Einzelbild herunterladen

Politische MunSfchau.

8. October.

DieNeue Fr. Presse" bringt, allerdings unter Vorbehalt, nachfolgende Mittheilungen eines Prager Correspondenten über politische Aeußerungen des öster­reichischen Reichskanzlers während seiner jüngsten An­wesenheit in Prag:Graf Beust hat während seines jüngsten Aufenthaltes einem ihm sehr nahe­stehenden Abgeordneten vertraulich erklärt, die Nach­richten über eine entente cordiale zwischen Oester­reich, Preußen und Rußland, wie sie letzter Zeit von den verschiedensten Journalen gebracht wurden, seien vollkommen begründet; die Panique, welche die kürz­liche ernsthafte Verschlimmerung des Gesundheitszu­standes Napoleons III. bei den Cabineten erregte, sei in nichts jener an der Presse nachgestanden, und vom Berliner Hofe aus (nicht von Varzin) seien an das Wiener Cablnet die verständlichsten Winke er­gangen, wie wünschenSwerth jetzt eine Annäherung beider Regierungen wäre. In Wien habe man kei­nen Grund gehabt, sich diesen Wünschen des Berli­ner Hofes zu verschließen, und durch preußische Ver­mittlung sei auch die Annäherung Rußlands an Oester- reich erfolgt, so daß des Reichskanzlers Besuch bei Gortschakoff in Ouchy nur eine nothwendige Folge der Höflichkeit nach den von Rußland bereits ge­machten einleitenden Schritten gewesen sei. Diese Annäherung der drei Regierungen habe keinen an­deren Zweck als die Wahrung des Friedens (?) und des monarchischen Principes für den Fall, baß der Tod Napoleons III. in Frankreich eine revolutionäre Schilderhebung im Geleite haben sollte. Bei alldem habe es Graf Beust aber auch für seine Pflicht ge- halten, im Interesse des Friedens in Paris selbst nach Möglichkeit dahin zu wirken, daß die kaiserliche Regierung sich den liberalen Forderungen nicht ver- schließe, sondern durch die möglichst weitgehenden Concessionen die Bevölkerung Frankreichs befriedige und so Die Dynastie und den Frieden sichere. Wie Graf Beust weiter mit größter Befriedigung ver­sicherte, seien diese seine Bemühungen in Paris von dem besten Erfolge begleitet gewesen, und werde als­bald nach Zusammentritt der Kammern, also in den ersten Tagen des Monats December, denselben eine Verfassung vorgelegt werden, welche auch die weit­gehendsten Wünsche der liberalen Partei besriedigen und die Bevölkerung vollständig mit der kaiserlichen Regierung aussöhnen werde."

Die Vorlagen, welche angeblich, da sie noch nicht dem StaalSrath unterbreitet werden konnten, die Ein­berufung der französischen Kammern verzögert hätten, beziehen sich nachLa Presse" auf folgende Gegen­stände : Revision des Wahlgesetzes, Wahl der Maires aus den Municipalräthen, Veränderung des Octroi- Gesetzes, Berichtigung des Artikels 75 ver Ver­fassung vom Jahre VIII und Rural-Gesetzbuch.

Der von Charles Hugo gezeichnete, aber Victor Hugo zugeschriebene Artikel imRappel", welcher die Linke zur Sammlung auf dem Baftilleplatz am 26. Ociobcr auffordert, hat in Paris, namentlich in den Werkstätten, die größre Sensation gemacht; 80,000 Exemplare wurden abgesetzt. Wir müssen deßhalb heute unseren Lesern einiges daraus vor- führen.Wir haben," sagt Charles Hugo in einer Sprache, welche an die ärgsten Capitcl derLanterne" erinnert,wir haben in den Tuilerieen einen Mann, welcher dermaßen gewohnt ist, die Verfassungen zu verletzen, daß er in diesem Augenblicke nicht umhin kann, seine eigene zu verletzen und seinem Staats­streich srlbst das Wort zu brechen." Als Gegen- theil schlägt Herr Hugo allen Ernstes eine zweite Auflage der Ballhausscene vom 20. Juni 1789 vor. Die vierzig Abgeordneten der Linken sollen sich auf dem Bastilleplatze Stelldichein geben. Sie sollen auf ihrer Brust nicht die Schärpe der Volksvertreter denn diese ist auf dem Leichnam Baudin'S ge­blieben sondern das dreifarbige Band tragen. Sie sollen sich auf diesem Platze, von welchem alle Befreiungen ausgegangen sind, versammeln, unbeug­sam, entschlossen, friedlich, unverletzlich, ohne auch nur zu ihrer Vertheidigung gegen die Polizei die aufrührerische Pistole, deren sich der Insurgent Lud- wig Bonaparte in Boulogne bedient hat, noch die gesetzliche Pistole, welche die Volksvertreter Charras und Chaugarnier in der Nacht vom 2. Decbr. bei der Hand hatten, in ter Tasche zu tragen. Zur verabredeten Stunde sollen sie sich in Bewegung setzen und zu Fuß durch Paris ziehen. Sie sollen schweigsam die Boulevards hinabschreiten, wie der dritte Stand that, als er durch Versailles zog, mit der Festigkeit und Würde des Rechts. Und so habe man dieses erhabene Schauspiel einer Gruppe von Männern, welche stark sind durch ihr Gewissen und ihr Mandat und gleichzeitig dem Gesetze diesen Be-

weis von Treue und dem Volke diesen Beweis von Gehorsam geben! Vierzig werden sie von dem Ba- stilleplatz ausgezogen sein und Hunderttausend wer- den sie auf dem Eintrachtsplatze ankommen. Der Zuruf von ganz Paris wird sie begleiten."

Die Liberty schreibt:Eine bedeutungsvolle Nach­richt geht uns aus St. Cloud zu, sie betrifft die Mission des Generals Fleury nach St. Petersburg. Diese Mission ist von höchster Wichtigkeit. Es han­delt sich nicht blos darum, dem General seine Mi­nistersporen verdienen zu lassen, sondern namentlich die politische Lage aufzuklären und sich der Gesin­nung des Czaren für den Fall zu vergewissern, daß ein Krieg in Europa ausbräche. Das zu erreichende Ziel ist, entweder die effective Allianz Rußlands oder mindestens feine Neutralität zu erlangen. Im er­steren Falle würde sich die französische Flotte mit der russischen in der Ostsee vereinigen, im letzteren Falle würden Frankreich und Oesterreich, der Neu­tralität Rußlands sicher, mit aller Entschlossenheit handeln können. Mit einem Wort die Jsolirung Preußens ist's, was das Tuileriencabinet erst errei­chen will, ehe es an den König Wilhelm die For­derung stellt, den Art. 5 des Prager Friedens streng auszuführen. Die Ernennung des General Fleury bedeutet: Frieden, wenn Preußen davor zurückschreckt, allein zu stehen gegen Alle; allein sie bedeutet Krieg, wenn König Wilhelm und sein Minister Frankreich und Oesterreich nicht die Genugthuungen gewählt, welche diese Mächte wünschen und nicht zu strikter Beobachtung des Prager Friedens zurückkehren, dessen Nicht-Ausführung die Ursache des Mißbehagens Eu- ropa'S ist.

DasJournal Officiel" schreibt in seinem Bulle­tin :Die Corresponvenzen aus Rio Janerio und Bucnos-Ayres bestätigen Vie letzten Erfolge der bra­silianischen Waffen in Paraguay. Nachdem die Al- liirten ohne Schwertstreich in Valenzuela eingezogen waren, bemächtigten sie sich der Stadt Peribebuy, wo der Feind viele Gefangene und ein bedeutendes Material im Stiche gelassen hatte. Die argentini­schen Truppen nahmen inzwischen Besitz von Ascorra und bewirkten ihre Verbindung mit der Hauptarmee zu Caraguatay. In dieser Richtung hatte sich der Marschall Lopez nach der Besetzung von Peribebuy zurückgezogen und die Cordillere von Ascorra in der Gewalt der Alliirten gelassen. Eine Division Infanterie und 5000 Reiter wurden zur Verfol­gung des Präsidenten ausgeschickt, von dem man vermuthete, daß er sich nach der großen Cordillere gewandt habe."

Vermischtes.

Darmstadt. Tie Jdioirn-Anstalt ist am 7. d. eröffnet worden. Dieselbe steht unter dem Protectorate des Prinzen und der Prinzessin Ludwig, welche beide der Eröffnung bei­wohnten.

Eine von der Großherzoglichen Eentralstelle für die LandeS- statistik zusammengestellte Ueberficht der im Jahre 1868,69 bei der Hessischen Division eingestellten Ersatzmannschasten läßt erken­nen, welche Anzahl von Leuten im Besitze von Schulbildung resp. ohne solche im Großherzogthum in Dienst gestellt wurde. Nach dem im Norddeutschen Bund bestehenden und auch für die Großherzogl. Hess. Division maßgebenden Grundsatz sind dieje­nigen Mannschaften, welche in deutscher oder in ihrer Mutter­sprache lesen oder schreiben können, ale mit Schulbildung in das Heer tretend zu betrachten. Aus der erwähnten Uebersicht ist nun zu entnehmen, daß von 2600 eingestellten Mannschaf­ten mir 13 oder 0,50 Procent ohne Schulbildung waren, und zwar in Stärkung von 1039 nur 4 oder 0,38, in Oberhessen von 790 nur 7 oder 0,90 und in Rheinhessen von 726 nur 2 oder 0,28 Procent. Vergleichsweise ist diesen Ergebnissen eine Uebersicht über die deßfallfigen Resultate in Preußen bei gefügt, woraus hervorgeht, daß in dessen älteren LandeStheilen von 73,510 eingestellten Mannschaften 3164 oder 4,30 Proc. nicht lesen und schreiben konnte». Viel bessere Verhältnisse zeigen die neueren GebietStheile, hier hatten von 15,097 ein­gestellten Rekruten nur 131 ob et 0,86 Proc. keine Schulbil­dung. Für den Gesammtstaat ergaben sich bei 88,607 Mann­schaften 3285 oder 3,72 Proc., welche sich einer Schulbildung nicht zu erfreuen hatten. Was die einzelnen Provinzen be­trifft, so zeigt sich nur in Sachsen mit 0,46 Proc. ein günsti­gerer Zuüand als im Großherzogthum Hessen, alle übrigen Provinzen der älteren LandeStheile bleiben hinter unserem Lande und zum Theil sehr weit zurück. Posen hatte 14,73 Protent, Preußen 1256, Schlesien 3,40 Procent it. der Rekruten ohne Schulbildung. Betrachtet man die neuerworüenen Landeötheile, so steht die Provinz Hessen mit 0,95 Proc. am Ungünstigsten, Hannover mit 0,93 Proc. folgt unmittelbar darauf, Lauenburg hatte 0,17, Schleswig-Holstein aber nur 0,15 Proc. der Re­kruten ohne Schulbildung.

Berlin. Norddeutsche Packet - Beförderungs- Gesellschaft. Unter dieser Firma ist allhier eine Eornman- dit-Gesellschaft auf Actien in bet Bildung begriffen, welche ihre Thätigkeit schon mit dem 1. Nov. a. c. beginnen wird.

Der Zweck der Gesellschaft ist, Packele aller Art mit oder ohne declarirten Werth nach allen Richtungen hin zu befördern und zwar innerhalb des Norddeutschen Bundesgebietes mittelst selbstgetroffener Organisation, nach dem Auslande dagegen auf Grund von Verträgen, welche mit Messagerie- und Erpreß- Eompagnien geschlossen worden sind.

General- resp. Hauptagenturcn werden in den hervorra­gendsten Industrie- und solchen Städten eingerichtet, welche so

erhebliche Packetversendungen unterhalten, daß der Ealcül, worauf der Gewinn basirt, zutreffend wird.

Nur von diesen Agenturen wird das eigentliche Speditions­geschäft, die Annahme und sofortige Versendung der Packete betrieben, während die Specialagenturen, mit welchen die Übrig bleibenden kleineren Postorte besetzt werden, vorläufig nur auf die Aushändigung der dort eintreffenden Packele beschränkt bleiben.

Von den Agenten erhalten nur die General- und Haupt- Agenten, welche übrigens, wie die persönlich haftenden Gesell­schafter, die Aufsichtöräthe und die Subdirectoren, auch zur Actienzeichnung verpflichtet find, mäßige Tantiemen und finden dieselben ihre Entschädigung für ihre Mühewaltungen vorzugs­weise in der Annahmeprovifivn am Aufgabeorte und in dem Bestellgelds am Bestimmungsorte von je 1 Sgr. pro Packet.

Die Specialagenten bleiben nur auf die Einnahmen be­schränkt, welche ihnen das Bestellgeld für die Aushändigung bet Packete gewährt.

Der Calcül, welcher den Gewinn erwarten läßt, beruht darin, daß für die einzelnen Packete das tarifmäßige Porto erhoben, dieselben aber demnächst zu größeren Kollis nach Maß­gabe der Bestimmungsorte zusammengepackt und als solche der Eisenbahn zur Beförderung als Eilgut übergeben werden.

Durch diese Einrichtungen und Manipulationen wird eS möglich, ohne Aufwendung der bei der Postverwaltung so schwer ins Gewicht fallenden VerwaltungSkosten, ein Institut in« Leben zu rufen, das, hinsichtlich der Schnelligkeit und Pri- cifion, der Post nicht nachstehen wird, umsoweniger, als, wie wir hören, die Gesellschaft mit der Absicht umgeht, die ihr anvertrauten Packete demnächst mit eigenen Eisenbahnwagen zu befördern.

Die Gesellschaft gewährt dem Publikum in Verlustfällen in demselben Maße Entschädigung wie die Postverwaltung. Für die Erfüllung dieser Verpflichtung bietet dem Publikum daS Actienkapital von 500,000 Thlrn. Garantie. Dagegen deckt Police mit einer soliden TranSport-Versicherungs-Gesellschaft von unberechenbaren Verlusten, so daß durch jobige Entschädi­gungs-Verpflichtung die Dividende bet Aktionäre nicht beein< trächtigt werben kann.

Unter so günstigen Umstänben läßt sich, im Hinblick auf bie Erheblichkeit deS bestehenben PacketverkehrS unb nach den bereits gesammelten Erfahrungen, die Prosperität beS Instituts nicht in Zweifel ziehen, vielmehr kann mit Sicherheit ein Ge­winn erwartet werden, der bedeuten» genug ist, um den Aktio­nären eine gute Verzinsung des angelegten Eapitals in AuS- fich zu stellen.

DaS Grundkapital ist auf 500,000 Thlr. normirt und in Aktien ä 200 Thlr. zerleg), die auf den Namen der Inhaber lauten, unb auf welche bei bet Zeichnung 5 Proc. und bis zur GefchäftSeröffnnng 20 Procent einzuzahlen find.

Eine öffentliche Zeichnung auf bie Actien hat noch nicht stattgefunben, ba ein großer Theil des Eapitals durch die per­sönlich haftenden Gesellschafter, di« beteiligten Vertreter und Agenten gedeckt ist und daS Institut eine so allgemeine gün­stige Beurtheilung gefunden hat, daß die vollständige Placitung voraussichtlich im Privatwege zu erwarten steht.

Frankfurt, 8. Oct. Der BernerBund" enthält fol­gende Mittheilungen über die BundeSrathSsitzung vom 6. Oct.: In der bekannten Angelegenheit der jungen Frankfurter, welche in der Schweiz Bürgerrecht« erworben und nun aus Frankfurt weggewiesen worben, hat es sich herausgestellt, daß in allen 26 Fällen, bezüglich welcher beim BundeSrathe Beschwerde ge­führt wurde, einen einzigen ausgenommen, nicht die Eltern es sind, welche mit ihren Kindern dem alten Ißaterlanbe den Rücken wenden wollen, weil es feine Selbstständigkeit einge- büßt hat, sondern baß diese Eitern sich keineswegs veranlaßt sehen, irgend Schritte zur Aendernng ihrer Lage zu thun, und jediglich die Söhne von 5 bis 17 Jahren einkauften, bei de­nen von Rücksichten auf politische Ueberzeugung wohl nicht geredet werden kann, vielmehr sich offenbar nur darum han­delte, ohne alle Rücksicht auf politische Motive die Vortheile zu wahren, welche den Betreffenden der Aufenthalt in Frank­furt, unb andererseits den Nachtheilen zu entgehen, welche mit dem Besitze deS preußischen Bürgerrechts wie jedes andern ver­bunden find. Sodann ist den Betreffenden bie für bie Erwer­bung eines schweizerischen Bürgerrechtes nöthige vorgängige Entlassung aus dem bisherigen Staatsverbande ausdrücklich zum Zwecke der Auswanderung nach der Schweiz" ertheilt worden; die Entlassenen, resp. ihre Eltern, wußten somit, daß sie ihrer bisherigen Bürgerrechte und Pflichten in der Voraus­setzung der factischen Erpatriation entbunden waren. Sie muß­ten die Möglichkeit vorauösetzen, daß Preußen darauf bestehen werde, diese Voraussetzung ins Leben treten zu lassen. Fäll«, in denen dem Einzelnen die Wohnsitzberechtigung entzogen wer­den kann, find in den Niederlassungsverträgen der Schweiz mit dem Auslande Vorbehalten, und selbst die Bundesverfassung sieht bie Bebingung vor, unter benen bie Nieberlaffung ver­wirkt wirb. Diese Vorbehalte bestehen selbstverständlich auch für bie Staaten, welche in Bezug auf den Aufenthalt Fremder nicht durch Vertrag, sondern nur durch die allgemeinen völker­rechtlichen Pflichten gegenübe- einem anderen Staate gebunden find. Von einem ähnlichen Vorbehalte hat nun die preußische Regierung gegenüber den behufs der Auswanderung Entlasse­nen Gebrauch gemacht und zwar in einer Weise, daß der Bun- deSralh darin keinen Anlaß zu bezüglichen Reklamationen findet. Er hat denn auch beschlossen, daS an ihn gelangte Gesuch um Verwendung für bie Rücknahme bet Ausweisungsmaßregel von der Hand zu weisen, ausgenommen in Betreff einer Fa­milie, beten Haupt für sich unb alle feine Angehörige» bie Entlassung genommen unb baS neue Bürgerrecht erworben hat. Demgemäß wird der Gesandte in Berlin beauftragt, bie Rück­nahme bet Ausweisungsbefehle lediglich in Bezug auf diejeni­gen Frankfurter nachzusuchen, welche mit ihren Familien in das schweizerische Bürgerrecht aufgenommen worden sind; für letztere gilt dieser Auftrag abgesehen davon, ob sie sich bereits an den BundeSrath gewendet haben ober nicht."

Wien, 7. Oct. Die Kaiserin empfing den Kronprinzen von Preußen gestern auf der Treppe der Hofburg. Heute Vor­mittag stattete der Kronprinz dem Kaiser einen Besuch ab, welcher eine Stunde dauerte. Hierauf besuchte der Kronprinz die Kaiserin und die Erzherzoge, empfing sodann eine Deputa­tion seines Regiments, sowie das diplomatische Eorps. AbendS findet ein Hofgaladiner statt und sodann Besuch heö Hofopern- theaterS.

Redaction, und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.