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Gießener Anzeiger.

Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljäbrltch 5f kr.

Erscheint wöchentlich drei­mal . Dienstags, Donner­stag« und Samstags. Expedition: Canzleidera Ltt. B. Nr. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.

Nr. 102. Samstag dcn 29. August 1808.

Brodpreise:

4 Pfund gemischtes Brod 17 kr. 2 Pfund gemischtes Brod 8y2 kr. 4 Pfund Roggenbrod 141/a kr. "2 Pfund Roggenbrod 7y4 kr.

Sämmlliche Bäcker.

Amtliche Bekrrnntmachungen.

Gießen, am 26. August 1868.

Betreffend: Die Erhebung der Forststrafen vom HI. Quartal 1868.

Das

Groß herzogliche Rentamt G i e st e n

an

sämmüiche GroßhkrMliche Bürgermeistereien des Rentämtsbeffrks Gießen.

Sie wollen in Ihren Gemeinden alsbald durch die Schelle bekannt machen lassen, daß die Bezahlung der Forststrafen vom III. Quartal 1868 bis zum !5. September l. I. zu geschehen hat, widrigenfalls den gesetzlichen Bestimmungen g maß das Zwangsver­fahren ein ritt.L y n ck e r.

Bekanntmachung, die Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften über Blaß und Gewicht betreffend.

Es ist wiederholt zur Anzeige gekommen, daß in verschiedenen Wirthschaften Getränke in ungeeichten Gefäßen verabreicht werden. Man sieht sich daher veranlaßt, fol­gende gesetzliche Bestimmungen in Erinnerung zu bringen:

1) Der Besitz anderer als der gesetzlich geeichten Maße ist den Wirthen nach §. 67 des Polizei-Strafgesetzes bei Vermeidung einer Strafe von 15 fk. untersagt.

Die sich oorfindenden ungeeichten Maße werden confiscirt-

2) Bei Vermeidung einer Strafe von 110 fl. ist es untersagt, im Auslande mit inländischer Eiche geeichte Glasgefäße in das Großherzogthum einzuführen und da­selbst zum Verkauf zu bringen.

Gießen, den 28. August 1868. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen.

_______________________________________________________________Nover-___________________

G efund ene. Gegenstän - e :

Eine Cigarrenspitze, ein Ehrenzeichen im Etuis L. Gestiftet den 14. Juni 1840. Für treue Dienste im Kriege (vor mehreren Wochen gefunden und jetzt von der Bürger­meisterei Daubringen anher abgegeben), eine Brille, ein großer Hausschlüssel, ein kleiner Hohlschlüssel, ein Taschenmesser, ein Kinderstrohhütchen, ein Etuis für eine Cigarren­spitze, ein Damengürtel mit schwarzen Perlen besetzt, ein desgleichen mit Stahlschnalle, ein Taschenmesser, eine Schürze, ein blau-seidenes Tüchelchen und eine Loupe.

Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden.

Gießen, den 28. August 1868. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen.

Nover.

Besondere Bekanntmachungen.

6088) Von dem Commando des heute von hier abgezogenen 1. Zägerbataillons bin ich erfucht worden, allen hiesiaen Einwohnern für die gute Aufnahme der Mannschaften und für das freundliche Entgegenkommen während ihres Hierseins den herzlichsten Dank aus­zusprechen.

Gießen, den 27. August 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

__________________________________________________________Vogt.___________

6060) Nach den Bestimmungen des Octroireglements der Stadt Gießen vom 21. Zuli 1843 muß von jeder in die Stadt gebracht werdenden Quantität Mehl, geschältem Hafer, Grütze, Hirse und geschälter Gerste unter 18 Pfund am Eingangsthore eine Abgabe von 2 kr. entrichtet werden. Hiergegen wird aber von den Einbringern solcher Gegenstände häustg aus Unkenntniß gefehlt und die Abgabe nicht entrichtet.

Im Interesse der Stadt sowohl als auch der hiesigen Einwohner finden wir uns daher veranlaßt, auf diese Bestimmungen des Oc­troireglements nochmals aufmerksam zu machen und bemerken, daß dis Aufsichtspersonal angewiesen ist, alle Zuwiderhandlungen, welche mit dem iOfachen Betrage der nicht entrichteten Abgabe entrichtet werden, zur Anzeige zu bringen.

Gießen, den 27. August k868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

V o a t.

B e r st e i g er u n g e n.

Arbeitsversteigerung bei der Stadt Gießen.

6040) Montag den 31. August 1868, des Vormittags 9 Uhr,

sollen auf hiesigem Rathhause folgende Ar­beiten au den Wenigstnehmenden vergeben werden, als:

Maurerarbeit, veranschl. zu 34 fl. 42 kr. Steinhauerarbeit, 72 22

Schlosserarbeit, 40

Pflasterarbeit, 11 24

Gießen;, den 25. August 1868.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt.__ Die Versteigerung der städtischen

Pappel am Seltersthor

6034) Vorbezeichnete Pappel soll Samstag den 29. August d. I., Nachmittags 4 Uhr,

am Platze versteigert werden.

Gießen, den 21. August 1868.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt-

6087) Mittwoch den 2. und Donnerstag den 3. September, Nachmittags 1 Uhr anfangend,

sollen in dem ehemals Will). Spruck'schen Hofe am Canzleiberg verschiedene Fässer, als: 2 Stücksaß, 6 sechsohmige, 2 vierohmige, 23 halbohmige, 46 viertelohmige und 35 achtelohmige Fässer und noch sonstige Ge­genstände gegen gleich baare Zahlung ver­steigert werden.

Gießen, den 28. August 1868.

In Auftrag: __________Weidig, Ortsgerichtsmann.

Die Vergebung der Holzhauer- llild Waldeultur-Aibeiteu im Gieße­ner Stadtwalde für 1869.

6041) Die Vergebung der vorbemerkten Arbeiten für das Jahr 1869 soll

Dienstag den 1. September, Vormittags 10 Uhr, im Rathhause an die Wenigstfordernden vorgenommen werden.

Gießen, den 26. August 1868. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt-

6055) Montag den 7. September und die folgenden Tage, jedesmal Nachmittags 2 Uhr, läßt Herr Georg Schm ehl im Rufs. Hofe umzugshalber folgende Gegenstände gegen Baarzahlung versteigern:

12 vollständige Betten, 4 Sophas, Com- moden, 1 großer Weißzeugschrank, 1 Kleiderschrank, Tische, Stühle, 3 doppel­sitzige Bänke, Schreibpulte, Nacht- und Waschtische, Spiegel, Roulequx und Vor­hänge, Tischdecken, Bettvorlagen, Weiß­zeug , Porzellan und Glaswaaren, 1 Wanduhr, Bilder und Figuren, kupferne Kochtöpfe, mehrere Wein- und Aepfel- weinfässer, 3 Ohm haltend und kleinere, 1 18läftige Waschbütte, Einmachsässer, Wein- und Bier-Flaschen, 1 neuer trans­portabler Kochherd mit Bratofen, Pe­troleum-Lampen, Laternen und Leuchter, 2 sehr gute Ziegen, 31 Stück Hühner, 1 großer Haufen Kuhmist und noch son­stige Haus-, Küchen- und Gartengeräth- schaften.

Gießen, den 14. August 1868.

In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann, i

Verpachtung von Triebvierieln bei der Stadt Gießen.

6039) Montag den 31. d. Mts., von Vormittags 10 Uhr an, werden circa 280 Stück leihfällig gewordene Triebviertel anderweit verpachtet. Die Zu­sammenkunft ist am Nassauer Hof.

Gießen, den 26. August 186ß.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen ______________Vogt. __________

Donnerstag den 10. September l. I., Vormittags 10 Uhr, wird dahier die Lieferung von 20 Fudern Roggenstroh

in Ausgeboten von 5 Fudern öffentlich ver­steigert.

Marieuschloß, den 26- August 1868. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction. (6070) Kuispel.______________

6091) Dienstag den 1. September, Nachmittags 4 Uhr,

soll das Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, sowie mehreres Gehölz auf dem zum Bauplatz gehörenden Geländ^zur Balser'fchen Stiftung, auf dem Seltersberg