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und

ii

welchem Du die Else

er

zu

er zum Kaufe eines Bootes

(Fortsetzung folgt).

Rolf erzählte jktzt die Begebnisse seiner stürmischen Reise und entwickelte dabei, wenngleich er seine eigene Person mit taktvoller Bescheidenheit im Hinter- ?«XÄn""ni" Umfl!|fenCe ÄCMntniß tee S-ew-s-ns, daß ihm, der^Greis

Der Jüngling verschwieg jedoch der Wahrheit gemäß nicht, dast er der erste Steuermann, das Schiff vor dem Untergänge bewahrt habe ' r, "0T schmucker Seemann geworden," sagte der Greis.Schade dass

Dein Vater nicht mehr am Leben ist, er würde sich darüber nicht wenig gefreut haben, aber cs gicot auch andere Leute, mein Sohn, die sich darüber ftcucn und zu diesen gehöre ich. Mir ist," fuhr er langsam fort, 'als sähe ich Dich in kurzer Zeit als Eapttan eines stattlichen SchoonerS die Nordsee durchkreuzen "

Der junge Seemann schüttelte den Kopf. s -

.<» ÄÄ'ySS'i «*-«* ** * -='*"« *

V*. ma8 wohl so sein, wie Ihr sagt, Baker Harms, aber es gibt auf

r> 6° 6hn TV cn,lanS fll(e Capitäne genug, die dazu noch Weib

und Kinder haben. Ihnen gehört das Borrecht." 9 ° 6

seine Mundwilik^ tin »»«'« Lächeln zuckte um

»Wie wird dec Dirne sich über Deine Ankunft freuen," sprach er, als sie vor der Thur standen.Mich wundert nur, daß sie uns nicht entgegengekommen ist, denn sicher hat sie Dich schon von Weitem gesehen."

Hat wohl im Hause zu schaffen," entgegnete der Jüngling.

h. V'V wohl so sein, bemerkte der Greis;komm, mein Junge, gieb mir die Hand und hilf mir über die Thürschwelle. So ein altes Wrack wie ich ist doch zu nichts mehr nutze." 1 1

Der junge Mann that, wie ihm geheißen war.

Mit seiner Hülfe gelangte der Greis durch die Thür auf die mit weisiem Sand bestreute Vordiele des Hauses.

ganz?Haus'fthalltt°^ frdf,'sea »H°> h° aus, welches durch das

. gleich darauf wurde die Thür, welche zur Wohnstube führte, geöffnet und ein lunges Mädchen, von dem vorher erwähnten Manne gefolgt, eilte den Ein- getretenen entgegen.

n H"i"ch war die Begrüßung, welche das Mädchen ihrem Vater und feinem Begleiter zu Theil werden ließ, und es bedurfte keines allzufcharfen Blickes um Nicht sofort zu erkennen, daß der Greis vorher richtig gcurtheilt hatte, als tourte"11 C' to'e C r ftine Tochter über den mitgebrachten Besuch freuen I

. Sw ward dunkelroth, als der Jüngling sie in feine Arme zog und ihr

einen Kuß auf die Lappen preßte. 9 u v

V" JU um nicht ihre Liebe vor ihrem Vater frei einzugestehen, ließ

(if sich die unerwartete Liebkosung freudig gefallen. 9 H v B

ibres *BatT7 t'^7 er|tT T°r' bcr Monn ihres Herzens sie in Gegenwart ihres Vaters fußte, aber daß er es that, war die beste Bürgschaft, daß seine Werbung erfolgreich gewesen. H 1

V ®atfr V Worte zu danken, umarmte sie ihn, indem ihr Freudenthranen über die Wangen rollten.

und färkVir Ju?"0 ta5 fcine6 Kindes, er zog sie zärtlich an sich

Hab' ich's Dir recht gemacht, Else?"

Sie barg ihr Gesicht an seiner Brust.

st""""E i(,t liebkosend da« glänzende, braune Haar.

r. wahr, Rolf/ wandte er sich an seinen jugendlichen Begleiter, .eine

3d> 2)11 RE tur4 ble Brandung glücklich in'den

* unnqtn.

3'nAio^einef"$rxb boIöuf' entgegnete der Angeredete ernst.Ich will Eure Tochter so glücklich machen, wie sie es verdient."

Auf Rolf und seinen Sohn gestützt, wankte der Alte in die Stube.

dem Hut ab und bereitete ihm, nachdem er sich mit Lorenr' Hu fe der schweren Jacke mit den Silberknopfen und seiner Stiefeln entledigt hatte, ,n dem vor dem Tische stehenden Lehnstuhle einen behaglichen Sitz ' Dämmerung war inzwischen eingetreten.

irdenen »u bringen, und bald stand neben I

9 ' toC y,cr srhaumte, eine kleine Oellampe mit grünem , toebn«." Mu6f}l,Un8 btr Wohnstube zeugte von dem einfachen Sinn ihrer Be- ' Es wurden Stühle um den Eichentisch gestellt.

Einen Augenblick später legte er die Hand auf den Arm de« Jünglings Du bist ein wackerer Junge. Rolf. Hast das Herz auf dem reckten Tleck

Tr7.ru nur weißt, ich hab' geträumt - und in meinem SJUe geben Traume fast immer in Erfüllung - daß Du in einem halben Jahre schon einen Schooner kommandtren wirst, der dazu noch Dein Eigen,hum ist." h. VIf b*!d*c brn Greis fragend an, aber das Gesicht desselben zeigte wieder die dustere Ruhe, welche nur selten seine Züge verließ. 9 8

',aBLC ** bjU?" frag'- der junge Mann mit einem Seufzer, Ihr wißt ja, daß ich arm bin." ,s '

Wer dieftr Zweifel dauerte nicht lange, denn Harms fuhr fort.

. "Vf.V V JUunfl fEln- um den Landratten Vertrauen ? e,n^uP°ße11' * hab' den Cours kennen gelernt, den Du

steuerst, er ist der rechte, und deshalb erhältst Du mit der Elke ruale.ck rd, Schiff. Ich, Dirk Harms, werde es Dir schenken " 1 j 8 tld) thl

^-- Plötzliche Freude machte Rolf stumm, er vermochte nichts weiter ru t un , als die Hand des Greises zu drücken und ihn mit seinen treuen blau n Wgen, ,n denen sich feine innige Dankbarkeit spiegelte, lange anzublicken

Harms erwiederte herzhaft den Händedruck des Jünglings.

Laß' es gut sein, Rolf," sagte er,wir beide' wissen ja, wie wir mit '"-'n""' 34 V mtinEn Stolz darein, einen wackeren Schiffs-Capitän zum Tochtermann zu haben. " '-«pnan

,/3hr follt's nicht bereuen, Vater Harms."

'.'Mach' die Else glücklich, dann hast Du mir nichts zu danken," sprach der Alte intern er s->ne Hand wie segnend auf das Haupt feiner Tochter legte * ,. D rk Harms, der ehemalige Schlickläufer, war im Laufe von dreizehn Jahren zum reichsten Manne von Rordstranb geworden. " ure.zepn ^ah.en

truflen@?inenÄetT* ®n8tü"b 0in8cn' fein Eigenthum und

Der früher so arme Wattenläufer, der in den Seiten be«

? s°'>Haupt legen woher er seinem Weibe, uw jetzt der allgemeinen Ach- heimathlichen Insel als die

seinen beiden Kindern Brot schaffen sollte, erfreute tung und des größten Ansehens sowohl auf seiner ganze schleswigsche Küsie entlang.

faß"n®rUnbPe,n iU feintm Rrfrh'hume gelegt, das vermochte indessen verwende,e^"ab?r #,rt/ er zum Kaufe eines Bootes

verwendete, aber es dauerte nicht lange, so ward das kleine Boot mit einem l8i4e6p7hnTtaUfd)t Um fd,on T brltte» Jahre führte ein kleiner Schooner statt- ltche Ladungen, aus Getreide bestehend, nach England hinüber.

! Rechts nieder."' ®ei,e be6 ®reif" Elfe ließ stck'zu feiner

»ÄaÄss*;* -»" * "-i

Hast noch wenig von Deiner letzten Reise errablt ~

mbve da an meiner Seite hat sie über lie S n fi f*mu^n See- Dir nachfliegen können, sie würd' es gethnn hLn." 8

Cater!" bat Else, aufs Neue von brennender Nöthe übergossen.

Ich soll es wohl nicht verratben; na, Rolf wird schon wisse ;

Dick"a"^^'' "tiVn 8V' tr g-rn, wenn ich ihm daß Du D'ch apg g-qualt hast, wahrend er drüben in England war" ' 8

mein Ln"ge.'n^nrm6'" Jüngling,ich hör'« für

Bodem^b to°rf im Cinen f*mot,enbcn Wick zu, dann schlug stejda« Auge zu

~sage Dix aber, Du wirst in einem halben Jahre Capitän eines Schooners fein!" rief Harms,denn an dem Tage , an '' -P * herrathest, wird mein Traum in Erfüllung gehen."

zr. wagte nicht, feinen Ohren zu trauen; die unveränderte Miene des Sm Än Ve61"8 iU fi,"en er unfchlüfstS war, was

Späte Vergeltung.

Crimtnalnovelle von Fr- Wilibald Wulff.

, (Fortsetzung.)

s-, ein Greis, in der Mitte der sechziger Jahre stehend, trug die

Kleidung der Bewohner von Nordstrand. 9 P

(Spärlidje weiße Locken stahlen sich unter seinem Südwester hervor.

Seine Haltung war hinfällig und gebeugt.

..M" -men Hand stützte er sich auf einen Rohrstock von beträchtlicher Dicke, wahrend seine andere Hand auf dem Arme seines jungen Begleiters lag.

Ww Jener ein Bild des Alters, welches hart am Rande des Grabes steht Jugend 616 $°n 8e°^nEte ®ruff hineinsieht, so war Dieser ein Bild kraftvoller »"Reich", blondes Haar umrahmte ein blühendes, in Fülle der Gesundheit Men^ Milch' «ns welchem blaue Augen treuherzig in die Welt hinein- mnnjV'Ä Schnurrbart gab seinem Gesichte einen bestimmten, männlichen Ausdruck.

l,nnJbnf^,T6^nCr®/.|tatl COm l^bnsten Ebenmaße, schlank, aber dabei von ungewöhnlicher Korperkraft zeugend.

m f roar 6ic emes Matrosen, wie man sie in Husum zu sehen

Gelegenheit hat, und unterschied sich nur von der seines greisen Gefährten da- durch, daß er einen leichten Strohhut mit ziemlich schmaler Krempe trug

n t6m den Bewohnern der Nordsee. Inseln eigenthümlichen, I bls über s Krnee emporreichenven Stiefeln vom gröbsten Rindöleder

Beide sprachen eifrig mit einander.

Zuweilen richtete der Greis das Haupt empor, welches sonst fast beständig gesenkt war, und schaute dem Jüngling in das von Freude und Eifer des Ge­spräches gerothete Gesicht. I

«n- .2^"" dies geschah, zuckte, wie ein Sonnenstrahl über eine öde, eiserstarrte Winterlandschaft, ein Lächeln über die blaffen, gramdurchfurchten Züge des alten 2/tannes. I

Dann öffneten sich seine bisher halbgeschlossenen Augenlider und seine Blicke I fm,t unverkennbarem Stolz und Wohlgefallen auf der frischen Männliche lichkeit fernes Begleiters. I

^er dieses Aufleuchten in seinen Augen war ein schnell vorübergehcndes.

Wenige Augenblicke spater und er war wieder zurückgesunken in feine frü­here, gebeugte Haltung. '