Preis vierteljährlich 36 h. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 fr.
Gießener Anzeiger.
(Sri ct ernt wöchentlich brei* mol . Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleiber« Lit. B. Nr. 1
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Arenen.
Nr. 77. Samstag den 3. Juli
Brodpreife vom 3. bis 10. Juli 1869, nach eigener Erklärung der Bäcker:
4 Pfund gemischtes Brod 16 fr. 2 Pfund gemischtes Brod 8 fr. 4 Pfund Roggenbrod 13^ fr. 2 Pfund Roggenbrod 63/4 fr.
AWtiict) e BeknnntMnchssngen
Das Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes Nr. 25, ausgegeben zu Berlin am 25. Juni 1869, enthält:
(Nr. 310.) Verordnung, betreffend die Einführung des Gesetzes wegen Besteuerung des Braumalzes vom 4. Juli 1868 und des Gesetzes, betreffend die Besteuerung des Branntweins vom 8. Juli 1868 in der Hamburgischen Vogtei Moorwärder und in einem Theile der Preußischen Insel Wilhelmsburg. Vom 5. Juni 1869.
(Nr. 311.) Gesetze betreffend die Beschlagnahme des Arbeits- oder Dienstlohnes. Vom 21. Juni 1869.
- Gießen, den 2. Juli 1869. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
In Verhinderung des Krcisraths:
K e ku lö Kreisassessor.
Le ka u ii t m a ch u u g.
Wir bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß der zum dritten Pedellen, sowie Canzlei- und Careeidiener an Großh. Landesuniversttät ernannte Johannes Peter Schwarz aus den Polizeischutz verpflichtet worden ist.
Gießen, den 23. Juni 1869. Großherzogiiches Kreisamt Gießen.
In Verhinderung des Kreisraths:
Kekul 6 , Kreis-Affeffor.
Gefundene G e g e n st ä n d e :
Eine Spannkette, ein einklingiges Taschenmesser mit schwarzem Stiel, ein weißes Taschentuch, eine Ccheere, vier kleine Schlüssel in einem schwarzen Bändelchen, eine Schleife von einem Kleide mit blauen Streiken, zwei große schlüssel, ein Taschentüchelchen und eine goldene Broche mit blauen und weißen Steinchen, ohne Nadel.
Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden.
Gießen, den 2. Juli 1869. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen.
Nover.
Besondere Bekanntmachungen.
Edictalladu ng.
5713) Konrad Fe uster von Garbenteich hat mit Genehmigung seiner Kinder die von ihm und seiner verstorbenen Ehefrau Anna Margaretha, geb. Koch, schon seit länger als 30 Jahren besessene Hofraithe, Flur 1 238 17 OKlftr. Hofraithe im Ort, neben Johannes Schmidt H., welche die Ehefrau bescheinigtermaßen von Heinrich Volz zu Garbenteich erkauft hat, ohne daß jedoch eine confirmirte desfallsige Urkunde vorgelegt werden kann, und welche im Grundbuch auf den Namen Heinrich Volz Erben eingetragen ist, veräußert. Wer etwa Ansprüche an jene Hofraithe machen zu können glaubt, hat solche um so gewisser binnen 4 Wochen, von heute an, dahier anzumelden, als sonst die Veräußerung genehmigt, der betreffende Kaufbrief bestätigt und der Eintrag in das Mutations- verzeichniß auf den Namen des dermaligen Käufers erfolgen wird.
Gießen, den 30. Juni 1869.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Stadtrichter.
5709) Im Firmen-Register des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden;
Der Inhaber der Firma Johann Balthasar Noll zuMeßen hat die dem Georg Adami daselbst ertheilte Procura vom 1. k. Mts. an zurückgezogen und solche von da an auf Georg Emil Möhl ebendaher übertragen.
Gießen, den 30. Juni 1869.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, Stadtrichter.
Oeffeutliche Aufforderung
5692) Zu dem Nachlaß des am 8. April 1866 dahier verstorbenen Bürgers und Gast- wirths Wilhelm Rühl gehören folgende, ihm und seiner verstorbenen Ehefrau Elise, geborue Schwalm, als „beschränkt" im Grundbuch zugeschriebenen Immobilien:
Gemarkung Gießen: Flur Nr. cj.Rlftr.
25/ic.9,2 323 Grasgarten am Leihgester-
ner Weg und der Chaussee auf dem Seltersberg,
^/i69/7 116 Hofraithe daselbst,
25/ig9/8 65 Hofraithegrund daselbst,
2-7170,4 335 Hofraithe daselbst.
Diese Grundstücke hatte Wilhelm Rühl im Jahr 1853 von dem verstorbenen Großh. Hofger.-Advocaten Dr. Sundheim gekauft.
Die Zahlung des Kaufschillings ist bescheinigt, kann aber urkundlich nicht nachgewiesen werden, da der Kaufbrief verloren gegangen ist. Es ergeht daher auf Antrag der Wilhelm Rühlffchen Erben an alle Diejenigen, welche an den verlornen Kaufbrief und bezw. an den Kaufschilling bezüglich der obigen Grundstücke Ansprüche zu machen haben, die Aufforderung, binnen 4 Wochen diese Ansprüche bei dem unterzeichneten Gerichte geltend zu machen, widrigenfalls die Beschränkung des Eigenthums im Mutationsverzeichnisse gelöscht und auf Antrag der Interessenten ein neuer Kaufbrief ausgefertigt würde.
Gießen, den 5. Juni 1869.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Stadtrichter.
Verweigerungen.
Die Vergebung der Arbeiten des Abbruchs von städtischen Gebäuden und Versteigerung eines Gebäudes auf den Abbruch.
5715) Dienstag den 6. Juli d. I., des Morgens 10 Uhr,
wird der Abbruch mehrerer städtisches Gebäude auf dem Rathhause dahier an den Wenigstfordernden versteigert.
Bei dieser Gelegenheit soll zugleich das auf dem Turnplatz befindliche Steighaus auf den Abbruch versteigert werden.
Gießen, den 2. Juli 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
Die Pflasterung der An- und Abfahrt an der städtischen Waage.
5663) Die hierzu nöthige Pflasterarbeit, veranschlagt zu 171 st., soll
Montag den 5. Juli d. I., Vormittags 9 Uhr, auf dem Bürgermeisterei-Büreau öffentlich vergeben werden.
Gießen, den 28. Juni 1869.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ____Vogt._____________
Oolzversteigerung im Gießener Stadtwalde.
5674) Montag den 5. Juli d. I., von Vorinittags 9 Uhr an,
soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Neuhege, Heingesboden, Waldshute re-, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als:
4 Stecken Eichen-Prügelholz,
5 „ „ Stockholz,
226 Wellen „ Reisholz,
53 Stecken Nadel-Prügelholz,
121 „ „ Stockholz,
9965 Wellen „ Reisholz,
49 Eichen-Stämme mit 1033 Cubikfuß, 483 Nadel- „ „ 6226 „ '
29 Eichen-Stangen „ 120 „
1004 Nadel- „ „ 5486
Die Zusammenkunft ist an der Licher Straße an der 1. Schneiße.
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Novbr. d. I. gestattet.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 30. Juni 1869.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
Feilgebotenes
5702) Alle Sorten Fußbodenfarben, feinst gerieben, sowie den dazu nöthigen Fußbodculack von schönem Glanz und schnell trocknend, ferner sämmtliche Bestand- theile zum Wichsen der Böden empfiehlt
Ernst Hermes, Materialist.
5708) Havanna Aussehuß- Cigarren, pr. Stück 2 kr., in Originalkisteu von je * l/2 Mille, pr. Mille 32 fl.
Obige Eigarre erfreut sich eines ungeteilten Beifalls und erlauben wir uns, sie Liebhabern einer guten feinen Cigarre hiermit bestens zu empfehlen.
Aufträge nach Außen werden franco ausgeführt.
I. A. Busch Söhne.
vk«>n in allen Sorten, trocken so- 01U ViH wohl, als auch mittelst Dampfkraft auf's Feinste in Ocl abgerieben, Broucen, Blattgold, Mascr- walzen, alle.Sorten Firnisse empfiehlt
Emil Fischbach, (5719) Seltersweg.
5660) Erinolineu und (Korsetten, letz tert von 54 kr. an, mit Mechanik, bei
I. H. Fuhr.
. fr\ V „ e. y 5- .k a „ -<xev*' S 'N
v , *30006* •- «> .<» S -6 <• .- 4 . o- J*
$ Doppelter Beweis!! ®
5701) Der Unterzeichnete bescheinigt
% hiermit, daß der Gebrauch des
A weissen Brust-Sy rups I
<*9 seiner Frau und Tochter bei Brust-
leiden und Athcmbeklemmung die \ ausgezeichnetsten Dienste geleistet hat-
>, Wittlich, den 1. Januar 1869. Georg Rahp, Kaufmann.
<, Nur ächt bei
i* Fr. Bieler am Kreuz, ■£
in Gießen.
Universal - Magen - Klgneur, genannt Victoria, von Franz von Metternich in Mainz^ empfiehlt
in ganzen Flaschen ä 1 fl. 24 fr.,
„ halben „ ä — „ 45 „
„ Viertel- „ ä — „ 24 „
Eduard Lind, (5689) Conditor in Gießen.
Ausverkauf!
5714) Im Laden des M- Heß dahier wird eine große Auswahl feine Tuchjacken (Jaquets) von 2 fl. bis zu 8 fl., sowie Strohhüte für Damen, Herren und Kinder zu bedeutend herabgesetzten Preisen abgegeben.
Gießen, den 1. Juli 1869.
Der Massecurator: ____________________M- Pilger-
5659) Alten Malaga, direct bezogen, Madeira, Portwein, Bordeaux, Do- keyer, Erlauer, sowie deutsche weiße und rothe Weine; ferner deutsche, französische und holländische Liqucure in Genever, Double Auisette de Hollande, Parfait d'amour;
Cr«rne de Ettron, „ „ Mocca,
„ „ Rose,
„ ,, Thee,
„ „ Vanille,
(in halben und ganzen Flaschen); Düsseldorfer Maiwcin-, Eardinal- und Bischof-Essenze, in feinster Qualität, empfehlen I. A- Busch Söhne.
5703) Eine Laden - Einrichtung, ganz neu, zu Spezerei- und Ellenwaaren eingerichtet, ist Wegzugs halber billig zu verkaufen bei Nathan Hirsch,
in Waldgirmes.


