Mini­ster des Innern erwiderte, die Regierung habe noch nicht Zeit gehabt, sich mit dieser Frage zu b.schästtgen. Damit war der Zwischenfall erledigt. ____________________

3n ter Sitzung ter bäurischen Abgeoidnetenkam- Wer vom 3. Fcbruor antwortete gelegentlich ter Adrißtebatte Fürst Hohenlohe auf eine in letzter Sitzung gelhane Aeuß-rung des Abg. Kolb, er habe gewünscht, Voß tte Regierung tie Bedingungen tcS Eintritts in den Nordbund von Preußen zu erfahren gesucht hätte, etwa wie folgt: Auf von mir kinge- leitete Veranlaffung hat Preußen nicht erklärt, daß es den Eintritt Baierns in den Nordbund verlange oder daß es die Verbindung mit ihm in dieser Form des Bundes erstrebe; es stellt und anheim, ob und wann wir diesen Eintritt wünschen wollen, und eS sieht unseren Vorschlägen entgegen. Nun glaube ich, daß es nicht in süddeutschem Interesse läge, wenn Baiern einseitig vergehen wollte, abgesehen davon, daß in unserem FriedenSvertroge vom 22. August 1866 Baiern die Nikolsburger Präliminarien aner­kannt hat und diese nur von einer gemeinschaftlichen Verbindung der Südstaaten mit dem zu gründenden Nordbund wissen. Ecrreet ist aber, daß erst dann, wenn die vier Staaten südlich des Mains sich ver- stäntigt haben, Schritte zu einer Annäherung ge­schehen. Ich habe schon neulich erwähnt, daß ich eine Einigung mit Würtcmberg und Baden mit allen Kräften anstrebte. Unter dieser Sachlage, welche ein­seitige Verhandlungen BaiernS ausschließt, kann ich keine Auiklärung darüber geben, welche Bedingungen uns mochten gestellt werden.

Man liest imMemorial Diplomatigue" : Augsb. Allg. Ztg." veröffentlicht ein Telegramm, welches meldet, daß der Papst sich geweigert hat, eine von 137 Bischöfen unterzeichnete Adresse entge­genzunehmen, die sich gegen die Desinition deS Dog­mas der Unfehlbarkeit auespricht; was aber dieses Blatt nicht sagt und was hervorzuheben nöthig ist, ist, daß der heil. Vater ebenfalls sich geweigert hat. das von 430 Bischöfen unterzeichnete Postulatum zu empfangen, welches um die soscrtige Desinition die­ses Dogmas nachsucht. P'us IX., welcher entschlossen ist, in dieser wichtigen Frage eine strrete Neutralität zu beobachten, hat die Eimn wie die Anderen vor ö Eoneil beschieden, welches allein competent sei, dieses

über die Hurrahruse, mit denen sie empfangen wer­den. Es bleibt nur das Eine zu unserer Rettung übrig, daß wir unsere Herren erwürgen wie Hunde, ohne Gnade und Barmherzigkeit. Sie müssen alle mit Stumpf und Stiel ausgerottet werten, ihre Städte müssen verbrannt und das Land durch Feuer gereinigt werden. Da unsere Tyrannen Geschütze und Eavallerie baden, tie unS fehlen, so können wer sie nur durch Feuer siegreich bekämpfen. Haben wir Ne Mauern, hinter denen sie sich verbergen, in Asche verwandelt, so müssen sie eine schmähliche Beute deS

sicht zu stellen."

DosSiecke" lenkt tie Aufmerksamkeit seiner i Leser auf die äußerst heikle Frage, welche in der letzten Sitzung des ges'tzgebenten Körpers Herr von ' Keratry vorgebraät hat. Dieser Deputirte verlangte bekanntlich Aufschluß darüber, ob gewisse, sehr wich­tige historische Dceumrnte, die in den Nattonal-Ar- chiven drponirt genesen, daraus verschwunden seien. Seit einiger Zeit bereits waren Gerüchte über diese Sache im Umlauf.Ist cs wahr" faßt das Siecke"daß tie Eortcns, we'che Dokumente bezüglich ter Geschichte ter Bonapartes enthalten, ,um Marschall Varllant gebracht Worten sind, tem Minister des kaiserlichen Houses und der schönen Künste, um dort einer Sichtung unterworfen zu wer- Den ? Ist es wahr, daß verschiedene Briese Napo- leon's 1., die er an seine Brüter oder an seine Mi- nister gerichtet hatte, durch diese Sichtung unter­schlagen und Jemandem übergeben worden sind, der nicht gut ein Anderer als das Staatsoberhaupt^ sein kann? Ist es wahr, daß dieselbe Unterschlagung stattgrsunken hot m>l verschiedenen Dokumenten der allgemeinen Polizei von der Zeit der Revolution und des ersten Kaiserreichs her? Ist es wahr, daß sieben authentische Original-Dccumente auS den gerichtlichen Acten bezüglich der tragi-comischen Expedition LvuiS Napoleons in Boulogne versäwunden sind? Ist wahr, daß verschiedene andere Aktenstöße dem Prinzen Napoleon zur Verfügung gestellt worden sind? Ist eS wahr, daß diese verschiedenen Unterschlagungen zum Zwecke gehabt haben, die öffentliche Meinung daran zu hindern, sich jemals aufklärrn zu können über Ereignisse, die der Geschichte anIehören? Herr Maurice R.chord, der jetzige Minister der schonen Künste, hat das formelle Versprechen gegeben, in dieser Angelegenheit eine Enquete vorzunehmen. Die Frage ist wichtig vom moralischen Gesichtspunkte aus und vom Gesichtspunkte ter heiligen Interessen der Geschichte. Es handelt sich darum, zu wissen, ob die Erben ter napoleonischen Legente, nicht tamit zufrieken, ihren Zeitgenossen den Mund geschlossen zu haben, die Diktatur dazu benützt haben, auch zu versuchen, tie Nach Welt daran zu hindern, in der Geschichte der Bonapartes hell zu s'hen."

Die revolutionären Proclomationen, die, wie schon erwähnt, in Rußland massenhaft unter daS Volk ge­worfen wurden, enthalten unter Anderem folgenden Passus:Unsere Vorfahren kannten weder Atel noch Priester, weter Kaufleute noch Steuereinnehmer', sie waren frei und glücklich. Aber von jenseits des Meere.- kamen fremte Fürsten, und in ihrem Gefolge waren Adel, Beamte, Steuereinnehmer. Sie unter- jochten unser Volk, nahmen uns unsere Felder weg und lebten von der Frucht unserer Arbeit. Nachdem sie das Land unterjocht hatten, bauten tie Eroberer Stätte, von denen aus sie uns noch jetzt untertiüden. Ihnen verdanken wir die strengen Gefttze und die schweren Abgaben, die uns in's äußerste Elend stür­zen, während sie sich von unserem Brote mästen und herrlich und in Freuden leben. Ihre Städte sind so stark befestigt, daß wir feinen anderen Angriff auf sie unternehmen können, als daß wir ihnen den ro- then Hahn auf's Doch setzen." Es folgt dann eine haarsträubende Schilderung der angeblichen Unbilden, die das russische Landvolk unter dem Ezaren-Deepo° tismus erleiden müsse, und durch die es zum Vieh herabgewürdigt werde. Es heißt hierauf weiter:Es gab in unserer Geschichte einen Zeitpunkt, wo wir Hoffnung hegen durften, ter Czar und seine ganze Familie stürben aus. Zum Unglück berief der Adel einen kleinen Fürsten aus Deutichland, welcher ter Stammvater einer ganzen Reihe von Tyrannen ge­worden ist. Diese deutsche Fürstenfamilie bot sich so sehr vermehrt, daß tie Popen alle ibre Glieder tn ter Kirche kaum herzählen können. Sie zehrt Alles auf, und noch mehr verschlingen ihre Hostinge. -ivir sind Dummkopfe, tie Deutschen regieren uns und suchen nur ihre Taschen zu füllen. Unser Ezar und die Großfürsten sind unfähig zur Regierung; sie treiben sich Inbrr auf den Landstraßen herum und freuen fich

gewichtige Problem zu lösen."

Der Wiener Correspondent derKarlsr. Ztg. berichtet: Dem Vernehmen noch ist von den türkischen Grcnzbehöiden der Ausbruch eines bedrohlichen Aus­standes der Miriditen in Albanien signol.sirt, und dürste deßhalb österrrichischer Seils ein beträchtlicher Theil der dalmatinischen Truppen an die albanestsche Grenze dirigirt werden. Die Pforte bot ihrerseits sofort die umfassendsten militärischen Vorkehrungen getroffen. ,

DerLevant Herold" meldet, daß tic türkische Regierung beschlossen habe, dem Dicekönig von Egyp­ten die abzuliefernden Panzerschiffe und Hinterlader nicht zu bezahlen, sondern zu verlangen, daß selbe untentgeltlich übergeben würden als Strafe sür deren Anschaffung ohne früher eingeholte oberherrliche Be- willigung. _____

Prcnstcn. Düsseldorf. 1. Febr. DaS hiesige Apella- tionegerichl hat das Ur th.il deS Zuck tpolizeigeuchtS gegen den Reiche tagü Abgcorrnet.n Fritz M.nde wegen der Gladbacher Tunruttgefchichle bestätigt; dersttbe ist demnach zu 1 Jahr ver-

Bayern. München, 3. Febr. Tie obenangesuhrte kon. Entsck'tlel'ttng laut,t: T.e Adr.sie der Reickeralhekammer bot du ich ihre principielten Angriffe aus den ®ifanmubdlonb deS gegenwärtigen Ministeriums ohne jede thatsäckliche ob r g-setz- l,ch greifbare Begründung b.m Geiste der Versöhnung nicht entsprochen, welchen Ich in der Thronrede der Londeevei tietuug enlgcgeng.brockt habe ntrb hi.rbu,ch die MögUck seit ihrer An­nahme für Mich ausoeick losten. llebrigenS werde Ich deeholb nicht ermüden, d.nr Laiche die durch dos Uebernioß der Partei- b.wequng gestörte Ruhe wüderzugeben. Von di.ser Meiner Eutsmließung ist der erste Präsident der Reichsrathekammer so­fort Ui verständigen, (ge;): Ludwig.

München. 2. Febr. Die Zeitungsnachricht bezüglich der königl. Prinzen bedarf einer Rrchtigstellnng dahin, daß Seine Majestät der König dem Prinzen Luitpold und dessen beiden Söhnen, den Prinzen Ludwig und Leopold, mittbeilen ließ, daß sie vom Besuche des kön'gl. Hofe« bis auf Weiteres diepensirt seien; den Prinz.n Otto und Adalbert, welche beide in der königl. Rksidenz wohn.n, ist eine solche Mrtthe.lung nicht zrrge- gangcn.

Vermischtes.

Gießen. Es ist dem hiesigen Eoncertverein gelungen, sich für daS nächste Eoncert bie Mitwirkung einer sehr heivorragen- ben Künstlerin zu sichern. Fräulein Krebs. Tochter les Hos- kapellmeisterS Kr.bs in Dresden, ist schon in ihrem zwölften Jahre in mehreren Eoncerten in London aufgetreten und hat daselbst durch die große Fertigkeit und Feinhet ihres Elavier- spiels allgemeine Bewunderung erregt. Wir ersehen auS den Zeitungen, baß die junge Künstlerin vor Kurz.m auch wilder in Berlin und Frankfurt gleichen Beifall geerntet hat.

Frankfurt, 30. Ion. Ter gutprädicirte EommiS Weniger auS Wiesentheid (Bayern) hatte mit einer Tochter deS Caffet.erS Dender ein Verbältnrß angeknupft, daS nach einigem Zögern der Eltern des Mädchens zu einem Derlöbniß führte.^ Die Brautleute machten darauf (als Mann und Frau) eine längere Reise durch Bayern, und schon war der Hochzeitstag festgesetzt, daS LogiS gemiethet k., als eS der Braut eiufiel. das Verhält- N'ß zu lösen, ang.blich. weil sie von ihrem Bräutigam auS Eisersucht förmlich lyrannisirt würbe. Weniger thot wiekerholte, doch vergeblick e Schritte, daS Ve.hältniß wieder anzuknupfen. Außer sich vor Verzweiflung, begab er sich hierauf, nachdem er sich durch Abrasiren deS Ba.teS, Aufsetzen einer Brille ?c. un­kenntlich gemacht, mit einem doppelt geladenen Pistol in daS Easu Bender, paßte den Moment ab. wo Fräulein Bender allein am Buffet faß. und sckoß ihr den einen Lauf der Pistole inS Gesicht. Fräulein Bender hatte glücklicher Weise die Be- wegung seines Armes bemerkt, wendete deßbalb rasch den Kopf, und so streifte bie Kugel bickt an ihrem G.sickte vorbei, daS jerock Zeit ihres Lebens durch bie eingebrungenen Pulverkörner entstellt bleiben wird. Die G.sckworenen bejahten bie That- fraae verneint.n aber, baß er mit Ueberlegung gehanbelt. worauf ibn der Gerichtehof unter Iubelruf b.S überaus zahlreichen Auditoriums freisprach. Weniger wurde hierauf (Mitternacht) von einer großen Menschenmenge im Triumphzuq nach seinem Gasthof gebracht, nnb auch sein Vertheidiger (Dr. Mayer) er» h.elt eine Ovation. Der ganze Stabttheil war in Aufregung. Ter zweite Fall Mufft b<n Poequillanlcn Götz, ebenfalls (Sommiö, 42 Jahre alt. außerordentlich gut beleumundet, der durch eine zahllose Masse anonymer Briefe seit Jahrzehenbcn die achtbarsten Familien verleumdet, auswärtige ZeitungSerpedi- tioncn durch fingirte Inserate geschädigt, Urkunden gefälscht u. s. w. Die meisten und injuriösesten f.iner anonymen, mit obseonen Bildern begleiteten Briefe fallen glücklicher Weise für ihn unter die Verjährung. Wegen seiner Cchmähbriefe re. feit 1859 wurde Götz zu 3 Jahren Zuchthaus und 50 fl. Geld­buße verurteilt. Die Sacke hat hier f. Z. ein kaum glaub» lichts Aufsehen gemacht und viele Famrlren in Kummer, ja, in Verzwerflung versetzt. _ f .

Riga. 31. Jon. Aus Bolderaa wird gemeldet, daß bei 20 Grad Kätte vorn dortigen Leuchtthurm meilenweit kein offenes Wasser sichtbar ist. Tie Meerenge zwischen Kap Domeß- Näß und der Insel Oesel ist vollständig zugesroren.

Amerika. Ame'ikanckck'en Blättern zufolge ,st eS im Staate Alabama zu grofartigen Verwickelungen tonaler Natur gekomnun. b.nn d.r oberste Gericktebof dieses Staates hat die Entscheidung abgeg.b.n, daß alle während des Krieges abge- schll'sseuen Eben' null und nichtig seien. TaS Argument für diese absonderliche Entscheidung lautete dahin, hast die mit Aus­stellung der Heirathslicenzen betrauten R'chter nickt Rickter im Malen Sinne gewesen feien, alsc keine reckttgultigen Licenzen auestellen konnten. Auch kann die Legislatur eine durch eine illegale Behörde gelhane Handlung ober ein gefälltes Urtheil dem AuSjpiuche des Gerichtshofes gemäß nickt tahfidren. Der Heranwachsenden Generation von Alabama kommt die Rebellion ihrer Väter tbeiur zu stehen, denn tue Ungültigkeit^Erklärung bifkv Eh>n schließt bie Folge in sick, baß alle auS ihnen her­vorgegangenen Kinder bis auf Weiteres als illegitim anzu, sehen sind. .

* * Eine gute Antwort. Em junger Arzt, der zur Hochzeit seiner Schwester auf einige Tage verreisen wollte, be« nackrichtigte von dieser Absicht einen seiner Patientey, intern er hinzi.sügte, daß ihn während seiner Abw'seuheit dfi durch Bor- nirth.it bekannter Eollege vertreten werde. Hieraus antwortete ihm bet witzige Kianke aus dem Stegreif:

Ich aönne Dir auf drei Tage Zeit Bis Tu bie Sck wester dem Gatten gefreit. Du lässest den Freund mir als Burgen; Er wird mich statt Deiner erwürgen."