Preuss. 4'/2% Obi. 95% Frankf. 3%% Obi. 80 Nass. 41/2% Obi. 94% Kurh. 4O/o Obi. 871/2 Hess. 40/a Obi. b. Roths. 90% „ 3*/2% do- do. 85%
Bayer. 5% Obi. 102% n 41/2% 1jährige 96% „ 41/2% ‘/aiährige 96%
Würtemb. 4%% Obi. 94% Baden 4%% Obi. c. E.L. 94%
Oestr. 5% b. R. 60%
„ 5% National 53%
„ 50/0 Metall. Obi. —
„ M. steuerf. 52%
Amer. 6% 1882r Bds. 78% „ 60/q 1885r 77%
Actlen.
Frankf. Bank 124%
Oester. Bank 844
„ Creditact. 227
Bannst. Bankact. 260
Haasenstein ct Vogler
Zeitungs-Annoncen-Expedition in FRANKFURT AM MAIN.
Filialgeschäfte: in Basel, Berlin, Hamburg, Leipzig, Wien.
8654) Die glänzenden langjährigen Erfolge der Stollwerk'fchen Vruft-Bon- bons, welche nach Vorschrift des Professors der Mcdiein Dr. Karkeß gefertigt sind, haben diesem Hausmittel, ungeachtet aller Anfechtungen von Feinden der sichern und raschen Selbsthülfe, einen Weltruf erworben. Bis heute steht dieses Fabrikat noch vollkommen unerreicht da und verdient allen Brustleidenden auf das Gewissenhafteste empfohlen zu werden.
„Originell
ist Alles in diesem Kalender (Lahrer hinkender Bote), der Styl erinnert an den unsterblichen Hebel, ja dieser Schriftsteller ist hier oft sogar übertroffen. Der Kalender bringt einen umfangreichen, ganz vortrefflichen Text und eine erstaunliche Menge der feinsten Holzschnitte." (Frauendorfer Blätter.) (8658)
-frischbäcker zu Hießen.
Sonntag den 22. November. Jacob Vogt in der Wallthorstraße. August Noll auf der Mäusburg. Christian Noll Witwe in der Neustadt.
Kirchliche Anzeigen.
Evangelische Gemeinde zu Hießen.
Gottesdienst.
Am 22. November. Gcdächtnißfeier der Verstorbencn. (Der Gottesdienst findet in der Friedhofs- capelle statt).
Morgens: Pfarrer Landmann.
Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel-
(Am 1. Advent wird das h. Abendmahl gefeiert).
Kopulirte.
Den 15. November- Leonhard Bickel aus Zotzenbach, Kr- Lindenfels, Schuhmacher dahier, des Bürgers und Schuhmachers zu Zotzenbach, Michael Bickel, ehelicher Sohn; und Eleonore Müller, des Bürgers zu Ullendorf an der Lumda und Nagelschmieds Johann Jost Müller, eheliche Tochter.
Denselben- Balthasar -.Moritz Karl Eduard Plank, Bürger und Metzgermeister dahier, des Bürgers und Metzgermeisters Christian Wilhelm Plank, ehelicher Sohn; und Marie Amalie Plank, des Bürgers und Rothgerbermeisters Balthasar Plank, eheliche Tochter.
Den 17-November. Christian Hermes, Bürger zu Altenkirchen, Regierungsbezirk Coblcnz, und Drechsler zu Limburg, des Bürgers zu Altenkirchen und Metzgermeisters Johann Jakob Hermes, ehelicher Sohn; und Katharine Ronstadt, des verstorbenen Bürgers und Schieferdeckers zu Lauterbach Friedrich Ronstadt, eheliche Tochter.
G etaufte.
D en 13. November. Dem Bürger und Kaufmann, Heinrich Weidig HL, eine Tochter, Karoline, geboren den 16. October.
Den 15. November. Dem Bürger zu Minden und Zugführer auf der Cöln- GießenerBahu dahier, Karl August HLpfner, eine Tochter, Katharine Wilhelmine, geboren den 27. September.
Denselben. Karl, ein unehelicher Sohn von hier, geboren den 25. October.
D en 17. November. Dem Feldwebel im Großh. 2- Infanterieregimente und Bürger zu Darmstadt, Karl Wolff, eine Tochter, Philippme, geboren den 25. October.
Beerdigte.
Den 14. November- Reinhard August Thilemaun Koch, pensionirter Großherzoglicher Landrichter zu Vöhl, alt 69 I. 7 M- 17 T-, gestorben den 12. November.
Denselben. Anna Maria Gaul aus Lohrheim bei Dietz, alt 11 I. 6 M-, gestorben den 13- November.
Denselben. ElisabcthaRoos aus Brum- mcrshauscn bei Weilburg, alt 58 I., gestorben den 14. November.
Denl5-November-Johannes Schmidt ans Hemmertshausen < Kr. Biedenkopf, alt 21 I., gestorben den 14. November.
D en 17- November. Karl Heinrich, ein unehelicher Sohn von auswärts, alt 26 T-, gestorben den 16. November.
Den 18- November. Heinrich Schaum, Bürger zu Großeu-Linden und Arbeiter auf der Alain-Weser-Bahn dahier, alt 40 I. 6 M., gestorbeir den 17. November.
Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besogrt Pfarrer Landmann.
Berichtigung. In den kirchlichen Anzeigen von voriger Woche wurde irrthümlich gedruckt unter der Rubrik „Getaufte" am 12. November, dem Bürger und Kaufmann, Adolph Weidig, eine Tochter, Anna Karoline Julie Johannette, geboren den 15. October; es muß jedoch heißen: Am 12. November. Dem Bürger und Kaufmann, August Weidig, eine Tochter, Anna Karoline Julie Johannette, geboren den 15. October.
Katholische Gemeinde.
Kopulirte.
Den 15. November. Ignaz Zur- Nieden, Bürger und Schuhmacher dahier, des verstorbenen Großh. Bad. Försters, Joseph Zur-Rieden, zu Schönau, ehelicher Sohn; und Johanna Margaretha Keller, des verstorbenen Bürgers und Handelsmannes, Georg Keller, zu Hanau, ledige Tochter.
Denselben. Peter Dützer, Bürger zu Betzdorf und Heizer bei der Cöln-Gießener Eisenbahn dahier, des verstorbenen Bürgers und Fabrikarbeiters, Johann Dützer, zu Betzdorf, ehelicher Sohn; und Katharina Elisabeth Aschhoff, des verstorbenen Bürgers und Schneiders, Johann Heinrich Aschhoff, eheliche Tochter.
Getauft.
Den 1. November. Dem Bürger zu Hoppengarten und Bremser bei der Cöln- Gießener Eisenbahn, Wilhelm Rö rig, eine Tochter, Bernhard ine, geb. den 18. Nov.
Beerdigt.
Den 16. November. Friederike De- haie, geborne Litzius, des verstorbentn Gr. Hofger.-Advokaten, Leonhard Dehaie dahier, hinterlassene Ehefrau, alt 71 I. 10 M. 2 T-, gestorben den 13. November.
BörseiiBachrichten.
19. November 1868.
Prioritäten.
5% östr. F. St. E. B. 288 Ludwigsh.-Bexbach 168 Maxbahn 106% Bayer. Ostbahn 126% Hess. Ludwigsbahn 138 3% östr. Stsb.-Prior. 53% 3% östr. s. Lombard. 43% 3% Livorneser 31 Toscaner 46% Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 95% 5% Elisabeth-Prior. 74%
>. II. Emiss. 73%
Anleiiensloose.
urh. 40 Thlr. Loose — «assau fl. 25 b. Roth. 38 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 163% Gr. Hess. fl. 25 b. R. 42% 40/0 bayr. Präm. Anl. 102% 40/0 badische Loose 100 Badische fl. 35 Loose 54
Wechsel.
Amsterd. k. 8. 100%
Augsb. k. S. 99%
Berlin k. 8. 104%
Bremen k. S. 97
Cöln k. 8. 104%
Hamburg k. 8. 88% Leipzig k. 8. 104% London k. 8. 118% Lyon k. 8. —
Paris k. 8. 94%
Wien k. 8. 101%
Disconto 3% G.
Geidsorten.
Pr. Gass. Sch. 1 44%-45
Div. Cass.-A. —
Pr. Friedrdor. 9 57%-58%
Pistolen . . 9 49-51
„ doppelte 9 50-52 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankenst. 9 28-29
Engi. Souver. 11
1858r Prioritätsloose 143%
!860r Loose 77 1864r „ 104%
Russ. Imper. 9
Doll, in Gold 2
54-58
50-52
27-28
Landwirthschaftliches.
Während des Monats October war der oberhcssische Wanderlehrer, Herr Leisewitz, in dem Kreise Gießen thätig und hielt Vorträge auf folgenden Stationen:
1. In Großen-Buseck am 4., 5., 6. und 7. October.
Die Vorträge daselbst waren recht zahlreich besucht, namentlich der erste (Sonntag den 4. October), bei welchem mindestens 260 Zuhörer zugegen waren und viele noch, wegen Mangel an Raum, draußen stehen mußten. Eine recht schöne Obst-Ausstellung, durch den Freih. v. Rabenauischen Gärtner veranstaltet, wurde vorher besichtigt. Herr Leisewitz sprach in diesenl-Vorträgen über die Be- deukung res landwirthschaftlichen Gewerbes in volkswirthschaftlicher Hinsicht, __
über seine Stellung unter den verschiedenen Gewerbsklaffen und seine Aufgabe im Allgemeinen und Besondern. — Ferner über die Quellen, aus denen die Landwirthschaft wirthschaftliche Werthe hervorzubringen im Stande sei und über die Mittel, deren sic sich dabei zu bedienen habe und hob hervor, daß der Land- Wirth die Naturgesetze und die mit denselben im Einklänge stehenden Erfahrungen gehörig beobachten müsse. — Dann über den Aufschwung des landwirthschastlichcn Gewerbes in der Neuzeit, hervorgerufen namentlich durch die Forschungen und Lehren des Herrn v. Liebig — daß die Anwendung dieser Lehren sichere Führung und zuverlässige Vorschriften für den Betrieb der Landwirthschaft gäben und sich in folgenden Punkten zusammenfassen ließen:
a. Der Landwirth hat den Ackerbau so zu betreiben, daß der Boden den Pflanzen stets die zur Aufnahme geeignete Nahrung aus den vorhandenen Vorräthcn nach Ersoreerniß darbiete.
b. Es müsse dem Boden für die von den Pflanzen entnommene Nahrung ein Ersatz in der Weise zu Theil werden, daß ein Mangel daran in keiner Beziehung eintreten könne.
c. Der Pflanzenbau sei so einzurichten, daß die dem Boden von Natur ver- liehene, sowie zugesührte Pflanzennahrung in vorteilhaftester Weise ausgenützt werde.
Danach seien auch die Einrichtungen bei der Viehzucht zu regeln.
2. In Lieh am 11. Octobcr Nachmittags 3 Uhr und am 12., 13. und 14. October, jedesmal Abends 7 Uhr.
Die Stadt selbst soll sich, wie man hört, an diesen Vorträgen sehr schwach bethciligt haben. Die meisten Zuhörer seien aus der Umgegend gewesen.
Themata, worüber Herr Leisewitz hier sprach, waren:
Die historische Entwicklung der Landwirthschaft.
Der Unterschied zwischen den Betriebsverhältnissen aus früheren Zeiten und der seit den letzt.n Jahrzehnten erlangten Entwicklungsstufe. Ferner: daß die Naturkräfte vermöge der erweiterten Erkenntniß nunmehr auch in größerem Umfange den Interessen des Landwirths dienstbar zu machen seien, — wobei das Verdienst des Herrn v. Liebig hervorgehoben wurde, der dem landwirthschaftlichen Gewerbe die lange vermißten festen Grundlagen gegeben habe. — Auf diese sich stützend habe der Landwirth gegenwärtig so zu wirthschaften, daß er die unentgeltlich wirkenden Naturkräfte nach Möglichkeit beim Pflanzenwuchs nutzbar mache, die der Wirthschaft selbst entspringenden Quellen von Pflanzennahrung hinreichend verwerthe und nicht versäume, aus den Hülfsquellen zu schöpfen, welche, wenn auch außerhalb der Grenzen des Privatbesitzes liegend, doch das Material liefern müßten, vermittelst dessen erst ein festes Fundament für die Wirthschaft gewonnen werden könne. Die Durchführung dieser Grundsätze müsse die Norm geben für alle Einrichtungen beim Ackerbau sowohl, als auch bei ter Viehzucht.
3. In Mainzlar am 18. October Nachmittags 3 Uhr und am 20. und 21. October jedesmal Abends 6 Uhr.
Der Besuch der Vorträge war zahlreich. Aus umliegenden Orten bethei- ligten sich Lollar und Daubringen am stärksten dabei. Der Wanderlehrer sprach hier über die Bedeutung der Arbeit beim landwirthschaftlichen Gewerbe in wirth- schaftlicher und socialer Hinsicht und hob hervor, daß früher die Summe der Arbeit maßgebend für den Erfolg gewesen, gegenwärtig aber der Werth derselben, d. h- die dabei mitwirkende Intelligenz des Arbeiters entscheidend sei. — Ferner darüber, daß die erweiterte Erkenntniß bei dem Wirthschaftsbetriebe dem Landwirth
a. bessere Anleitung zur richtigen Behandlung des Bodens gäbe,
b. ihn zur Befolgung richtiger Grundsätze bei der Düngung führe — und
c. daß sie die Bedeutung der Viehzucht in das rechte Licht stelle und zu deren Betriebe die entsprechenden Vorschriften ertheile.
4. Am 19. Oetober hielt Herr Leisewitz unter reger Betheiligung ter Landwirthe einen Vortrag zu Allendorf an der Lumda und zwar über folgende Punkte: Die Landwirthschaft habe noch nie auf so feste Grundlage sich stützen, noch nie zuvor solche Stufe der Entwicklung erreichen können, als es ge- genwärtig der Fall sei. Dies verdanke sie der erweiterten Erkenntniß der Naturgesetze. — Beim Ackerbau gelte als oberstes Gesetz: „Der Boden muß völligen Ersatz haben für das ihm durch den Pflanzenbau entzogene Material, wenn er auf die Dauer mit Erfolg betrieben werden soll. Dies führt zur Anwendung von Hülfsdüngemittel; zur zweckmäßigen Behandlung und Verwendung des in der Wirthschaft zu gewinnenden Düngers und zur rationellen Bearbeitung des Bodens. — Das Ergebniß der Wirthschaft sei aber auch davon abhängig, daß der Landwirth den Zcitbedürfnissen Rechnung trage und diejenigen WirihschastS- zweigc besonders culnvire, welche am einträchtlichstcn sind, — daß er ferner die Vortheile, welche in den auf gewerblichen Gebieten gemachten Fortschritten liegen, aurzunützen suche, — somit von arbeitersparenden Maschinen und vervollkomm- rieten Ackergeräthen Gebrauch mache und endlich nicht zu der Abgeschlossenheit feine Zuflucht nehme, sondern im Verkehr mit Standesgenossen, im Genossenscha-ts- wesen und in der Betheiligung am Bereinsleben Anregung und Unterhaltung suche.
5. Am 25. Oetober Nachmittags 3 Uhr und am 26., 27. und 28. Oktober jedesmal Abends 6 Uhr hielt Herr Leisewitz Vorträge zu Lang-Göns, worüber ich jedoch, da ich nicht zugegen war, und auch bis jetzt noch keine Erkundigung einzuziehen vermochte, nicht referiren kann.
Ich hoff-, daß Herr Leisewitz durch seine schönen Vorträge Anregung zu landwirthschaftlichen Kränzchen gegeben hat. — Für die Orte Staufenberg, Lollar, Mainzlar, Daubringen und Ruttershausen soll Sonntag ten 22. November ein solches Kränzchen eonstitnirt werden. Dasselbe wird seine Versammlungen abwechselnd alle 14 Tage in einem ter vorerwähnten 5 Orte abhalten.
Staufenberg. Gompf, Lehrer.
(Hierzu eine Beilage.)


