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Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.

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XVIII. Gestorben sind: am 9. April der pen- sionirte Oberförster Kuhn in Beffungeu; am 15. April der evangelische Schullehrer Lehr zu Unter- Ostern ; am 17. April der Kreisarzt des Kreis- medicinalamt» Schlitz, Medicinalrath Dr. Braun

iu Schlitz; am 18. April der Kanzleidiener bei i per Civildiener-Wittwenkasse-Commission und Diener bei der Civildiener-Wittwenkasse, Nahrgang zu Darmstadt; am 9. April der pensionirte Mini. sterial-Canzlciviener und CoüegienhauS - Beschließer Döring zu Darmstadt.

Mainz, 14. Mai. Nach neueren Dispositionen | werden Vie hessischen Truppen Ende l. M. die hiesige Garnison beziehen. Fast gleichzeitig wird die Straf- compagnie von Babenhausen hierher verlegt; auch die Sträflinge und Baugefangenen des 11. Armee, corps werden in der hiesigen Festung internirt wer­den und an den bevorstehenden Umbauarbeiten e.niger Wälle ic. sofort Verwendung finden.

Berlin, 19. Mai. Ais eine erfreuliche Reform auf dem Wege kulturstaatlicher Entwickelung ist die durch Circular des Ministers des Innern verfügte I definitive Aushebung der körperlichen Züchtigung in den Weiberanstalten zu begrüßen. Hoffentlich wird auch der männlichen Hälfte dieser Verbrecherwelt künftig dieselbe Rückenfreiheit zu Theil werden, und auch aus der Zuchthauspraxis ein Strafmittel ver- schwinden, das mit dem humanen Geiste unseres I Jahrhunderts in so schroffem Contraste steht. Die I Gesetzgebung in Oesterreich, wo selbst die Ketten ge- fallen sind, ist in dieser Hinsicht um einen Schritt

deutsche Krieg von 1866" enthält einen Anhang: Preußen in Waffen." Es ist eine gut geschriebene Geschichte des preußischen Wehrspftems seit Friedrich Wilhelm I. Wir entnehmen ihm die interessante Thatsache, daß unter den 669,076 Mann, die Preußen im Jahre 1866 stellte, sich nur 40,000 Berusssoldaten befanden (9000 Linien Offiziere, 30,000 Unteroffiziere und Spielleute, 1000 Capi-

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II Bekanntmachung Großherzoglichen Kriegsmini- I steririms, die Revaccination der Militärpersonen be- | frlIID Bekanntmachung ver Großherzoglichen Corn. Mission für Post-Angelegenheiten, die Corresponvenz nach Norwegen betreffend. , ,

IV. Bekanntmachung derselben Behörde, laut wcl- cher die in Flonheim und Wendelsheim er- richteten Postexpeditionen am 1. v. M. in Wirksam­keit getreten sind.

VVII. Uebersichten der für das Jahr 1868 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Commu- nalbedürfniffe in den Gemeinden des Kreise Schot- ten, Lauterbach und Oppenheim.

VIII. Uebersicht der für das Jahr 1868 geneh­migten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse in den israelitischen Religionsgemeinven des Kreises Hep. p e ii h e i m. ,

IX, Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Worms, die Erhebung einer Umlage von den zu dem FriedhofSverbande zu Dalsheim gehörigen

gierung könne einem Beschlüsse nicht folgen, der eine Ungerechtigkeit gegen die StaatSgläub.gex involvtren würde, und ein gouverneinentales Blatt sagt heute, der Ausschuß proklamire nichts mehr und nichts^we- Niger, als c>en unverhüllten, brutalen Staatsbanke- rott. ES fragt sich nun, ob da» Plenum des Hause«, welches demnächst über die Anträge des Fmanzau«- schusses zu entscheiden hat, eben so weit gehen wird. Die ultramontane Partei setzt den Kampf gegen die neuen Gesetze fort. Das officiöse Organ ve» Erzbischofs von Wien veröffentlicht in seiner heutigen Nummer eine förmliche Kriegserklärung des Bischof« von Linz gegen das Ehe- und Schulgesetz, sowie gegen alle Gesetze, welche noch mit Mißachtung der ConcordatS von dem ReichSrath beschlossen werden sollten. Se. Eminenz sagt geradezu, Cafe man »eit. liehen Gesetzen, welche dem Dogma der katholische» Kirche widersprechen, nicht gehorchen dürfe. Dem Hause HabSburg-Lothringen stellt der oberosterrelchl-

I sche Bischof den Sturz durch das Haus Hohenzollern in Aussicht.Wahr ist, sagt er, daß cer Katho- licismus in den Ländern des protestantischen Preußen, königs viel gerechter behandelt wird, als in dem Reiche Sr. k. k. apostolischen Majestät, des Mo- narchen über ein Reich, welches auch mi Rothbuche des Herrn v. Beust ein katholisches genannt wird. Preußen spricht sich unverhüllt für dre weltliche Macht des Papstes aus. Preußen will aber auch noch viel größer werden, als es ist, es will alle deutschen Lau- der unter die Krone der Hohenzollern bringen. Jeder österreichische Staatsmann, der die katholische Kircye mißachtet, arbeitet also dem Preußenthum aus da« Wirksamste in die Hände." Der nut den deut, schm Zollvereinsstaalen abgeschloffene Zoll - und Han- delsvertrag wurde nach nochmaliger Befürwortung des Handelsministers genehmigt.

Wien. DerKarlsr. Ztg." wird gemeldet. Noch vor dem Schluß des Monats wird ver Prinz Napoleon auf dem Weg nach Konstantinopel hier erwartet. Er geht von hier nach Ungarn (Pesth) und möglicher Weife auch nach Galizien (Kratau und Lemberg), um schließlich Serbien und Rumänien (Bukarest) za berühren. Die Wahl der Reiseroute gestattet es kaum, die Vermuthung abzuweism, daß die Reise wesentlich politische Zwecke

voraus.

Berlin, 20. Mai. Der Staatsgerichtshof sprach in dem Hochverrathsprozeß gegen tue 22 Hannove- teiner Freese von der Anklage frei, verurtheilte jedoch sämmtliche andere Angeschulvigten wegen vorbereiten, der Handlungen zum Hochverrath. Gegen Howalv wurde auf 1 Jahr 3 Monate, gegen Vie übrigen Beklagten auf je 1 Jahr Gefängniß erkannt.

Berlin, 21. Mai. Das Zollparlament hat in seiner gestrigen Sitzung die Petroleumsteuer mit 190 neuen 99 Stimmen abgelehnt. Dieselbe sollte be-

tulanten). m

München, 17. Mai. Dre Eröffnung der Bren- nerbahn führte zu dem nahegelegenen Wunsche, auch den Verkehr von Nordwesten gegen Sübosten auf diesen Weg zu leiten. Wir haben nun eine Lum, welche dem Transit nach vem Süden Vie größten Vorthelle bietet, indem sie viel kürzer ist, als die bisher von dem englisch-ostiudischen Handel benützte. Zur Zeit gehen die Güter, welche von England nach Ostindien bestimmt sind, über Havre und Mar- seille, wo sie dann verladen und nach Alexandria zu Schiff transportirt werden. Auf der von Norden nach Süden und sich von Hamburg oder Bremen bis nach Brundisi und Otranto ausvehnenvei! Linie gelangen die Güter um mehr als 24 Stunden früher nach Alexandria, als auf dem bisher benützten Weg. Es sollte uns darum wundern, wenn nicht Vie betheilig- teii Regierungen alle Minen sprengen ließen, den I englisch-ostindischen Verkehr auf ihre Bahnen zu leiten.

München. Die Flügeladjutanten des Königs von Baiern scheinen nicht umsonst Flügel zu Haden. Voriges Jahr verschwand ver Eine auf Flügeln der Liebe mit einer Schauspielerin, und kürzlich der Zweite mit einer schönen Gräfin. In Regensburg wurde das Pärlein, noch ehe es über den gefähr­lichen Strudel gefahren war, eingeholt und zuruck- gebracht. _ m ,

Dresden, 19. Mai. Erste Kammer. Nach siebenstünviger Debatte wurde die Aufhebung der Todesstrafe mit 22 gegen 15 Stimmen abgelehnt. Alle drei geistlichen Mitglieder dec Kammer sprachen für die Beibehaltung, der Kronprinz vagegem Die Aufhebung der Strafe durch körperliche Züchtigung wurde einstimmig genehmigt. .

Wien, 16. Mai. Wir stehen am Ansang einer Ministerkrisis. Der Finanzausschuß des Abgeordne­tenhauses hat in seiner gestrigen Abendsitzung mit 20 gegen 2 Stimmen das Brestel'sche VermögenS- steuerprojeet abgelehnt und dann mit 14 gegen 8 Stimmen sich für den Antrag erklärt, daß den Staatsgläubigern ein Abzug von 25 pCt. zu machen sei. Die Majorität hat nun zwar dm Antrag der extremen Fraction, welche einen Abzug von 30 pCt. wollte (zu dieser gehören die polnischen Avgeordnc- ten), verworfen, aber andererseits die Erwartung ge­täuscht, daß es bei ven vom Subcomits vorgeschla­genen Abzüge von 20 pCt. bleiben werde. Der Ministeipräsivent Fürst Auersperg erklärte, die Re-

Israeliten betreffend. , ,

X. Uebersicht der für das Jahr 1868 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der ifraclitt- schxn Religionsgemeinven des Kreises Offenbach.

XI Uebersicht der für das Jahr 1868 geneh­migten Umlagen zur Bestreitung ver Bedürfnisse cer israelitischen Religionsgemeinven des Kreises Bingen.

XII. Abwesenheitserklärung.

XIII. Ertheilung von Exfindungspa- tenten. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnäcigst geruht: am 18. April dem Georg Conrad Hisgen in Offenbach auf dessen Nachsuchen ein Erfinvungspatent auf den durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterten Druckapparat zur Selbstanfertigung von lithographischen und autogra- »wÄSti I .7» 500,000 R,». »g-b--.

nimg und Beschreibung näher erläuterte Construction eines mechanischen Photographie-Albums zu ertheilen. I

XIV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnäcigst geruht: am 11. April dem Pfarramts-Canvidaten Noack aus Darmstadt die erste evangelische Schulstelle zu Auerbach dem Schullehrer an der evang. Schule zu Höckersdvrf, Heidenxeich, die evang. Scyul- stelle zu RebgeShain und dem Schulamts-Aspi- ranten Heß aus Seckmauern die dritte katholische Schulstelle zu Fürth zu übertragen; an demsel­ben Tage den praktischen Veterinärarzt L>r. Gun- geriet von Hof Albach zum Kreisveterinärarzt des Kreisveterinäramtes Erbach zu ernennen; am 25. April dem Schullehrer an der evangel. Schule za Schöllenbach, Christian Schrauth, die zweite evan­gel. Schulstelle zu Wimpien a. B. zu übertragen.

XV. Charakterertheilungen. Seine Kö­nigliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 11. April vem Lehrer an ver ersten evangelischen Schule zu Auerbach, Noack, ven Charakter alsMitprediger," am 18. April dem Buchbinder Vogelsberger in Darmstadt den Cha- ratter als Hofbuchbinder, am 25. April dem Lehrer am Gymnasium zu Darmstadt, vr. Bender, ven Charakter alsHofrath," dem Forstwarten der Gemeindeforstwartei Heiligenkreuz in Vem Ge- meinvewalv der Stadt Darmstadt, Johann Baptist Pet sch _ unv dem Forstwarten der Gemeindesorst- wartei städtische Tanne in dem Gemeindewalde der Stadt Darmstadt, Johannes Hei deck, den Cha- ratter alsFörster" zu verleihen.

XVI. Versetzungen in den Ruhestanv. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben aller­gnädigst geruht: am 7. Februar den Hofkapellmeister Ludwig Schlösser, in Anerkennung seiner lang­jährigen treuen Dienste, am 25. April den Schul- lehrer an der evangelischen Schule zu Bannerod, Peter Deuchert und an demselben Tage den Kreisbauaufseher, Johannes A mend t zu Groß-Ge­rau, in ven Ruhestand zu versetzen.

XVII. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die erste evangelische Pfarrstelle zu Offenbach mit einem Gehalte von 1829 fl. 24 fr.; dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Bixstein steht das Präsentations- recht zu dieser Stelle zu; die evangelische Schul- stelle zu Münster mit einem jährlichen Gehalte von 302 fl. 51 fr., nebst vier Stecken Holz zur Heizung des Schullocals; die zweite evangelische Schul- stelle zu Gräfenhausen mit einem jährlichen Gehalte

verfolge.

Paris, 18. Mai. Die Moniteurberichte au« Japan vom 26. März cvnstatiren die Genuglhuung, welche für die Ermordung französischer Matrosen ge­geben wurde, indem man elf der Mörder am 16. März in Gegenwart des Capitäns der FregatteBe- nuö" hinrichtete. Der Letztere bat hieraus, von der Hiii. richtung der neun übrigen Betheiligten abzuftehen. Die Entschädigung für die Familien der Opfer ist auf 150,000 Piaster festgesetzt.

Paris, 18. Mai. Wie dasPays meldet, wurde der Kaiser am vergangenen Samstag durch einen leichten Anfall rheumatischer Schmerzen geno- thigt, das Bett zu hüten, gegen Ende Ve« Tage» war sein Zustand aber schon wieder besser.

Varis, 19. Mai. DerAvenir national" will aus sicherer Quelle erfahren haben, daß Bencdetli dem Kaiser abgerathen habe, den Besuch m Beilini ju machen, zu welchem er von vem König von Preußen i im vergangenen Jahre eingeladen worden sei. Be- ncbetti fürchte einen nicht hinreichend freundlichen (agreable) Empfang von Selten der Berliner Be- völkerung. - DieFrance" sagt, Benedetti hab einige Wochen Urlaub zum Besuch von Karlsbad erhalten. Dasselbe Blatt sagt ferner tn Bezug auf die Erklärungen Bismarck's, der Appell an den veut- schen Patriotismus fei ein Mittel, in Deutschland eine Aufregung der nationalen Empfindlichkeiten wach zu halten. Die Ercign.sse rechtfertigen Vicß jedoch nicht. Keine Macht suche Deutschlanv Furcht ein- zuflößen. Es sei vielmehr an Deutschlanv, km' Beunruhigung hervorzurufen unv Beweise von Maß' gung zu geben. DiePatrie" berichtet, daß neuen Marinegeschütze, deren Mündungen 16, 1i 24 und 27 Zentimeter Weite besitzen, und vE Stahlgeschosse von 75 bis 216 Kilogramme Schwer- schleudern, zur Ausrüstung des Uebungsgeschwaver verwandt werden sollen, welches unter dem V,ceao> miral Jurien de la Graviore sich im Golf von San- Juan (Spanien) befindet. __________ _

Telegraphischer Schiffs-Bericht,

mitgetheilt von Chr. Wallenfels, jun.

Das Hamburger Postdampfschiff Cimbria, Capua Hebisch, von der Linie der ^amburg-fÄmertfaniW Packetfahrt-Aktien-Gesellschaft, welches am 29^ Ap von Hamburg via Southampton abging, ist nJ* einer außerordentlich schnellen glücklichen Reife 10 Tagen 10 Stunden wohlbehalten in New?

I angekommen. __