Einzelbild herunterladen

511) Nachdem sich ergeben hat, daß für das hiesige aeademische Hospital, seit Jahren, von Pri­vaten, Gemeinden, öffentlichen und Gewerkskassen, für die Verpflegung und Behandlung ihrer Ange­hörigen, vielfach größere Betrage erhoben, als mit der Kaffe der Anstalt verrechnet und abgeliefert worden sind, so sehen wir uns veranlaßt, die Bedingungen bekannt zu machen, unter welchen heilbare Kranke in dem hiesigen Krankenhause jederzeit Aufnahme finden können.

Für Kranke, welche kein besonderes Zimmer für sich in Anspruch nehmen, wird berechnet:

für die gesammte Verpflegung und Behandlung täglich 18 kr. (5 Sgr.)

Wenn der Aufenthalt der Kranken sich über 100 Tage hinauszieht, die Kosten also 30 fl. erreicht haben, stellt das Hospital von da ab keine weitere Forderung, wenn die Beendigung der Behandlung einigermaßen in naher Aussicht steht. Im entgegengefetzten Falle wird man es dem Kranken und dessen Angehörigen frei stellen, einen neuen Vertrag einzugehen, oder das Hospital zu verlassen. Jedenfalls wird ohne diese Voraussetzung keine höhere Rechnung gestellt werden.

Für ein noch nicht einjähriges Kind mit Wärterin wird bezahlt täglich 24 kr. (7 Sgr.)

Das Hospital trägt keine Kosten für Transport oder für Bcklcidungsgegenstände, welche den Kranken außerhalb des Hospitals mitgegeben werden müssen. *

Die Kosten der Beerdigung müssen von den Angehörigen getragen werden.

Für die Behandlung der Krätze wird, ohne Rücksicht auf die Dauer, berechnet: 5 fl.

Personen, welche ein Zimmer für sich allein in Anspruch nehmen, zahlen pro Tag 1 fl. (17 Sgr.)

Der Verwalter ist verpflichtet, für jede Vorlage oder definitive Zahlung eine Quittung auszu­stellen, auch wenn sie nicht verlangt werden sollte.

Die Directoren der Abtheilungen sind ermächtigt, theilweisen oder völligen Nachlaß zu bewilligen.

Man erwartet der Regel nach bei dem Eintritte der Kranken, entweder eine Anzahlung, deren etwaiger Ueberschuß bei dem Austritte zurückgegeben wird, oder die Beibringung einer Bescheinigung, welche die Zahlung sicher stellt.

Gießen, den 1. Februar 1870. Die Direktion des academischen Hospitals.

I)r. Worüber. Dr. Seitz.

1388) Ein braver Junge, welcher das Bäckergeschäft zu erlernen wünscht, kann in die Lehre treten bei

Carl Wallenfels, an der Wettergasse.

580) In unserer Werkstätte sind meh­rere Lehrlingsstellen jetzt, oder bis Früh­jahr zu besetzen.

C. Staudinger S» Comp

Einigkeit!

1510) Sonntag den 3. April: Ausflug nach Wirseck

mit Musik.

________________Der Vorstand.

1509) Ein junger Mann (Kaufmann), der seine freien Stunden einem Geschäfte widmen möchte, sucht eine Stelle. Offerten beliebe man bei der Exped. d. Bltts. abzu­geben.

1508) Laufmädchen, für eine Stunde tägliche Beschäftigung, gesucht. Von wem? sagt die Exped d. Bltts.

1507) Ein guter Schuhmachcrgeselle wird gesucht von B- Walther.

1504) Gebrauchte Betten kauft

Meyer Rothenberger, ___________________Neuenweg.________

1503) In das Gasthaus zum Löwen wird ein Hausbursche gesucht, welcher so­gleich eintreten kann. Wilh. Krämer.

5 Grohherzogliche Realschule.

Zu den vom 47. April stattfindenden, in unserem Programm näher angegebenen öffentlichen Prüfungen der Großherzoglichen Real­schule und der damit verbundenen Vorschule werden alle Freunde der Anstalt und insbesondere diejenigen hierdurch eingeladen, welchen das Programm etwa nicht zugekommen sein sollte; das Ablurnen am Montag von 40 und die Schlußfeier am Donnerstag finden in der Turnhalle, die eigentlichen Prüfungen sammtlicher 8 Klaffen am Dienstag und Mittwoch im Schulsaale statt.

Großherzogliche Direction der Realschule. __Dr. Stein.___________ Z Frag - und Autwortspiel.

Frage'. Feldrecht wo warst Du am Donnerstag den 31. März, Nachmittags nm 2 Uhr?

Antwort' Ueberall! nur nicht da, wo ich sein sollte, nämlich im A l t e n f e l d !

Wohnlmgs-Bcründmulg.

14i0) Meinen geehrten Kunden hiermit die ergebene rinzeige, daß ich meine seitherige Wohnung verlassen und nunmehr in der Wallthorstraste vis-ä-vis der Kaufmann Hensel's Wittwe wohne.

Paul Weitzel, Kappenmacher.

EH Epileptische Krämpfe (Fallsucht) gM heilt brieflich der Spcclalarzt für Epilepsie 3)oct. O. üilliseSa in Berlin, Louisenstraße 45. Bereits über Hundert geheilt. (201

Am E. Mai 187«

beginnt ein neues Schuljahr der Handelslohr- und Erziehungsanstalt von Äug. sprach wart zu Aschaffenburg a. M. (Bayern). Prospecte und nähere Auskunft citbcilcn der Director und Herr Carl Bingmann in Friedberg. __________(1201)

§ Die Handelsschule ;u Dsseudach a. M.

beginnt ihr neues Schuljahr am 8. Juni c. Der Lehrplan der Anstalt, deren Abgangs­zeugnisse zum einjährigen M ilitaird ienste im norddeutschen Bunde be­rechtigen, umfaßt alle zur gründlichen Vorbereitung für den Kaufmannsstand nöthigcn Fächer. Prospecte, sowie Pensionsbedingungcn, ertheilt der Tirector

Dr. C Naegler

Pramien-Aiileilie der Xladl Hari (llalieii). |

829) Jede Obligation im Nominalbetrag von Lire BOO. muß mit 3 Lire 150. oder ca. Rthlr. 40 im Laufe der Ziehungen rückverloost werden. |

Außerdem nimmt jede Obligation an 180 Prämien-Ziehungen Antheil, g wobei die Prämien von

500,000, 300,000, 150,000, 20mnl 100,000, 70,000, 60,000, 50,000 Lire u. s. s.

gewonnen werden müssen.

Nächste Fehling am IO. April d. Is.

Durch die bis jetzt bei keinem anderen Loos-Anleben bestehende Plan-Ein­richtung, daß jede Obligation, selbst wenn sie schon mit Lire. 150. rückgezahlt worden ist, dennoch au allen weiteren Prämienzichnngen Theil nimmt und mithin eine unbeschränkte Anzahl Gewinne ei langen kann, bietet dieses Anlehen einen bisher noch ilicht dag wefenen Northeil.

Original Obligationei; zu fl. 3?). oder Rthlr. 22. 10 Sgr. (Pläne gratis) empfehlen

Muri) Stiebet Söhne,

Bank- und Wechfel-ldeschäft in Frankfurt a. M.

l s.L" 91 n und Verkauf aller Anlehens -Loose, Staatseffecten rc. zum Börseucourse.

Stausenber g.

1496) Den geehrten Herren, welche der Einweihung des Burg-Saales beigewohnt haben, zur Nachricht, daß Se. Großher­zogliche Hoheit Prinz Ludwig von Hessen die ihm bei dieser Gele- genhcil telegraphisch gewordene Begrüßung in einem huldvollen Dank- schreiben beantworten zu lassen geruhte.

_________________________________________ Das Coiniis.

Die Gartenlaube

bringt in Nr. 13 folgende Beiträge: Aus eigener Kraft. Erzählung von W. v. Hillern geb. Birch (Fortsetzung.) Aus den vier Wänden der römischen Frauenwelt. Mit Abbildung. Im Toilettenzimmer einer Pompejanerin. Nach seinem Oelge- mälde auf Holz gezeichnet von H. Philippi in Düsseldorf. Aus den letzten Tagen zwei Verurtheilter. Nr. 1. Ist das Strafe? Die Sicherhcitsapparate der Eisen­bahnen. Kraft und Anmuth in der Mädchenschule von O- Mit Abbildung: C a- stagnettcn-Reigen der Mädchen-Turnanstalt in Düsseldorf. Nach der Natur ausgenommen von W. Sim ml er. Unter den Tropen. I. Blätter und Blütben: Noch einmal Bakunin. Von F. S- Emancipation. Fr. Hecker Vermißte Landsleute jenseits des Oceans. (Fortsetzung.)

1519) Sonntag den 3. April:

Großes Militar-Concett

tu dem alterthümlich decorirten Vurgsaale zu Staufeuberg, ausgeführt von dem Musik-Corps des 11. Jäger- Bataillons zu Marburg.

Anfang halb 4 Uhr, Ende 11 Uhr.

Entree ä Perfon 12 kr.

Hierzu lade ich ganz evgebenst ein.

Heinrich Fink.

1506) Ein goldener Uhrschlüssel nebst Kettchen ist in hiesiger Stadt verloren wor­den. Dem redlichen Finder eine gute Be­lohnung. Abzugeben Asterweg Nr. 103 im Hinterhause. __________________________

Todesanzeige

1517) Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine geliebte Gattin,Christine Frech", heute Wadjt um 1 Uhr nach langem Leiden in ein besse­res Jenseits abgerufen ist.

Gießen, den 1. April 1870.

Christian Frech, __Heilgehülfe.

1515) Den dritten Osterseiertag:

Schreiner-Ball im Saale des Prinz Carl.

Anfang halb 8 Uhr.

Karten hierzu ä 48 kr. sind zu haben bei Herrn C. Wenzel, Cigarrenhändler, Sel­tersweg. Der Vorstand.

1511) 300 fl. sind bei der Löber'schen Stiftung gegen hypoth. Sicherheit auszu- leihen.___________________________F K o ch.

Arbeiterbildungs-Verein.

1516) Montag den 4. April, Abends präciS 8 Uhr:

(Generalversammlung

im Locale des Wirths C- Heil.

Tagesordnung: 1) Berichterstattung des Vorstandes. 2) Ausflug. 3) Vortrag.

Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand.

Gemüthlichkeit."

1514) Heute Abend:

Etwas Außergewöhnliches.

Mittwoch den 6. April, Abends halb 9 Uhr:

® e n c r n l ü e r f a m in l u n g.

Der Vorstand.

Z Verloren

zwischen dem Kirchenplatz und Seltersthor eine Mundharmonika mit Futteral. Der redliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen eine Belohnung bei der Exped. d. Bltts. abzugeben.

Ph i losophenwald.

1513) Heute Abend: Metzelsuppe da­selbst. Besondere Einladungen sind nicht ergangen. PH. Leib.

I Theater in Gießen.

(Cafp Leib.)

Sonntag den 3. April 1870:

Die 9k anbe r.

Von Friedrich von Schiller. Montag den 4. April 1870: Der lange Israel. Lustfviel in 4 Akten, von N- Benedix. Preisse der Plätze: Erster Platz 36 kr. Zweiter Platz 18 fr. Gallerte 9 kr.

W. de Nolte, Theaterdirector.