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und Incassi

aUf alle Plätze des In- und Auslandes, also auch auf alle überseeischen, werden zur Realisirung von uns angenommen.

Prospecte und Antragsformulare gratis im Bureau unserer Haupt- Agentur in Giessen bei Herrn Wilhelm Balser,

Neustadt Lit. D. Nr. 39.

A Ile sei 8i ei ei i a-%

Allgemeine Licitatiöns-Bank für Schuldforderungen und Werthpapiere.

Wilhelm Halfer <Se Comp., Berlin,

79. Friedrichstrasse 79.

| Giehenrr Concertverein.

Vorstandswahl

Da die Zeitperiode, für welche der dermalige Vorstand des Concertvereins s. Z- gewählt wurde, abgelaufen ist, so muß jetzt zu einer Neuwahl geschritten werden. Wir laden daher die ordentlichen Mitglieder des Vereines zu diesem Zwecke auf

Samstag den 31. d. Mts., Nachmittags 5 Uhr, in das Vorstandszimmer des Clubgebäudes ergebenst ein.

Gießen, den 28. October 1868. Die Concertdirection.

7900) Der Krautschneider Joseph Rüdiger ist hier angekommen und bittet derselbe, Bestellungen im Darmstädter Haus und Gasthaus zum Löwen gefälligst abgeben zu wollen.

7865) Das

Photographische Atelier

von H. Rahn

nunmehr auf's Zweckmäßigste und den Anforderungen der Zeit entsprechend eingerichtet, mit nach neuester französischer Construction gebautem Glashaus, empfiehlt sich in Por- traits und Gruppen von jeder Größe, mit und ohne Retouche, fein ausgemalt mit ein­fachem Portraitgrund, sowie mit landschaftlicher Ausstaffirung u- s- w. Reproductionen von Oelbildern, Kupferstichen u. s. w. werden, nach Wunsch vergrößert oder verkleinert, mit der größten Feinheit ausgeführt. Für größtmöglichste Dauerhaftigkeit der Bilder wird garantirt-

7888) Samstag den 31. October, Abends halb 8 Uhr:

G änf e -Gssen

im Vromenadehaus-

Bemerkt wird, daß das beliebte Blech- Sextett nuferer Regimcntsmusik hierzu engagirt ist.

Die Abonnemcntsliste liegt bis zuin Frei­tag Abend offen.

Theilnehmer werden zur Einzeichnung ein­geladen. Th. Lovy.

7883) Ein Mädchen für die Küche wird zu baldigem Eintritt gesucht- Von wem? sagt die Exped- d. Bltts-__

7851) In eine hiesige Wirthschaft wird ein braver Junge vom Lande gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts.

7880) Ein braves Mädchen, in allen weiblichen Arbeiten erfahren, sucht in einer guten Familie eine stelle zur Unterstützung der Hausfrau und kann sogleich eintreten. Es wird weniger auf hohen Lohn, als auf gute Behandlung gesehen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.

7858) Ein lediger, braver Bursche, der mit Pferden umzugehen weiß, und auch Ackerbau versteht, wird gesucht. Anmel­dungen nimmt die Exped- d- BlttS. entgegen-

7868) - Für ein Auswanderer - Geschäft, welches für Bremen, Hamburg, Liverpool und Antwerpen eoneessionirt ist, wird in Gießen ein thätiger Agent gesucht- Wenn gewünscht, wird die gesetzliche Caution ge­liefert- Offerten unter B. und H. besorgt die Exped- d- Bltts.

Die Lebensversicherung.

Ein Stück Volkswirthschaft.

Es ist nicht lange her, seitdem sich die Statistik auch unter dem größern Publikum das Interesse erobert hat, welches ihr von Tag zu Tag in immer höherem Maste zu Theil wird. Man lernt die Wichtigkeit dieser Wissenschaft als eine solche ist sie mit gutem Rechte zu bezeichnen immer besser schätz n. Ihr ist es denn auch zu danken, dast man bei aller Verschiedenheit der einzelnen Todesfälle doch eine gewisse Regel entdeckt hat, nach der man die Sterblichkeit der Menschheit in ihren verschiedenen Altersklassen im grossen Ganzen mit einer nahezu Gewissheit bietenden Wahrscheinlichkeit berechnen kann. Man hat durch die Statistik erfahren, dast wie wechselvoll auch das Geschick die Lebensdauer des Einzelnen bestimmt vom 1000 gleichzeitig gebornen Menschen im Durch­schnitt während des ersten Jahrzehnts nach ihrer Geburt etwa 314, im zweiten 49, im dritten 73, im vierten im 81, im fünften 82, im sechsten 83, im siebenten 133, im achten 126, im neunten 53, im zehnten 6 sterben, und auf dieser Er­fahrung basirt das Institut der Lebensversicherung, welches dazu dient, gegen gewisse jährliche Beiträge beim Tode des Versicherten wann immer derselbe erfolgen möge ein im Voraus bestimmtes Kapital zur Verfügung zu stellen.

Die Lebensversicherung entspringt einem edeln, moralischen Prineip, denn sie bezweckt ja, bas erhabenste Gebot Der christlichen Religion, die Liebe, die Für­sorge für unsere Lieben, zur weitesten Ausführung zu bringen. Derjenige, welcher fein Leben versichert, sorgt ja nicht für sich, nicht für fein Wohlbefinden, nicht für feinen Vortheil und feine Zukunft, sondern er hat sich das edlere Ziel gesetzt, Diejenigen, welche ihm theuer sind, gegen des Lebens Wechselfälle sicher zu stellen, ihnen, wie früh oder spät er auch aus ihrer Mitte abgerufen werden möge, in materieller Hinsicht Den Mangel fern zu halten.

Gleichwie aber Die Lebensversicherung vom sittlichen Standpunkte aus Die höchste Anerkennung verdient, ebenso ist sie in volkswirthschaftlicher Beziehung hochzuschätzen.

Es wird wohl Niemand unter unseren Lesern sein, Der an Der Vortrefflich­keit Des Institutes Der Feuerversicherung zweifelt. Man versichert feine Habe, in Der Ueberzeugung, dass man für Den geringen AnfwanD Der jährlichen Versiche. rungsbeiträge das Bewusstsein gewinne, Dem verzehrenDen Elemente DaS mühsam Erworbene entzogen ober Doch sich Die Mittel zum Ersatz dcffelben geborgen zu haben. Es geniesst darum die Feuerversicherung eine fast allgemeine Benutzung, und doch wird mit ihr nur einem möglichen Verluste vorgebeugt, da ja nicht jeden Versicherten eine Feuersbrunst Heimsucht. Wie ganz anders ist dagegen das Verhältniß mit der Lebensversicherung! Der Tod verschont Keinen, sei er hoch oder niedrig, arm oder reich. Er nimmt unerbittlich seinen Antheil an dem Menschengeschlechte und fragt nicht, hast du Dein Haus bestellt oder nicht, hast du deine Geschäfte beendet, gesorgt für die Deinen, daß sie nicht darben müssen, oder gedachtest du, ihnen erst durch gewinnbringende Unternehmen ein sorgsamer Hausvater zu werden? Er ergreift den Beamten, wie Den Geschäftsmann, unbe­kümmert,- ob er Den Grund für das Wohl feiner Kinder in solider Erziehung gelegt hat, oder ob er erst die Mittel zur Ausbildung der Unerzogenen zurück­legen wollte; unbekümmert darum, ob er Die gewagten Unternehmungen, Die seines geschäftlichen Ueberblickes nicht entbehren können, schon jetzt verlassen kann, ohne fein Geschäft ruinirt, Die Seinen Dem Elend preisgegeben zu sehen. Ihm gilt'S gleichviel, bist Du arm oder reich, jung oder alt er fordert seinen Zehnten- Du versicherst also Dein Haus, Deine Möbel gegen das mögliche Unglück einer Feuersgefahr, warum nicht dein Leben gegen den sicher kommenden Tod? Ist nicht die sorgsame Vaterhand für Deine Familie, der leitende Kops für dein Ge­schäft mehr werth als dein Haus und Deine Mobilien? (Forts- folgt.)

Telegraphischer S ch i f s s b e r i ch t,

mitgetheilt von Ehr- Wallenfels jun.

Angekommen in New-Bork:

Das Hamburger Postdainpfschiff Allemannia, Reisedauer 12 Tage Stunden. " Teutonia, 13

Bremer Rhein, H ,,

Angekommen in Baltimore:

Das Bremer Postdampfschiff Berlin, Reisedauer 16 Tage Stunden.

Abgehend:

Am 31. October Dampfer Boruftia

Hermann

Smrdt

1. November

3.

n n

n 4.

Bavaria Aleppo Wm. Penn Hamonia

Wegen Auskünften und Passagen beliebe

von Hamburg nach New-Uork. Bremen

Hamburg New-Orleans.

Liverpool New-Aork.

Havre

Hamburg

man sich an Obigen zu wenden.

ijörsennachrichleB.

27. October 1868.

Preuss. 41/2% Obi. 95 Vz

Frankf. 31/g% Obi. 81 Nass. 41/2°/o 061. 95 V4

Kurh. 4O/o Obi. 87)/.;

Hess. 40/o Obi. b. Roths. 90>/z

3V2% do. do. 85Vs

Bayer. 5% Obi. 101 Vs

4>/2% 1jährige 96y4

4V2% *, zjährige 963/1 Würtemb. 4V2% Öbl. 94-/1 Baden 4,/2°/o Obi. c. E.L. 94 V2

Oestr. 5% b, R. 60Vi

5% National 53 V1

5<Vq Metall. Obi.

M. steuert. 513/4

Amer. 6®/o 1882r Bds. 7 8-/7

6O/o 1885r 775/8

Aetien.

Frankf. Bank 123

Oester. Bank 779

Creditact, 2181/2

Darmst. Bankact. 245

Pidoriläten.

5% östr. F. St. E. B. 268 Lud wigsh.-Bexbach 1577/s Maxbahn 1061/4 Bayer. Ostbahn 1267/s Hess. Ludwigsbahn 134 Z0/o östr. Stsb.-Prior. 533/b 3O/q östr. s. Lombard. 43-ft 3% Livorneser 31 Vs Toseaner 47 Vs Frankf. Hypoth.-Bank Frankf. Vereins-Kasse 5% Elisabeth-Prior. 743/4 do. II. Emiss. 73*/i

AnlelieMsloose.

Kurh. 40 Thlr. Loose Nassau fl. 25 b. Roth. 37 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 158V1 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 403/4 40/0 bayr. Präm. Anl. 102Vj 40/0 badische Loose 993/4 Badische fl. 35 Loose 522/1 1858r Prioritätsloose 141V1 I860r Loose 7314 1864r 98 >/i

Wechsel.

Amsterd. k. 8. lOÖVg Augsb. k. S. 100

Berlin k. 8. 105 >/s

Bremen k. 8. 971/2 Cöln k. 8. 105 Vs Hamburg k. 8. 87-/g Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119Vs Lyon k. 8.

Paris k. S. 94$/$ Wien k. 8. 102Vs Dis conto 3% G.

Geldsorten.

Pr. Cass. Sch. 1 44Vg-45Vs Div. Cass.-A.

Pr. Friedrdor. 9 58* 2-59V2 Pistolen . . 9 49-51

doppelte 9 50-52 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankens!. 9 29-30 Engi. Souver. 11 54-58 Russ. Iniper. 9 50-52 Doll, in Gold 2 27-28

Politisch e Rundschau

Berlin, 26. Oct. Die Anerkennung der pro­visorischen Regierung in Spanien Seitens Preußens als Vertreters des norddeutschen Bundes steht, wie Wir zuverlässig erfahren, nahe bevor. Es vergehen bis zu diesem diplomatischen Act höchstens noch 8 Tage. Da Spanien balo nach Ausbruch der Re- volution mittelbar zu erkennen gegeben war, es werve jeder seiner Entschliessungen hinsichtlich seiner Rcgie- gungsform vom norDdeutschen Bunde respectiri wer­den, so handelt es sich nur noch um eine Formalität, die ans rein äußeren Gründen eine Verzögerung er­litt. Von Steuerzuschlägen, wie überhaupt von einer neuen Steuer, bleiben wir die Landtagssession hindurch noch verschont; das ist ausgemacht. Aus- gemacht ist aber, daß auch nur so lange nicht von einer neuen Steuer die Rede sein wird. Später kommt sie so gewiß, als wir ein beträchtliches De­ficit haben, das nicht ungedeckt bleiben kann. Der

Staatsschatz soll intact bleiben; auf die Gründe hierfür wiesen wir bereits hin.

Wien, 27. Oct. DiePresse" und dasTag­blatt" melden, daß Baron v. Beust in der gestrigen Sitzung Des Wchrausschusses eine bedeutungsvolle Rede zur Motivirung der Regierungsforderung von 800,000 Mann gehalten habe. Die höchst wichti­gen Mittheilungen Beust's, einen Hinblick auf die allgemeine Weltlage enthaltend, bestimmten die Abge­ordneten, welche die Regierungsforderung anfänglich bestritten hatten, dieselbe vollständig mit großer Ma­jorität anzunehmen. Nach den genannten Blättern schilderte Beust die allgemeine Weltlage als eine solche, welche unbedingt verlange, daß Oesterreich stark sei, um nicht unvorbereitet dazustehen, wenn auch eine Bedrohung des Friedens gegenwärtig nicht vorliege.

Prag, 22. Oct. Der Redacteur der Wochen­

schriftHlas", Ferdinand Wilsdorf, wurde wegen Verbrechens der Störung der öffentlichen Ruhe zu sechtmonatlichem schweren Kerker und 1000 Gulden Eautionsverfall, und der Redacteur derNarodni Pokrok", Czerny, wegen Vergehens Der Aufwiegelung zu Dreimonatlichem strengen Arreste und 3000 fl. Eautionsverfall vernrtdeilt. Der oberste Gerichtshof bestätigte das gegen den Rechtshörer Patzak wegen Hochverraths in erster Instanz gefällte, auf fünfjäh­rigen schweren Kerker lautende Urtheil.

Prag, 23. Oct. Der Statthaltereileiter hat von dein ihm zustehenden Rechte der Jurisdiction über Die Zeitungen Gebrauch gemacht und särnmt- liche in ezechischer Sprache erscheinende Zeitschriften suspendirt, nur das Czechenorgan in deutscher Sprache erscheint noch, fühlt sich jedoch unter Den gegenwär­tigen Verhältnissen hier so unbehaglich, dass die Re- daetion nach Wien übersiedeln will. Für die durch