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Politische Rnnd sch

Kaffel, 24. Jan. Die Prinzen von Hanau liegen nicht bloS mit ihrem Vater, dem Kurfürsten, sondern auch unter sich in Streit. Vor einiger Zeit ließ vor dem Kreisgericht in Kassel ein Prinz von Hanau seinem Bruder gegenüber die Rechtsgiltigkeit eines von seinem Vater abgeschlossenen Vertrages damit bestreiten, daß derselbe nur darum abgeschlos­sen sei, um die Gläubiger des klagenden Prinzen um ihre Forderungen zu bringen.

Aus Thüringen, 27. Jan. Zu der kürz, lich in diesen BläUern gemachten Bemerkung, daß an ein Umgehen Fulda's bei einer Bahn von Gießen nach Hersfeld nicht gedacht werde, können wir eine diese Behauptung erhärtende Mittheilung machen. ES hat nämlich der jüngst vertagte Meininger Land- tag beschlossen, der Regierung 350 Thaler zu tech­nischen Vorarbeiten für den Anschluß, beziehungs- weise Verbindung der Bebra-Hanauer Bahn mit der Werrabahn zur Verfügung zu stellen. Für diese Verbineung ist aber die Richtung von Hünfeld oder Fulda durch den sogen. Rosagrund mit der Einmün­dung in Wernshausen oder Salzungen in Aussicht genommen, wobei alSdann die Fortführung nach Schmalkalden und Erfurt von der preußischen Regie­rung bereits zu fördern verheißen ist. Die stark ventilirte Rhönbahn von Fulda über die öde Gegend der hohen Rhön nach Meiningen bietet sowohl we­gen ihrer Terrainschwierigkeiten, als wegen des man­gelnden Binnenverkehrs wenig Aussicht auf Rea- lisirung.

Mannheim, 28. Jan. Bei der heutigen Ab­stimmung über die Frage: ob konfessionslose Schu- len ? stimmten 747 Katholiken mit Ja, 220 mit Nein, 1009 Protestanten mit Ja, 6 mit Nein. Die Abstimmung der Israeliten erfolgt morgen und wird ohne Zweifel bejahend ausfallen.

Wien, 25. Jan. Da jetzt auch die ' hiesige Kirchenzeitnng" die Behauptung eines römischen Correspondenten reproducirt, daß Franz Joseph I. in einem eigenhändigen Neujahrsschreiben an Se. Heiligkeit Pius IX. nicht nur seine Ergebenheit ge­genüber dem Oberhaupte der katholischen Kirche be­feuert, sondern auch seine Mißbilligung ausgespro­chen habe über die Intervention Victor Emanuels zu Gunsten derverurtheilten Verbrecher" Ajani und Luzzi, so werden sich wohl die Wiener Ossiciö- sen zu einer Berichtigung veranlaßt sehen. Der Consistorialrath und Dr. Iheol. Wlesinger, Rcdacteur der WienerKirchenzeitung", durch zahlreiche Ca- pucinaden renommirt, macht feinem Aerger über die Nachricht, daß Karl Vogt von Freunden der Na- turwiffenschaft nach Wien eingeladen worden ist, um daselbst Vorträge zu halten, in den Worten Luft: Wir finden es begreiflich, daß das heutige Wien, der Ablagerungsplatz für allerlei Kehricht, auch mit dem Reichsschwein beglückt werden soll." Der berühmte Anatom Hyrtl, als entschiedener Gegner des Materialismus und insbesondere derAffentheo­rie" bisher ein Trost für die Orthodoxen, wird dem­nächst auch ihrem Anathema verfallen, denn zur Ueber- raschung seiner studirenden Zuhörer hat er vor Kurzem erklärt, bewiesen sei die Darwinsche Theorie wohl noch nicht, aber da sie den Anatomen That- fachen erklären helfe, welche sonst stets in ein mysti- sches Dunkel gehüllt erscheinen würden, so könne man die Berechtigung dieser Theorie nicht mehr bestreiten.

Wien, 26. Jan. Die hochofficiöseOesterr. Correspondenz" bestätigt, daß Prinz Alexander von Hessen, der Schwager des Kaisers von Rußland, sowohl dem Kaiser von Oesterreich wie dem Grafen Beust gegenüber sehr bestimmte Erklärungen über die friedlichen Tendenzen der maßgebenden Kreise in St. Petersburg gegeben habe. Die amtlicheWiener Zeitung pudlicirt heute eine von dem Minister des Innern, Dr. Giskra, und dem Eultusminister, von Hasner, unterzeichnete Verordnung, durch welche den Zweifeln über die Auslegung der gesetzlichen Be- stimmungen über den ConfessionSwechsel ein Ende gemacht wird. Wer seinen Austritt aus einer Kirche oder ReligionS - Gemeinschaft erklären will, hat diese Erklärung mündlich oder schriftlich an die Bezirks - Hauptmannschaft oder in autonomen Städten an den Magistrat zu richten. Die Frage, ob der Austretende das vierzehnte Le­bensjahr zurückgelegt habe und in normalem Gei­steszustände sich befinde, soll nur dann von der Be- Hörde untersucht werden, wenn die Umstände zu Zweifeln berechtigen. Die von der nieverösterreichi- schen Statthalterei erhobenen Bedenken gegen die Anwendung des bezüglichen Gesetzes auf Nicht- Oesterreicher sind jetzt beseitigt, denn die Ministerial- Verordnung sagt ausdrücklich, daß die Behörden auch

die Austrittserklärungen von Ausländern, die sich in Oesterreich aufhalten, protocollrren dürfen.

Paris, 26. Jan. Der französische General- Post-Director befindet sich in großer Verlegenheit. Derselbe legte nämlich auf ein aus England in Paris eingetroffenes Buch Beschlag. Der Englän- der, für den es bestimmt war, und an den es der Verfasser oder vielmehr die Verfasserin gesandt, re- clamirt dasselbe, und zwar in sehr energischen Aus­drücken, da die Verfasserin Niemand anders ist als die Herzogin von Norfolk, die Schwester Lord Lyons', des hiesigen englischen Botschafters. Dieser Vorfall hat in. der hiesigen englischen Colonie ungewöhnliche Heiterkeit erregt. Der sehr geistreiche Brief, der deß- »alb an den General-Post-Director gerichtet wurde, circulirt feit gestern in Hunderten von Exemplaren. Jeder Engläncer nimmt Abschrift davon.

Rom. 18. Jan. Die Angelegenheit des wür- tembergischen Bildhauers Kopf, welchen die römische Polizei auf Grund einer nichtigen Denunciation in Haft nahm, hat noch nicht ihre erwartete Erledi­gung, nämlich die Rectificirung der betreffenden rö­mischen Behörden gefunden. Die meisten hier an- ässigen oder augenblicklich anwesenden Deutschen, Angehörige der verschiedensten Länder des Reiches in spe haben dem preußischen Gesandten, Herrn von Arnim eine Adresse übergeben, worin sie die ihrem Landsmann widerfahrene Gewalt als eine alle Deut­schen betreffende Sache bezeichnen und die Hoffnung aussprechen, daß der Minister des norddeutschen Bun­des beim heil. Stuhl Genugtuung von den römi­schen Behörden erlangen werde. Diese Adresse hat Herr v. Arnim in geeigneter Weise beantwortet, so daß wir erwarten, daß energische Schritte in diesem Sinne Arf ihn geschehen werden. Auch der wür- tembergische Minister, Herr v. Varnbüler, hat die Sache jenes Bildhauers Herrn v. Arnim empfohlen..

Madrid, 27. Jan. Anläßlich des Attentates in Burgos fand hier gestern gegen den päpstlichen Nuntius und mehrere Mitglieder der Geistlichkeit eine Demonstration Statt. Volkshaufen zogen vor das Hotel des Nuntius, entfernten das an dem Gebäude angebrachte Wappenschild und riefen :Nieder mit .

dem Nuntius! Es lebe die Freiheit der Bekennt­nisse!" Mfgr. Franchi, welcher rechtzeitig gewarnt worden war, hatte sich auf die französische Botschaft geflüchtet. Aus BurgoS werden folgende Einzeln- hciten gemeldet: Der ^Civilgouverneur wurde in der Kathedrale selbst ermordet. Der Leichnam des­selben, schrecklich verstümmelt, wurde durch mehrere Straßen geschleift. Die Mitglieder des Domcapitels befanden sich zu derselben Zeit in der Kirche und blieben untätig. Der Dechant, die Provisoren und zwei Domherren sind verhaftet.

Vermischtes.

Gießen. Der mit dem 1. k. M. für den Localverkehr der Main-Weserbahn in Kraft tretende neue Tarif bringt be- jüqlich dc« Personenverkehrs und des PaffagiergutcS folgende abändernde Bestimmung: Von der Errichtung einer vierten Wagenklaffe ist vorerst noch abgesehen worden; Billets zu dieser Klaffe sollen nur an Kinder unter 10 Jahren, welche dann in dritter Klaffe fahren, verabreicht werden. Auch die Schnell­züge sollen eine dritte Wagenkasse erhalten. Diese anzuerkennende Neuerung ist jedoch dadurch etwas abgeschwächt, daß die Fahr­preise auf Schnellzügen gegen Fahrpreise der gewöhnlichen Züge nickt gerade unbedeutend erhöht sind. Eine gewiß wün- schendwertbe Neuerung ist eS. daß man mit einem gewöhnlichen Btllet auf jeder Station aussteigen und mit einem anderen Zuge am nämlichen Tage oder auch erst am anderen Tage Weiter­reisen kann. DaS Billet muß in diesem Falle von dem Sta­tionsvorsteher mit einer Bemerkung versehen werden. Auf Re- tourbillets findet diese Bestimmung jedoch leider keine Anwen­dung. Die Retourbillete (mit einer Ermäßigung von gegen 25 pCt.) haben eine Gültigkeit von drei Tagen, den Tag der Ausgabe mitg,erechnet. Jeder Passagier bat bis zu 50 Pfund Gepäck frei; für Uebergewicht wird von 10 zu 10 Pfund eine kleine Frachtvergütung berechnet.

Darmstadt, 25. Jan. Die Adresse der hiesigen Bür­gerschaft an den Großherzog wegen Einführung einer Prevby- terial- und Synodalverfassung ist bereit« mit zahlreichen Un­terschriften bedeckt, deren Zahl sich sicherlich in de» ersten Ta­gen noch bedeutend vermehren wird. Auf der Gallerie deS Theaters wurve dieser Tage Jemand, der seine gute Laune etwas laut äußerte, mit folgenden drastischen Worten von einem Diener der bewaffneten Macht zur Ruhe ermahnt:Do werd net gelacht, wann net gelacht werd; wann Sie lache wolle, dann komme Sie, wann gelacht werd'."

Offenbach, 27. Jan. Am vergangenen Sonntag fand im Gasthaus zum Schwanen dahier ein Maskenball Statt, welcher Veranlassung gab. daß das obere Weinzimmer, welches dem Saal gegenüber liegt, länger geöffnet blieb. Gegen 3 Uhr Morgens wollte der Aastwirth Meier in diesem Zimmer die Lampen auvlöschen und gewahrte einen Mann in demsel­ben, welcher anscheinend betrunken war und ihm lallend Ant­wort gab. Plötzlich fiel ein Löffel auf die Erde, und als der Gastwirth den Frrmden packte, gewahrte er, daß er in beiden Händen silberne Löffel und Gabeln hielt. Sie rangen hierau mit einander bi* auf den Vorplatz, in welchem der Dieb Ge­legenheit fand, sich loSzureißen und die Treppe hinabzuspringen; auf den Hülferuf des Gastwirth« gelang es jedoch einigen am ' Hofthor stehenden Männern, denselben festzuhalten. Es war

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ein Bandagist, welcher hier seit einigen Tagen in Arbeit stand. Man fand ein großes Brecheisen noch bei ihm, mit welchem er den Silberschrank erbrochen hatte.

Berkin. Der Consul de« norddeutschen Bunde« zu San Miguel de Salvador, Hr. Dr. Bernhard, hat hierher gemel­det, daß zu Riva« in Nicaragua am 7. April v. I. ein Deut- cher gestorben ist, welcher anscheinend ein bedeutende« Vermö- gkn hinterlassen hat, ohne daß bi« jetzt gesetzmäßige Erben aufgefunden werden konnten. Derselbe heißt L. E. Paul. Au die einzelnen Negierungen de« norddeutsche» Bundes ist in Folge dieser Nachricht eine Verfügung ergangen, worin sie aufgefor- dert werden, durch die Amtsblätter den etwaigen Erben de« Paul den Todesfall zur Kennnrß zu bringen und zu den- thigen Schritten ihrer Legitimirung al« Erben zu veranlassen. Di« ausgestellten Vollmachten sind durch den Bundeskanzler zu recognosciren und dem erwähnte» Consul in San Miguel de Salvador oder dem Kaufmann Fernando La Jago in Gra­nada zu übersenden. *

In Friedrichshagen bei Berlin wurde am Montag früh eingestiefelter Ochse" bemerkt. Dieser, von Männern geführt, trug an de» Hinterfüßen ein Paar Stiefel, und da« Räthsel dieser auffallenden Erscheinung wurde durch die An­gabe, daß der schwere fette Ochse sich an den Füßen beschädigt habe, »icht recht einleuchtend gelöst. Später ergab e« sich, daß einem Eigenthümer bei Dahlwitz de« Nachts ein fetter Ochse au« dem Stall gestohlen worde». Ohne Zweifel hatten die Diebe dem Thiere Stiefel angezogen, um die verrätherischen Fußtapfen möglichst zu verhüten.

Frankfurt. Ende verflossener Woche hätte in einer Eisgrube leicht ein große« Unglück geschehen können. Vier Familienväter waren in einer Grube mit dem Kleinmachen de« Eise« beschäftigt. Sie waren fleißig, in Folge dessen der Eigenthümer der EiSgrube sich veranlaßt sah, ihnen auf ihre Bitten eine Flasche Rum zu geben. Statt denselben langsam zu consumiren, scheinen sie denselben rasch getrunken zu haben. Al« da« EiS, welche« von oben herabgeworfen wurde, nicht mehr vom Grubeneingang wich, wurde man aufmerksam, daß unten nicht mehr gearbeitet werde; man drang in den Eis­keller und fand den einen Arbeiter schlafend auf der Stiege liegend; derselbe wurde herauSgeschafft, zwei andere lagen ganz erstarrt auf dem Ei« und schliefen, während man den vierten erst nach langem Suchen im Keller mit dem Kopf auf einem großen Eisschollen gleichfalls schlafend auffand. Mau schaffte die ganz erstarrten Leute in ein warme« Zimmer, woselbst sie sich bald erholten, worauf sie aus der Arbeit ent­lassen wurden. Dem einen passirte zu diesem Unglück noch da« weitere, daß er auf dem Heimweg nach Sprendlingen fiel und das Bein brach.

Limburg, 23. Jan. Heute Abend wurde von den Assi- sen da» Urtheil in der Untersuchuitgssache contra Nicolaus Hillerich von Hadamar und Consorten wegen Münzverbrechen nach achttägiger Verhandlung gefällt und wie folgt verurtheilt: 1) Hillerich zu 12 Jahren; 2) Profter zu 10 Jahren; 3) C. Vh. Wagner zu 8: 4) Völpel, Philipp« je zu 7 Jahren; Wengenroth zu 8; Fritz Wagner zu 6 Jahren und Dienstbach zu 5 Jahren 6 Monaten Zuchthausstrafe. Peter Wagner von Homburg wurde zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt.

Frankfurt. De« dießjährige Winter zeigt eigenthümliche Launen. Während im höbcrn Norden, namentlich in deu See­städten von Flensburg, Stettin, Danzig und Königsberg bis Petersburg, Haparende und Christiansand eine verhältnißmäßig ziemlich' milde Temperatur herrscht, macht sich in Sud- und Mitteldeutschland ein strengeres Regiment de« Winter« fühl­bar. Diese Erscheinung zeigt sich von Breslau (wo dieser Tage der Thermometerstand auf 18° gemeldet wurde) und Ratibor bis Köln, Coblenz und Trier. Wiener Blättern zu­folge herrscht in Ober- und Niederösterreich eine Kälte, die an Die unwirthlichcn Gestade Finnland« erinnert. So wurde von Frankenmarkt eine Temperatur von 200, vom Amstetten 220 und von St. Peter sogar 270 Reaumur angezeigt. Bei den ankommenden Zügen, die fast von einer Ei«kruste umhüllt, sind sogar die Waggvnthüren festgefroren. In die­sem Winter ist nun auch der sehr seltene Fall eingetreten, daß ein Tbeil des Boden see's fest zugesroren ist. Bei Langen­argen hat sich eine Eisdecke gebildet, die schon zum Schlitt­schuhfahren ermuntert. (Hier in Gießen war das Marimum 14 Grad unter Null )

In dem rusfifchcn Dubowka (Gouvernement Kiew) kam kürzlich ein eigenthumlicher Akt von VolS jnstiz vor. Ein junger Bauer, der bereits 2 Kinder hatte, ließ sich mit der jungem Schwester seiner Frau ein. Der Vater zeigte da« Vergehen de« Sohne« dem Dorf-Aeltesten an und dieser berief eine Ge­meindeversammlung, welche folgende Strafsentenz fällte:Die beiden Schuldigen werden gefesselt über Nacht in« kalte Ge­fängniß gelegt, am folgenden Tag durch die Straßen Dorfes geführt und alle 100 Schritte abwechselnd einmal der Mann, dann die Tochter mit Ruthen gepeitscht." Da« Ur­theil wurde unter Musik und Gesang wörtlich vollstreckt. (E« ist noch nicht so gar lange her, daß in der österreichischen und baierischen Armee da« Auöveitschen von Kasernendirnen unter Trommelschlag stattfand. Der Profoß schnitt zuvor der Dirne da« Haar dicht am Kopf weg.)

Der Liebig'sche Fleifch - Extract beginnt sich in der neuesten Zeit auch in den Soldatenküchen Geltung zu verschaf­fen. Ein längere« Grposs, welche« die Kaufleute Schlüter und Maack zu Hamburg dem preußischen Kriegsministerium eingereicht haben, setzt auseinander, daß ein Pfund Ertract die löslichen Bestandtbeile von 34 Pfund reinem Muskelfleisch ober 45 Pfund Fleisch vom Fleischerladen enthält und zur Darstellung von etwa 200 Portionen Fleischbrühe ausreicht. Dasselbe weist ferner nach, daß die vegetabilischen Lebensmittel, al« Erbsen, Bohnen, Linsen, Brod, Kartoffeln, Rei« u. f. w-, durch Hinzufügung von Fleisch-Ertract den ErnährungSwerth der animalischen Nahrung gewinne» und zu diesem Zweck für 64 bi« 70 Pfund Brod »der 30 bi« 36 Pfund Hülsenfrüchte oder 120 Pfund Rei« oder 300 Pfund frische Kartoffeln der Zusatz von 1 Pfund Fleisch-Ertract vollkommen genüge. Dieß vorauSgeschickt erbietet sich die genannte Firma zur Herstellung eine« monatlichen Quantum« von 5000 Pfund und offerirt der Armee die Lieferung deS Bedarfs kostenfrei in Berlin in Büch­sen zu 5, 10 und 15 Pfund, per Pfund zu einem sehr mäßi­gen Preise. DaS preußische Krieg-ministerium bat sich hier­nach veranlaßt gefunden, den Ertract zu dem erwähnten Zwecke zu empfehlen.

Siebactton, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fjr. Chr. Pietsch) in Gießen.