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Redactton, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr- Chr. Pi et sch) in Gießen.
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12. October, schreibt: Die preußische Thron-
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neueren LandeStheile anordnet. Graf Münster und 23 ®e: noffen werden im Herrenhause die Regierung tnterpelliren, ob sie die Eisenbahn.Prämienanleihe ohne Zustimmung genehmigen wolle. Eine ähnliche Interpellation wird im Äbgeorv» netenhause vorbereitet.
Berlin, 8. Oct. In der gestrigen Sitzung des Protestantentags wurde folgende Resolution bed Professor v. Holtzen- dorf angenommen: „Die von einem Thetle der Geistlichkeit unternommenen Versuche, die Todesstrafe als einen das Gewissen bindenden Glaubenssatz und al« ein der Obrigkeit durch die göttliche Ordnung auferlegteS Gesetz anjuerfennen, erscheinen als unberechtigt."
Berlin. Die „Kreuzzeitung" schreibt: Das zungenfertige und großsprecherische Wesen einer gewissen Sorte von Berliner Handelsleuten und Vergnügungs-Reisenden trägt bekanntlich nicht dazu bei, uns auswärts Sympathieen zu erwecken. In Sachsen sagt man den Berlinern nach, sie hätten „Zündnadelschnauzen".
Berlin. Der vierte deutsche Protestantentag, welcher in Berlin tagte, hat in der Hauptstadt des protestantischen Deutschlands die erwartete allgemeine Theilnahme nickt gefunden. Jn- deß konnten die nachfolgenden von Professor Dr. Schenkel aus Heidelberg aufgestellten und vom Protestantentag ohne Widerrede angenommenen sechs Thesen nickt verfehlen, großen Eindruck zu machen. Sie lauten: I. Die evangelische Kirche Deutschlands ist hauptsächlich deßhalb im Innern zerrissen und erlahmt und gegen römische Angriffe und Uebergriffe theilweise machtlos, weil die freie Entfaltung ihrer Principien und Le- bensbedtngungen in weiten Kreisen amtlich verkümmert und gehemmt ist. II. Statt der Eonsistorjal- und Pastoralkirchen, dieser Verzerrung protestantischer Lebensgemeinschaft, fordern wir die volksthümliche deutsche Gemeindekirche. Die Einrichtungen, wie sie den sechs östlichen preußischen Provinzen in einer sogenannten Synodalordnung geboten worden, sind bloße Scheinconcesfionen an das Gemeindeprincip. III. Jede Beschränkung der wissenschaftlichen Forschung und der kirchlichen- Lehrfreiheit durch Dogmenzwang ist eine schwere Verletzung der evangelischen Lebenggemeinschast, deren alleiniger Meister Jesus ChristuS ist, der Erlöser und Vollender der Menschheit. IV. An dieser Grundwahrheit evangelischen ChristenthumS hielten wir von jeher und halten wir fest, und legen darum Verwahrung ein gegen Dogmenknechtschaft und Bekenntnißzwang. Wer hierin ein Verläugnen der christlichen HeilSwahrheit sieht, und nach Pharisäer, und Schriftgelehrtenart unseren Ausschluß von der christlichen Gemeinschaft begehrt, der verläugnet die sittliche Grundwahrheit de« EhristenthumS — die Liebe. V. Die unbewiesenen Vorwürfe der preußischen Kirchenbehörden gegen unseren Verein weisen wir mit Entrüstung zurück. Jede dogmatische Ueberzeugung ist uns willkommen, die auf dem Einen, alten und unvergänglichen Grunde des stets sich verjüngenden ChristenthumS mit uns arbeiten will an der Erneuerung und Belebung unserer Kirche im Geiste evangelischer Freiheit und im Einklang mit der gesammten Culturentwicke- lung. VI. Alle deutschen Männer, welche mit und dasselbe wollen, werden von und hiermit auf'S Neue zu gemeinsamer Arbeit, zu gemeinsamem Kampfe gegen alles unprotestantische und hierarchische Wesen und zu gemeinsamem Schutz ded Rechtes, der Ehre und der Freiheit unseres deutschen Protestantismus öffentlich und feierlich aufgerufen.
Frankfurt a. M. 3m nächsten Frühjahr wird dahier, wenn der van dem Ofsiziercorps der hiesigen Feuerwehr angeregte Gedanke Anklang findet, ein allgemeiner deutscher Feuerwehrtag mit einer gleichzeitigen Ausstellung und Verloosung von Feuerlöschgeräihschaften stattsinden.
Frankfurt. Die Polizei hat dahier einen interessanten Fang gemacht. Auf der Post kam nämlich eine 200 Pfund schwere Kiste an, welche an einen hiesigen Geistlichen abreffirt war und angeblich Bibeln enthielt. Die Sache hatte an sich gar nichts Auffälliges, da an Frankfurter Seelsorger viel größere Bücher« fenbungen kommen als biefe. Die Revision war schon fast beenbigt, ald es boch den Aufseher gelüstete, einmal doch die große Sckotter Buchhandlung kennen zu lernen, welche nach Frankfurt 200 Pfund Bibeln schickt, statt daß solche sonst von hieraus versandt werden. Der Sache wurde nun etwas näher auf den Grund gegangen, und ed fanden sich statt Bibeln — Schinken im Werthe des angegebenen Gemichted vor. Daß auch die Adresse eine gefälschte war, stellte sich nachher heraus. An demselben Tage kam von Gotha eine angebliche Sendung gesalzener Därme. Dad Gewicht sckien für die geringe Quantität zu bedeutend, und ed stellte sich heraus, daß die Därme prachtvolle Rindszungen deckten.
Frankfurt. Der hiesige Gemüsemarkt war am Samstag massenhaft mit Blumenkohl befahren. Ganze Wagensen- bungen gingen nach auswärts. Die Preise waren billig, billiger als die meisten anberen Gemüse. Die ärmste Familie konnte sich für 6 bid 8 fr. bieß schmackhafte Gemüse kaufen.
Hanau. Der kürzlich in WleSbaben verstorbene Schriftsteller H. König, geboren zu Fulba, Verfasser bed bekannten Romaned „bie Clubisten von Mainz" u. A., hat Hanau und Fulba, beziehungsweise bie in diesen Städten befindlichen milden Stiftungen, sowie Wiesbaden, wo er seine letzten Lebendjahre verbrachte, auf die freigiebigste Weise bedacht. Indbeson- bere hat er vermacht: 2000 ff. der Armenverwaltung in Fulda, 2200 ff. den Armen - und milden Stiftungen in Hanau, 350 ff. dem Gustav-Adolphd-Verein in Wiesbaden, 175 ff. der Blindenanstalt dortselbst, 175 ff. bet bortigen Versorgungd- anftalt für alte Leute unb 87 ff. 30 fr. bet Kleinfinbetbe- wahrungSanstalt dortselbst. Seine sämmtlichen Bücher hat er der hiesigen Stadtbibliothek vermackt.
Aus Prcßburg, 28. Sept, schreibt eine dortige Zeitung: „Der vielbesprochene Engländer Viscount Southwell, welcher mit einem Miniaturdampfer von Rotterdam aus die Fahrt in bad Schwarze Meer, refp. zum Suezcanal zu machen beabsichtigt, um der feierlichen Eröffnung beffelben beizuwohnen, langte vorgestern Nachmittags um >/4 4 Uhr in Preßburg an und fuhr am nächsten Tage weiter. Es begleitete ihn ein sogenannter Aufführet, unb außer biefem hat er Niernanben al« einen Heizet, während« er selbst die Rolle eines Capitänd spielt. Das circa 4>/z Klafter lange unb über 1 Klafter hohe, solid unb geschmackvoll construiite eiserne Schiff segelt trefflich und sichet; bie Kajüte ist einfach, aber ziemlich elegant eingerichtet. Das Dampfboot, das bie englische Flagge trägt, lostet 5000 Pfund Sterling.
Madrid, 7. Oct. In Gandesa unb Carolina ist die Republik proclamirt worden. Die Flucht der Insurgenten voo ReuS hat noch keine Bestätigung gefunden.
j und in den §§. 1, 2 und 3 des Art. 7 der Constitution des Staats bezeichneten Garantien suSpen- virt. Art. 2. Die Regierung wird ermächtigt, alle GebietStheile, wo es ihr nöthig erscheint, in Kriegszustand zu erklären. Art. 3. Die Regierung wird den Cortes Rechenschaft geben, über den Gebrauch, den sie von dieser Ermächtigung gemacht hat, nachdem der Aufstand besiegt ist." (Durch die suSpen- dirten Artikel der Constitution wird aufgehoben: Die Preßfreiheit, bas VersammlungS - und Vereinsrecht, das PctitionSrecht an bie Cortes; dann das Recht, daß Niemand verhaftet werden darf, ohne wegen eines Vergehens, baß bie Polizei nur kraft richter- lichen Befehls ins Haus bringen barf, unb daß kein Spanier verbannt werden kann ohne durch gericht-
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11. October.
Die Kundgebungen gegen das zweite Kaiserreich mehren sich. Die Pariser „Reforme" beantragt, intern sie bie Resolution des französischen Senates vom 2. April 1814, durch welche Napoleon I. und seine Erben des Thrones für verlustig erklärt wurden, wieder zum Abdruck bringt und ihr eine Reihe von Anklagen gegen Napoleon III. folgen läßt, für den 26. Oct. folgende fulminante Entschließung: „In Erwägung, baß der offenbare Wunsch des sranzösi- schen Volkes nach einer anderen Ordnung der Dinge verlangt, welche den allgemeinen Frieden wieder her- stelle und die Abschaffung der permanenten Armeen gestalte, welche über 600 Millionen jährlich verschlin- gen, während der öffentliche Unterricht, das wahre Budget des Volkes, nur 15 Millionen zu seiner Verfügung hat; in Erwägung, daß Napoleon III. seine eigene Verfassung verletzt hat, sind Diejenigen, welche ihm den Eid geleistet haben, ihrer Treue entbunden und werden von Forcade la Ro- quette, Magne, Leboeuf, Rigault be Genouilly, Le- roux, Delangle (Duvergier), Bourbeau, die verant- wörtlichen Minister Napoleons III., welche stets nur den Willen Napoleons III. thaten unb thun durften, welche vor Napoleon III. allein verantwortlich und vor sechs Monaten von Napoleon III. ernannt worden waren, welcher seit 18 Jahren regiert,.....
für alle von Napoleon III. begangenen Acte in Anklagezustand versetzt.
Die spanischen Cortes haben mit Ausschluß der republikanischen Deputirten bie verfassungsmäßigen Freiheiten suspendirt, um bie Schilberbebung ber Republikaner im Blute ersticken zu können, und nun haben sie weiter beschlossen, Deputirte mit außeror- dentlichen Vollmachten in die Provinzen zu entsen- den. Die Lage muß also ter monarchischen Majorität sehr bedenklich erscheinen und scheint auch viel ernster zu sein, als der Madrider Telegraph ins Ausland meldet. Am 3. d. hielten die Cortes eine Sitzung. Der Minister des Innern belobte die Ma- briber Bevölkerung für ihre ruhige Haltung und beantragte, der Bürgermiliz von Madrid den Dank der Negierung auszudrücken, welcher Antrag ange- nommen wurde. Hierauf erhob sich der Minister- Präsident unb sagte: Es ist gut, daß man wisse, daß die Commandanten ber Miliz von Madrid sich nicht allein erboten haben, die Beschlüsse der Cortes zu vertheidigen, sondern auch gegen die Rebellen ins Feld zu ziehen. Ein erstes Bataillon wird morgen abgehen. (Aussehen.) Hierauf wird der Bericht der Commission über die Gesetzvorlage betreffs Sus- pendirung der constilutionellen Garantien und Ge- Währung außerordentlicher Vollmachten an bie Re- gierung in Discussion gezogen. Herr Castelar: Der Moment ist feierlich. Jetzt wird vielleicht der Frei- heit letzte Stunde schlagen. Dieser Antrag ist bie Diktatur, darüber möge man sich nicht täuschen, und läßt alle von früheren reaktionären Regierungen, 1836, 1848 u. s. w. verlangten Vollmachten weit hinter sich zurück. Die Corte« haben nicht das Recht, auf ihre Souveränität zu verzichten und die individuellen Rechte der Gnade der Regierung preis- zugeben. Der Vicepräsident, Hr. Marios: Der Redner wird mir erlauben, zu bemerken, daß eS nicht erlaubt ist, die Omnipotenz ter Cortes anzu- greifen. Herr Castelar: Ich bitte um Entschulvi- gung, diese Theorie ist 1848 von Herrn Cortina vertheidigt worden. Herr MartoS: Ja, das ist aber nur eine persönliche Ansicht. Madoz antwortet im Namen der Commission: Die Befürchtungen des Herrn Castelar sind chimärisch. Anstatt sich Phan- tasmagorien hinzugeben, würde die Minorität viel besser thun, laut die Excrsse ihrer politischen Glau- benSgenossen zu verurlheilen und sich gegen Vie Insurrektion auözusprechen. Die Handlungsweise der Republikaner, man muß dieß sagen, bient in Madrid, wie in Catalonien nur ber Reaktion. Ich habe eine Menge von Corrrspondenzen in der Hand, welche dieß beweisen. Kommt es wohl der republikanischen Minorität zu, für den Triumph der Carlisten und Jsabrllisten zu arbeiten? Herr Orense ergreift bas Wort gegen die Gesetzvorlage und die Commission. „Es scheint, als ob man," sagte er, „die Basis zu einer Transaktion mit der republikanischen Partei zu legen sucht. Vor allen Dingen ist dazu erforderlich, das ganze Ministerium zu entlassen." Der Redner wird wiederholt zur Ordnung gerufen. Ruy Gomez antwortet im Namen der Commission. Nach seiner Rede wirb die Sitzung geschlossen. In der Nacht- sitzung der Cortes vom 5. zum 6. d. M. wurde folgender Entwurf eines Sicherheitsgesetzes angenommen : „Art. 1. So lange die bewaffnete Insurrektion dauert, werben die in ben Art. 2, 5 unb 6
rede erkläit bie „Herstellung und Erhaltung der Ordnung in den Finanzen" als eine unbedingte Noth- wendigkeit zur gedeihlichen Entwickelung aller Staatseinrichtungen. Das ist allerdings eine unbestreitbare Wahrheit, aber es entsteht denn doch Vie Frage, wer denn der eigentliche Störer der Ordnung in den Finanzen ist: der Staat, welcher einen alle Hülfsquellen des Landes verschlingenden Militäraufwand mitten im Frieden aufrecht erhält, oder der Steuerzahler, welcher trotz Frieden unb guter Erndtcn die vorhandenen Steuern nicht leisten kann? Anstatt aus dieser Erscheinung zu schließen, daß auf jede Gefahr hin Reduktionen in den Ausgaben gemacht werden müssen, muthet man dem Lande noch höhere Steuern, noch größere Opfer zu, als es bereits bringt. Die Staatseinnahmen nehmen ab, Weil die Steuerzahler nicht stark genug sind, die vorhandenen Lasten zu tragen, und jetzt soll das preußische Volk allein ausbringen, was die Staaten des Norddeutschen Bundes verweigert haben! Das ist kein gutes Zeichen und verräth wenig Prosperität, und es gehörte auf Seiten der National-Liberalen (in ungewöhnliches Maß von Verwegenheit dazu, wenn sie der Negierung auf diesem Wege noch weiter folgen wollten. Der preußische Landtag würde das einzige Mittel, die Regierung zu gründlichen Ersparnissen zu zwingen, aus den Händen geben, wenn er der Zuversicht entspräche, mit welcher die Thronrede seine Zustimmung zu den neuen Steuervorlagen verlangte."
Vermischtes.
Gießen. Es bunte wühl Im Interesse bet Leset Ihre« Blatted liegen, mit Bezug auf bie Bcfanntmachung bed Vermal tungdraths bet Obetheffifchcn Glsenbahngesellschaft vom 4. Sept. d. I., wonach auf ben 18. Oct. bie zweite Einzahlung von 15 Procent auf bie Interimscettificate ausgeschrieben ist, barauf anfmerfsam zu machen, baß Einzahlungen unb Vollzahlungen sowohl bei ben betreffenben Bankhäusern ald auch bei ber Hauptfaffe zu Gießen jetzt schon geleistet werben fön- neu, baß nach bem 19. Oct. Vollzahlungen nicht mehr ange« nommen werben, für bie Einzahlungen aber 6 Procent pro anno Verzugszinsen unb b Procent Conventionalsttase zu erlegen, unb InterimScertificate, für welche bie Einzahlungen vor Ablauf weiterer 2 Monate nicht geleistet finb, zu Gunsten ber Gesellschaft verfallen.
Aus ber Wcttcrau. Montag ben 18. b. Mts., Mittags 12 Uhr, wirb in bem Gasthaus zum Einhorn in Gießen eine Generalversammlung beS Obst- unb Gartenbau-Vereins abgehalten, zu welcher bie Mitglieber beffelben, sowie Solche, welche es werben wollen, eingelaben finb.
Darmstadt. An einem Uebergange in ber Nähe ber Station Griesheim würbe burch einen Eisenbahnzug ein Wagen Felbfrüchte überfahren unb total zertrümmert. Der Fuhr, mann unb bad Pferb entgingen glücklicherweise bem ihnen brohenben Untergang. Ersterer trägt an bem Unfall allein bie Schulb, inbem er nämlich, ohne auf ben Haltepfahl zu achten, mit bem Pferbe bid nahe an bie Barriere heranfuhr; beim Herannahen bed Zuged scheute baffelbe unb setzte mit bem Wagen über letztere hinaus.
Von der Bergstraße wirb gemelbet, baß bie Qualität ber bießjährigen Weincrescenz eine anerfannt sehr gute sei. In ben meisten (Semarfungen hat mit Beginn biefer Woche bad Herbsten seinen Anfang genommen.
Oppenheim, 9. Oct. Im Folge bed warmen Witterung unb ber guten Regen ber letzten Sage finb unsere Trauben bebeutenb vorangeschritten. Die Oestreichet, welche vor wenigen Tagen noch ziemlich bickhäutig waren, finb jetzt schon ganz ebel, unb auch bie Portugiesen lassen jetzt nichtd mehr zu wünschen übrig. Wenn biefe Witterung nur noch wenige Tage anhält, versprechen wir und einen Wein, ber bem 1866t wür- blg zur Seite steht.
Nicdcr-Olm, 5. Oct. Heute verunglückte hier ein Fuhrmann beim Steinfahren zum Eistnbahnbau. Beim Hemmen geriet!) er unter bad Rab, ber Wagen ging übet ihn, unb bet Arme blieb auf bet Stelle tobt. Der Maun ist Familienvater unb noch in ben fräftigften Jahren gewesen.
Berlin, 7. Oct. Der Abgeorbnete v. Forckenbeck würbe bei bet heutigen Präfibentenwahl im Abgeorbnetenhause mit 204 von 214 Stimmen zum Präfibenten gewählt, Rittergutd- befitzet v. Köller mit 184 von 210 Stimmen zum ersten Vice- präfibenten, R. v. Bennigsen zum zweiten Bicepräfibenten mit 161 Stimmen. — Der Minister bed Innern hat im Herren- Hand unter Anbetm auch einen Gesetzentwurf »orgelegt, welcher bie Verpflichtung ber Gemeinben zum Schabenersatz für bei öffentlichen Aufläufen verursachte Beschäblgungen auch für bie


