Ausgabe 
4.11.1870
 
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der Umsatz

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Preis vierteljährig 1 fl-12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr.

Gießener Anzeiger.

Erscheint täglich, mit Aus­nahme Montags.

Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.

Nr. ms. Freitag den 4. November 1870.

---- Ä!« werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch

SSßftcllllitllCil auf vCU bet allen Post-Expeditionen und dm Land-Postboten entgegen genommen.

Abonnenten welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate November und

December 1870 zu 4« kr.

Amtlicher T h e i l.

Gießen, den 1. November 1870.

vttrrffknd: Die Ableistung des Verfassungs-Eides. e . t 2

Da» Grohhrrzoglichr Kreisami Elrßen

an die GrohherzogUchkn Bürgermeistereien.

»Btr erinnern Sie an die Einsendung der Berichte wegen der ... ,

Donnerstaa den 10. d. Mts. dahier und Dienstag den 15. d. Mts. zu Llch, jedesmal Vormittags 10 Uhr,

stattfindenden Ableistung des Verfassungs-Eides. G o ldm ann

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Ez wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Vieh- und Krämermarkt zu Grünberg nicht Donnerstag den 17. Rovem- sondern Donnerstag den I. December d. I. abgehalten werden wird.

Grünberg, den 31. October 1870. Großherzogliches Krersamt Gcunberg.

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i Methode in -ilk. Etwaige jnft bis zum Jlr. 33, Gast- mir oder bei en, die auch

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3. November.

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seines Scharfsinnes in vem heutigenStaatsanzeiger" finden, wo in diesem Sinne eine osficielle Berichtigung des telegraphischen Schnitzers publicirt wird. Der Gedanke des Königs lautet nach dieser Correctur also:Das ist eines der wich-

Kriegsnachrichten.

Ans den Briesen eines Gießeners bei der Armee vor Paris.

Dffiti er»toad>e bei M ... , 22. Ddbr. Für gewöhnlich bm 'ch rech fjtel und vergnüg,, besonders wenn ich, wie in ter letzten Z-'t, recht viel ju

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schem Gesetze erlaubt seien. In Frankrach st-bt der Tod daraus. -.. - ~

Z. bemerk, hierzu: Die Bestimmungen des Norddeutschen Sttafg,setze« lassen auch in dieser Beziehung an Deutlichkeit nichl« zu wünschen übrig, »offtnil » wird aber Deutschland die Schmach erspart bleiben, dergleichen Schurken unter

wichtigsten Ereignisse in diesem Monate" ist von verschiedenen Blattern al« bezeichnet worden und hat allerlei Conjeciuren hervorgcrusen, u. A. die, ' * "' " Der Urheber derselben kann den Lohn

lu Gewöhnlich gab es deren 2-5, 6 von 1807H,

und einmal, im Jahre 1747, lebte» 12 Feldmarschälle gleichzeitig."

Die bonaparltsslschcSituation" in London dringt nut Energie aus ein Handeln der kaiserlichen Partei, was ein in Belgien erscheinende« «kem|hf»K RTntt cvniscb" findet: es wird nämlich aus London auch telegraphirt, daß der H-'r °g"°on Aumale sich al« Eandidat für die Präsidentschaft der Republik m-l- den wolle. Mit welchen Mitteln mdetz die Stratzen-Demagogen in den größeren Siädten Frankreich« ihr Publikum bearbeiten können, mag man daran« abneh- men, daß von derartigen Eiceroncn der Absvnthe - Kneipe sest und steif behauptet wird, der Kaiser habe dse Preußen für ihr Einrucken in Frankreich bezahlt!

Die ^großartige Manier, in welcher Gambetta die nimmer kap,tul>r-nd- Republik retten will, erfordert natürlich auch große Ausgaben. Derschieventlich klagen gerade schon die Journale darüber, daß di- Herren Provisorischen mit den Millionen de« Staate« wirthschasten, al« waren'« ihre eigenen; nld) v ger schreibt man ihnen die Absicht zu, ein neues Anlehen von hundert Mill.on n zu machen. Indessen liegt die Sorge um die nächste Nahrung des Lndes Bevölkerungen in und außerhalb Paris noch näher am Herzen, als mn Crevit des Staates. In Paris macht man Haussuchungen "ach LebenSm tt in, hie man bei den Wohlhabenden verst ckt vrrmulhet und d»e in gleichen JWtionn an Alle zur Vertheilung kommen sollen. In den Hafenstädten Dieppe und ® . Malo haben, wie schon neulich in Havre, Unordnungen stattgesunoen, indem d Bevölkerung die Ausfuhr von Veh und Lebensmitteln nicht duleen wollte

Die in dem königl chen Telegramme aus Versailles vom^27. v. M.^ die Einnahme von Metz am Schluffe vorkommende Stelle: e *.

N A schreibt: Für die Officiere unserer Armee, besonder- für fam" 1

"di- mit s-lbMändigm Cammando', betraut sind, ist vi.lleicht von daß statt Monat zu lesen fei Moment. $ßid>hflf<it zu erfahren, daß Herr Gambetta soeben eine neue Besitzung erlassen seine« Scharfsinne« in dem heutigen,,«!, hat welche Zeinen centralen Beobachtungsdienst durch ganz Frankreich gegen die deutschen Trupv-n organisirt unv denjenigen Beamten, welche ,n 80,8,f*t*<* b-n-r Weise ihre Pflicht thun würden, mit dem KreezSzericht droht. C« so täglich auf dem schnellsten Weg- an d-n Präfect.n oder Unt-r-P.am.-n W Unen- diss-ment« g-m-ldr, w-rd-n: 1. Wie stark der F-mv unv welch-Waffengat ungen. 2. Marschrichtung, wuthmaßtichc« Marschziel unv Stunde de« Abmarsche«. . Stunde der Ankunft, Dauer de« Aufenthalt« unv 4. All-«, wa« sonst noch du- nen kann, über die Absichten de« F-inve« Klarheit zu verbiet,-n. AU- Beamten ttr Post, Steuer, die GenSd'armen, Feldhüter u. s. w., kurzweg ulle Bewohner Frankreich« werden mit diesem Beobachtung-vienst beauftragt unv die Maure« für denselben persönlich verantworlich gemacht.

v DerKöln. Z." wird bezüglrch der französischen Anlethe aus London ge­schrieben:WaS Frankreich im Drange des Momente- nicht vermag, ist von anderen Theilen des Eontinentes bis zu einem gewissen Grade gut gemacht wor- den. Abgesehen von den englischen Zeichnungen auf die Anleihe, betheiltgen sich nämlich an ihr auch viele festländische Häuser mit namyasten Summen. Bon Brüssel, Amsterdam und Wien versteht sich dies von s^bst, auffallender dagegen mufc es erscheinen, daß auch von Frankfurt und Berlin (U) Anmeldungen hier­her gelangten und zwar nicht in versteckter Weise, sondern offen, auf telegraphi- schem Wege, mit NamenSangabe der absendenden Firmen. 34 bin im diese Thatsache zu verbürgen, und da sie ti der City kein Geheim« ß ist, fragen die Engländer erstaunt, weshalb über die Waffenausfuhr von fo tiltl

schrei gemacht wird, während deutsche Firmen sich offen an

""" 5 Taarn hab- ich Viel g-s-b-n - -'st -m- groß- P°'«d- in $«-

"Da« ist eint« v-r saillc« vor Er. K. Hoheit dem Kronprinzen, dann ein zweiter Ausflug nach der

ligstlN Ereignisse in diesem Moment."

DerStaatsanzeiger" gibt anläßlich der Ernennung des Kronprinzen und Prinzen Friedrich Karl zn Feld Marschällen folgende HAonsche Notiz: Die brandenburgisch-preußische Kriegsgeschichte hat in den 230 Zähren des Bestehens unseres Heeres die Zahl von 62 Feldmarschällen in den Nechen desselben zu verzeichnen; unter diesen befindet sich kein Prinzpreußischen Königshauses, und wiewohl dieselben vom Kurfürfien Friedrich Wilhelm bis (Ulf des iesit regierenden Königs Masefiät ausnahmslos dem Heere sowohl im Kriege wie im Frieden ihre besondere Aufmerksamkeit jugewenbet, fo haben dennoch unsere Fürsten grundsätzlich diese höchste militärische Wurde den Mit­gliedern des eigenen Hauses nicht zu Theil werden lassen. Erst die Ereignis,e dieses Jahres haben Se. Maj. den König veranlaßt, den brandenburgisch­preußischen Feldmarschällen auch zwei königliche Prinzen anzureihen. Von den Feldmarschällen sind 4 vom Kurfürsten Friedrich Wilhelm, 5 v°m Kurfürsten Friedrich Ul, bezüglich König Friedrich I, 9 vom Komge Friedrich Wilhelm I, 21 von König Friedrich 11., 4 von König Friedrich Wilhe in II 12 von ßönia Friedrich Wilhelm 111. und 6 von König Friedrich Wilhelm IV. ernannt worden Ganz ohne Feldmarschall ist das Heer seit der ersten Ernennung muvß .|«, eines solche» nur einmal, 1669, gewesen; es hatte nur einen Feldmarschall hier so viel Ge- 1657 bi« 1668, 1707-1711, 1786, 1832-1838, 1853 und rm letzten Jahr- einer französischen z.Hnt, in welchem der Graf von Wrangel diese Wurde bekleidete, der sie am schrei gemacht wirv, wayrenv vcuqwv o"-"' i»w *n J* 8 7111!, »a 25 6 von 180711.

tinhi6e beteiligen. 8« scheint, daß G-idlief-eungen an den gelnb na» eeut- 15. August l856 erhielt. r , ftrAnfrftch ftebt ter Tod darauf." Die N. A. und einmal, im Jahre 1<