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zukehren. Don der Besatzung Straßburgs werden in den nächsten Tagen 6000 Mann nach preußischen Festungen adgeführt werden.
Rom, 24. September. Der „Aschaff. Ztg." wird geschrieben. „Dor dem Einzug der italienischen Truppen versuchte das diplomatische Corps zu Gunsten des Papstes einzuschreiten und auch bei der Uebergabsverhandlung anwesend zu sein. Cadorna berief sich aber auf seine Instructionen und bemerkte, daß die Kapitulation lediglich einen militärischen Charakter an sich trage, in Folge dessen sie unverrichteter Dinge abziehen mußten. Nach der wörtlich vorliegenden Kapitulation vom 20., abgeschlossen in der Villa Albani, wurde die Stadt Rom, mit Ausnahme des rechts der Tiber gelegenen leoninischen Stavttheils, mit allem Kriegövorrath übergeben. Die Besatzung zieht mit Kriegsehren, Fahnen, Waffen und Gepäck aus und regt sie dann auf Commando ihrer Offiziere ab, welche ihren Degen, Pferde und Eigenthum behalten. Bezüglich der Penstonsberechti- gungen wurde es dem Willen der italienischen Regierung anheimgestellt, ob sie die etwa erlangten Berechtigungen in Betracht ziehen will oder nicht. Bei der Uebergabe von Civitavecchia wurden auch olle Schiffsgegenstände mit übergeben, mit Ausnahme des päpstlichen Dampfers „Immacolata Conceptio", welcher zur Verfügung des heiligen Vaters bleibt."
Rom, 26. September. Die Stimmung der hiesigen Bevölkerung charakte- risirt sich durch folgende Detailfchilderung, welche die „Allg. Z." vom Einzuge der Italiener gie'ot: „Nachdem sich beim Einrücken der Sieger der lange verhaltene Groll der Menge in Verfluchungen des bisherigen clertcalen Regiments ermüdet hatte, ging es an die persönlichen Beschimpfungen des Papstcs. Dieser hatte noch am Tage vor dem Angriffe gesagt: die Italiener würden nie in die Stadt kommen; ich weiß, daß auf diesen Grund hin selbst sonst verständige Geistliche und Laien fest daran glaubten. Sobald die ersten Züge des 41. Regiments einrückten, schrie das Volk: „Ecco Finfallibilitä del Papa! Abbasso Pio Nono! Morte ai Preti!“ Nun ging es an das Herunterreißen der päpstlichen Wappen von allen öffentlichen Gebäuden und den Palästen des Adels; die unter endlosem Geschrei heruntergeriffenen Wappenschilder wurden gewöhnlich von einem Keulenträger zersplittert, die Gassenjugend tanzte um sie herum oder nahm sie unter die Hacken., Industrielle und Lavenbesitzer, die, wie Tabaks- Händler und Salzverkäufer, das päpstliche Wappen auf dem Schilde des Ge- schäftS hatten, eilten, es zu überkleben Die königl. Soldaten werden, wo sie sich zeigen, auf den Händen getragen, die päpstlichen, trotz aller Protection, verhöhnt, auch mißhandelt. Ein Haufe von vielen hundert Patrioten zog vorgestern aufs Capitol, die Freilassung aller politischen Gefangenen fordernd; sie erfolgte gestern; am Abend durchzog man mit ihnen unter klingendem Spiele die Straßen."
Rom, 27. Sept. Antonelli bemüht sich zwischen dem Papst und dem General Cadorna bessere Beziehungen anzubahnen. Der Papst besuchte die Ver- mundeten beider Theile. — Man hat eine Subscript'on zu Gunsten der in Freiheit gesetzten politischen Gefangenen, etwa hundert an der Zahl, begonnen. — Nach einem Tagesbefehl Cadorna's sind dem Papst die Ehren eines L>ouveräns, den Cardinälen die von königlichen Prinzen zu erweisen. — Der österreichische Gesandte Graf Trauttmansvorff ist wieder dahier eingetroffen. Cardinal Antonelli hat den päpstlichen Beamten bekannt gegeben: es stünde nichts entgegen, daß sie Den italienischen Behörden Dienste leisteten. (Allg. Ztg.)
Rom, 30. Sept. Die provisorische Giunta setzte das Plebiscit definitiv auf den 2. Octoder fest. Die Abstrmmungsformel lautet: v8ßir wollen unsere Vereinigung mit dem Königreiche Italien unter monarchisch-constitutioneller Regierung des Königs Victor Emanuel und feiner Nachfolger.^ In der Procla- mation heißt es ferner: „Ueberlassen wir Der italienischen Regierung tue Aufgabe, Die Unabhängigkeit unD geistliche Autorität des Papstes sicher zu stellen." Eine römische Deputation wird Das Resultat des PlebiscitS dem Könige überbringen. __________________
3 Telegraphische Depeschen.
Mundelsheim, 31. September. — Nach dem heute Morgen erfolgten Einzug in Straßburg fand feierlicher Gottesdienst in der Thomaskirche statt. — lieber 500 französische Offiziere unterzeichneten die Ehrenwortscheine, 50 bis 100 gingen in Gefangenschaft. Die Zahl der Gefangenen ist noch nicht festzustellen, da noch fortwährend deren eingeliefert werden. Die Kriegsbeute ist sehr bedeutend, worunter 1070 Kanonen; außerdem wurden 2 Millionen Francs Staatseigenthum in der Bank ermittelt. Von weiter vorgefundenen 8 Millionen Francs ist der Eigenthiimer noch zweifelhaft. Bedeutende Munition und besonders viele Tuchvorräthe fielen in unsere Hände. Leszinsky.
Reims, 30. September. — Die Landwehr-Bataillone Landsberg, Woldcnberg (5. Brandenb. Rgt. Nr. 48), Frankfurt a/O. (1. Brandenb. Rgt. Nr. 8) vom dritten Armeecorps, haben am 28. September wiederholte Ausfälle der Garnison von Soissons blutig zurückgewiesen. Die Garnison erbat sich Waffenruhe zur Abholung der Verwundeten und Todten. Diesseitiger Verlust gering.
Krensky.
Wiener Briefe.
(Orig. Correspond.)
Der Schlag von Sedan, d. h. Napoleon in deutscher Gewalt, dessen Fall in Wien wie ein Donnerschlag wirkte, — er tritt bereits wieder in den Hintergrund und das Mitleid und die Theilnahme an den horrend großen Opfern welche dieser Kampf auf beiden Seiten bereits gekostet, mehren sich in allen Schichten der hiesigen Bevölkerung. Man wünscht hier allgemein das definitive Ende dieser in großem betriebenen Menschenschlächterei und einen baldigen, dauernden Frieden, dem auch entsprechend den Opfern auf volksthümliche freiheitlichem Wege gerechte Sühnung und Belohnung deutscher Tapferkeit, — deutschen Heldenmuthes dargebracht werden muß,— soll die deutsche Einheitsidee, die nun so nahe am Ziel, — in Wirklichkeit treten. — Dann „hoch das einige Deutschland!" Der Mensch soll int Glücke auch nicht seinen Freund, seinen besten Nächsten vergessen, — weiß er doch eben nicht wann und wie bald schon er dessen Unterstützung bedarf. Wien ist, offen und ehrlich gestanden, vom Beginn dieses Krieges bis jetzt in zwei Lager: in ein deutsches und
Friedrich Leidenfrost.
I864r
109
Börsennachrichten.
1. October 1870.
Wechsel«
Amsterd. k. 8. 100Vs
Augsb. k. S. 99%
Berlin k. 3. 1O43 4
Bremen k. S. 97
Culn k. 8. 104Vs
Hamburg k. 8. 88
Leipzig ir. 8. IO41/2
London k. 8. 119 Vs
Lyon k. 8. — Paris k. S. —
Wien k. 8. 95
Disoonto 4% G.
zweifelt. — Durch Nacht zum Licht! Wien, 26. September 1870.
Prioritäten.
5O/o östr. F. St. E. B. 3631/4
Ludwigsh.-Bexbach 162 Maxbahn 108
Bayer. Ostbahn 121 Vs
Hess. Ludwlgsbahn 134 3% östr. Stsb.-Prior. 551/2 3% östr. s. Lombard. 457/8
30/g Livpmeser 30:ii 4 5% Tos caner 49
Frankf. Hypoth.-Bank —
Frankf. Vereins-Kasse — 5% Elisabeth-Prior. 771/2 do. II. Emiss. —
französisches getheilt, von welchen jedes seine Ansichten und Politik verfolgt. Daß es nun mitunter in derlei gemischten Gesellschaften nicht glatt abgeht, läßt sich denken. Kommt nun zufällig unbekannterweife ein Fremder oder Neutraler in ein unrechtes Lager, so läuft er Gefahr gemaßregelt, oder wie der Wiener sagt: „geliefert" d. h. hinausgegangen zu werden, was sich bereits vielfach ereignete. •
Der Eigenthümer eines hiesigen Vierhauses kam in Folge der in seinen Lokalitäten sich häufig abspielenden Excesse und „Lieferungen" auf die gute politische Idee seine Räumlichkeiten in Wirklichkeit in zwei Lager d. h. in zwei Zimmer zu theilen; er selbst stellte sich Abends vorm Eingänge auf und fragte jeden Eintretenden sogleich: „Sind Sie deutsch oder französisch gesinnt?" worauf er je nach der Politik den Betreffenden auf ganz separirtem Wege in sein Lager zeigte, und so Ruhe — und gute Geschäfte machte. „Politisch muß man sein, sagt der Wiener, nachher geht's Geschäft." —
Von der Kriegs- zur Friedenspolitik ist nur ein Schritt, freilich wohl mitunter auch ein sehr langer. Auch im inneren Lager Oesterreichs drohen schwere, verhängnißvolle Kämpfe die bisher errungenen Freiheiten und Prärogativen zum Sturze und die reaktionäre Fäulniß an die Oberfläche zu bringen. Die Ingredienzien aus denen das Wiener Ministerium zusammengesetzt, ist wienerisch gesagt: „zu gemischt!" Die wahren Volksmänner konnten und wollten den gegen sie fort und fort von einer finstern Partei ausgehenden Verdächtigungen und Schmähungen nicht länger Stand halten, und mußten nun eben dieser gemischten Gesellschaft das Feld überlassen, in dem System- losigkeit und Willkühr das Programm und Motto bildet. So wird ein paradiesisch gesegnetes Land; so werden arbeitsliebende und tüchtige Völker, deren Banner mit: „Frieden und Einigkeit" geschmückt, zu „Unfrieden und Uneinigkeit gereizt," und vermehren so durch das Ministerium geleitet, die Opposition im Lande.
Unheimlich trübe und kühle Tage ziehen über Wien und entsprechen ganz der Stimmung der sonst „kreuzfidelen" Wiener. Die deutsch - französischen Kämpfe, sie scheinen in Form von Nebelbilder?, von kalten, pfeifenden Winden melodramatisch begleitet, gleich Wandeldekorationen vor unfern Augen fich aufzurollen, um ebenso schnell wie sie gekommen, nur mehr gespenstiger zu verschwinden. Die sonst lustige lärmende Zeit der Herbstfeste, verfließt unter wechselndem Regengeriesel oder kalten, schneidenden Winden, die dem Wiener um diese Zeit etwas ungewohntes, sehr unangenehmes sind. Den einzigen Rettungsanker bieten ihm dafür die acht Theater und die zahlreichen luxuriös ausgestatteten Bierhallen, in denen derselbe auf einige Stunden im Kreise Gleichgesinnter sich angenehm zerstreut. — Die Wohnungs- und Lebensmittelpreise sind fortwährend im Steigen, trotzdem fort und fort gebaut und Vik- tualien in Menge zugeführt werden; wozu übrigens auch der gegenwärtig starke Fremdenbesuch nicht wenig beiträgt.
In Folge der neu-konfessionellen Umgestaltung haben hier bereits mehrere von den Klerikalen viel verlästerte „Zivilehen" stattgefunden,. welchen Akt der Wiener Bürgermeister Dr. Felder unter großer magistratischer Assistenz und mit einfach bürgerlichem Pompe anstandslos vollzog. Zahlreiche neue Zivil-Eheaufgebote prangen, affichirt an den Thoren der Bezirks-Gemeinde- Häuser und am Rathhause, welche stets ein zahlreiches lesendes Publikum und eine günstige Beurtheilung finden, während die Klerikalen durch ihre Organe Pech und Schwefel regnen lassen über die vom Glauben abfallenden Schafe und über den unfehlbar kirchlichen Eingriff des bürgermeisterlichen Procura- tors. Da mein Brief einer altrenommirten Universitätsstadt gilt, so glaube ich auch nicht unerwähnt laffen zu dürfen, daß der Wiener Unterrichts Minister Dr. v. Stremayr nächste Woche hier eine Enquete von Fachmännern in Angelegenheit des Gymnasialunterrichtes veranstaltet. Zweck derselben ist einerseits die Besprechung mehrerer meritorischer, auf die Erweiterung des Gym- nasial-Lehrkreises bezüglicher Fragen, anderseits soll dieselbe auch der endlichen gesetzlichen Formalisirung der für das Gymnasialwesen maßgebenden, theils dem Organisationsentwurfe für die österreichischen Gymnasien und den beige- gcbenen Instruktionen, theils in späteren Verordnungen enthaltenen Normen Vorschub leisten. Sämmtliche Landesschulbehörden sind aufgefordcrt worden Delegirte zur Theilnahme an diesen Verhandlungen namhaft zu machen, und zwar so, daß sowohl die humanischen als auch die realistischen Fächer vertreten sind. — Schließlich will ich noch den Austritt aus dem Verbände der katholischen Kirche des Piaristenordenspriesters und als tüchtigen Gymnasial- Professor bekannten Karl Grözinger erwähnen, welcher zur evangelischen Religion übertrat. Man vermuthet daß derselbe die römische Unfehlbarkeit be-
(»eldüiorten.
Pf. Gass. Sch. 1 443/4-45
Div. Cass.-A. —
Pr. Friedrdor. 9 56-58 Pistolen . . 9 42-44 * „ doppelte 9 42 Gld.fehl Holl. fl. 10 St. 9 55 Ducaten . . 5 32-34 20 Frankenst. 9 29-31 Engi. Souver. 11 51-55 Rass. Imp er. S 43-45 Doll, in Gold 2 25-27
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Mittel früherer Jahre............4- 10,73 „
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Niederschlag: an 11 Tagen.......... 2,24 Par. Zoll.
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