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9407) Ein Haufen guter Mist ist billig zu verkaufen bei

_______Georg Schmehl, am Brand.

9412- Eine Partie Waizen-Spreu, so­wie eine Partie Stangen zu Steigleitern sind zu verkaufen bei Jacob Braun.

9411) Ein Occonomie-Wagen und ein Pferdegeschirr sind zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts.

Vermiethungen.

9463) Ein, auch zwei möblirtc Zimmer sind zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.______________________________________

9464) Im Hessischen Hof ist, durch Wegzug des Miethers, im Seitenbau ein möblirtes Zimmer für 3 fl. monatlich zu vermiethen und im Januar k. I. zu beziehen.

9424) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet ist zu vermiethen bei

H. Rübsamen, auf der Mäusburg.

9462) Wegen Wegzug des Herrn Dr. Krumm ist das von demselben seither be­wohnte Logis anderweit zu vermiethen. __A- Stern.

9449) Ein Zimmer mit Cabinet ist auf Ostern zu vermiethen. Auf Verlangen kann noch eine Stube dazu abgegeben werden. Näheres bei der Exped. d. Bltts.

9414) Ein freundliches Familienlogis ist zu vermiethen Seltersweg Lit. C- Nr. 101.

9427) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei ____________________Dr. Weber II.

9427) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped. dieses Blattes.________________________________

9409) Ein kleines freundliches Familien­logis ist zu vermiethen und sogleich zu be- ziehen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl.

9401) Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen Wallthor- straße Lit- A- Nr. 227.______________________

9410) Mein an der Hardt gelegener Fel­senkeller ist vom 1. Januar 1869 an ander- weit zu vermiethen.

Louis Busch Wittwe.

Vermischte Anzeigen.

9468) Vergangenen Samstag wurde ein schwarzer Pelzboa ver­loren. Der redliche Finder erhält Belohnung. Wo? sagt die Erped. d. Bltts._____________________________

9417) Meine Frau kauft alle Gattun­gen Möbel, Weißzeug, Betten, Kleider rc- Heinemann Hermann.

9467) Ein seidener Regenschirm ist in meinem Laden stehen geblieben. Derselbe kann gegen Erstattung der Jnseratgebührcn von dem Eigenthümer bei mir in Empfang genommen werden. Will). Klee.

9425) Die Senkgrube eines großen Hau­ses wird unentgeltlich abgegeben, wenn da­für die Grube ein Mal im Jahr und zwar in den Monaten December oder Januar gut gereinigt wird. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts-____________________________

9403) In einen hiesigen Gasthof wird ein Zimmer-Mädchen zu sofortigem Eintritt gesucht- Näheres bei der Exped- d. Bltts.

9451) Heute, Dienstag den 15. Deceinber, von Abends 7 Uhr an, spielt die Troll'sche (Kapelle

im Cafv Kuhlmann.

9437) Regenschirme werden fortwäh­rend rcparirt und überzogen von ___________ N- Simon, Marktstraßc.

9466) Dem Fräulein Marie St ... . zu seinem heutigen 23. Wiegenfeste die herz­lichsten Glückwünsche.

Ehr...... B-- --

9450) Vorschüsse auf Werthgegenstände besorgt unter Zusicherung strengster Ver­schwiegenheit und billigst

I. Rothenberger, Lindenplatz.

Dienstag den 15. Deceinber.

Letzte Vorstellung.

$ a r i 6 a C b i.

Lustspiel in 1 Act von Rosen. Hierauf:

Cin bengalischer Tiger,

oder:

Der weiße Othello.

Posse in 1 Act von Hermann.

Zum Schluß:

Singvögelchen.

Operette in 1 Act von Theod. Hauptner-

Preise der Plätze:

I. Platz 36 fr. Gallerie 12 fr. Anfang 7 Uhr. Cassa-Oeffnung 6 Uhr. Billets für den I. Platz ä 30 fr. sind _______im Cafs Leib zu haben.________

9452) Morgen, Mittwoch den 16. Decem­ber, von Abends 7 Uhr an, spielt die Trollsche Capelle in der

Chr. Lony'lchen Brauerei.

;9416) Heinemann Hermann hat in Auftrag einige Tausend Gulden zu ver­leihen.

Frankfurter

Lebens - Verstcherungs - Gesellschaft.

Grund-Kapital: fl. 3,000,000. kr.

Reserven: , 1,877,173. 52 y2,

Lebens - Leibrenten - (Versichern), Altersversorgungs- und Aussteuer-Versicherungen, mit und ohne Gewinn-Betheiligung der auf Lebenszeit Versicherten, werden zu den billigsten Prämien und unter den liberalsten Bedingungen abgeschlossen.

(9434) I. G. Appel, in Gießen.

| Geschäfts-Empfehlung.

Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier als Schuh­macher etablirt habe. Indem ich das mir zu Theil werdende Zutrauen durch reelle und pünktliche Bedienung zu erhalten suchen werde, bitte ich zugleich um geneigte Auf­träge Karl Wcinhardt, Schuhmacker,

wohnhaft bei Schuhmacher Weißmüller Wittwe, Löwengasse.

Z Wohnungs-Veränderung.

Meinen geehrten Kunden die ergebenste Anzeige, daß ich jetzt in dem ehemals Schaffstätt'schen Hause in der Marktstraße wohne und hoffe ich, daß mir das bisher in so reichem Maaße geschenkte Wohlwollen auch hier zu Theil werden möge.

Hochachtungsvoll

N. Simon,

Drechsler und Schirmfabrikant.

Noch eilt Urtheil über den Lahrer Hinkenden Boten.

Potsdam, 26. Sept. 1868.

Auswahl und Ton Ihrer kleinen Geschichten sind wirklich mustergültig und schlagen bei Großen wie bei Kleinen, bei Gebildeten und Ungebildeten an. Dasselbe gilt von den Holzschnitten.

(9445) Schulze (Delitzsch').

Die von Dr. H. Hager und Dr. E-Jacobsen in Berlin herausgegebcnenJndustrie- blätter" bringen in ihrer Nr. 11 vom 12. März d. I. einen Artikel über die Malzex- tractsgesundheitsbiere von Joh. Hoff und R. Zimmermann, dem wir folgende Stelle entnehmen:

Dem Joh. Hoffschen Malzextractgesundheitsbier ist in neuerer Zeit eine Con- currenz entstanden, indem ein gewisser R. Zimmermann (Berlin, Potsdamerstr. 116), welcher 7 Jahre lang in dem Geschäft des Joh. Hoff gewesen sein soll, ein Malzextract- gcsundheitsbier in den Handel bringt, welches aber dem Käufer nur ein halb mal so theuer kommt und dennoch im Geschmack, Geruch, Farbe, Konsistenz dem Hoff'schen Präparate total ähnlich ist, wie ein Ei dem andern. Wer wird es uns verdenken, wenn wir uns durch diesen Umstand verleiten ließen, eine vergleichende eingehende Analyse beider Biere vorzunehmen.

Wie bemerkt, sind beide Biere nach ihren äußeren Eigenschaften völlig ähnlich, dennoch ergab die Analyse einen Unterschied, der zu Gunsten des Zimmermann'schen Präparats spricht, indem zur Darstcllunq desselben ein besseres und gehaltreicheres Bier verwendet wird. Das Destillat aus dem Zimmermann'schen Biere hatte überdies einen prononcirten Hopfengeruch, das des Hoff'schen dagegen erfordert große Einbildungskraft, um den Hopfen erkennen zn lassen. Außerdem ließen die Destillate beider Biere einen äußerst schwachen anis- und fenchelartigen Nebengeruch bemerken. (Folgt Analyse.)

Nach diesen Resultaten enthält das Zimmermann'sche Bier mehr Malzextract, denn es enthält die Phosphate, stickstoffhaltige Substanz, Malzzucker, Malzgummi, also die Hauptbestandtheile eines reinen Malzextraktes, in größerer Menge, und es zeigt auch durch seinen Alkoholgehalt auf ein besseres, kräftigeres Bier hin. Dagegen enthält das Joh. Hoffsche Bier mehr Rohrzucker (Rübenzucker), ein Zusatz, den sich ein Jeder selbst machen kann.

Die Joh. Hoffsche Malzextractgesundheitsbier-Industrie ist, wie dieses Beispiel lehrt, durch die Zimmermann'sche total überflügelt. Ob aber Zimmermann die Joh. Hoffsche Annoncen- und Attest-Industrie überflügeln wird, ist eine andere Frage. Die Klügern unter den Malzextractgesundheitsbier-Bedürftigen dürsten dennoch nicht in die Lage jenes Esels kommen, welcher zwischen zwei Heubündeln verhungerte, weil er nicht schlüssig wurde, auf welcher Seite er zuerst anbeißen sollte, sie werden jedenfalls zum billigeren und dabei besseren Präparate greifen, sie werden ihre Leichtgläubigkeit mit den Annoncen und Attesten aus der Hoff'schen Fabrik nähren, aber aus der Zim- mermann'schen Fabrik ihr Bier holen. Sie transit gloria mundi!________________________

Berichtigung.

In der Annonce 9397 der Samstagsnummer dieses Blattes, betreffendConsum- verein", ist Zeile 4 von oben statt 3>/s pCt. 31/? Kreuzer zu lesen.

Die Red. d. Bltts.

Frachtbriefe für die Mam-Weser- und Cöln-Mindener- Eisenbahn, sowie sammtliehe zollamtlichen Formu­lare, flnd zu haben bei Wilhelm Klee, Mäusburg.

Börsennachrichten.

12. December 1868.

Prioritäten.

50/0 östr. F. St. E. B. 303 Ludwigsh.-Bexbach 1597/2 Maxbahn 106

Bayer. Ostbahn 127

Hess. Ludwigsbahn 139 3% östr. Stsb.-Prior. 54'/4 3% östr. s. Lombard. 443/4 3% Livorneser 325/s

Toscaner 493/8

Frankf. Hypoth.-Bank Frankf. Vereins-Kasse 95 Vs 5% Elisabeth-Prior. 751/2 do. II. Emiss. 733/4

Wechsel.

Amsterd. k. 8. 997/s Augsb. k. S. 995/3 Berlin k. S. 1047/g Bremen k. 8. 963/4 Cöln k. 8. 1047/g Hamburg k. 8. 877/g Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119l/< Lyon k. 8. Paris k. 8. 943/4 Wien k. 8. 99 Vz Disconto 3 >/2% G.

Preuss. 41/2o/o Obi. 94Vs Frankf. 31/2% Obi. 81 Vs Nass. 41/2% Obi. 943/4

Kurh. 4O/o Obi. 877/8

Hess. 4O/o Obi. b. Roths. 1023/4

3i/2% do. do. 90 Vs

Bayer. 5% Obi. 1021/4

» 41/2% 1jährige 963/z

4!/2o/o t/jjährige 961/2 Würtemb. 4V2% Öbl. 94»/s Baden 41/2°/o Obi. c. E.L. 943/4 Oestr. 5% b. R.

5% National 52y2

50/0 Metall. Obi.

M. steuerf. 523/8

I Amer. 6»/0 1882r Bds. 793/8 ! 6% 1885r 781/4

Geldsorten.

Pr. Gass. Sch. 1 443/4-45 Div. Cass.-A.

Pr. Friedrdor. 9 57 Vs-58Vs Pistolen . . 9 48-50

doppelte 9 49-51 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 j

Ducaten . . 5 36-38 20 Frankens!. 9 26Vs-271/s Engi. Souver. 11 54-58 Russ. Imper. 9 49-51 Doll, in Gold 2 27-28

Anleheiasloose.

Kurh. 40 Thlr. Loose 55 V« Nassau fl. 25 b. Roth. 38 Gr. Hess. fl. 50 b. R. Gr. Hess. fl. 25 b. R. 43 Vs 4O/o bayr. Präm. Anl. 1031/2 4% badische Loose 100 Badische fl. 35 Loose 543/g 1858r Prioritätsloose 143 1860r Loose 785/s 1864r

Actien.

Frankf. Bank 124

| Oester. Bank 678 Creditact. 2421/2

1 Darmst. Bankact. 263

Wir bitten das geehrte Publikum wiederholt und dringend, die Aufgabe der Anzeigen Montags? aUJSs Mittwochs und Freitags vor 10 Uhr Morgens zu bewerkstelligen, damit die Anzeiger noch rechtzeitig Abends zur Post gelangen können. Es werden also für die Folge nach 10 Uhr Morgens keine Anzeigen mehr angenommen, es sei denn, daß sie Aufnahme in eine spätere Nummer finden sollen.

JPie Erped. d. Giess. Anzeigers.

Politische Rundschau

Darmstadt, 10. Dec. Der Bericht de« Ft. nanzau«lchuffe« über den Gesetzentwurf, betr. die Er­hebung der Staatsauflagen in den ersten sechs Mo­naten des nächsten Jahres, ist erschienen. E« ergibt sich hieraus, daß die Jahresausgabe, ungeachtet der Erhöhung der Einnahmen auf 10 079,113 fl., ein Deficit von 236,851 fl. nachweist. Die -Erhöhung der Einnahmen beziffert sich: aus Domänen auf 120,000 fl., aus direkten Steuern, einschließlich Einkommensteuern, auf 500,811 fl., aus indirekten Auflagen auf 167,609 fl. und aus Einnahmen aus verschiedenen Quellen auf 60,475 fl. Die Ausga­

ben für die Civilfächcr vermindern sich um den ge­ringen Betrag von 28,298 fl., dagegen sind die Kosten des Militärs höher al« im vorigen Budget um 1,489,632 fl. Da« Deficit findet seine Deckung durch das Mchrergebniß der in diesem Jahre erho­benen Einkommensteuer. Für die nächsten Jahre der Finanzperiodc ist durch die cinzuführende Claffensteucr die Deckung de« Deficit« zu erwarten.

Berlin, 10. Dec. Abend«. (Telegramm.) In der heutigen Sitzung der Bcschlagnahmc-Commisfion über das Vermögen des Exkurfürstcn erklärte Mini- sterpräsident Bismarck: Der Kurfürst habe auf die

herannahende Kriegsgefahr gerechnet und wiederholte Warnungen unbeachtet gelassen. Die Besorgnisse vor einem Ausbruch de« Kriege« waren vorigen Sommer nicht unbegründet und wurden nur durch ein unser- hoff,es Ereigniß beseitigt. In H etzing bestehe ein preußenfeindliches AgitationScomitö, welches welfische, hessische, dänische und republikanische Mitglieder zähle. Beiläufig bemerkte ter Minister, daß ihm die be- kannte Üsetom'sche Note erst durch die Zeitungen bekannt geworden sei, da sie bei ihrer Sendung nach dem Kriegsschauplatz verloren. Die Regierungs­vorlage wurde schließlich mit 12 gegen 1 Stimme