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Arbeits - Gesuch

Person nachgewiesen werden.

Tfiiuringia,

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1864r

Börsennachrichten.

14. Januar 1868.

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571/,-58'/, 49-51

Pr. Cass. Sch.

Div. Cass.-A. Pr. Friedrdor. Pistolen . .

doppelte Holl. fl. 10 St. Ducaten . . 20 Frankenst.

Beachtenswerth!

232) Unterzeichneter besitzt ein vortreff­liches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie gegen Schwächczustände der Harn­blase und Geschlechtsorgane.

Specialarzt Br. Kirchhoffer, . in Kappel bei St. Gallen (Schwerz).

295) Ein noch gut erhaltener großer Fußsack wird sogleich zu kaufen gesucht. Vou wem? sagt die Exped. d. Bltts-

279) Ein Capital von 800 fl. wird gegen doppelte gerichtliche Sicherheit zu leihen gesucht. Von wem? sagt die Exped- dieses Blattes.

Actien.

Frankf. Bank 1261/4

Oester. Bank 669

r Creditact. 1811/?

Darmst. Bankact. 204

Bei Abnahme von mindestens 10 Karten auf einmal 17. d. Mts., Abends) ä Karte 24 kr.

281) Zur Pflege von Kran­ken kann von der Erped. d. Bltts.

280) Cigarrenmacher

für gewöhnliche und feine Arbeit finden stets Beschäftigung bei uns in Bristern, Station Grevenbrück, und in unserer Frlral- Fabrik zu Attendorn, Station Finnen­trop, Sieg-Ruhr-Bahiu

Gebrüder Brrll.

54-56

37-39

29-30 54-58 50-52 27-28

50/o National 53 V4 5% Metall. Obi. M. steuert. 48

gen besuchen.__________________________

Im Gasthaus zu den 3 Schwerdteru 267) Samstag den 18. Januar:

Engi. Souver. 11

Russ. Iinper. 9

Doll, in Gold 2

Local - Veränderung.

260) Meinen geehrten Kunden, sowie einem geehrtenPuMkum, M

Nachricht, daß ich unter dem Heutigen mein Barbier- und Haar)chn-lde-Geschäft in das HauS des Herrn Kaufmann Carl Frech, Parterre, «rhinermin

Zugleich bringe ich mein Lager in

Anfang 6 Uhr.

Hierzu ladet ergebenft ein H. I. Simon, in Friedberg.

Preuss. 4i/zO/o Obi. 953/g Frankf. 3*/2% Obi. 821/2 Nass. 41/jO/o Obi. 94-/4 Kurh. 4»/o Obi. 901/g Hess. 4O/o Obi. b. Roths. 90>/z P.

31/2% do. do. 85

Bayer. 5% Obi. 1011/4

41/2% 1jährige 94

4'/2°/o *i ajährige 94>/4 Würtemb. 41/2% Öbl. 93-/Z Baden 41/,% Obi. c. E.L. 933/g Oestr. 5% b. R.

Amer. 6(J q 1882r Bds. 75Vs 60/0 1885r 753,g

27D Ein im Rechnen, Buchführen, Bet- ..... treibuna von Ausständen rc. erfahrener eine sorgfältige und zuverlastlge Schreiber (verheirathet) sucht Beschäfttgung. ' * ' Näheres sagt die Exped. d. Bltts.

Prioritäten.

5% östr. F. St. E. B. 2381/2 Ludwigsh.-Bexbach 158i/4 Maxbahn 107 >/g

Bayer. Ostbahn 1191/4

Hess. Ludwigsbahn 128'/g 3% östr. Stsb.-Prior. 513/4 3% östr. s. Lombard. 42 >/4 3% Livorneser 277/g Toscaner 40

Frankf. Hypoth.-Bank Frankf. Vereins-Kasse 5% Elisabeth-Prior. 74/g do. II. Emiss. 72>/2

AiileBaeiisIoose.

Kurh. 40 Thlr. Loose 53%

Nassau fl. 25 b. Roth. 38 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 143 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 411/2 _ 4O/o bayr. Präm. Anl. 100 40/0 badische Loose 973/g

Badische fl. 35 Loose 51 !A 1858r Prioritätsloose 1241/, 1860r Loose 70 Vs

ä la Strauss, ausqeflihrt von der Capelle des 34. Jnfanterie-Ztegiments aus Frauk- furt, unter persönlicher Leitung des Capellmeisters Herrn Parlow. Entree ä Person 30 kr.

268) Durch Schicksale so sehr heimge­sucht bittet Unterzeichnete ein geehrtes Publi­kum dringend um Beschästigung sowohl tnt Nähen, als auch im Putzen, Waschen rc.

Gießen, am 10. Januar 1868.

Kath. Furkel, geb. Ochs-

261) Altes Zeitungspapier in großen und kleinen Partieen kauft

I. Rothenberger, Lmdenplatz.

Verltcherungö-Gesellschaft nt Erfurt. Grund Capital: Thlr. 3,000,000.

289) Die Gesellschaft versichert gegen Feuerschaden: Mobiliar, Waaren,

Nerffcheruuqen, letztere gegen Beschädigung durch Unglücksfälle lebet Art auf allen RetM.

Zum Abschluß von Versicherungen und Ertheilung jeder Auskunft erbietet und

Z'gU 1808.___________________

Nicht zu übersehen und wohl zu beachten!

272) Je mehr man die Hühneraugen schneidet, desto mehr wachsen ste- Kerne Hühneraugen, Schwielen, Krähenaugen und Frostleiden an den Fußen, sonne Warzen an den Inden mehr. Allen an diesen liebeln Leidenden empfehle ich mrch, ste grund- lick icbmerllos und auf Garantie zu entfernen, ohne zuZchnciden, nur vermittelst Auf- , leaüng eines Pflasters, wodurch die Wurzel der io lästigen Hühner- oder ldrahenautzen . m einer Zeil von 2 Minuten gänzlich entfernt wirM Die vollständige Heilung wird QQrnntirt«

concessionirter und approbirter Hühneraugen-Operateur aus Saarlouis.

Svreckfftunde' Von Montag den 13. d. Mts. an, Morgens von 8 bis 12 Uhr, Nackmfftaas von 2 bis 6 Uhr, bis Montag den 20. d. Mts. rm Gasthaus zum L,n- denhof. Auf Verlangen werde ich auch die geehrten Herrschaften in ihren ^vohnun-

Weclieel.

Amsterd. k. S. 1003/s Augsb. k. S. 100 Berlin k. S. 105 Bremen k. 8. 975/g Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 881 /.4 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. HO1/^ Lyon k. 8. Paris k. 8. 93 Wien k. 8. 98 Vg Disconto 3% G.

<xel<l*orten.

Fenilleton.

Vetter und Base.

Eine Familiengeschichte.

(Fortsetzung.)

4.

Der Glockenschlag verkündete acht Uhr, als der Zug vom Norden her in den Bahnhof herein fuhr und einen Strom von Reisenden ausspie, ehe er weiter fuhr. Unter den Ankömmlingen war auch ein junger Mann von ungefähr sechs- bis siebenundzwanzig Jahren, groß, hübsch, von ausländischem Aussehen, dessen Kleidung nach Schnitt und Farbe englische Mode verrieth. Dieser hatte nicht sobald sein Gepäck in Empfang genommen und einem der Schaffner übergeben, als er nach einer Droschke rief und dem Kutscher derselben befahl, ihn nach der Behausung des Commerzienraths Balder zu bringen. Kaum aber hatte er den Namen deffelben genannt, so eilte ein Lakai in Livrse herbei und fragte beeifert: Um Vergebung, mein Herr, sind Sie vielleicht Herr Balder?"

Zu dienen, so heiße ich!"

Nun denn, so läßt die Frau Commerzienräthin Sie höflichst bitten, sich ihres Wagens zu bedienen, welcher dort steht Die gnädige Frau gibt heute Abend eine Soiröe, zu welcher Sie erwartet werden, Herr Balder, sonst hatte sie sich selbst das. Vergnügen gemacht, Sie am Bahnhofe zu empfangen."

Ah, das ist ja ungemein liebenswürdig und verbindlich von der Frau Tante, obschon ich mich so vieler Ehre und Freundschaft nicht versehen habe," erwieverte der junge Balder bescheiden.Und was macht der Commerzienrath, mein werther Oheim?"

Danke der Nachfrage, Herr Vetter! Der Herr Oheim befindet sich ganz wohl, und hat Sie schon mit dem Fünf-Uhr-Zuge selbst an dem Bahnhof erwartet!"

Der junge Mann stieg in den Wagen, und die beiden kräftigen Mecklen­burger Pferde trabten mit schmetterndem Hufschlag der Stadt zu. Der Insasse des behaglichen Wagens machte sich allerlei Gedanken über den verbindlichen Empfang, der ihm geworden war, aber diese Gedanken waren nur angenehmer Art, und wurden zuletzt in einem Selbstgespräche laut.Der gute Vater scheint doch Unrecht zu haben mit seinem Vorurtheil gegen die reiche Schwägerin," murmelte Herr Balder sinnend vor sich hirz^ ,^r hat sie mir als schroff und abstoßend, stolz und hochfahrend geschilderter hat mich darauf vorbereitet, daß mir nur Geringschätzung und Anfeindung von ihrer Seite begegnen würde, und sieh, da! statt dessen läßt die feine Frau sich herab, mir ihren eigenen Wagen zu schicken, und entschuldigt sich, daß sie mich nicht selber am Bahnhof empfan­gen habe. Das ist ja das schnurgerade Gegentheil von dem, was ich zu er­warten hatte. Sollte sie wirklich zu meinen Gunsten eine Ausnahme machen? ...."

Unter diesen und ähnlichen Betrachtungen hielt der Wagen plötzlich mitten in der Stadt vor dem erleuchteten Thorwege eines großen Hauses. Der junge Balder glaubte sich an Ort und Stelle und pochte an das Fenster, daß ihm der Lakai, der vom Bocke gestiegen war, den Schlag öffne. Dieser kam der er­haltenen Weisung nach.Sind wir zur Stelle?" fragte Balder.^

Nein, um Vergebung," war die Antwort;gedulden Sie sich nur einen Augenblick, Herr Balder; wir sind hier vor dem Hotel zum 'Falken', wo das Postbureau ist, und ich soll anfragen, ob einige junge Damen, die mit dem Eil­wagen erwartet werden, schon angekommen sind."

Ah so! erwieverte Balder und zog den Kopf zurück.

Bei Nennung des Namens Balder hatte ein Herr in einem Reisemantel, der unter dem Thorwege gestanden hatte, als ob Jemand erwarte, unwillkürlich aufgesehen und musterte nun den Wagen und die Pferde.Weß ist die Equi­page, Kutscher?" fragte er dann denselben.

Des Herrn Commerzienrathes Balder," war die Antwort.

Ah, um so besser!" versetzte der Fremde und eilte in das Erdgeschoß des Hotels zurück, von wo er jedoch erst nach einer Weile zurückkehrte, um gerade noch zu sehen, wie der Lakai zwei Damen in den Wagen hob, und dann den Wagenschlag schloß, worauf er einem Postkärntner noch empfahl, das Gcpäcke der Damen sogleich nach der Villa Balder hinaufzubringen.

He, guter Freund, ist der Wagen schon voll?" fragte der Fremde den Lakai, und klopfte ihm auf die Achsel.

Allerdings," versetzte der Lakai etwas barsch, nachdem er sich etwas um- qesehen und den alten Hut und nüchternen Reisemantel dessen bemerkt, der ihn angeredet hatte;das ist eine Privat - Equipage, mit welcher Niemand sonst fahren kann." , r

Als ich, guter Freund! Auch ich bin tm Begriff, mich nach dem Hause des Herrn Commerzienraths zu begeben," sagte der Fremde bescheiden.Wenn daher noch ein Plätzchen im Wagen . . . ."

Bedaure der Wagen ist voll," erwieverte der Lakai etwas grob;und überdi' hab' ich keine Erlaiibniß, jemand andern aufzunehmen, als den Neffen des Herrn Commerzienraths und diese zwei Damen."

Der Herr da Drinnen ist ein Neffe des Herrn Commerzienraths?' fragte

aus

Sie

irren . . .

Gewiß nicht er hat mir's selber gesagt! Aber der Herr mag ent­schuldigen; wir sind pressirt und haben keine Zeit zu verlieren. He, Franz, fahr' zu!" rief er dem Kutscher zu und schwang sich auf Den Bock hinauf.

Der Wagen rasselte davon und war dem Fremden, der ihm nachstarrte, rasch aus dem Gesicht verschwunden.Was war das? Der junge Balder aus Amsterdam ? Ein Doppelgänger oder ein Betrug? !" murmelte Der Fremde auf­geregt ;Darüber muß ich sogleich in'S Klare kommen. Oder war es etwa nur eine Mystifikation, die sich die Cousinen mit mir erlaubten? Haben sie mich vielleicht heute Nachmittag erkannt, als ich an dem Landhause vorüber ging, oder ist ihnen auf irgend eine andere Weise zu Ohren gekommen, daß ich schon hier war und im Gasthofe abstieg, während sie mich erwarteten, und ste wollen mich nun auf diese Weise dafür bestrafen? Jenun, das muß sich ja bald auf- klären! He, Mann," wandte er sich an den Postschaffner, der soeben mit feinem Karren voll Gepäck der Equipage des Commerzienraths folgen wollte, würden Sie so freundlich fein, mir um Geld und gute Worte mein Gepäck ebenfalls nach der Villa Balder mitzunehmen?"

O ja, warum nicht? Der Herr mag's nur hergeben . . . ."

Wenden Sie sich an den Oberkellner! He, Herr Schmidt, haben Sie die Güte" diesem Mann hier meinen Soffer und Reisesack, meine Hutschachtel und meine Shawls zu übergeben ? Meine Zeche ordne ich morgen. Mein Name ist Balder, Neffe des CommeLzienraths!"

Schon gut, Herr Balder! Ganz zu ihrem Befehl!" rief der Wirth und

der Fremde.

Ei freilich," versetzte der Lakai;es ist der junge Herr Balder Amsterdam . . . ."

Aus Amsterdam? Der da drinnen?" ries der Fremde überrascht.

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