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Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 51 kr.

Gießener Anzeiger.

Erscheint wöchentlich drei­mal. Dienstags, Donner­stags und Samstags. Expedition: Canzleibera

Pit. B. Nr. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kielen.

Nr. 136. Dienstag dm 17. November 1868.

Amtliche Bekanntmachungen.

Girtzrn, am 12. November 1868.

Vetressend: Die Vollziehung des Gesetzes vom 6. Juni 1853, die Versicherung der

Gebäude gegen Feuersgefahr und die Vergütung der Brandschäden betr-

D A ö

G r o ß h e r)o g i i ch e Kreisamt Gießen

an

die Großheyoglichen Bürgermeistereien.

Wir fordernde auf, alsbald unter Zuziehung des Gemeinderaths die vorgeschriebene jährliche Revision der Brandkataster vorzu- nehmen und das 01 gebniß Binnen 14 Tagen vorzniegen.

Dr. G o l d m a n n.

Besondere

Bekanntmachung« n.

Die abgeschlossene Rechnung des Armenvereins dahier vom Jahre 1867 liegt zur öffentlichen Einsicht auf dem hiesigen Polizei-Büreau offen.

Jndein wir das summarische Ergebniß derselben nachstehend zur Kenntniß der Einwohner Gießens bringen, verbinden mir damit die Bitte, dem Vereine auch ferner das seither bewiesene Wohlwollen angedeihen zu lassen und richten noch insbesondere an die unterdessen neu eingezogenen Einwohner das Ersuchen, dem Verein beitreten zu wollen.

Einnahme: Kassevorrath aus vorderen Jahren......... 362 fl. 33 fr-

Beiträge der Mitglieder.............1013 22

Zinsen von Capitalien.......... 60

Summa 1435 fl. 55 kr-

Ausgabe:

Unterstützungen:

a. an Handwerksbursche..... 645 fl. kr.

b. Bezirksarme....... 465

c. eine arme Familie .... . 45t nioff. 45 kr. Für Mobilien................ 54 ,,

Verwaltungskosten............... 155 11

Uneinbringliche Beiträge............ 21 45

Summa 1288 fl. 35 kr-

Abschluß:

Die Einnahme beträgt............. 1435 fl. 55 kr-

Die Ausgabe dagegen............. 1288 35_ __

Verglichen bleibt Kassevorrath 147 fl. 20 kr-

Gießen, am 12. November 1868. Der Vorstand.

Dr. Goldmann.

Oeffeutliche Aufforderung.

8526) Dem Carl Lindenstruth von Gießen, seit längeren Jahren unbekannt wo? abwesend, wird hiermit eröffnet, daß seine Mutter am 1. August l- I. dahier mit Hinterlassung eines gerichtlichen Testa­ments, in welchem sie ihn mit seinen zwei Brüdern Wilhelm und Louis Linden­struth zu gleichen Theilen als Erben ein­gesetzt habe, verstorben sei, und ihm auf­gegeben, sich binnen drei Monaten von heute an über die Anerkennung des erwähnten Testaments und über Antretung der ihm angefallenen Erbschaft dahier zu erklären, widrigenfalls die Anerkennung des Testaments und die Ausschlagung der Erb­schaft angenommen werde.

Gießen, den 11. November 1868.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Oppermann, Stadtrichter. Stadtger--Assessor.

8523) Nachdem gegen den hiesigen Wirth Heinrich Rech das vorbereitende Gant­verfahren eröffnet und Max Pilger von hier zum provisorischen Massecurator bestellt worden ist, können Ausstände des Ersteren nur an den Letzteren gültig bezahlt werden.

Gießen, den 7. November 1868.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Becker, Stadtrichter- Stadtger.-Assessor.

A u f f 0 r d e r u n g.

8502) Da Musketier Johann Franz Weil aus Lang-Göns, Kreis Gießen, ohne Entschuldigung bei der diesjährigen Herbst- Controloersammlung gefehlt hat, so wird derselbe hiermit öffentlich aufgefordert, sich binnen vier Wochen bei dem Landwehr­bezirks-Feldwebel zu Gießen anzumelden, andernfalls ihm nachtheilige Folgen nicht abgcwendet werden können.

Gießen, den 10. November 1868.

Das Großherzogliche Landwehrbezirks- Commando Gießen.

G a n d e n b e r g e r , Oberstlieutenänt und Bezirks-Commandeur.

8524) Die Pächter des Hospitalguts werden an die Bezahlung der Martini l. I. fällig gewesenen Pachtgelder pro 1868 bin­nen acht Tagen hierdurch erinnert.

Gießen, am 14. November 1868.

Der Rechner: Wittich.

Versteigerungen.

8509) Donnerstag den 19. November, Nachmittags 2 Uhr,

sollen in der Wohnung des Eberhard Noll in der Sandgasse die dem minorennen Kinde desselben gehörigen Mobilien, als: Kleider, Weißzeug, Haus- und Küchenge- räthe, meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 13. November 1868.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen- Ebel.

8507) Dienstag den 24. November, Nachmittags 2 Uhr,

sollen auf hiesigem Rathhause die Hofrai- then, zum Nachlasse der Christian Grube Wittwe gehörend, bestehend in zwei Wohn­häusern, als:

Flur Nr. sHKlftr.

17/g 88 Hofraithe am Mühlweg,

17/7 90 Wiese daselbst,

17/25 156 Acker daselbst,

17/24,s 30 Hofraithe daselbst,

17/24,s 235 Grabgarten daselbst,

nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, am 13. November 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

Ebel.

8508) Dienstag den 24. November, Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiesigem Rathhause die dem mino­rennen Kinde des Eberhard Noll gehörige Hofraithe in der Sandgasse nochmals öffent­lich meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 13. November 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

Ebel.

Wollen - Waaren - Versteigerung.

8520) Heute, Dienstag den 17. d. Mts., und ^morgen, Mittwoch den 18. d. Mts., jedesmal Nachmittags halb 2 Uhr,

werden im Gasthaus zum Darmstädter Haus eine große Partie Wollen-Waarcn, bestehend in Herren- und Frauenjacken u. bergt, unter Garantie öffentlich versteigert.

1 C. Pietsch I.

Holzversteigerung.

8516) Donnerstag den 19. Novem­ber w-rd in den Domanialwaldabtheilun- gen Häuserborn und Buchenberg nachver­zeichnetes Holz versteigert:

Scheidh. Prügelh. Stockh. Reish.

Stecken Stecken Stecken Wellen

Buchen 1 31 8 925

Eichen 173/4 975

Nadelholz IN/4 37 57V2 3775,

27 Eichenstämme mit 1893 Cubikfuß, 827 Fichtenstangen 1368 hierbei

3 schwere Eichenschmiedstöcke und 12 Eichenstämme von 1623 Zoll Durch­messer.

Zusammenkunft Morgens 10 Uhr im Häuserborn an der Eisenbahnlinie. Stamm­holz und Stangenholz wird zuerst aus­geboten.

Freitag den 20. November wird ferner in der Abtheilung Buchenberg ver­steigert :

Stammholz Stangenholz Zahl Cubikf. Zahl Cubikf.

Eichen 41 511 181 693

Nadelholz 234 4328 417 1185

Zusammenkunft Morgens 10 Uhr am Feld an der Eisenbahnlinie.

Credit bis zum 30. Juni 1869. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. ___________Dr. Draudt.

Arbeitsversteigerung zu Kirchberg.

8504) Donnerstag den 19. November,

Vormittags um 9 Uhr, sollen auf dem Hofe Kirchberg die zur Un­terhaltung der Kirche daselbst erforderlichen Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit, veranschlagt zu 38 fl. Dachdeckerarbeit, 210

Schreinerarbeit, 26

Schlosserarbeit, 11

Spenglcrarbeit, 21

Gießen, den 13. November 1868.

I. A.:

Körner, Bezirksbauaufsehcr.

Feilgebotenes.

8536) Acchte und frische Nürnberger Lebkuchen, aus der Fabrik meines Schwie­gervaters, Herrn Jacob Goeß in Nürn­berg, sind bei mir ein getroffen und gebe ich dieselben zu Fabrikpreisen ab.

Adolph Noll,

in Firma: Joh. Balthasar Noll, _________________im Ritter._________________

<.z Bi e

8494) Beim Beginne des Winters brin­gen wir unsere Cokes als billiges und reinliches Heizmaterial in empfehlende Er­innerung. Gießener Gaswerk.

8538) Kieler Sprotten sind angekom­men bei I. A. Busch Söhne.

Ocfcn und Herde zu Steinkohlen- und Holzbrand,

Feuerungs- und Küchcngeräthfchaften,

Stein- und Braunkohlen, in ganzen und gett) eilten Waggon-Ladungen und im Einzelnen (8490)

empfiehlt I. G. D. Bapst.

»erkauft

Th. Lotz Wittwe.

8498) Ein gut erhaltener Rollwagen ist zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. dieses Blattes.

8537) Frische Schellfische treffen heute ein bei I. A. Busch Söhne.

8517) Jmporlnteii

Ananas - Rum

empfiehlt in Original - Quart - Flaschen ä 1 Rthlr. Julius Waliach.

| Anisformen

empfiehlt_________________I. H. Fuhr.

8512) Eingemachte Ananas, Ananas- Syrup (zu Bowlen), Ananas-Punschessenz, Orang-Punschessenz, Cardinal- und Bischof­essenz. Gleichzeitig bringe ich meine selbst- gefertißte und reingehaltene Vanille-, Ge­würz- rind Gesundheits-Chocolade, im Preise von 32 kr. bis zn 1 fl. 45 kr., in empfeh­lende Erinnerung, sowie für Leidende meine beliebt gewordene Stuttgarter Caconia (ent­ölte Cacao) und Emser Pastillen.

E. Lind, Hofconditor, Kirchenplatz Lit. A. Nr. 250.

8509) Zupfelzeuge

in großer Auswahl, gut gearbeitet und in verschiedenen Breiten, sowie auch Tcppich- zcuge, Bordcnröckc, Travers und Bei- dcrwand, empfiehlt zu de» reellsten Preisen Louise Seibel, Neustadt.

8511) Ein Haufen Dünger ist zu ver­kaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bl.

8540) Erfurter Pflaumen, pr. Pfund 7 kr., empfiehlt L- Fr. Handwerk, Neustadt.

8539) Bei mir ist fortwährend trockenes Buchen-Sch eidholz, und zwar in ganzen, halben, Viertel- u. Achtel-Stecken, sowie auch kleingemachtes zu Scheidtern, zu haben.

August Bartholomay, wohnhaft in der Katharinengasse.

8528) Ein lebender Uhu, schönes Exem­plar, ist zu verkaufen bei

Theodor Kallenbach, in Eisenach.