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das Militär hoch feuerte unv die Kugeln Daher über die Kopse der Nächslstehendtn hinweg im Bo­genschutz die Entfernteren trafen. Ferner haben noch mehrere Personen, die sich in Privatpflege begaben, schwere Verletzungen erhalten. Die eigentlichen Ur­heber deS Exceffes sind wohl nicht auf den Straßen zu suchen. Die Untersuchung ist in vollem Zuge. Am 14. und 15. wurde Die Ruhe nicht weiter ge­stört, obwohl die Aufregung groß war und die Phy- sionomie der Fabrikvorstädte einen unheimlichen Ein­druck machte. Die Militärbehörden hatten detzhalb auch eine bedeutende Waffenmacht in beständiger Be­reitschaft, um weitere Ausbrüche der sichtlich von nationaler Seite her fanatisirender Menge nieder-

zogen sie mit der Rotte auf und ab. Die Neugierde lockte auch viele Personen aus der Stadt herbei, und auf diese Weise mochten gegen 8 Uhr sich wohl an 20,000 Menschen in der Zosephstadt eingefunden haben. Bei dem Bcthlach'schen Haus in der Franz Josephstraße, in welches die Eommunalwachstube ver­legt worden war, fand der stärkste Andrang Statt. Die Militärmannschaft wurde Anfangs blos beschimpft und verhöhnt, bald aber bedroht. Der Statthalter und der Bürgermeister erschienen vor der Menge. Allein ihr gütliches Zureden blieb erfolglos und der Bürgermeister wurde sogar von einem Steinwurfe getroffen. Das Militär ließ, da es Anfangs zu schwach war, alle Unbill über sich ergehen, bald aber kam Verstärkung heran, und nun begann die Mann- schäft zu operiren. Zuerst rückte eine von einem Unteroffizier geführte Truppe gegen die Menge mit

Darmstadt, 13. Juli. Schluß des Reg.-Bl. Nr. 31

XI. D ienstenjtlassungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 2. März den Polizei-Commissär zweiter Klaffe bei der Polizeiverwaltung der Kreisstadt Offenbach, Georg Wilhelm Werner, vom 1. April d. I. an, von seiner Dienststelle auf sein Nachsuchen, sowie am 26. April den HauptzollamtS-Asfistenten I. Klasse bei dem HauptzoUamte Mainz, RevifionS-Controleur Carl Hauck, auf sein Nach such en seines Dienstes, - und am 13. Mai dem seitherigen Consul zu Rotterdam, Johannes Joseph Krämer, die von ihm nachgesuchte Entlassung von dieser Stelle zu ertheilen; am 22. Mai dem Schullehrer an der zweiten katholischen Schule zu Mosbach, Peter Götz, aus dem Schul- bienfte, und am 1. Juni dem Bahningenieur und Vorstand der Bahnverwaltung Darmstadt der Main-Neckar-Eisenbahn, Peter Hochgesand, auf sein Nachsuchen aus dem Dienste zu entlasten; am 12. Juni den Schullehrer an der zweiten katholischen Schulstelle zu Budenheim, Georg Bnrtschell, mit Vorbehalt des Rücktritts in bas Schulamt, auf sein Nach- suchen von seiner Dienststelle zu entheben; am 24. Juni den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Dortelweil, Joh. PH. Diehl, mit Vorbehalt des Rücktritts in das Schul­amt, auf sein Nachsuchen aus dem Schuldienste zu entlasten.

XII. Versetzungen in den Ruhestand. Se. Kö­nigliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 24. April den Lehrer am Gymnasium zu Gießen, Dr. Wilhelm Karl Diehl, unter Anerkennung seiner treu geleiste­ten Dienste auf sein Nachsuchen, und den Lehrer an der Realschule zu Offenbach, Georg Walter, unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste, vom 1. Juni 1869 an auf sein Nachsuchen, nm 28. April den Schullehrer an der ersten Knabenschule der Gemeindeschule zu Alzey, seitherigen Schulin- spector Johannes Michael Trcntel, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner vieljährigen treuen Dienste und I am 5. Mai den Lehrer au der Realschule zu Alzey, Georg Gerlach, auf sein Nachsuchen, wegen geschwächter Gesund­heit und unter Anerkennung seiner gewissenhaften Dienstfüh- tung, am 8. Mai den Kr.isbaumeister des KreiSbauamtS | Darmstadt, Baurath Christian Stockhausen, unter Aner­kennung seiner langjährigen mit Ciser und Treue geleisteten Dienste, auf sein Nachsuchen, den Revisor bei der Calcu- I latur der Ober-Bau Direction, Johannes Boß, mit Rücksicht

gefälltem Bajonnet vor: statt zu weichen, hoben die Arbeiter Steine von der Straße auf, füllten die Ta­schen mit denselben und fingen an, unter einem wah­ren Wuthgeheul, die Soldaten mit Steinen zu be­werfen. Hierauf Uetz der Unteroffizier etwa sechs Soldaten ihre scharf geladenen Gewehre in die Luft abfeuern. Da Niemand getroffen worden war, be­

regnete Steine und Schimpfwörter auf die Soldaten. Diese antworteten mit einer vollen Ladung, und jetzt floh die ganze Masse :n rasendem Laufe davon. Blutspuren in den Stratzen ließen erkennen, daß Einige verwundet worden waren. Aehnlich wie hier ging es noch in zwei oder drei anderen Straßen. | In das Geschrei der wüthenden Tumultuanten misch- ten sich nun auch die Angstrufe dcr Velwundeten, das Weinen der Kinder, das Heulen der Weiber unv zu alle dem das Ausblitzen der Schüsse gab der Straßenscene ein wahrhaft grauenvolles Gepräge. In der Stadt herrschte große Angst, als man die Schüsse hörte. Stadtrath Wolf eilte mit neuen Bataillonen hinaus, und mit diesen wurden Die Tu­multuanten bis gegen Obrowitz getrieben, so daß um 10 Uhr etwa die Ruhe hergestellt erschien. Todt auf dem Platze liegend wurden aufgefunden in der Franz Josephstraße ein 18jähriger Tagelöhner und in der Josephstadt ein 40jähriger Mann. Fer- Ferncr wurde sofort bekannt, daß ein in der Fran; Josephstraße wohnhafter 80jähriger Greis, ein pen- sionirter Gutsverwalter, Namens Paravreini, der, beim Fenster stehend, der Heimkehr seiner Gattin ! entgegensah, von einer Kugel art die Schläfe ge­troffen wurde und auf -Der Stelle todt blieb. Ver­wundet auf dem Platze liegend wurden aufgefunden ein 8jähriger Knabe, ein Maurergeselle, zwei Weber, I ein Schneider, ein Tischler, ein Laglöhner und drei

auf seine geschwächte Gesundheit, auf sein Nachsuchen, am 13. Mai den Hauptzollamts-Rendantm bei dem Hauptzollamte Mainz, Oberejnnehmer Heinrich Habermehl, unter Aner­kennung seiner langjährigen treuen Dienste und unter Erthei- liing des Charakters als Finanzrath, auf sein Nachsuchen, den SalzmagazinS-Cvntroleur bei der Saline Nauheim. Chri­stian Wiederhold, mit Rücksicht auf seine geschwächte Ge­sundheit, am 19. Mai den evangel. Pfarrer zu Lampert­heim, im Dccanate Zwingenberg, August Schnittspahn, am 22. Mai den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Dernsfeld, im Kreise Grunberg, Johannes Gompf, -- und den Schullehrer an der zweiten Stadtknabenschule zu Gießen, im Kreise Gießen, Emanuel Braun, am 26. Mai den ständischen Archivar, Carl Wittemanu, am 8. Ium den Schullehrer an der dritten evangelischen Snnle zu Lam­pertheim, Jean Adam Chantre, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner mehr als fünfzigzährigen, treu gelcineten Dienste, am 12. Juni den Bahnwärter bei der Mam- Neckar-Eisenbalm, Philipp Erck, am 15. Juni den Kreis- wundarzt des Kreismedicinalamtes Alzey, Philipp Kleuk. auf sein 9t ach such en, am 22. Juni den Polizeicommiffär erster Klaffe bei der Polizeiverwaltung der Provinzial - Hauptstadt Mainz, Polizeirath Christian Leichtweiß, auf sein Nach­suchen, unter Anerkennung der von ihm geleisteten vieljährigen treuen Dienste, bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit, am 29. Juni den Verwalter im Filialarresthause zu Mainz, Heinrich Gompf, auf sein Nachsuchen, und an demselben Tage den Leiblaquai Wilhelm BajuS in den Ruhestand zu versetzen.

XIII. Concurrenzeröffnungen für: die DistrictSein- nehmereien Offenbach und Alzey 11., für welche eine Cautions- leistung von beziehungsweise 5000 und 3000 si. erfordert wird. Concurrenzsähiae Bewerber haben sich binnen 14 Tagen anzu- rnelden; - die evangelische Schulstelle zu Schickartshausen mit einem jährlichen Gehalte von 307 st. 22 fr. nebst 4 Stecken Holz zur Heizung des SchullocalS; die evangelische Pfarrstelle zu MeicheS mit einem Gehalte von 953 st. 23 fr., wovon vorerst eine jährliche Abgabe von 200 st zu entrichten ist; den sämmtlichen Riedesel Freiherrn zu Eisenbach steht das Präsentationsrccht zu dieser Stelle zu; die evangelische Pfarr­stelle zu Pohl-GönS mit einem Gehalte von 826 st. 23 fr.

XIV. Gestorben sind: am 6. März der pensionirte Rheinzollamtsgehulfe Ludwig Karl v. Kreß zu Mainz; am 1. April der Großherzogliche Hauptstaatsfasse-Buchhalter, RechnungSrath Carl Schneider zu Darmstadt; am 8. Mai der Lehrer der ersten evangelischen Schule zu Osthofen, Valentin Weber; an demselben Tage der Dirigent der I. Justisicatur-Abtheilung der Großherzoglichen OberrechnungS- kammer, Rechnungsralh Johannes Doltz zu Darmstadt; am 23. Mai dcr Invalide Philipp Hammes zu Elsheim; am 25. Mai der Elementarlehrer Joseph Christophe zu Mainz; am 27. Mai der evangelische Pfarrer Hunzinger zu Rothenberg: an demselben Tage der evangelische Sch-ck- lehrer Melchior Friedrich an der zweiten Schule in Eich; am 28. Mai der Hofgerichts-Advocat Ludwig Wagner zu Darmstadt; am 2. Juni der Großherzogliche Oberge­richtsrath, Dr. Anton Leonhard Brun zu Mainz ; am 4. Juni der Schullehrer Valentin Trnschel zu Rödgen, Kreis Friedberg; am 9. Juni der Großherzogliche Canzleirath in Pension, Wilhelm Pfnor zu Darmstadt; am 20. Juni der emeritirte katholische Piarrer Krautheimer zu Mainz; am 21. Juni der ehemaliae Pfarrer Friedrich Philipp Christian Welcher zu Eckartshausen; an demselben Tage der pensionirte Cfrenzaufseher Heinrich Kern zu Bobenhausen; am 22. Juni der Stempler und Diener bei Großherzog­licher Hauptstempelverwaltung, Georg Gengenbach zu Darm­stadt; an demselben Tage der pensionirte Großherzogliche Criminalrichter, Hofgerichtsrath Hoffmann zu Lindenfels; am 29. Juni Wr Kreisbaumeister Billhardt zu Alzey; am 1. Juli der pensionirte Bauaufseher Andreas Schm ah I zu Klein-Winternheim; am 2. Juli der Großherzogliche Oberförster Wilhelm Sommer zu Münster.

Berlin, 20. Juli. DieZukunft" schreibt:Die Neuigkeit des Tages ist Die Bilvung Des französi- schen Ministeriums. Man ist sehr höflich, wenn man es nur als ein provisorisches betrachtet, es ist viel­mehr ein provokatorisches. DDer kann man es an­ders denn als Herausforderung Deuten, wenn in dem KW MDMWILLZSLLMLM zu werden Drohen, Daß man, um |te zu tr,nuui, Ministerkrise unt Kammervertagung zu Hülfe nahm wenn in Diesem Momente, sagen wir, Das neue Mi­nisterium mit Hrn. ForcaDe De la Roquctte, Dem I Vater unD Schutzpatron aller jener Fälschungen, sich schmückt V Wie Paris Diese übeiraschenDe Lösung aufgenommen hat, ist noch nicht bekannt, aber Die Enttäuschung wird eine mächtige sein. Die neuen Kollegen des Hrn. Roquelte gehören durchweg Der Rechten an, so Daß von Concessionen an Die Een- trumSmänner, welche Die Trommel zuerst gerührt haben, nicht Die Rede ist, es müßte Denn etwa Der neue Unterrichtsminister zu ihnen gehören, Der bis­her unbekannte Abgeordnete Bourbeau, den Der T,e- legraph bei seiner ersten Meldung in bösartigem Jrrthum als Bourreau (Henker) einführte." _

Düsseldorf, 17. Juli. Heute wurde der Tu- multSprvzeß gegen Mende und Genossen verhandelt. DieDüffeld. Ztg." berichtet: ..Aus der Verneh­mung Der Belastungs - und Schutzzeugen ging zu­nächst hervor, daß man nicht mit tenDentib|en Ar­beiterunruhen, sondern mit einem Krawall zu thun hatte, dessen rntellectueller Urheber jedenfalls Der ReichStagsDepulirle Fritz Mende war. So sprach Der Deputirte Mende von Der Erscheinung einer socialen Revolution mit wehenDem Haupthaar, die mit ehernen Sandalen Alles nieDcrtreten würde.

von Den hohen Steuern, Die Das unter Den Linden in Berlin spazieren gehende Militär verursache. Der Urtheilsspruch, Der nach einer cinstundigen Berathung Seitens Des Gerichtshofes gegen 1 Uhr Mittags bei lautloser Stille eines dichtgedrängten Auditoriums verkündet wurde, lautete gegen Mende wegen Stö­rung des öffentlichen Friedens re. auf ein Jahr Ge- fängnitz, gegen Bernhard Jansen wegen Werfens mit einem Bierglase und Widersetzlichkeit, gegen Philipp Baumann wegen Anleitung zum Widerstand und An­reizung und gegen Ludwig Zacharie wegen Anreizung zum Widerstand auf je 1 Monat Gefängniß. Die übrigen 25 Angeklagten wurden freigesprochen.

Aus Mecklenburg-Schwerin, 18. Juli. Um Den Gegensatz in Der Durch das Bundesgesetz vom 3. o. erreichten völligen Gleichstellung Der Juden mit Den übrigen Staatsangehörigen zu der Stellung Derselben in Der früheren Zeit recht schlagend Dar- zuthun, ist ein an einen mecklenburgischen Juden ge­richtetes grotzherzogliches Rescript nachstehenden In­halts sehr geeignet:Friedrich Franz von Gottes Gnaden, Gioßhirzog von Mecklenburg rc. Die von Dir, Dem Schutzjuden N. N. zu N. unterm.... D. I., unterthänigst erbetene Concesston zum Ankauf des Hauses Der N. N Daselbst, soll Dir hierdurch aus Gnade ertheilt sein. Wonach Du Dich zu rich­ten. Gegeben auf unserer Vestung Schwerin Den.....

1826." Diese ausnahmsweise einem Juden ertheilte Erlaubniß zum Ankauf eines städtischen Grundstücks kostete 15 Thaler 27V2 Sgr.

Wien, 16. Juli, lieber Die blutigen Auftritte in Brünn am 13. berichten österreichische Blätter: Um 7 Uhr kamen Die Arbeiter theils von Der Ar­beit, theils aus Den Schenken hervor, durchzogen die Straßen Der Josephstadt und traten bald hier, bald da zu Gruppen zusammen. Es nfengten sich auch Die Weiber, aus Häuser hervortretend, unter sie, und Kinder auf Den Armen tragend oder führend,

zuhalten. , __________'

Vermischtes.

Gießen. (Sitzung des Gemeinderaths vom 15. Juli.) Anwesend: der Großh. Bürgermeister Vogt, die Ge- meinderathsmitgiieder Bücking, Hanstein, Rofenverg, Heß, Naget, Lover, Berg, Wallenfels, Felsing, Weidig, Gail und Nicker. _ , u _,r

Der Gemeinderath beschließt, auf das Schreiben des Clsen- bahn-ComitejS in Gersfeld zu erwiedern, daß er mit Befriedi­gung von dem Inhalt desselben Kenntniß genommen habe, sich aber nicht in der Lage befinde, die auf den 18. Juli nach Gersfeld anberaumte Versammlung zu beschicken, jedoch den Wunsch ausspreche, daß ihm die dort gefaßten Beschlüsse zu seiner Kenntnißnahme mitgetheilt würden, um im Sinne der­selben wirken zu können.

In Betreff der geschehenen Auöloosung städtischer Obliga­tionen siehe die letzte Nr. d. Blattes.

Auf Verlesung der kreiSamtlichen Verfügung vom 5. Juli bemerkt der Gemeinderath, daß wenn gleich in diesem Augen­blick sowohl er als die höhere Behörde die Bewilligung von 5 Morgen Versuchsfeld (zur Verfügung deS neuen Lehrstuhls für Landwirthfchaft) gewiß nur als eine nutzmeßtiche aufgefaßt habe, er zur Vermeidung von kunfligen Niißdeuiungen hier nochmals ausdrücklich erkläre, daß sein Anerbieten nur in die­sem Sinne gemeint sei.

Der Gemeinderath genehmigt den Ankauf emeS Gießappa­rats durch Gemeinderathsmilglied Gail zum Begießen der Straßen zu dem Preis vom 400 fi. Der Letztere ist bereit, we­gen Beschaffung deS zum Gießen erforderlichen Wassers in der nächsten Sitzung Vorlage zu machen. Bis dahin soll dasselbe bei dem Bierbrauereibesitzer Heß geholt und das Gießen mit dem nächsten Montag begonnen werden, und zwar vorerst vom SelterSthor bis an bas Eifenbahnthor. Dcr Großh. Bürger meister Vogt und das Gemeinderathsmitglied Gail unter Zu­ziehung des Bierbrauereibesitzers - übernehmen, dasjenige zu besorgen, was zur Instandsetzung des GießapparateS erfor­derlich ist. ,

Der Gemeinderath beschließt, gegen die Zahlung der von der hiesigen Steuereinnehmerei geforderten Waagegebnhren bei Großh. Ministerium der Finanzen zu remonstriren und auf Zurücknahme der Anforderung anzutragen.

In Betreff der Einquartierung und Verpflegung von Hes­sischen Truppen während der dießjährigen Hcrbstübungen zieht eS der Gemeinderath vor, die der Stadt Gießen ertragende Einquartierung selbst zu verköstigen (gegen die reglementmaßige Verpflegungsvergütung). . .

Der Gemeinderath gibt seine Einwilligung zur von dem VerschünerungSverein auszuführenden Herstellung einer schatti­gen Anlage vom oberen Ende der Friedhöfe bis zur Höhe des LutherbergS.

R-daction, Druck und Verlag der Brühl'schm Druckerei (Fr. Chr. Pietlch) in Gießen.