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Doll, in Gold 2 27y2-28y2

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50-52 54-56 37-39 32-33 54-58 50-52

Holl. fl. 10 St.

Ducaten . . 20 Frankens!.

1245) Schutt zum Auffüllen kann gegen Trinkgeld abgeladen werden bei

___________________B. Katzenstein.

.Em Lehrling wird in ein hiesiges Fabrikgeschaft gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.

1193) Ein zuverlässiger, verheiratheter JAann, der mit Pferden umgehen kann, sin- det bei den Unterzeichneten eine Stelle. Wohnung, Holz, Licht frei.

Braubach & Kuhl, ___________________Westphal. Hof.

Merhessische Eisenbahnen. An die Herren Landesverlreter!

1203) Nach den Zeitungsberichten soll dem Landtag ein Gesetz über die Verleihung der Concession zum Bau dieser Bahnen vor- gclegt werden.

Diese Concession legt dem Lande kolossale Opfer auf; diese Concession enthält Bedin­gungen, welche niemals erhört wurden. Sie sind folgende:

Garantie eines Kapitals von 28A Mil­lionen zu 8% % auf 99 Jahre.

Außerdem hat die Gesellschaft das Recht, Prioritäten in unbeschränkter Zahl auszu- aeben, welche von den Bruttoerträgnissen bezahlt werden, also wieder vom Staate verzinst werden.

Der wirkliche Bau kostet 20 Millionen, also

8Vs Millionen Verlust für den L>taat.

Diese 8y2 Millionen fließen in die Taschen der Bankier? zum größten Theil.

Nun sollen dieselben auch das Recht haben, Prioritäten auf Kosten der Bruttoeinnahme aüszugeben, also indirect auf Kosten des Staates, und zwar so viele Millionen, als denselben beliebt.

Anleliensloose.

Kurh. 40 Thlr. Loose 54y4 Nassau fl. 25 b. Roth. 36y2 Gr. Hess. fl. 50 b. B. 144 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 4% bayr. Präm. Anl. 99% 4% badische Loose 98y8 Badische fl. 35 Loose 51% 1858r Prioritätsloose 136 1860r Loose 73*/s 1864r 85%

Als Sicherheit stellen die Bankiers auch nicht einen Groschen, denn die in der Con­cession erwähnten fl. 500,000 stellt die Ge­sellschaft, welche von dem Staate garantirt ist, also der Staat sich selbst.

Wir laden uns auf 99 Jahre unerschwing­liche Steuern auf. Die Bahn soll und muß gebaut werden, aber nicht mit Verschleude­rung enormer Summen durch Bankiers, soubern der Staat soll sich die Mühe geben und selbst bauen; dem Lande werden durch sicherlich

Zur Nachricht.

1247) Montag den 2. März schicke S wieder Gegenstände zum Färben und Drucken an die Bloch'sche Hosschönfär- bere, in Darmstadt ab.

I. Schlund, Schloßgasse.

Beerdigte.

Den 24. Februar. Heinrich, ein un- ehelicher Sohn von auswärts, alt 5 M. 20 T., gestorben den 22. Februar.

Denselben. August Frey, Bürger zu Großbieberau und Güterwieger aus der Mam-Weser-Bahn dahier, alt 60 I. 4 Bi. 2 T., gestorben den 22. Februar.

.g,®.en,2®- t?ebruar. Hermann Friedrich » ' bel uerftorhenen evangelischen Pfar-

VV® Nieder - Saulheim, Kreis Oppen- 6«% Frwdrich Stein, ehelicher Sohn, alt lc>y. 2 M. 12 T., gestorben den 26. Febr.

Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann.

Engi. Souver. 11

Russ. Imper. 9

Prioritäten.

5% östr. F. St. E. B. 263 Ludwigsh.-Bexbach 156y2 Maxbahn 107

Bayer. Ostbahn 120% Hess. Ludwigsbahn 132 3% östr. Stsb.-Prior. 53/2 3% Östr. s. Lombard. 433/4 3% Livorneser 275/8 Tos caner 413/8

Frankf. Hypoth.-Bank Frankf. Vereins-Kasse 5O/o Elisabeth-Prior. 76\2 do. II. Emiss. 74y4

Auswanderer nach Amerika befördert wöchentlich vermittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller und billigster^

_ , Bedienung I. M. Schulhof, am Rathhaus.

Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande

Mein Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. '

10 M illi 0 nen

gespart.

Selbst bauen ist besser und billiger.

Srtbstbau sei die Loosung.

Gießen, im Februar 1868.

TlWgraMa!

- 2. III. -

K isch flacker zu Zießeu.

Sonntag den 1. März. Wilh. Löber m der Wallthorstraße. Georg Busch am Kreuz. Heinrich Noll in der Neustadt.

Kirchliche Anzeigen.

Evangelische Hemeinde zu Hießen.

G 0 t t e s d i e n st.

Am ff. März.

Morgens: Pfarrer Landmann.

Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel.

Passions-Gottesdienst in der Hospital- kirche.

Am 4. März. ^Nachmittags 4 Uhr: Pfarrer Dr. Seel. (Sonntag den 8. März wird das heilige Abendmahl gefeiert.)

Wechsel, Amsterd. k. 8. 100% Augsb. k. 8. 993/4 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 97/8 Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 88% Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119% Lyon k. 8. Paris k. 8. 95% Wien k. 8. 102% Disconto 3% G.

Geldsorten.

Pr. Gass. Sch. 1 44%-45% Div. Cass.-A. Pr. Friedrdor. 9 57%-58% Pistolen . . 9 49-51

Börseiinachrichten.

27. Februar 1868.

Preuss. 4%% Obi. Frankf. 31/2% obl. 81% Nass. 4i/2o/0 Obl. 93% Kurh. 4% Obl. 89% Hess. 4% Obl. b. Roths. 89% n 3i/20/0 do. do. 83

Bayer. 5% Obl. 101 y2

» 4%% 1jährige

» 4 V20/0 V^ährige 93%

Würtemb. 4y2«/0 Öbl. 94

Baden 4>/2?/o Obl. c. E.L. 94% Oestr. 50/0 b. R. 67%

5% National 56%

5% Metall. Obl.

M. steuert. 51%

Amer. 60/0 1882r Bds. 75% 60/p 1885r 74%

Actien,

Frankf. Bank 126

Oester. Bank 731

Creditact. 194>/2

Darmst. Bankact. 222

Nicht zu übersehen!

1241) Alle Diejenigen, welche Forderungen

?en sich heimlich entfernten Karl Port (Steinbrecher) aus Steinbach zumachen glau- üen, werden hiermit auf Sonntag Nach­mittag 1 Uhr in die Wohnung des Unter- zeichneten zu einer Besprechung über fragl. Gegenstand eingeladen und ersucht uran da­her alle Gläubiger, sich zur bestimmten Stunde emzustnden.

______Paulus Gerhard, im Ritter.

Zur gefälligen Beachtung F" .1219) In vörkommenden Fällen empfehle ich mich hiermit einem geehrten Publikum als Taxator bei Versteigerungen von Haus- gerathschaften aller Art, als: Möbeln, Bet­ten, Weißzeug, Gold- und Silbersachen re. unter Zusicherung der pünktlichsten und ge­wissenhaftesten Besorgung des mir Aufqe- tragenen. - Zugleich offcrire ich meine Dienste als Wsithekser- bei Bersteiae- rungcn. Isaak Rothenberger,

- Lindenplatz.

, ^28) 400 ff- liegen zum Ausleihen bereit. Näheres bei der Exped. d. Bltts.

Theater in Gießen.

(Im (Safe £cib.)

Sonntag den 1. März 1868 :

Stündchen aus dem Comptoir.

Posse mit Gesang in 1 Akt, von Sieg­mund Haber.

Hohe Gäste.

Lustspiel in einem Akt, von A. Belly und P. Henrion-

Guten Morgen, Herr Fischer. 3offe mit Gesang in 1 Aktffnach Lokroy, von K- Friedrich. Musik von Stiegmann. Montag den 2. März 1868:

Philippinc Welfer.

Historisches Schauspiel in 5 Akten, von Redwitz.

(1190) W. Kern, Director.

Feuilleton.

del hätte stattfinden können , ohne daß Vetter Robert selber anwesend gewesen ^?en a(uf die heitere freie Miene des Oheims verscheuchte im

Nu alle Besorgnisse Paulinens: so aufgeräumt und munter hatte sie ihn seit Jahren nicht mehr gesehen; und auch der Buchhalter neben ihm war so fröhlich und stillvergnügt und trug auf seinem ehrlichen bärtigen Gesicht die ganze Ge- nugthuung eines Mannes, der eine gute That vollbracht zu haben sich bewußt ist.

»Sie kommen so spät, lieber Onkel!" sagte sie;wir sind ganz in Sorgen um Sie gewesen! ..."

Seid Ihr? Na, jetzt könnt Ihr um so fröhlicher sein, denn wenn auch "".Luppe kalt und der Braten verbrannt wäre, dürften wir doch heiter und glücklich sein, weil ich eine gute Nachricht mitbringe: Paulinchen, wir ziehen auf die Fabrik, noch vor Weihnachten, und richten uns in den alten Räumen wieder gut bürgerlich ein! Ich habe mein ganzes Geschäft und die Villa hier verkauft an meinen Neffen Robert, der noch vor Weihnachten hier sein wird! leU$rti?bunm8C!" C6 rW$C Weihnachten geben und - vielleicht

Ja, Eine sicherlich!" setzte der Buchhalter lächelnd hinzu und drückte Pau- lincn die Hand;freuen Sie sich, liebes Väschen!"

,,^ulinens schöne Augen glänzten auch bereits wieder, ihr süßer Mund lächelte, und mit Freudenthränen beugte sie sich auf oes Commerzienraths Hand - '"brunftig und sagte:Nun denn, wenn Sie in dem Verkauf

ern G uck und sich Ihrer Sorgen entledigt sehen, so bin ich ja doppelt glücklich. Gott ser Dank, daß S,c wieder froh und heiter sind!" Dann öffnete sie ihm die Thure des Speisezimmers.

Hier fanden die heimkehrenden Männer die Commerzicnräthin und Henriet- e<?' U tt^er ruhte halb sitzend, halb liegend im Eckbivan, und bebte an allen Gliedern. Ein Schauer des Entsetzens durchrieselte sie, als sie ihren Gat­ten eintreten sah, denn je näher die Entscheidung rückte, desto mehr bangte ihr vor dem Ergebmß derselben. Sie hatte sich all der Vorstellungen, Warnungen und Andeutungen erinnert, welche ihr Gatte ihr seit Jahren unv zumal in ber jüngsten Vergangenheit wegen ihrer nutzlosen Verschwendung gemacht hatte, und die Telbstvorwurfe und Gewissensbisse, welche nun in diesen Stunden peinigen­der Ungewißheit in ihr aufstiegen, ließen sie das Aeußerste befürchten. Sie hatte nicht einmal den Trost der Thränen, aber ihre Spannung und Unruhe waren so erschütterns, baß sie sich dem Wahnwitz nahe wähnte.

Nicht so Henriette: diese ging mit heftigen Schritten im Zimmer auf und nieder, und in ihrem Kopse wogten Gedanken aller Art, und rangen und kämpf­ten mit einander und verdrängten sich gegenseitig. Ihre Logik war klarer von Leidenschaften. Der Vater mußte verarmt und dem Bankerutt nahe sein, wenn er sich entschließen konnte, seine Schöpfung zu verkaufen, das war die Ein- lcht, welche ihr mit furchtbarer Klarheit vorschwebte. Wir sind so gut wie rui- nirt, wir sind von der Höhe unseres Glanzes heruntcrgestürzt. Und Robert?

Vetter und Base.

Eine Familiengeschichte.

(Fortsetzung)

'TV.mX hf.hlinbBH .. _ n ', \ ch liin Dir auf Lebenszeit zu

Sr TOHni!l,llbhn ;U m,r aUeS galtet: Ehre, Leben, Vermögen, Wohlfahrt der Meimgen, den Glauben an mich und meine Zukunft. Lebenslang werde ich Dir dieß nicht vergessen, und wenn ich erst wieder rehabilitirt bin, dann fordre unv begehre von mir was Du nur willst. Und wie brav und uneigennützig Du ge- handelt hast, mein wackerer Neffe! Du allein hast das Verdienst, dieses Aus- kunftsmittel gefunden zu haben ..."

. J"ber P^tnt das ist nicht mein Verdienst!" fiel ihm der Buch- Halter lebhaft in die Rede;dieser Gedanke ist Robert von einer andern Seite oefuriht"rbrCI Ct ttwtcn' tiber 'ch habe sie begierig erfaßt und zu verwirklichen

Gleichviel, Du kannst wenigstens nicht in Abrede ziehen, daß sie ohne Dich nicht verwirklicht worben wäre ..." B v

"^bsdings," versetzte ber Buchhalter mit einem eigenthümlichen Lächeln.

«lehst DuUnd Du allein gehst nun leer aus! Für Dich allein hast Du aus lauter Uneigennützigkeit nichts herausgeschlagen; aber ich werde für Dich sorgen : ich will noch einen Zusatzparagraphen zu dem Vertrag hinzufügen, des Znhalts, daß Robert Dir, seinem Vetter, den Vertrauensposten eines Buchhal­ters bestätigen und Dir eine Tantieme des Gewinns zuweisen soll!"

wffd gar nicht nöthig sein, lieber Onkel, dieß noch besonders auszu- brucken. Sie behalten ja die Leitung des Etablissements unb die Anstellung des -Personals; Robert läßt Ihnen darin unbeschränkte Vollmacht, und wird damit einverstanden sein."

Dann arbeiten wir zusammen, Neffe," fuhr der Commerzicnrath fröhlich fort,und mit Gottes Hülse werden wenige ruhige Jahre hinreichen, um mir wieder die Mittel zum Rückkauf zu schaffen, unb dann sollst Du die Früchte meines Fleißes theilen, und wenn es möglich wäre, daß Iba und Du einander gut werben könnten, so wäre mir ein stiller Wunsch erfüllt. Robert mit Hen-

,yni) Iba mit Dir, dann hätte ich zwei Söhne, und ich und meine Frau hatten ihren Willen!"

, Der Buchhalter lächelte nur vor sich hin, und schwieg; aber er drückte dem D>heim stumm die Hand. Als sie die Villa betraten, kam ihnen Pauline auf f «n enJ$C8en, pum Schall der Hausglocke herbeigelockt. Ihre sonst so frischen Wangen waren bleich, die Augen verweint, das freundliche Gesicht ernst fa die Kunde von dem Verkauf ebenfalls gehört, aber

sich noch nicht über denselben zu freuen gewagt, denn die Angst der Tante ließ ffe befurchten, daß dieses Gerücht nur eine Beschönigung für den Ruin ves Oheims sei, um so mehr, da sie sich nicht erklären konnte, wie ein solcher Han-