Festungs-Viereck gegeben; Preußen hat unsere Unabhängigkeit gewährleistet; Preußen hat die Würde Italiens niemals beleidigt. NicktSvestoweniger sei der einzige Ruf der Italiener: Neutralität! Rom! Wir laden unsere Mitbürger ein, unser Recht durch eine gesetzmäßige, würdige Kundgebung zu bekräftigen. Der Vereinigungspunkt ist der Domplatz beim Dante-Stein, heute den 16. Juli, Abends 7 Uhr. Wer in seinem Herzen die Beleidigung des „Niemals" fühlt, wer nationales Ehrgefühl besitzt, der wird auf diesen Ruf hin nicht fehlen. Das Comitö." 29. Juli.
Anknüpfend an die jüngsten Enthüllungen über das französischerseits Preußen angebotene Bündniß bemerkt die „Norbd. Allg. Zt." , daß noch andere Enthüllungen bevorständen. Der Entwurf Benedetti's sei nicht das einzige derartige Aktenstück, auch vom Prinzen Napoleon seien hier ähnliche Verhandlungen angeknüpft, wobei unter andern von der französischen Schweiz die Rede gewesen und die nicht m'ßzuver- stehenbe Andeutung gefallen sei, daß man in Piemont gar nicht wisse, wo das Französische aufhöre und das Italienische anfange.
Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht einen telegraphischen Erlaß des Grasen Bismarck an den Botschafter des Norddeutschen Bundes in London, in welchem der Bundeskanzler außer den bereits bekannten Enthüllungen mittheilt, Doy nach 1866 Frankreich nicht aufgehört habe, Preußen durch Anerbietungen auf Kosten Deutschlands und Belgiens in Versuchung zu führen. Bismarck habe im Interesse des Friedens diese Zumuthung geheim gehalten und dilatorisch behandelt. Der Erlaß schließt: Die schließliche Uebcrzeugung, daß mit uns keine Grenzerwei- terung Frankreichs zu erreichen sei, dürfte den Entschluß gereist haben, eine solche gegen uns zu erkämpfen. Ich habe sogar Grund zu glauben, daß, wenn diese Veröffentlichung unterblieben wäre, nach Vollendung der französischen und unseren Rüstungen Frankreich uns angeboten hätte, an der Spitze bewaffneter Heere dem unbewaffneten Europa gegenüber das gemeinsame Benedetti'sche Programm durchzu- führen, d. h. auf Kosten Belgiens Frieden zu schließen.
30. Juli.
Die französische Kaiserin hat bei der Revue an Bord des Admiralschiffes „La Sarveillante" in Cherbourg folgende Proklamation vorgelesen, welche ihr Gemahl an die Flotte in der „Baltique" richtete : „Offiziere und Seeleute! Obgleich ich nicht in Eurer Mitte bin, so wird mein Geist Euch auf jenen Meeren folgen, wo Eure Tapferkeit sich entfalten wird. Die französische Marine hat ruhmvolle Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit. Wenn Ihr, fern vom vaterländischen Boden, Euch vor dem Feinde befindet, bedenkt, daß Frankreich mit Euch ist, daß sein Herz mit dem Euren klopft und daß es des Himmels Schutz auf Eure Waffen herabfleht. Während Ihr auf der See kämpfet, werden Eure Brüder vom Landheere mit demselben Eifer für die nämliche Sache kämpfen wie Ihr. Unterstützt gegenseitig Eure Anstrengungen, die derselbe Erfolg krönen wird. Geht, zeigt mit Stolz Eure Nationalsarben. Wenn der Feind die dreifarbige Fahne auf Euren Schiffen wehen sieht, wird er wissen, daß dieselbe allenthalben in ihren Falten die Ehre und das Genie Frankreichs trägt. Palast von St. Cloud, 23. Juli 1870. Napoleo n."
„Saturday Review" läßt die neutralen Mächte Revue passiren. Vor allem England. An dem guten Willen Englands neutral zu bleiben, zweifle wohl Niemand, doch wird es unfehlbar am Kampfe theil- nehmen müssen, wenn Belgiens und Hollands Neutralität ernstlich bedroht, oder eine andere neutrale Macht (Rußland) sich in den Krieg mischen würde. Für den Anfang sei die Gefahr, daß solches geschehe, geringe, da es im Wunsche und Interesse beider Kriegführenden liege, den Entscheidungskampf allein auszufechten. Das Weitere hänge von dem Fort- gange tes Krieges ab. Aber auch von den Neu- traten sei vorerst eine Neigung zur Betheiligung nicht zu befürchten. Rußland besitze das entschiedenste Interesse, die steigende Wohlfahrt seines Reiches nicht durch einen Krieg zu gefährden, und woferne eö eine neutrale Haltung, mit freundlicher Neigung zu Preußen, beibehalte, läge darin die beste Bürg- schäft für die Erhaltung des allgemeinen Friedens. Dänemark habe bisher kein Zeichen von sich gegeben, durch eine Allianz mit Frankreich die ihm durch Preußen zugefügte Unbill rächen zu wollen. Es würde von voreiliger That wahrscheinlich durch Englands Vorstellungen und durch die richtige Ansicht serngehalten, daß kleine Staaten durch einen entfernten Bundesgenossen gegen einen mächtigen Nachbar auf die Dauer nimmer geschützt werden können. Spanien würde sich ruhig verhalten und von der Schweiz verstehe sich dies von selbst. Blieben so
mit Oesterreich und Italien zu berücksichtigen übrig. In jenem würben die Deutschen gewiß einem Kampfe gegen das gemeinsame Vaterland entgegen sein, aber felbst die Böhmen, Ungarn und Polen, denen eine Demüthigung Deutschlands nicht unangenehm wäre, dürften erkennen, daß Oesterreich in der gegenwärti- gen Krise genug zu thun haben werde, um die Neutralität der Donau zu hüten und zu wahren. Was schließlich Italien betreffe, schulde es den Preußen nicht minder Dank, wie den Franzosen, obwohl seine Dankbarkeit wahrscheinlich weniger der Vergangenheit als dem in Zukunft zu Empfangenden gelten dürfte. Nun könne ihm Frankreich durch Räumung Roms allerdings etwas bieten, was nicht in Preußens Macht zu bieten liege; doch frage es sich noch, ob Frankreich zu einem derartigen Angebote bereit sei, wofern es die römischen Besatzungstruppen nicht nöthig habe. Es handle sich nicht um Italien, sondern um Frankreichs Wünsche und Anerbietungen.
Aus Altbreisach, 27. Juli wird dem „Fr. I." geschrieben: Mit geringen Unterbrechungen ist seit gestern Vormittag Kanonendonner vernehmbar, der am Nachmittag durch Wendung des Windes oder Nä'herkommen vernehmlicher war.
Der Special-Correspondent des „Fr. I." meldet aus St. Johann-Saarbrücken vom 27. Julr : Soeben bringen zuverlässige Personen die Nachricht, daß in der letzten Nacht ein CorpS von 30—36,000 Mann an die Grenze gerückt ist und bei Styring (Hüttenwerk des Hrn. de Wendel, kaum 3/4 Stunden von hier entfernt) steht.
Von verläßlicher Seite geht der „N. B. Ldsztg." folgende Privatmittheilung zu: Die ersten Beutestücke und Gefangenen bei Eröffnung des Feldzuges der Südarmee wurden durch Mannschaften des (1.) badischen Leib-Dragoner-Regiments den Franzosen bei Lauterburg abgenommen. Einer von einem Generalstabsoffizier und zwei badischen Dragoner-Osfi- zieren geführten kleinen Patrouille des genannten Re- gtments gelang es, einen Gendarmen und dessen Pferd zu attrapiren, nachdem der Lancier durch einen Sä- belhieb des Generalstabsoffiziers vom Pferde gehauen worden war. — Am 25. überraschte Lieutenant W. mehrere Douaniers, welche gefangen genommen und an das Divisions-Commando abgeliefert wurden.
Vom Norden wurde gemeldet, daß am 28. Juli Mittags 123/4 Uhr das französische Geschwader (7 Panzerschiffe und 2 kleinere Dampfer) die Nordspitze Jütlands (Skager) passirt hätte. Nach Berichten aus Kopenhagen war das Geschwader am 29. bereits dort in Sicht. Von London aus wurde vom 26. gemeldet: Vier große Dampfer, muthmaßlich französische Kriegsschiffe, passirten heute früh Wick. Ein französischer Kriegvdampfer ankerte heute in der Sinclairs-Bay. (Die SinclairS-Bap, nördlich von Wick, liegt an der nordöstlichen Spitze von Schottland und gehört zu der Grafschaft Caithness. Es müßte dies ein anderer Theil der franz. Flotte fein.)
Preußen. Berlin, 27. Juni. Offizielle Mittheilungen. Am 26. Juli fand ein kleines Gefecht an dec Brücke von Rh-in- heim zwischen preußischen Uhlanen, Pionnieren, bayerischen Jägern und französischer Infanterie statr, letztere wurde zuruck- aeworfen und ließ einen Tobten zurück, diesseits wurden z-vei Pionniere verwundet. — Am 26. Juli sand durch den General- stabsosfizier Grafen Zeppelin und drei badischen Osfizieren nebst vier Dragonern eine Necognoscirung der Gegend um Hagenau statt. Der Zweck des Unternehmens wurde vollständig erreicht, jedoch stieß die Patrouille bei Niederbronn (Frankreich, Eas Rhin, Arrondissement Weiß-ribarg) auf ein französisches Husarenregiment, von welchem sie zersprengt wurde. Bis jetzt ist nur Hauptmann Graf Zeppelin zurückgckehrt. Nach französischen Nachrichten ist von dcn begleitenden Osfizieren Einer getödtet, die beiden Andern sind zu Gefangenen gemacht.
Berlin, 27. Juli. Bereits am 24. Juli Vormittag?, ist dem Botschafter Englands die Mittheilung gemacht, daß der von der ihm bekannten Handschrift Benedetti's geschriebene, j.tzt veröffentlichte Vertragsentwurf jederzeit zur Einsicht freistthe. Die amtliche Mittheilung Norddeutschlands an England, betreffs der Aechtheit des französischen Anerbietens in den jetzt veröffentlichten Aktenstücken und den übrigen von Frankreich in der Sache gethanen Schritten ist demnächst zu erwarten.
Berlin, 27. Juli. Die „Krzztg." fragt, anknüpfend an die Veröffentlichung des französischen Allianzanerbietens, ob das neutrale England noch jetzt fortfahren wird, seine Schiffe zu französischen Transportfahrzeugen chartern zu lassen und seine Waffenfabriken zu französischen Gewehrlieferungen herzugebcn Wir hoffen, sagt die „Krzztg.", daß England jetzt die Augen aufmacht und die französische Brille abwirft, welche englische Kohlen nicht als KriegScontrebande erscheinen lass.n will. Deutschland erwartet, daß England seine Schuldigkeit thue. Ohne die Newcastler Kohle ist eine französische Flotte in der Ostsee unhaltbar.
Berlin, 28. Juli. (Offizielle Mittheilung.) Am 27. d. früh ging ein feindliches Detachement von 3 Compagnien und 80 Pferden aus der Richtung von Forbach gegen Völcklingen vor und griff daselbst einen Zug Infanterie unseres 69. Regiments an, wurde jedoch mit einem Verlust von 1 Offizier und 8 Mann abgewiesen. Diesseits wurde ein Mann verwundet, Sonst fiel im Laufe des TageS nichts Neues vor.
Berlin, 28. Juli. Was über die Wahl deS Hauptquartiers in dcn Zeitungen gesagt wird, entspringt aus Willkür« lichen Annahmen. Begreiflicherweise wird über die Wahl größte
Verschwiegenheit beobachtet, um nickt vorzeitig die Richtung zu verratbcn, welche unsere Armee nehmen wird. lFr. Tag,bl I
Berlin, 30. Juli. (Osficielle Meldung.) Heute Vormittag ist Saarbrücken vom Feinde angegriffen: trotz der sehr bedeutenden Ueberlegenheit deff.lben ist der Angriff stegreich abae- wicsen. Nähere Details sind noch nickt gemeldet.
Königsberg. 28. Juli. In Folge d,S Aufrufes zur Bildung einer freiwilligen Seewehr, hatte die Elbinger Dampfschifffahrts-Gesellschaft ihre sämmtlichen Dampfer, darunter fünf seetüchtige, der königl. Werft in Danzig zur Disposition gestellt.
Bayern. München, 27. Juli. Di- „Corresp. Hofmann" meldet: In der Nackt vom 25. zum 26. fand ein Vorposten - und Patrouillenzusammeuftoß zwischen deutschen Truppen (bayerischen Jägern und preußischen Dragonern) und den Franzosen statt. Unsererseits unbedeutende Verwundungen, ein Franzose tobt.
München, 30. Juli. Allgemein peinliches Aufsehen erregt daS Verbleiben des Kanzlers der französischen Gesandtschaft, Rory, hiersildst, den die brittiscke Gesandtschaft in der Form einer dienstlichen Verwendung unter ihren Schutz gestellt hat.
Landau, 26. Juli. Von Weißenburg wird gemeldet, daß von dort bis Bitsch hohe Schanzen errichtet werden, an denen Tausende von Soldaten, Bürgern und Bauern Tag und Nacht arbeiten. Dieselben werden mit Mitrailleusen bewaffnet. Die energische Theilnahme der Südstaaten an der Action hat. daS bestätigt sich immer mehr, den Einmarsch der Franzosen in deutsches Gebiet bedeutend verzögert Man fürchtet, wie die oben gemeldeten Schanzarbeiten beweisen, jetzt drüben' den Einmarsch der Deutschen. (Fr, )
Frankreich. Straßburg, 27. Juli. Der Courier du BaS Rhin meldet, „a»S allen Nachrichten vom Ober- und N ederrheiue gehe einstimmig hervor, daß die Geschicke des Elsaß bei diesem Kriege im Spiele seien und daß jeder Eljässer bereit zu allen Opfern sei." Aus Weißenburg meldet der Eourier du BasNhn, daß an diesem Tage 25 badische Reiter die Telegraphendrähte zwischen Weißenburg und Lauterburg abgeschnitten haben, so daß die Behörden der letzteren Stadt ohne telegra- phssche Mittheilungen waren und durch Estafette dem liebel abhelfen mußten. DaS Gerückt ging, der Feind sei noch tiefer „in'S Innere des Arrondissements Weißenburg eingedrungen, und es wurde in Bischwiller versichert, „daß Preußen bei Münchhausen |?J, einem Dorfe am Rheine zwischen Lauterburq und Seitz, erschienen seien." Der (Sourct fügt hinzu: „Eine Depesche, die wir diesen Morgen aus Bisckwitler erhalten, meldet, dieses Gerücht sei reine Einbildung, aber gewiß scheint eS zu s.in, daß eine Abtheilung badischer Dragoner bis HunSpach vorgcdrungen ist, einer Station auf der Eisenbahn von Weißenburg nach Straßburg, 9 KtlometreS von Weißenburg, und daß sie liier die Telegraphen-Apparate zerstörten und dann ohne andere Schädigungen wi.der abzogen."
Paris. In Mühlhausen hat man bei einem passirenden Train, der mit Turcos gefüllt war, ein halbes Dutzend Todte und Verwundete, auch Offiziere, in einem Waggon vorgefunden, die von einem Massacre der Truppen unter sich herrührten.
Belgien. Brüssel, 30. Juli. Der Kaiser Napoleon ist Donnerstag Abend um sieben Uhr in Metz eingetroffen. ES hat ein starkes Gewitter stattgefunden, bei dem drei Offiziere und General Lorencey durch einen Blitzstrahl getroffen und verletzt wurden. ES sind diei Bombaidirbatterien eingetroffen. Lamarmora hat die Autorisation erhalten, sich während der Dauer des Feldzugs dem Hauptquartier deS Kaisers anzuschließen. Der Herzog von Cadore, seitheriger Gesandter Frankreichs in München, ist gestern von Cherbourg auf dem Aviso „Colygny" in geheimer Mission abgegangen. (Fr. Zta.)
Italien. Rom, 27. Juli. Vierzehn französische Offiziere haben den päpstlichen Dienst verlassen, dreimal soviel Deutsche gehen heim, am meisten beeilen sich die Bayern. (Allg. Ztg.)
Türkei. Constantinopel, 28. Juli. In Folge dringender Vorstellungen der Vertreter der drei neutralen Mächte hat die Pforte sich dazu verstanden, ihre militärischen Vorkehrungen außerordentlicher Art zu sistiren. (Pr.)
Holland. Amsterdam, 28. Juli. Nach hier eingetroffenen Berichten ist der Kaiser heute Morgen zur Armee abgereist.
Dänemark. Kopenhagen, 28. Juli. Aus Skagen wird gemeldet: Heute 12 Uhr 48 Min. passirte Hierselbst eine aus 7 Panzerschiffen und 2 kleinen Dampfern bestehendes französisches Geschwader.
Vermischtes.
Gießen. Wir hatten Gelegenheit, dem automatischen Cab in et im Oswald'schen Gart.n einen Besuch abzustatten und können einem kunstliebenden Publikum nur anempfehlen, dasselbe ebenfalls anzusthen. Die feine Mechanik, der Ausdruck der Gestalten, müssen Jeden von vornherein gleich ansprechen. Besonders die Scenen: Tell's Apselschuß und der sterbende Grenadier. Eltern seien noch ganz besonders aufmerksam gemacht auf die schöne Gruppe: die Geburt zu Bethlehem, und sie werden gewiß ihren Kleinen daS Vergnügen nicht abschlagen, diese kindliche Scene zu beobachten. Im Ertrakabinet finden wir das einzig dastehende unicum, die siamesischen Zwillinge, in naturgetreuer Weise modellirt, ebenso die famose Schönheit Julia Pastrana. D»n Mörder Traupmaun, eines der größten Scheusale, das je cristirt, zu sehen, ist allein schon das Eintrittsgeld werlh.
Aus der Wetterau. Der Herr Graf von SolmS-Laubach hat für die HmfsvereinSzwecke 500 fl. gespendet, den gleichen Betrag bewilligte die Sparkasse zu Laubach.
Nauheim. Die Direktoren der Nauheimer Bank, die Herren Vialy und Guntze, haben dem hiesigen HülfSvereine für die Krankenpflege rc. 1000 fl. zu Lazarethzwecken zur Verfügung gestellt.
Frankfurt. Die Unterstützung, welcher der Verpflegungsverein sich erfreut, war gestern eine von Stunde zu Stunde sich steigernde. Es gehörte zum Anstand, am Büffet sich ein Glas Bier reichen zu lassen und dafür grohe Münze, ohne etwas zmuckzuverlangen, hinzugeben. Das Glas Bier wurde nicht tinter 5 fl., die meisten mit 10 fl. bis 17 fl. 30 fr., eine» sogar mit 100 ff. bezahlt. Die durchziehenden Truppen erhalten, soweit der Vorrath an Geschenken reicht, Cigarren. Die Zeitungen mit den neuesten Nachrichten werden in die Waggons vertheilt, die neuesten Depeschen an dem Centraldüreau angeschlagen.
Bei dem Frankfurter Vereine zur Unterstützung der noth- leidenden Familienangehörigen der Mitglieder deS deutschen HeereS sind an einmaligen, ersten, Monats- und Wochenbeiträgen nach dem ersten Verzeichniß 4179 fl. 45 fr. eingegangen.
Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.


