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Der Vorstand.

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Vermischte Anzeige».

3502) Auf der Straße beim Hangelstein wurde vor 14 Tagen ein Theil von einem neuen Ofen, sowie ein Kuchenblech, gefun­den und an Großh. Bürgermeisterei Daubnn- gen abgeliefert, woselbst diese Gegnstande gegen Entrichtung der Jnsertioiwgebuhren in Empfang genommen werden können.

3474) Ein Bäckergeselle, welcher am Oien bestehen kann, wird gegen hohen Lohn gesucht. L. Kämmerer.

3473) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche rc. und sonstigen Be­quemlichkeiten , ist zu vermietben bei

Georg Möhl, Reichensand.

Vor dem Neuenweger ein schön eingerichtetes vermiethen. Näheres er- E. Eichenberg, in den Neuenbäucn.

3512) Ein braun-seidenes Sonnenschirm- chen ist von Fuhrmann Schleuning ge­funden worden und kann solches bei dem­selben gegen Entrichtung der Einrückungs­gebühren in Empfang genommen werden.

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Mediernrfches.

Von allen bisher versuchten Heilmitteln bei Brust- und Lungen-Krankhetten hat sich nur ein Einziges einen enormen Rus als Antiphthisicum erworben, und gerade dieses Mittel ist in Deutschland vom größeren Publikum kaum dem Namen nach ge­kannt- Es ist dies die Steppenmilch (Kumys), ein von den Völkern der rrststschen und asiatischen Steppen aus Milch bereitetes Getränk von angenehm säuerlichem Geschmack, welches seit alten Zeiten als Volks-Heilmittel in Zehrkrankheilen angewendet wird.

Alle 93eiludie, diese Steppenmilch auch bei uns einzuführen, scheiterten stets an der Schwicngkeit des Transports, bis endlich in Berlin ein Institut gegründet wurde, welches nach dem Urtheile von Autoritäten der Chemie, ein dem russischen Kumys voll­kommen identisches Präparat liefert, das bereits von Berliner Aerzten mit gutem Er­folge ordinirt, und nachdrücklich empfohlen worden ist. .

Der Vertrieb der Steppenmilch erfolgt durch das General-Depüt von Liebigs Steppenmilch (Kumys) Berlin, Teltowerstraße 55c, welches dieselbe bereits nach allen Gegenden versendet.

Mfsverem für Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde.

3228) Die Scheuer im Zinßer'schen Garten ist zu vermiethen.

Ich mache besonders ein verehrtes Publikum auf eine ganz lige Leinwand als Ersatz für die durch Charpie und Verbandstucke in Anspruch genommene alte Leinwand ausmerksam.

Der Stand befindet sich, wie immer, auf dem Markc.

Adolf Hensel aus Sachsen.

Dbfl-, Gemüse- und Blumen-Ausflellung

in Gießen.

3501) Wir setzen hiermit die Betheiligten in Kenntniß, daß, der eingetre- tenen Krieqsereignisse halber, die diesjährige Ausstellung nickt stattfindet.

Die Ausstellung^-Commrssron.

fl. 21 kr. 48 24 52

s Bäcker-Gesellen

werden mit einem Wochenlobn von 3 bis 6 fl-, nebst freier Station, sofort gesucht.

Frankfurt a. M

Meldebüreau: Graubengasse 16.

tilicrlli'fflldjc Gesellschaft für Natur- und Heilkunde.

3516) Die August-Sitzung des Vereins fällt der ernsten Zeit.

Ertrag des Vortrags des Herrn Prof Oncken .... in der Gemeinde Treis a. d. Lda. gesammelt ....

Beuern gesammelt........

" Annerod gesammelt.......

durch Vermittelung des Landwehr-Bezirks-Commando da­hier von Li e b m a nn H e ß zu Babenhausen, Kr. Schotten

aus der nock) nicht abgeschlossenen Sammlung in Gießen . 2579

3149) Ein geräumiacö Familicn- logiS ist zu vermiethen Lit. B. 9tr. 81

zusammen . . . 2862 fl. 12 fr.

Aus Allendorf a. d. Lda. wurden uns wöchentliche Geldbeiträge in Aussicht gestellt. , ,,

2) an Materialiens

Aus Treis a. d. Lda.: 120 Hemden, eine große Partie Betttücher, Strümpfe, Leinwand re., Charpie; . _

aus Beuern : 55 Hemden und eine große Partie Charpie, Binden, Compressen rc.;

aus Annerod: 42 Hemden, 13 Betttücher, eine Partie Binden, Compressen, Charpie re.;

aus Rödgen: eine große Partie Hemden, Leinwand, Binden, Charpie re.

aus Allendorf a. d. Lda : 36 Hemden, 12 Betttücher, eine sehr große Partie Binden, Compressen, leinene Lappen, Charpie re.

Die Hemden, Betttücher re. waren zum großen Theil noch sehr gut, was wir besonders rühmend erwähnen müssen; bezüglich des Verbandzeugs wiederholen wir die Bitte, dasselbe ganz vorschriftsmäßig herzurichten, damit nicht das Material und die Arbeit nutzlos verwendet wird. , r

Die aus hiesiger Stadt an uns obgelieferten Naturalien, Hemden, Unterhosen, Strümpfe, Leinwand, Binden, Comvressen, Charpie, können wir nicht aufzählen, wir können nur danken für die aus fast allen Häusern und Familien gespendeten Gaben, welche unter thätigster Mitwirkung der Frauen und Jungfrauen geordnet, verarbeitet und zugerichtet werden. Wir müssen aber bitten, im Geben und Arbeiten nicht nach zu lassen, da unser Vorrath für die in den hiesigen L aza reth en zu erwartendenKranken und Verwundeten bei Leitern nicht ausreicht-

Von der Bierbrauerei Georg Heß & Comp. wurden uns für die Lazarethe vierhundert Gentner Eis und zweitausend Flaschen Lagerbier zur Verfügung gestellt, und die Lampenfabrik von Fr. H ab en ich t hat stch zur unentgeldlichen leihweisen Ueberlassung der Lampen, welche zur Beleuchtung der von der Stadt Gießen errichtet werdenden Barackenlazarethe nöthig sind, erboten. Möchten diese dankenswerthen Vor­gänge bei den Geschäftsleuten hiesiger Stadt häufige Nachahmung finden.

Gießen, den 31. Juli 1870. Namens des Vorstandes:

Dr. Goldmann.

8 Borsdorfer Aepfeiwein

01 Den Verkauf dieses von mir mit größter Sorgfalt gepflegten Obstweins übergab ich den Herren I. A Busch Söhne in Gießen. Derselbe ist von ausgezeichneter Güte und dem Traubenwein geringerer Qualität vorzuziehen. Der Verkaufspreis ist per Schoppen 4 fr., in Gebinden billiger. A. Joutz,

zum Hessischen Hof, in Butzbach.

brauch mit L in P dänist Dekali Monr

3467) Bei dem Actuariat Großherzog­lichen Landgerichts Gießen ist die Stelle eines gewandten Scribenten zu besetzen. Bewerber haben ihre Zeugnisse dem Unter­zeichneten vorzulegen.

Gießen, am 28. Juli 1870.

Vorngesser, Landgerichts-Actuar.

3506) In Folge unseres Aufrufs ist bis jetzt bei uns eingegangen:

1) an Geld:

Marki-Anzeige.

3515) Einem geehrten Publikum in Gießen und Umgegend zur Nachricht, daß ich den bevorstehende» Markt wieder mit einer großen Auswahl aller Arten Bettzeuge und Leinwand beziehen und des Kriegs wegen sehr billig verkaufen werde.

Leinwand, per Elle 3 */2 Sgr.

Hausmacher-Leinen, 6/4 breit, 4i/25 Sgr.

Bettzeug, «/» breit, ächtfarbig, 3y2-4 Sgr.

Bettzeug, in ganz schwer Leinen, 5 Sgr. und noch viele schöne Artikel.

Geschäfts - Empfehlung.

3461) Einem geehrten Publikum die ergebenste Anzeige, daß ich mich als Schuh­macher dah er etablirt habe- Durch dauerhafte und geschmackvolle Arbeit werde ich das mir geschenkt werdende Vertrauen stets zu erhalten suchen, und sehe ich gefälligen Aufträgen entgegen.

Gießm, den 27. Juli 1870. August Kramer,

wohnhaft bet Herrn Rothenberger am Lmdenplatz.

° Karten vom Kriegsschauplatz

12 kr 18 kr, 21 kr., 27 kr., 30 kr., 36 kr., 42 kr. und mehr in grosser Auswahl vorräthigin der Ferberschen Univ.-Buchhandlung in Giessen.

2948) Schwemmstein (ober Kalksand auch Tuffstein g-n-mnN, °°n 28V-, 19V iinb 8 cm oder 10 43/i und 3" rhld. (mit Bicker Wallerfalk unter 6070,000 Psd.

5le verb Au fl. (Lithographie mit Farbendruck) enthaltend : Belgien, Luxemburgj, Baiern, Frankreich, Rheinpreussen, Baden, Württemberg, Schweiz mit auf den Rand der Karte gedruckten speciellen kriegsstatistischen 1# -»X Weitere Kriegsschauplätze werden stets auf dem Fusse den

3505) Soeben traf ein und ist zu haben in der F erb er sehen Univ.-Buchhand­lung in Giessen :

Kriegs-Schauplatz 1870. Mr. i.

ereigniffe wegen aus.

Gießen, den 30. Juli 1870.

3521) Die Wirtschaft auf dem

Truppenbewegungen folgen.

Grosse Kriegs-Uebersichts-Karte 1870.

30 kr. s.

Karte in 1 Blatt, Litographie mit 7 fach em Kolorit aufs allergenaueste ausgeführt bis auf die Gegenwart mit Terrain und sämmllichen Eisenbahnen etc., enthaltend : Deutsch­land, Frankreich, England, Holland. Dänemark, Belgien, Luxemburg, Italien Oesterreich, Schweiz, die Nord- und Ostsee und das adnatische Meer. Die Karte ist doppelt so gross, als die vom Kriegsschauplatz Nr. 1 und eignet sich ganz vorzüg­lich für Zeitungsleser; sie reicht von Kopenhagen bis Genua, Triest; von 1 ans bis Berlin und Dresden, $£$=* mit auf den Rand der Karte gedruckten speciellen kriegsstatistischen Nachweisen über ___

- Land-, Heer- und Kriegs-Marine. ---

3354) Mein neu erbautes Haus nebst Garten auf dem Seltersberg am Riegel- pfad, seither von Herrn Jnspector Rieß bewohnt, ist vom 15. Octobec an ander- weit zu vermiethen. W- Kilbinger.

3412) Eine freundliche Familienmohnung ist zu vermiethen bei

Gärtner Schaum, vor dem Selterstbor-

Wohnungs - Gesuch.

3441) Durch die eingetrctenen Verhältnisse sehe ich mich veranlaßt, schon so bald als möglich mein Geschäft von Ems wieder hierher zurückzuverlegen und suche zu diesem Zwecke ein Local (Parterre) oder im 1. Stock, möglichst in der Hauptstraße gelegen. Gefällige Adressen bitte ich im Geschäfte meines Bruders, Carl Fuhr an der Schloßgasse, oder bei meinem Vater in der Sonnenstraße abgeben zu wollen. Wilhelmine Fuhr,

Modcs.

Zur Beachtung.

3520) Die von Katz S» Steinberger" in einer Separat - Beilage zum letzten Gießener Anzeiger abgegebene Erwiederung rührt nicht von mir her. sondern von dem hiesigen Fruchthändler Aron Katz.David Katz, Viehhändler.

Msr mieth iuigefö.

3478) Das seither von Herrn Metzger Löwenstein bewohnte Logis nebst Laden ist zu vermiethen und alsbald beziehbar.

__________Ludwig Magel.

3510) Das seither von Herrn Georg Schmidtborn bewohnte Logis ist ander- weit zu vermiethen.________Dr. Felsi n g-

3496) Der mittlere Stock meines Hau­ses nebst Mansarden, eine recht gemüthliche Familienwohnung, ist zu vermiethen und zum Theil schon im September beziehbar.

G- Rügener, Feilenhauermetster.

3463) Das von Herrn Privatdocent Dr. Braun bewohnte Logis, bestehens in einer möblirten Stube mit Cabinet, ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bei

Th. Rauten st rauch , an der Schoor-

CosieorsBia.66

3511) Mittwoch den 3. August: Absti m m u n g.

Der Vorsta nd-

3451) Indem ich zur allgemeinen Kennt­niß bringe, daß ich mein seitheriges Logis bei Herrn Kaufmann Semmler verlassen und nun bei Herrn JugHardt, am Eck des Eingangs in die Brandgasse, eine Stiege hoch, wohne, empfehle ich mich zu geneig­ten Aufträgen unter Zusicherung reeller Be­dienung. Gießen, den 25. Juli 1870.

Marie Bauer, Kleidermacherin.

Aufforderung.

3477) Am Freitag, den 22. Juli d- I-, des Abends gegen 10 Uhr, ist einem aus Frankfurt zurückkehrcnden Herrn, der die Main-Weser-Bahn auf der Station Rieder- Wöllstadt verlassen und in einem an dem Bahnhof angrenzenden Gasthof allda Quar* tier genommen, eine mit Kleidungsstücken u. sonstigen Effekten versehene und verschlossene schwarze Reisetasche von amerikanischem Le­der von einem Dritten, dem er jene Tasche anvertraut, nicht wieder abgelieiert, son­dern wahrscheinlich aus Versehen mitgenom­men worden.

Dieser Dritte wird hiermit aufgefordert, jene Tasche sammt Inhalt gegen eine an­gemessene Belohnung an die Exped. d. Bl. sofort abzuliefern.