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Im Auftrage und Namen deö Ausschusses: Der Präsident: Bluntfchlt.
Der Secretär: Honig.
dem von ber christlichen Gesinnung abhängig zu machen ist. Wir wollen keine geschichtslose Religiosität, sondern halten fest an dem geschichtlichen Christus, aU Gründer und Haupt der christlichen Kirche. Wir halten fest an den durch die glorreiche Reformation errungenen Gütern des sittlich religiösen Geiste«. Aber wir erklären, daß Jeter, der mit uns an diesen Fundamenten festhalt, sei das nun in der kirchlich hergebrachten, oder in einer dem modernen Bewußtsein entsprechenden Weise, in der evangelischen Kirche vollberechtigt ist unv halten dafür, daß die Erklärung der kirchlichen Gleichberechtigung der verschiedenen dogmatischen Standpunkte innerhalb der christlichen Gesinnung der einzig richtige Anfang aller kirchlichen Reform ist.
II. Wir protestiren gegen alle Priesterherrschaft und verlangen Vie Anerkennung des urchristlichen und urprotestantischen GemeinbeprinzipS. Wir warnen in dieser Beziehung mit allem Ernst vor einer großen Gefahr. Die Kirchenregimente haben endlich erkannt, daß daS Recht der Gemeinden auf Mündigkeit und Selbstständigkeit nicht länger verweigert werden kann, aber anstatt das Unrecht der bisherigen Bevormundung zu bekennen und offen und ehrlich in eine neue Bahn einzulenken, suchen sie durch eine scheinbare Nachgiebigkeit die Herrschaft der Consistorien und Pastoren zu befestigen. Wollen Die Gemeinden nicht in eine noch -größere Gebundenheit versinken, so mögen sie eilen, sich gegen dieses höchst gefährliche Trugbild des Gemeindeprinzips zu verwahren. Sie müssen mit entschlossenem Ernste den verlorenen Grundsatz zurückerobern, daß nicht das geistliche Amt, sondern die Gemeinde in allen kirchlichen Angelegenheiten die letzte Instanz ist; sie müssen nachdrücklich fordern, daß die jungen Theologen auf den Gymnasien und Universitäten nicht länger künstlich abgench- tet, sondern zu selbstständigen Persönlichkeiten herangebildet werden; sie müssen das Grundrecht, die freie Pfarrwahl wieder zurückverlangen.
III. Wir protestiren gegen allen Staatszwang in religiösen Angelegenheiten unv verlangen, daß die Selbstständigkeit der Kirche endlich zur Wahrheit werde. Wir müssen den Schwerpunkt des Christenthums wieder dahin zuruckverlegen, wohin Ehristus selbst ihn zuerst verlegt hat, nämlich tn das Herz und vas Gewissen der Völker. Freiheit ist das Element der christlichen Religion und aller Zwang tödtet ihren Lebensnerv. Wir verlangen, daß der Staat bei Anstellung seiner Beamten nicht frage nach dem religiösen Bekenntniß, sondern nach der vorliegenden Leistungsfähigkeit; wir verlangen, daß der Staat die Rechtsform der Eheschließung so ordne, daß die kirchliche Einsegnung em Act der religiösen Freiheit werde, wir verlangen, daß auch die Schule von demDrucke befreit werbe, welchen der Staat im Dienste einer engherzigen Kirchlichkeit noch übt. Wenn somit nicht länger die Staatsgewalt für die kirchlichen Zwecke aemißbraucht wird, dann erst bekommt die Kirche Raum, ihre Selbstständigkeit auszubauen, dann erst wird ihre Arbeit die volle Kraft gewinnen und ihre Erscheinung die ächte Schönheit. ~ ,
Wir erklären feierlich, nicht die Zerstörung des Christenthums, sondern die Bewahrung und Fortpflanzung desselben ist das uns treibende Motiv. Wir bekennen uns zu der Hoffnung, daß der Protestantismus seiner letzigen Fessel entledigt unser ganzes Volksleben aufs Neue und zwar in einer noch nie gesehenen Weise geistig befruchten und sittlich erheben wird. Wir behaupten, datz wenn den kirchlichen Eiferern, welche uns unaufhörlich als Unchristen und Antichristen schmähen, auf ihrem verderblichen Wege nicht Einhalt gethan wird, das Ehristenthum entweder zu einer äußerlichen Gesetzesanstalt verdorben oder zu
einer Secte verkrüppelt werde. _ . ,
Wenn das deutsche Volk sich entschließt mit den Grundsätzen, die wir vertreten, thatsächlich Ernst zu machen, dann wird das Werk der Reformation, welches seit Jahrhunderten durch die Consistorien und Theologen gehemmt ist, weiter geführt werden und seiner großartigen Anlage nach mit Gottes Hulse sich zu einer deutschen Volkskirche gestalten. Und in dem Maaße, als auf dieser Bahn vorgegangen wird, werden unsere katholischen Brüder den Muth gewinnen, endlich die Fessel der römischen Fremdherrschaft abzuwerfen, und so wird der confessionelle Riß, der wie nichts Anderes unser deutsches Volksleben zer- klüstet, sich endlich schließen. Erst dann kann daS deutsche Volk seiner hohen Bestimmung auf geradem Wege entgegengehen, — zum Heil der Menschheit. Denn die religiöse Frage, welche gegenwärtig die ganze civilisirte Welt in ihren Tiefen bewegt, kann ihre befriedigende Antwort nur in der Nation staden, m welcher die Innigkeit des religiösen Gefühls mit der Kraft des reinen Denkens sich zu verschmelzen trachtet. . _. ,.
Im Bewußtsein, daß der Genius des deutschen Volkes an einem Scheidewege stehe, haben wir heute den Beschluß gefaßt, an dem nächsten Protestantentage, der im Herbste zu Darmstadt gehalten wird, zu behandeln:
1) Die deutschen Aufgaben gegenüber dem römischen Concil unv dem
' Sohlen Balte "'billige Preisi Abneb- vtuß, y Nn Kllmann.
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Der Antrieb zur Besinnung würbe. Dann würde man einsehen, datz Die lange Gleichgültigkeit und Sorglosigkeit Der katholischen Bevölkerungen in reli- giöleü Dingen zu Dem Gipfel Der in Rom jetzt siegenden Anmatzungen Die Stufen gezimmert hat. Wir wünschen von ganzem Herzen, daß Der jetzt in einem Theile beä katholischen Klerus und LaienstanDeS erwachte WioerstanD nicht wiederum, wie schon so oft, ermatten möge; können un« aber nur bann einen segensreichen Erfolg Davon versprechen, wenn man enDlich Den Muth fatzt, sich von Dem falschen Grundprinzip der päpstlichen Ansprüche loszusagen.
Diesen Wunsch für unsere katholischen Brüder können wir aber nicht ohne Die tiesste Selbstbeschämung aussprechen. Denn unsere protestantische Kirche, welche ihnen aus der Bahn Der Freiheit voranleuchten sollte, liegt selbst verdickt in Den BanDen einer neuen „babplonischen Gefangenschaft." Das Dogma Der Unfehlbarkeit hat zwar noch kein protestantischer Kirchenfnrst zu proelamiren gewagt; aber wie in Der katholischen Kirche Die Praxis Der Unsehl, barteit Dem Dogma Die Bahn gebrochen, so besinden auch wir uns schon lange auf Dem Wege Dieser grunDverderblichen Praxis. Denn ist es nicht eine Anwendung Der UnfehlbarkeitSlehre, wenn man Die Dogmatischen Formeln Des 4. unD 5 JahrhunDerts, wenn man Die symbolischen Satzungen Der Reformationszeit als unantastbare Normen aufrichlet, um nach ihnen Die christliche unD kirchliche WÜrDigkeit abzufchätzen? Und wenn man beachtet, wie Die Kirchenregimente mit Den evangelischen Landeskirchen »erfahren, wie oft sie ohne irgenD genugenDe Begründung und Rechtfertigung gebieten und verordnen, wie oft sie sich über die gewichtigsten Einwendungen und Vorstellungen .hinweg etzen , wie wenig sie sogar von Selbstw.dcrsprüchen zuruckscheuen, ist es nicht, als Hatten sie das Mo- nopol der Weisheit vom Himmel empfangen, und als waren ihnen oie LanbbS- kirchen für ihre infalliblen Experimente zu ihrer Verfügung gestellt? Und wl- achen die Pastoren nicht selten mit ihren Gemeinden um? Wahrlich nicht nach Der apostolischen Vorschrift als „Gehülfen Der FreuDe," sondern vielmehr als
Storer des Glaubens" (2. K»r. 4, 24). Was sie lehren, prebigen, befehlen, suchen sie nicht durch Gründe, nicht durch „Beweisung des Geistes unD Der Kraft" ihren Brüdern annehmbar zu machen, sondern sie verlangen für ihre pastorale unD gleichsam göttlich Pri»ilegirte Autorität einen unterwursigen unD knechtischen Gehorsam. Fürwahr, es gibt in Der °-utschen Welt Nichts, was an Schädlichkeit und Verderblichkeit diesem falschen Ehristenthum, diesem abgefallenen Protestantismus gleichkommt!
Das ursprüngliche Ehristenthum erscheint in Der Geschichte als bie höchste Energie Des menschlichen Geistes unD Willens, welche Der alternDen Mensch- beit eine neue JugenD verleiht. UnD Die Reinigung Des Durch bas Papst- thum verfälschten Christenthums in Der Reformation ist die große Epoche, aus welcher bie ganze Neuzeit ihre hohen Stele unD il)re geifhgen Kraft großentheils empfangen hat. Es ist bie gefährlichste Fälschung Des offen - Uchen Gewissens, es verräth eine tiefDringenbe Faulmß der »«stigen Zustände, wenn Die gegenwärtige protestantische Orthodoxie, welche Die urchr.st che Kraft verleugnet, welche aus Der Geistesfreiheit Der Reformation in die Buch- stabennacht des Mittelalters zurückgesunken ist, als Die prwilegirte Vertretung Des protestantischen Christenthums ausschlietzliche Geltung beansprucht unb be- ßauptet Wir wollen zwar nicht in Abrebe stellen, datz auch Die herrschende Kirchlichkeit auf einzelne besonberS geartete Seelen nv» h-' samen Einfluß aus- Übt, daß sie auch in einzelnen Zweigen christlicher Lebensthatigkeit noch aner- kennenSwerthe Früchte trägt, aber auf baS Ganze gesehen wirkt sie höchst verderblich: in religiöser Hinsicht treibt sie Die starken Geister in den Unglauben, Die schwächeren Dagegen verführt sie zum Aberglauben; tn moraliftber SinM verleitet sie Die unfertigen Charaktere zur Schlaffheit unD zur Heuchelet, D e ernsteren entmeber zur pietistischen Aengstiichketi ober zum Fanatismus und Ze- lutismus So schädigt dieser unwahre Protestantismus den werthvollsten Schatz des ^deutschen Volles, ^seine geistigen/ religiösen und sittlichen Kräfte Darum ist es eben so unverständig, wie herzlos, wenn Solche, denen doch die deutsch Zukunft am Herzen liegt, es für eine geistige Hohe halten, sich «1 efe r Gefahr nicht zu kümmern. Denn um nur das Eine zu nennen, firne Frecher ist gesichert, so lange nicht die religiöse Gewissensfreiheit ern unantastbarer B - fiandtheil des öffentlichen Lebens geworden ist. ,
Diese sträfliche Gleichgültigkeit mutz ein Ende haben. Denn noch weit weniger als das katholische Voll ist Das protestantische zu entschulbigen, Datz es hier üi Trägheit unD Schläfrigkeit Das Kleinod der evangelischen Freiheit, für welches Die Väter Gut unD Blut eingesetzt, hat rauben lassen Jetz, wo Das arotze Schauspiel in Rom Das Bild unserer eigenen wirklichen Verkommenheit abfpiegelt, jetzt hat eine große EntscheiDungsstunde geschlagen; hort Da« deutsche Volk fttzt nicht auf Den Hahnenschrei, Der Das schlafende Gewissen wellt, geht es fort in seiner gewohnten Träumerei, bann bars es sich nicht »unDertb baß Dw Ketten Der geistigen Knechtschaft noch fester geschmiedet werden. Darum rufen wir mit lauter Stimme: Schau hin deutsche« Volk nach Den Schweizer Bergen, aus Denen jüngst ein schöne« Morgenroth glühte, als Protestanten unb Katholiken n großer Versammlung einmüthig gegen bie anmafcu„gen Der fPrte(ler- h.rrfAaf feierli* Protest erhoben. Wache auf, Deutsche- protestantisches Volk, n mm D b e Urkunde Deiner Christenfreiheit, nimm Die Deutsche Bibel zur ftTnn un»’ sortiere mit Christi Worten Rechenschaft von Denen, welche Deine fl rebe »e gew t gen Ja, beutscheS Volk, mache Deine protestantische Freiheit
Regellosigkeit bewahrt bleibe, bitten wir Euch, protestantische Manner, Euch uns aniufchllltzen Die wir uns zur Erneuerung Der evangelischen Kirche verbunden habem Wir halten uns verpflichtet, bie Hauptgrundsatze, auf Behauptung
in dieser entscheibungSvollen Zeit vornamlich ankommt, Euch an« Herz
Die Mitglieder des engeren Ausschusses siiid "-4 der letzten WahD Professor vr Holtzmann zu Heidelberg, Prediger Thomas, Schulze- Geheimerath Dr. Bluutschli, Kirchenrath Schenkel Deca» . 3 Hl, JU ^rlm, Prediger Schiff man» zn Stettin, v'
Delitzsch, Georg von Bunsen, Prediger Dr. <5 * n L x<xpr 21t Hannover Professor Dr. Näbiger und Iusiizrath Filcher Tieslau,
Lipsius zu Kiel, Walter Simons 5" Elbersel eua or Hosrath Freseniris zu Wiesbaden, Professor Dr. Baumgarten zu Estock,
Prediger Dr. Rosenhagen Dresden, Dr. F. Oet o Dßer-ßoforcbiflet Dr. Schwarz zu Gotha, General-Superintendent Dr. Meyer zu Coburg, Prediger Bulle zu Bremen Professor Seydel F ^H^fgerichts-Advocat Ohly zu Darmstadt,
Advocat Kreuznacher zu ^enach^^ ya K^esien.)
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2) Die protestantischen Aufgaben gegenüber dem Papstthum tnnerhalb der evangelischen Landeskirchen.
Wir bitten diejenigen unserer protestantischen Brüder, welche bereits unfe-
Vereine angehören, im Angesicht ber ernsten Zeitlage, diesen Fragen die volle Aufmerksamkeit zuzuwenden und unser Streben mit voller Kraft zu unterstützen. Diejenigen dagegen, welche sich bisher von unseren Bestrebungen fern gehalten haben, bitten wir bringend, baß sie sich nicht wollen abhalten lassen weder durch Vie auf der rechten, noch durch die auf der linken Seite, unsere Grundsätze ernstlich zu prüfen. Wir zweifeln nicht daran, baß diese Prüfung sie überzeugen wirb, baß unser Verein unter den gegenwärtigen Umstanden dem deutschen Volk für sein allerdringenvstes Bedürfniß eine nicht abzuwelsenve Hulse anbietet. Und wer sich davon überzeugt hat, der zögere nicht, sondern trete zu uns unv helfe uns kämpfen unv arbeiten für Vas heilige Werk ver veut-


