Ausgabe 
3.11.1870
 
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Kriegsnachrichten.

Hei! und

iigt ist, von Frankreich nahezu 300,000,000 L- (2100 Millionen Thaler) zu fordern, wenn es nichts aus dem Kampfe gewinnen, sondern nur wieder unge­fähr in die nämliche Lage versetzt werden will, in welcher es ohne diesen Krieg gewesen wäre. Der capitalirte Werth von Elsaß und Lothringen läßt sich an­dererseits auf 90,000,000 L. veranschlagen.

DieNorvo. Allgem. Ztg." tbcilt eine unter dem 20. October an Lcrd LoftuS gerichtete Depesche des Earl Granville mit. Dieselbe knüpft an die Er- klärung des Grafen Bismarck an, daß bei einer Verlängerung des Kampfes m Paris der Untergang von Hunderttausenden durch den Hunger herbeigeführt würde, und legt die von England gethanen Schritte zur Herbeiführung eines Waffenstill- stands, zur Zusammenberufung der Constituante und der Wiederhellung des Frie­dens dar. DieNordd. Allgem. Zeitung" bemerkt hierzu: Noch jetzt ist der König bereit, auf einen Waffenstillstand zur Vornahme der Wahlen für die Con­stituante einzugehen, welche wir ebenso sehr wünschen als das französische Volk und die wir auf jede irgend mit der Kriegführung zulässige Weise fortan zu er­leichtern bereit sind; aber eben deßhalb weil wir sie wünschen, will die Regierung der nationalen Vertheidigung sie nicht, nun so bleibt uns eben nichts übrig, als die Erzwingung eines uns paffenden Friedens durch Waffengewalt, gleichviel was für Paris daraus resultire.

flußreichsten Stellen des Landes besetzt; französischen Ton angeben!

unfertrI)G^nini>tufln>tinn8U^ 6 und Lothringen- mit Deutschland würbe PtK S aUerOhtgö ein sehr harter Stoß versetzt werden und dieser ment^b ? Ä"! "strecken, indem allein im Mosel-Depar e-

ment b>« an d,e dreißig Hochofen und Eisenwerke bestehen, welche i« jetzt den Markt Frankreichs m,t Roh- und Schmiedeeisen reichlichst versehen und die mit ä M°'kt desselben mit ihren Produetionen überschwemmen

mußiem Doch hoffen wir zu der Weisheit der deutschen Staatsmänner und

Staatenlenker, daß es ihnen nicht allzu schwer werde, bei dem Abschlüsse des $ran rEI* Bedingungen zu stellen, welche sowohl die Inte-

4>vfftn wir das Beste sowohl für unser Land al- für die besagten Provinzen

Ueber die Haltung der in England sich aufhaltenden Kaiserin Eugenie den verschiedenen Versuchen gegenüber, sie zu einem Eingreifen in die Waffenstill­stands- oder Friedens-Verhandlungen zu bringen, gibtDaily News" neue Mittheilungen, welche indeß, da ihnen von anderer Seite widersprochen wird, mit Vorsicht aufzunehmen sein dürften. Aus den Veröffentlichungen geht her­vor, daß die Kaiserin sich mit dem Prinzen Napoleon nicht im besten Einver­nehmen befindet. Die vertriebene Fürstin gibt auch die wiederholte Versicherung, daß sie in der Frage von Gebietsabtretungen eben so unbeugsam sei, als die Negierung in Tours. Eine Depesche aus Brüssel meldet, daß die Rathgeber der Kaiserin beschlossen hätten, das Scheitern der Waffenstillstandsverhandlungen abzuwarten und dann zu handeln. In welchem Sinne und auf welche Weise,

Frankreich von unserer Vereinigung mit einem einigen, großen, starken Deutsch, land, und laffen wir bei uns die unreifen, durch die Parteien zu ihren egoisti- schen Zwecken aufgehetzten und irregeleiteten Köpfe sich nur ruhig austoben. Tout cda ne tire pas en consöqnence, wie unsere Franzosen sagen.Gott läßt die Narren reden uud führet seine Welt."

X Der General Bover, der kürzlich im großen Hauptquartier von Versaille« war, um wegen der Uebergabe von Metz zu unterhandeln, ist gestern in Brüssel augekommen und im Hotel Bellevue abgestiegen. Derselbe kam wirklich von Lou­don, was in so fern auffällt, als man geglaubt hatte, daß er sich wieder in Metz befinde. Wie man aus Arlon meldet, herrscht reges Leben zwischen dieser Stadt und Metz. Eine große Anzahl hochgestellter Persönlichkeiten, u. A. auch die Mar­schallin Canrobertihr Mann befindet sich bekanntlich unter den dortigen Kriegs- gefangenen, sind dort angekommen. Gestern ist einer der Pächter des seit einiger Zeit in Brüssel lebenden Generals Bvoille, Adjutanten des Kaiser«, hier angekommen. Derselbe legte den Weg bis in die Nähe der belgischen Gränze zu Pferde zurück. Er gebrauchte dazu fünf Tage, da er genöthigt war, die preußischen Truppen zu vermeiden. Derselbe erzählt, daß er mit eigenen Augen unterwegs gesehen habe, wie 40 Ulanen 800 Mann Mobilgarden, welche eine Anhöhe besetzt gehalten, in die Flucht getrieben hatten. Nach Berichten aus Hasselt ist ein in dieser Stadt internster französischer Capitän verschwunden und es heißt, derselbe sei nach Frankreich zurückgekehrt. Derselbe hatte, wie auch alle m dieser Stadt internirten französischen Officiere, sein Ehrenwort gegeben, dieselbe "'chl zu verlassen. Der Obercommandant der belgischen Armee, General Chazal hat sich nach dem Lager von Beverloo hegeben. Sein Besuch soll auf die dort gefangen gehaltenen französischen Soldaten Bezug haben. Es desertiren noch im- nur viele belgische Soldaten nach Frankreich. In der Umgegend von Antwerpen halt sich eine größere Anzahl französischer Werber auf, welche Alles aufbieten um die belgischen Soldaten für den französischen Kriegsdienst zu gewinnen. Da« Handgeld, das sie bezahlen, soll ein sehr hohes sein. (K. Z.)

ö" bEkr.ken, baß tn verschiedenen Provinzen, nament- juuct des Maires von Mirecourt, Benoit, und Pheliffe, Maire von Vittel sind llch w Savoyen, eine bonapartistische Action anfängt, sich bemerklich zii machen, von der Central-Regierung von Tours abgesetzt worden weil sie Anlck aa.ette Republik^ hüchernVw? ""b Maßnahmen der unv Pevüamakionen der Feinde F.ankr-ich- unterzeichnet >md s'/gegenlhr? B-!

^epuvukaner zu hindern sucht. amtenpflicht unv ihre Wurde französischer Bürger gehandelt haben " Die R-.

2»an fftteibt r-rKöln. Ztg. aus Luxemburg vvm 27. October: g'erung von Tours läßt gegenwärtig folgende Fabel verbreiten Eine aewiffe

®flt langen Jahren schwärmen unsere Herren Bureaukraten in der Haupt- Anzahl Polen sind in unserer Stadt anaekommen »m .in nr ® W "E

^''ur französisches Wesen und französische Zustande. Junge Herr,-in, welche zu Vlden, dazu best'mm.?°venAmen° aMode" 1°^ C 0 ? ln und das Französische tant bien que mal sichern. Diese Freiwilligen versichern, daß sie alle Polen der »reuEifcßen Arm-,

'°dbr-chm, kennen nicht- Andere« als die gloire der grande Nation, wovon sie welche die beste deutsche Csvall rie st d und die f st allein da- Ess- w der Ul-' Snffis-ne- selbst -men guten Th-il b-im-ff-n. Andere Herren, welche nen bilden, zur Desertion «»leitenn,£rcen."- ®X}"i Z 10Xn j ihre Studien auf französischen Universitäten gemacht haben und denen die deutsche datcn mit einem seiner Officiere nach dem Jesuitenkioster von Dole aekandi S-r'ch- n.ch geläufiger ,st al- das Griechische oder Lateinische, können natürlich den Bewohnern desselben den Befehl zu»t^ en binnen 24 Sttinven . Stad, mcht für deutsche Tüchtigkeit und Gründlichkeit schwärmen, indem sie davon keinen zu ver,affen und zum wenigsten 20e U n en be Xn b,en S

L Nun aber halten dies-Herren, alt. wie junge, die ersten und ein- halt zu nehmen. Der Prüf et wagte nich sichGa balv7-7 Widers » n und die llufireickisten Stellen de« Land--. tz-c-u.. was Wunder also, wenn sie hier den Sache' wurde daher vor di- Regierung von Tour« gebracht *

Die Triester Zeitung melvet:Zehn pariser Logen haben über den König und den Kronprinzen von Preußen Den Freimaurerbann ausgesprochen."

Doch blieb das Land im Allgemeinen dabei unberührt, so lange nicht unsere clericale Zeitung, dasWort für Wahrheit und Recht", welches in allen Schenken auf dem Lande aufliegt, noch nicht in die französische Posaune stieß Dieses Blatt, durch und durch deutsch, so lange noch hoffen Durfte, die Hege, mome in Deutschland falle Oesterreich, dem Lieblingskinde des Iesuitismus zu, es MMWMM- SMKNMW -SMMZMWSZWSs -MZS-MMW WZWGMMZ

Hömu« gar wenig zu verspüren. Da war nur die Rede von Versumpfuna 150000 Mann tonhnn 25<im ° » ©öjame Will morgen mit circa

rlrC)U,m Un?' VCn ^etinisiren und Jrresühren unseres Landes, welches die^wirk-' strecken und die Festuna üb'-'rassb^^bie Waffen ^^"lanDsfreunDe nicht an Frankreich verschachern laffen wollten. Glück- klinqendem Spiel ^und webend^ k^'^Ä^n ^ruppen werden mit

l.ch.r Weise setzten diese letzteren ihren Willen durch Uns graut, wenn wir -n FW t Bet^ebe"en Straße,, aus der

sch°s Volk m.t deutschen Sitten und Bräuchen, deutsch- Sprach UN rutsch m n d°? D O sitte!7b^tt di°F-hnen Adler und Musik-Jnst?um°ut° G-muth- sind, bei dem alle« französische Wesen nur oberflächlicher Anstua i," Die Leute mark^tt-^ L'n" Sabel und kehren nach der Stadt zurück, sondern auch unsere vorzüglichsten Industrien, di- Haupterwerbsqu.llen unseres D e sämmtückeu^Ae ana-ü s@epacit m em ?iv°uac bei Ars-Laquenexy. Landes, sind auf Deutschland angewiesen. Unser- Eisenindustrie z. B, welche 3 a.d ei^r X A Werden auf einer nördlichen Straße nach Saar-

fast em Drittel unserer Bevölkerung beschäftigt und ernährt ist aän-lick aus d7n r - " südlichen nach Saarbrücken escortirt und sind die letzten

deutschen Mark, angewiesen, wie auch viele ander- Unserer V-r-iniauna mit J?" Tage abmarschirt. Der erste Abmarschtag für die süd- dem deutschen Zollverbande verdanken diese Jndustrieen ihren Aufschwungs und MsilierbatiMan^E"^^ Dw 26. Brigade erhält folgenden Auftrag: Da« ihren gegenwärtigen hohen Flor. 9 " )mUng U"° Fusilierbataillon 15. Regiments marschtrt auf dem Eiseubahndamm über Juvy,

" " " ' ' Tbor um^2 nn?n1°u?°rp°n°is° (Hauptthor zum Bahnhof) und hat dieses

Pf 12 ?esetzt. Die 5 anderen Bataillone der Brigade, wozu noch ti.rWt f,1,' r"nre 2 Escadrons stoßen, stehen um 1 Uhr bereits ausgetreten verdeckt bei la Grange. Sobald die feindlichen Truppen bei la Grange vor-

Bei Ars-Laquenexy gerückt sind und die Bewachung diesis ®i= SfimhVb «usgeführt ist, rücken dies- Bataillone in die

und besetzen die Thore mit je einem Bataillon. Da außer dem Eisen- bahuthore noch^6 andere Thore sein sollen, so werden die beiden letzten Thore 5 fsS ,C 2 Eompagni-n zu besetzen fein. Für jedes Thor werden außerdem ii" e'l'äct^clIt werden. Die Thore werden militärisch besetzt und die

Häuser für die Nacht zu Allarmhäuseru eingerichtet. Sind Patrouillen zu schicken, so dürfen dieselben nicht unter 20 Mann gemacht werben. Civ,listen dürfen aus der Stadt gelassen werden, sind aber ge^nau zu