Ausgabe 
5.11.1870
 
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wir fort in der Vertbeldiauna der Integrität der Gebiet; und der Weingarten sollen je einige Hundert erhalten. Die Mehrzahl kommt wieder nach sp Hnnfihflmiifeit" Ulm, wo die vielen Kasematten noch Raum bieten. Unter den Gefangenen, die

1864r

sollen 5500 Mann nach Württemberg kommen, wovon etwa 500 aus kem Hohen. nier, (n to(l*,n ein G-i-bSf, statlfaad, haben sich von ihrem Rückgang- wieder elwaS a«p°rg untrrgcbracht werden. Auch Stut,gart, Ludwigsburg, Mergentheim und «Mi. Madrider Laos. 22^-Nnw^

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Div. Cass.-A, Pr. Friedrdor. Pistolen . .

doppelte Holl. fl. 10 St. Dnoaten . . 20 Frankenst.

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Bflrsennachrichtcn.

3. November 1870.

nationalen Unabhängigkeit.

befahlt worden. , .

Stuttgart, 1. Nov. Auf die Nachricht von der Einnahme von Metz sind hier trotz starken Regenwetters viele Flaggen ausgehängt worden, welche zum Theil noch sichtbar sind. Aber ein Victoriaschießen konnte nicht stattfinden, well weder hier noch im Arsenal zu Ludwigsburg auch nur eine einzige Kanone sich wehr vorfindet. Alle unsere Felddatterien und ein Theil der FestungS-Artillene stehen bei der Armee in Frankreich. Nur in der Festung Ulm sind noch FestungS- geschütze und wohl auch noch einige Feldbatterien, und es soll daher im Kriegs- Ministerium beschlossen worden sein, einige Kanonen von Ulm hierher kommen zu lassen, um beim nächsten großen Siege, wohl Einnahme von Parts, Victoria schießen zu können. Der König soll entschlossen sein, der Einladung des Königs von Preußen folgend, sich demnächst nach Versailles zu begeben, um dem Einzug in Paris anwohnen zu können. Vom König von Bayern ist dieß, hier ange­langten Zusicherungen gemäß, gleichfalls gewiß. Von den Metzer Gefangenen

Local-Notizen.

Gießen. Wir machen an dieser Stelle darauf aufmerksam, daß das Cosmorama des Herrn Förster im Leib'schen Saale, welches einer früheren Anzeige gemäß schon vergangenen Donnerstag geschlossen werden sollte, vielfach geäußerter Wün'che wegen noch bis zum Montag geöffnet bleiben wird. Wer also noch nicht Gelegenheit gehabt hat, die Ausstellung zu besuchen, möge Veranlassung nehmen, sich an emem der MV den Tage nock den seltenen und doch so billigen Genuß zu verschaffen, den d« pracht­vollen stereoskopischen Ansichten des Herrn Förster bieten. Insbesondere dürften die neu ausgestellten Statuen der verschiedenen Museums, sowie 50 Ansichten von Ost­indien in seiner mannichfaltigen Vegetation, für Manchen von großem Interesse sein.

ct. kntnkhllmi mir von tcdtka, halb feo, W Was- hkv. Die lieber* I unseren Truppen i ItbtiMn Men ibi aus den Haaren gen, zu bertittn. re ist LtMl, laß

ccr süddeutschen Minister in Versailles hort man, daß, nachdem Bayern von einigen Forderungen, welche es ausstellte, abg gangen sei, die Sache bereits zu einem befriedigenden Resultat geführt habe und daß Seitens unserer Regierung vor den Wahlen ein Manifest erlassen werde, welches noch präciser formulirt sein soll, als die bekannte Erklärung brr Regierung imStaatsanzeiger". UebrigenS wünscht man hier sehnlichst den Abschluß des Friedens herbei, damit unsere Truppen nicht auch noch in Frankreich überwintern müssen. Natürlich überwiegt trotz dieser Sehnsucht der Wunsch, daß ein für Deutschlands Opfer hinlänglich entschädigender und seine Sicherheit für die Zukunft verbürgender Friede ge- schaffen werde. Für einen solchen werden im Nothfall auch noch weitere Opfer gebracht.

Madrid, 2. Nov. In einer Versammlung von vierzig Deputaten der liberalen Union griff gestern Abend Rios Rosas die Candidatur des Herzogs von Aosta an, indem er behauptete, Montpensier oder Espartero seien die einzig möglichen Candidaten. Riolla unterstützte die Candidatur des Herzogs von Aosta. Prim wird in der Versammlung der Cortesmajorität die Can­didatur des Herzogs von Aosta zur Sprache bringen. Es wird versichert, daß der bezügliche Gesetzentwurf morgen eingebracht werden soll. Die Sitzung für die Abstimmung soll auf den 11. Novbr. festgesetzt worden sein. Es geht das Gerücht, die Republikaner würden aus den Cortes ausscheiden.

Rom, 30. Oct. Die Regierung überläßt den Jesuiten da- Collegium Romanum mit Ausnahme des vom Militär besetzten Theile-, in welchem das Lyceum installirt wird. In Folge päpstlichen Protestes hat die Regierung ihre Ansprüche auf den Quirinal zurückgezogen. Der Papst richtete eine Circularnote an die Nuntien, worin er sich beschwert, daß die Regierung alle päpstlichen Paläste in Besitz nehmen wolle. General Kanzler hält sich noch tm Vatican auf. (Allg. Z.)

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Frischbäckcr ) tt Gießen.

Sonntag den 6. November. Heinrich Kuhn am Kreuz, Ludwig Schneider in der Neustadt und Wilhelm Löber an der Brandgasse _________________

Engi. Souver. 11

Russ. Imper. 9

Doll, in Gold 2

Schluß-Cours e.

Darmstädter Bank. Oesterr. Bankaktien 699. Oefterr. Creditactien 248s/6-48. Staat-bahn A-Mn 378s/8. 378>/,. Sombarten 1703/,, 721/4, ? I3/*- Elisabcthbabn - Actien 2153/4-1/2. Galizier 242. Böhmische Westbahn-Acticn 240^. Silberrente 56',.4. 1860er Loose 78/a 1864t Loose. 1882er Amerikaner 95%. 3% neueste Spanier 3P/16, 9/16, 3/8, 7/ie-

Frankfurt, 3 Nov. (Börsenbericht) Die Hauung der heutigen Börse war ziem­lich fest und namentlich Bahnpapiere in steigender Tendenz. Die Lombardische Bahn zeigte eine Mebreinnahme von fl. 132,185 an. Napoleons wurden in Posten ä fl. 9. 32V2 bez. Wiener, Londoner und Amste.damer Wechsel fester. Dollars-Coupons fl. 2. 24^. Neuester Spanier trotz zahlreicher Realisationen behauptet und fest.

_ (A bendbörse.) In Folge der Nachricht, das; GrafBiSniarck Hrn. Thiers günstige Waffenstillstandöbedingungen angeboten, zeigte sich größere Kauflust und wurden die meisten Werthe bei bedeutenderem Umsatz besser bezahlt. Lombarden hoben sich um 11/2-2 st-, auch neueste Spa-

meldet:Die Preußen zeigen einen ausgezeichneten Tuet. Die Kcusergaroe bat am 26. v. M. verhindert, daß das Volk von Metz sich des Waffenarse­nals bemächtigte. Gegen Bazaine und seine Collegen macht die Volksstimme allgemein ihrem stärksten Unwillen Luft."

Tours, 1. Novor. Gambetta hat folgende Proclamation an ine Armee erlassen:Soldaten! Ihr wurdet verrathen, aber nicht entehrt. Jetzt, wo Ihr der unwürdigen Führer entledigt seid, kämpfet für die Rettung de« Vaterlandes, für den heimathlichen H rd, Eure Familien, für Frankreich, Eure Mutter! Rachel Eure Ehre, welche die Ehre des Landes ist. Eure Brüder von der Nheinarmee haben ihre Stimme gegen jenes feige Attentat erhoben, ihre Hände von der fluch- würdigen Kapitulation freigehalten. Führet Ihr den L>ieg zu uns zuruck, Euch sind die Geschicke des Landes anvertraut."

Aus Tours, 2. Nov., wird gemeldet, daß laut Nachrichten aus Paris vom 29. Oct. Decrete veröffentlicht wurden, welche die kaiserliche Garde für abgeschaffl erklären und den Orden der Ehrenlegion streng auf militärische Verdienste be-

Kassel, 3. Nov. Die Kaiserin Eugenie ist gestern Abend um 6 Uhr nach Hannover gereist, gleichzeitig reisten die Herzogin von Hamilton und die Prinzessin von Monaco nach Frankfurt a. M- zurück. Gestern Nacht sind die Marschälle Canrobert und Leboeuf angekommen und haben den Kaiser im Laufe des Tages besucht.

Berlin, 2. Nov. DieProvinzialcorrespondenz" schreibt bezüglich der Landtagswahlen: Vor Allem mahnt die jetzige glorreiche Zeit daran, die weitere Entwickelung nicht im Gegensatz gegen die Regierung, sondern in vertrauensvoller und dankbarer Gemeinschaft mit den Männern zu suchen, welche im Rathe und Vertrauen des trefflichen Königs das Große, vorbereiten und vollbringen halfen, auf das das Vaterland stolz ist. Dasselbe Blatt sagt ferner: Von den bisher vor Metz verwandten Truppen wird das 7. Corps in Metz bleiben und zugleich zu weiteren Operationen gegen Thionoille verwandt werden. Die Division Kum­mer bringt gefangene Franzosen nach Deutschland und bleibt dann in der Hei- moth. Der größere Theil der Armee von Metz bleibt unter dem Oberbefehl Friedrich Karls, vermutlich zu Operationen gegen den Süden und die Mitte Frankreichs. Die von dtr früheren ersten Armee verfügbar gewordenen Corps werden voraussichtlich unsere Herrschaft im Norden ausbreiten und befestigen. Das Befinden des Königs ist fortdauernd sehr befriedigend.

Berlin, 2. Nov. Graf Bismarck hat unterm 28 Oct. in Beantwortung der Granvllle'fchen Depesche vom 20. Oct. einen Erlaß an den norddeutschen Botschafter in London, Grafen Bernstorff, gerichtet, in welcher der Bundeskanzler die Ueberzeugung betont, daß es vor allen Dingen nöthig sei, dem französischen Volke die Wahl einer Nationalvertretung zu gestatten. Die Bereitwilligkeit, deren Zustandekommen zu fördern, sagt Graf Bismarck weiter, ist deutscherseits vollstän­dig documentirt. Es fehlt aber die Zustimmung der Pariser Machthaber. Das Bestreben Englands könne nur dankbar anerkannt werden, obgleich zu befurchten sei, daß die Pariser Negierung dasselbe mißverstehe und darin eine Erwuthigung zu fernerem Widerstande finde. Deutscherseits könne nach den gemachten Erfahrungen selbstverständlich keine Initiative zu neuen Verhandlungen ergriffen werden. Der Erlaß schließt mit der Versicherung,daß wir jeden von französischer Seite uns rugehenden, auf Anbahnung von Friedensverhandlungen gerichteten Vorschlag bereitwilligst entgegennehmen unv nut dem aufrichtigen Wunsche auf Wiederher­stellung des Friedens prüfen werden."

Berlin. Die französischen Offiziere, welche sich in deutscher Gefangen­schaft befinden, bezogen bis jetzt einen Sold aus den diesseitigen Staatskaffen, doch ist derselbe geringer, als ihre heimische Gage. Die jetzige französische Regierung hat kürzlich die Nachbewilligung des Fehlenden beschlossen und durch diplomatische Vermittelung der preußischen die betreffenden Gelder auszahlcn lassen. Die Differenz ist vor einigen Tagen den französischen Offizieren aus-

Aus Zabern meldet man derKarlSr. Ztg." unterm 30. Oct.:Heute kamen preußische Artilleristen auf dem Wege nach Pfalzburg mit sechs Stahl- kanonen hier durch." c _ m

London, 3. Nov. DieTimes" enthalten folgende Depesche aus Ver­sailles vom 1. Nov.:Thiers ist in der verwicheneu Nacht von Paris zurück- gekommeu; er ist ermächtigt, auf der von Seiten Englands vorgeschlagenen Basis wegen des Waffenstillstandes zu unterhandeln. Thiers hatte eine lange Unterredung mit dem Grafen Bismarck. Er erklärte sich von dessen Aufnahme vollkommen befriedigt. Graf Bismarck erwiderte heute den Besuch Thiers. Thiers steht mit Tours in Verbindung. Die Belagerungsarbeiten werden rührig fortgesetzt."

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5O/o National 48/8

50/g Metall. Obi.

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T 6% 1885r 941/4_____

Actien.

Frankf. Bank 1291/2

Oester. Bank 698

Creditact. 247 Darmst. Bankaet. 324

Prioritäten.

50/0 östr. F. St. E. B. 3781/4 Ludwigsh.-Bexbach 1633/4 Maxbahn 1081/g Bayer. Ostbahn 125 Hess. Ludwigsbahn 1333/8 30/0 östr. Stsb.-Prior. 563/8 83% Östr. s. Lombard. 46*/2 30/0 Livorneser 32 50/g Tosoaner 501/2 Frankf. Hypoth.-Bank Frankf. Vereins-Kasse 50/0 Elisabeth-Prior. 773/4 do. IL Emiss. 74'/2

AHilehensloofiie, Kurh. 40 Thlr. Loose 65 Nassau fl. 25 b. Roth. Gr. Hess. fl. 50 b. R. Gr. Hess. fl. 25 b. R. - 4O/o bayr. Präm. Anl. 1063/4 40/0 badische Loose 1051/4 Badische fl. 35 Loose 581/2 1858t Prioritätsloose 151 1860r Loose 78

der evangelischen Gemeinde zu Gießen.

o , i Morgens: Pfarrer Landmann.

Gottesdienst am 6. November Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel.

Die Pfarrgeschäfte für diese Woche (vom 6. bis 11- November) besorgt Pfarrer Landmann.

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Besondere Bekaiilltmachnnq.

Die Schulgelder aus de» städtischen Schulen und der Realschule pro III. Quartal können in den ersten zwei Zahltage» ^Donner- stagS nnd Samstags- ohne Kosten zur hiesigen Stadtkasse bezahlt werden. Stadt - Rentmeister:

Gießen, den 1. November 1870. Inders

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Wechsel.

Amsterd. k. 8. lOO'/g Augsb. k. 3. 997/g Berlin k. 8. 1043/4 Bremen k. 8. 97 Cöln k. 8. 1047/g Hamburg k. S. 88 Leipzig k. 3. 1043/4 London k. 8. 119 Lyon k. S. Paris k. 8. Wien k. 8. 97 V2 Dißconto 4°/0 G.

Geld^orten.

Pr. Cass. Sch. 1 44is/16

Krüfid 3 Nov. Ein Teleqramm der ,Jndepe»dance beige" vom 1. d. nach Württemberg kommen, soll auch der 80jäbrigc General Changarnier sich be. " <t\; (tnben. Er wirb heute oder morgen hier erwartet. lieber die Verhandlungen