Ausgabe 
6.8.1870
 
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siorsennacSrichten. En «S

4. August 1870.

Feier

9

Doll, in Gold 2 22-24

Mit den letz-

auf ein Mut-

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(Gartenlaube.

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nheid) die sullhi- :ubcn, und ftetrm wird auch die

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doppelte Boll. fl. 10 St. Ducaten . . 20 Frankonet.

Ps zu i(büren und gememschaklichen

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rungsbank.

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50/0 Ö8tr. F. St. E. B. 2933/4

Ludwigsh.-Bexbach 130

Stelle. 6H men Zeder &

Aktien.

L Frankf. Bank 111 Oester. Bank

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9

Aus blutiger Zeit.

Historische Novelle von Hermann Hirsch seid.

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Fetner Qll! Kreuz.

Engi. Souver. 11

Ruöfi. Imper. 9

Preuss. 4l/z°/o Obi. 81 Va Frankl. 3V2°/o Obi. 74V, Naee. 41/2% Obi. 785/s Kurb. 40/o Obi. 773/4 Hess. 40/.j Obi. b. Rothe. 31/2% do. do. '

Bayer. 5% Obi. 90

41/2% 1jährige 8O/s

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Würtemb. 4V,0/o Obi. 78*/» Baden 41/2% Obi. 0. E.L. 83 Oestr. 5V' 0 b. B..

5% National

B 50/0 Metall. Obi. _ M. steuerf.

bitli sSJ Cen "anientij ßomiteg: Murrer.

^^chlusie

Zu leis^,.

.-"^ombQttQror 'und muß binrr 'N/bell. in rocldie pn ^agen Di: Wucherte itit dx D'e weiteren A welche; k

* zu haben js,

Morgens: Pfarrer Dr. Seel. "Nachmittags: Pfarrer Landmann. (Künftigen Sonntag den 14. August des heiligen Abendmayls.)

G e t a u f t c.

tz^losion^riadr f H »oifmann. ar^otf^L genannt), vo"

6"-70,0O Zlumihrung lna'l'v'

«fc zu rrrborn-

(Fortsetzung.)

c>n drei Minuten schlägt es Mitternacht, sagte sie langsam.

ten Tone wird das Schicksal ihres Geliebten entschieden sein- Marauerite schaute mit irrem Blick um sich- Ihr Auge siel

.. äf.-L künstlich von bunt gemaltem Elfenbein in einer Nische des aufflanü. Za tiefem Bilde lchwankte sie unv an ibmfanf sie in leisem, aber brunftigem Gebete nieber. Nur das Wogen ihrer Nrust nur das rflidte Schluchzen, von dem einzelne Thraneu das bleiche Anüib en ana inu nd zeugten, veirieth die Qual ihres Herzens.

® L m.r8 ein seltsam schauerliches Bild, Vas tiefe beiden Frauen !N tiefer Mitternacht darboten. Mit harten, unbeweglichen Zügen, die Feder an tiefer Mit,er » . grau, die wie ein blutiger «Lleier

ter Lurmanttl umhüll.E aus ^ Knieende. So tritt, das Fatum kalt und J h n Sterblichen heran, der vergebens feine Hande ausstreckt nach L'rettenbm Gmius °°» si» ohnmächtig ausiehu. wider de.. Willen des

Pr. Gase. Sch. 1 Div. Casa.-A.

Pr. Friedrdor. 9

D en 31. Juli. Dem Bürger und Bäckermeister, Friedrich Wilhelm Hart­mann, ein Sohn, Otto Karl, geboren den 19. Juni.

D e n s e l b e n- Dem Bürger in Hungen und Schuhmacher daher, Heinrich Schmalz, ein Sohn, Karl Martin, geboren den lb.

D^enselben. Dem Bürger und Weiß- bindermeister, Christian Petri HL, eine Tochter, Marie Karoline, geboren den 30. Mai-

5. Juli.

Den 3. August. Dem evangelischen Lehrer an der höheren Töchterschule, Hein­rich Schmidt, eine Tochter, Karoline Luise , Auguste Emma Wilhelmine, geboren den 26. Juni

Beerdigte

Den 29. Juli. Elisabeth Guckes aus Aumenau in Preußen, alt 42 I-, gestorben den 27. Juli.

Den 31. Juli. Juliane Philippme Su­sanne Friederike Karoline Keßler, geborne Moll, des Bürgers und Postunterbeamten, Andreas Emil Keßler, Ehefrau, alt 25 I. 6 M- 27 T., gestorben den 29. Juli.

Den 1. August. Ein todtgeborner un­ehelicher Sohn von auswärts, geboren den 30. Juli. _

Den 2. August. Johannes Jockel aus Breungeshain, alt 36 I., gestorben den 31. Juli. , ,, ,

Den 3. August. Eine uneheliche Toch­ter von hier, Karoline Elisabeth, alt 1 I- 18 T-, gestorben den 2. August.

Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche! besorgt Pfarrer Dr. Seel-__!

18643- r 89

Regentin Frankreichs, jenen Stimmen des Hasses, sei einst verflucht im Himmel

^Wie eine Heldin stand das junge Mädchen hochaufgerichtet 'n der Mitte des Zimmers, ihr Antlitz war noch todtenbleich, aber ihr Auge strahlte in glü­hender Begeisterung. Mit kaum verhehlter Bewunderung blickte Pater Ignaz auf die Redende, aber kein Zug veränderte sich im Antlitz der Königin. Ruhig, als ob sie die gleichgültigsten Zeilen niederschreibe,, fugte sie dem Urtheil ermge Worte hinzu, dann legte sie das Papier in Ignaz' Hande.

Gebt dieses Urtheil zur schnellsten Beförderung, befahl sie, es tf n^t bfl« erstemal, daß der Geist der Rebellion sich verratyeriscy in die Relycn der Ossi' riere Frankreichs stiehlt. Ein Exempel muß gegeben werden zur abschreckenden Warnung. Raoul de Saverne ist nicht nur des Ungehorsams schuldig, mein königlicher Wille erklärt ihn znm Hochverrätber, und^diese Zeilen, die seinTo- deöurthci' bestäkigen, bestimmen das R«d, nicht das Schwert zum Werkzeug der rächenden Gerechtigkeit.

Maraucrit- stieß einen Schrei aus.

Erbarmen, rief sie, nur Erbarmen, keine Gnade fordere ich für ihn.

Majestät, ivantte Ignaz erschrocken ein, Raoul von Saverne ist königlicher E, sicher Unheil würbe Oie Uniform beschimpien.

'"'Wenn Raonl tc Saverne königlicher Ofsizier, so bin ich Komgrn von Frankreich, erwieterte Catharina. Folgen Sie meinem Befehle, Herr S"retar.

Ignaz verneigte sich unt wanbte sich, um zu gehen. A°er zwischen .hn Unt B^eiben^ Sst^! 'rkf sie,^zerreiß» bas entsetzliche Urtbeil, bessert änblid mein Blut erstarren macht. 3d) füge mich; bei dem Heiligste» hier unt jenfe.t« schwöre ich, Ihnen zu gehorchen.

Enblich^sagtt^ fst°halblant vor sich hin, bann fuhr sie fort, Z» Marguerrte aewenbet: Schwörst Du, bei tem Verluste ter Seligkeit, wenn ein falfäer ® Deine Seele befleckt, mir blir.ten Gehorsam, schworst Du, ein williges Werkzeug

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cument und reichte es Marguerite. wilder

Mit einem Schrei des Jubels empfing cs das junge Mädchen. In wilde Gluth icrriß sie das Papier, jeden Buchstaben, jedes Wort, dann aber brach sie mit Einern Wehelaut ohnmächtig zu den Fußen der Königin zusammen.

' Mi. ton SlUrud 0eS Triumphe« wies Cathar.na auf t.e am Bo-

te" ^'schmettere ich tie Guifen tarnieter, sagte sie. Jetzt gehen Sie unt bringen mir Paris zur Ruhe.

F ü n f t e s K a p i t e l.

Die Nacht brach herein, ein erquickender Abend war einem heißen Som­mertage gefolgt, Vie Blumen und Blätter richteten sich, ermattet von der Son- nengluth zu frischem Leben empor uub bie verstummten Bogel W««»«« "« beseelt ihren Abenbhpmnus zum tiefblauen Horizont empor, an tem lang^ uno feierlich ter erste Stern, ein Symbol te« ew,g wachenten Auges te« Un- sterblichen, ^hernuizog^^^^ au69£(iatiften Zimmer, ta« Oer Schein einer von ter Dede bängenten Lampe spärlich beleuchtet, sitzt ein bleicher 3unghng in schwär- jtleibung, ta« Haupt flnnent gestützt. Nur wenige Monate sint verstrichen, aber sie reichten hin, ben lebensvollen, frifdien Oifizier Raoul te Saverne in ein Lilb be« tiefsten Leibens zu verwanbeln. Seme Wangen l)alen Cie fable Blässe bes (gefangenen uno feine Augen lagen tief m ten Hohlen, Zeugnife oe« innersten Grames mit zahllos burchwastster Nachte.

Wohl auch zu tem bleichen 3unglmg trang rurch bie 9ceff"ltc" g l* oer leichte, erquidente Abeutwinb; aber tue freie Kino her Natur brack siä> an ten eiiernen Gittern, bie einen etwaigen Fluchtversuch Hintern sollten, unt wie " tÄÄÄ»..««*** e* gegeben, starr träumte er vor sich hin und nur ab und zu entstieg cm Grauens seiner beengten Brust. fleiucn Ge-

Jetzt unterbrach ein Geräusch die. Stille; an der Thur d _ f . maches ertönten Schritte und im nächsten Augenblicke btt'bicn "" forafam in der Tracht eines Dominikaners auf der schwelle , den Emga g torg am hinter sich fchliesimb, unb, wie vom Anblick des 3ungling- uberwul t, lamln» stehenbleibend. <ÜV* ' b

®trl,DanSnte vom Louvre oer erste Schlag ter Mitternacht. Die Haltung ter Äbnigin »eränberte sich nicht, aber beifeer, brünstiger warb ta« Sieten oer 3unännerhitili» wie ter Lauf tes Schicksals, tonte es weiter; ter letzte Klang

h Un»b'ttllch, w «"-M Füfeen te« Heiligenbilte«, em

Mitzsirahl^uckik durch ta« R oer Königin - oa pochte e« leise an bie Dbür des ISabinete«, dreimal in abgemessenen «»lagen. Die Kon-gm f hr Ammen, unwillkürlich schlug sie em Kreuz, aber schon un nächsten Augenblick '* rs? iwä? n*sÄS

melden hat. . entleaensten Winkel des Ge-

.Ä'ys sävrä - w -»

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ihre Königin auuernabm ten Namen Catharina'«, von Schimpf.

Der Lärm wuchs. ^^^ "«Snigi«.Mutter stant flnnent oa.

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I Azner. 6O/0 1882r ßds. 847/g

II 6Q/0 1885r 831/4 v-ayr. Pfäni. Anl. 96 V4

? i /q b^iiigohe Loose 96 Sadigche 6. 35 Loose 55

118581 Prioritätaloose 125

118607 Loose 631/4

Maxbahn 97

Bayer. Ostbahn 1103/4 Hees. Ludwigsbahn 108 30/0 östr. Stsb.-Prior. 50 30/0 östr. b. Lombard. 43 30/0 Livorneser 26 Toecaner 401/2

Frankf. Hypoth.-Bank Frankf. Vereins-Kasse 50/0 Elisabeth-Prior. 73 do. II. Emiss.

Anleleenialoose.

Kurh. 40 Thlr. Loose 551/2 |"<a88au fl. 25 b. Roth. 38 jOr. Hess. fl. 50 b. R. |Gc. Hess. fl.. 25 b. E.

Denselben. Dem Bürger und Schmied-1 r meister, Karl Walther, ein Sohn, Ernst Karl Philipp Theodor Aloys, geboren den

Wechsel.

Ajnsterd. k. S. 98 Augsb. k. 8. 995/g Berlin k. 8- 104 Bremen k. S. Cöln k. S. 103 Hamburg k. 8. 863/4 Leipzig k. S. 104 London k. 8. 1153/4 Lyon k. S. Paris k. 8. 92Vz Wien k. 8. 88 Disconto 6% G.

Geldeorte».

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,fri|cf)6äcäer zu Riegen.

Sonntag ben 7. August. August Noll auf der Mäusburg. Ernst Wallen­fels in der Wallthorstraße. Heinrich Plank in der Neustadt.

Kirchliche Mnzeigen

Lvungettsche Hemeinde zu Hietzeu.

G o t t e S d i e n st.

Am 7. August.

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