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Berlin, 7. Juli. Das königl. Kammergericht verurtheitte ven Reichstags-Abgeordneten I. B. v. Schweitzer wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes zu 25 Tdaler Strafe und sprach die definitive Schließung desAllgemeinen deutschen Arbeitervereins" aus. DerStaats-Anzeiger" publizirt das Gesetz über Aufhebung der Spielbanken. Nach derKreuz- zeilung" erfolgt die Abreise des Königs erst gegen Ende der Woche.

Berlin, 8. Juli. Der Staatsgerichtshof ver- urtheilie den ehemaligen hannoverschen Minister Gra- fen Platen-Hallermund in contumaciam wegen Hoch­verrats zu fünfzehnjähriger Zuchthausstrafe und zehnjähriger Polizeiaufsicht. Nach derN. A. Z." wird Graf Bismarck sich am 20. v. M. nach- genwaldermünde begeben, um dort drei Wochen lang Ostieebäder zu genießen.

Bremen, 8. Juli. Gerhard Rohlfs ist hier wieder eingetroffen. Er hatte Alexandrien am 28. Juni verlassen und war in Brindisi gelandet. Von dort aus hat er in drei Tagen die Reise mit der Eisenbahn über den Mont Cenis hierher zurückge­legt. Wie schon erwähnt, bringt der Reisende eine Sammlung der interessantesten Merkwürdigkeiten aus Abyssinien mit.

München, 8. Juli. Prinz Humbert von Ita­lien ist angekommen und wurde am Bahnhof vom Ober» Ceremonienmeister empfangen. Es wird ihm zu Ehren morgen ein Festdiner im Residenzschlosse gegeben, wobei Prinz Adalbert den König vertre­ten wird.

Stuttgart, 9. Juli. Soweit die Abgeordne­tenwahlen bis jetzt bekannt sind, wurden von den nationalliberalen Canvidaten gewählt: Körner in Ludwigsburg, Dr. Ed. Pfeiffer in Ulm, Stadtschul­theiß Lemppenau in Cannstatt. Auf Seiten der Volkspartei sind gewählt: Probst in Biberach, Nägle in Baknang und Bayrhammer in Ellwangen.

Konstanz, 7. Juli. Die Tschechen-Wallfahrt ist ohne Störung abgelaufen. Es kamen deren un­gefähr 200, worunter eine Anzahl Frauenzimmer Morgens 8 Uhr fand der Festzug nach dem Hußstcin mit Fahnen und Musik statt. Es wurden daselbst drei tschechische Reden gehalten und einige Lieder gesungen. Fritsch sprach deutsch:Wir besuchen das Grab unsere« Nationalhelden, um uns zu stär­ken zum Kampfe für die Freiheit Böhmens gegen die Despotie. Wir gönnen Deutschland seine Ein­heit, das auch Böhmen seine nationale Existenz gön­nen wird." Sodann fand das Festmahl im Con- ciliumssaale statt. Die Abfahrt nach Zürich erfolgte um 5 Uhr. Eine zahlreiche Volksmenge war anwe­send, worunter viele Schweizer.

Wie», 5. Jul. Officlöse Federn suchen neuer­dings den Glauben zu verbreiten, daß preußische Einflüsse in Rom thätig gewesen seien, um den Papst zu bewegen, der Allocution eine so unerwartet scharfe Fassung gegen Oesterreich zu geben. Man kann es immerhin als ein Axiom betrachten, daß jede Ver­legenheit, in welche Hr. v Beust geräth, dem Gra­fen Bismarck nicht unerwünscht ist; aber es ist ge­wiß einzig und allein die Schuld unsers Reichskanz­lers, daß er in allzugroßem Vertrauen auf seine diplomatische Gewandtheit, an einen günstigen Er­folg seiner couciliatorischen Verhandlungen mit der Kirche und an die Möglichkeit einer Vereinbarung des römischen Spllabus mit der österreichischen De- cemberverfaffung glaubte. Es wird den officiosen Vertheidigern des Hrn. v. Beust nicht gelingen, die falschen Berechnungen desselben zu verdecken, indem sie fremde Faktoren einzuschieben versuchen. Hübner, Crivelli, Meysenbug, diese drei Factoren genügen, um das Facit zu erklären. Wenn Hr. v. Beust aus der römischen Sackgasse herauskommen will, so muß er eben einfach umkehr n und den entgegenge- setzten Weg einschlagen.

Paris, 7. Juli. DiePatrie" kündigt die Ab­reise des Kaisers nach Plombiäres auf den 19. b. an, wo er bis zum 10. k. M. verweilen würde. DieFrance" glaubt, daß der Prinz Napoleon ge­gen den 20. d. M. zurück sein werde. DieFrance" tadelt den empfindlichen Ton der preußischen Journale gelegentlich der Rede von Thiers. Sie sagt, der schlechte Humor derBerliner Correspondenz" be- weise, daß man die nationale Empfindlichkeit Deutsch­lands zu Gunsten des preußischen Unitariums aus­beuten wolle. Man sei enttäuscht, daß Frankreich und Rußland, die man sich unruhig und aggressiv vorgcstellt hätte, so ruhig und gemäßigt seien. -....... - das

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oeorper dalt die Eommljjlo Amendement aufrecht, das Armeebudget um Million Francs Supplementarheurlauhungen z duciren. Marschall Niel spricht dageaen und c

tirt, daß seit der Rückkehr des Kaisers von ChalonS halbjährige Beurlaubungen in dem bisher üblichen Maßstabe stattgefunden haben. Das Amendement wird angenommen. Ein anderes Amendement, das Armeebudget um 700,000 Francs durch weitere Ueberlaffung von 3000 Pferden an Landleute zu reduciren, wird verworfen. Marschall Niel hat da­gegen gesprochen.

Paris, 8. Juli. Anläßlich der Rede Rouher's sagt derMoniteur" in seiner Rundschau: Der Wille des Kaisers geht ebenso, wie der des gesetz­gebenden Körpers und des Landes darauf hinaus, den Frieden zu erhalten, welcher eine wesentliche Be­dingung des Fortschrittes der Civilisation ist. Die Zukunft ist gegen jede Eventualität gesichert durch die Militärorganisation, welche den Traditionen un­serer Geschichte entspricht; aber diese Heeresform ist nur eine neue Garantie zu Gunsten der friedfertigen Ideen, deren Anwendung die kaiserliche Diplomatie mit der Würde in Einklang bringt, die ein großes Land wahren muß. In dem Prozesse gegen das neue JournalL'Electeur" wurden Pasquet und Jules Fcrry, als Herausgeber, jeder zu 5000 Francs und der Drucker des Blattes, Valles, zu 500 Francs Strafe vcrurtheilt.

Amerika. Aus Mexico kommen folgende Nach­richten: Aufstände sind an der Tagesordnung. Selbst die früheren treuesten Anhänger des Präsidenten Juarez, die gemeinschaftlich mit ihm die Franzosen bekämpften, sind jetzt seine Gegner, da er sich eigenmächtig das Provisorium angemaßt habe. Der wahre Grund ist aber der, daß jeder an die Spitze und eine große Rolle spielen möchte. So kommt das arme Land nie zur Ruhe; die Geschäfte liegen darnieder, Fal- lissemente sind häufig, und doch geschieht nichts, um den Verkehr zu beleben; selbst der so nothwendige Bau einer Eisenbahn wurde wieder bis Oktober vertagt.

Vermischtes.

Gießen. (Schwurgericht der Provinz Ober­hessen vv NI III. Quartal 1868.) Urtheile: Den 6. Juli wurde Peter Becker von Lumda, wegen ausgezeichneten Diebstahls in eine geschärfte Correctionshausstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten vcrurtheilt.

Den 7. Juli wurde Georg Sauer aus Mainzlar, wegen fahrlässiger Tödtung in eine Correctionshausstrafe von 5 Mo­naten condemnirt, dabei jedoch verordnet, daß an dieser Strafe drei Monate, als durch die unverschuldet erlittene Untersuchuugs hast bereits verbüßt, in Abzug zu bringen seien.

Den 8. Juli wurde wegen ausgezeichneten Diebstahls ge­gen Heinrich Schombert aus Kirtorf eine geschärfte Corrections- bausstrafe von 2i/z Jahr, und 2) gegen Ernst Schäfer von da eine Correctionshausstrafe von 2 Jahren erkannt.

Den 9. Juli wurde Philipp Kling aus Ober-Mörlen, we­gen Verfiihrung zur Unzucht, in eine geschärfte Zuchthausstrafe von 4 Jahren vcrurtheilt.

Darmstadt. DieHess. Landeszeit." schreibt: Da bei den Herbstübungen der Großherzoglichen Division pie Einquar­tierung nach preußischer Vorschrift stattfinden wird, so dürfte es von Interesse sei», zu vernehmen, welche Aenderungen in den seitherigen Bestimmungen eingetreten sind. Plan theilt uns darüber Folgendes mit: Marschverpflegung wird an allen Marschtagen und den zwischen denselben liegenden Ruhetagen gegeben. Der Mann erhält dabei stets die vollständige Ver­köstigung im Quartier, wie seither üblich, wofür mit dem 1 Vs Kreuzer betragenden Servis 19 Kreuzer vergütet werden. An UebungStagen mit wechselndem Quartier und in Lagern und Bivouaks wird der große Portionssatz gewährt, Vergütung ebenfalls 19 Kreuzer. Bivouakirende Truppen oder solche auf Vorposten werden stets aus Magazinen verpflegt. An ande­ren Canto»irungstagen, an welchen der Mann in dasselbe Quartier zurückkehrt, empfängt derselbe die kleine Portion oder Garnisonsverpflegung, für welche 15 Kreuzer vergütet wer­den. Die Verköstigung kann nun gegen die angeführte Ver­gütung durch den Quarträger, oderauch durch Magazinöverpfle- gung stattfinden. Selbstverständlich bleibt dieß jedoch nicht dem Willen einzelner Ouartiergeber, sondern nur denjenigen ganzer Gemeinden überlassen. Bei der Magazinsverpflegung werden dem Soldaten die Victualien von den, betreffenden Truppen- theil geliefert, und hat der Quartierträger zur Zubereitung der Speisen Heerd. Geräthe und Brennmaterial zu stellen.

Mainz, 3. Juli. Heute Morgen befand sich der um 11 Uhr 15 Mm. dahier eintreffendc Schncllzu.r der Hessischen Lud­wigs-Eisenbahn in großer Gefahr. An einer mit Leinwand­ballen beladenen Rolle des Hrn. Spediteur Nillius brach eine Achse, während sie gerade den Uebergang an dem Mühlthore passirte. Der gerade in demselben Augenblicke herankommende Schnellzug konnte, trotzdem die Warnungssignale gegeben wur­den, nicht mehr zum Stehen gebracht werden und überfuhr die Rolle, die er mitten durchschnitt und völlig zertrümnierte, ohne jedoch dabei selbst zu entgleisen. Außer einigen Beschädigungen an der Lokomotive ist glücklicher Weise kein Unfall zu bekla­gen; die Passagiere kamen mit dem Schrecken davon.

Berlin, 4. Juli. Der 3. Juli, der zweite Jahrestag des Sieges bei KönigSgrätz, ist in ganz Preußen ohne laute oder sogar lärmende Festlichkeit begangen worden; die Offi­ziercorps haben den Tag nur unter sich gefeiert. Man vermied jede Demonstration und dachte daran, daß es ein Sieg über frühere Bundesgenossen und Waffengefährten war und hoffent- jich künftige. Oesterreich hat sein Olmütz, Preußen sein- niggrätz, sie sind jetzt quitt und mögen eine neue gemein­same Rechnung anfangen.

Berlin. Unter den in der königl. Glasmalerei dahier aus Veranlassung des 25jährigen Jubiläums dieser Anstalt aus­

gestellten Gemälden befinden sich auch zwei GiaSgemälde von der Hand des Generals Vogel v. Faickenstein, welche auch in­sofern Interesse haben, als sie gewissermaßen ihrer Zeit die Anregung dazu gaben zz,r Gründung dcS Instituts, das gegen­wärtig sein 25jährigeo Jubiläum feiert. Diese beiden Bilder stellen das eine denErzbischof v. Falckrnstein von Trier" vom Jahre 1365, das andere denHerzog Heinrich den Bärtigen von Schlesien" vom Jahre 1257 dar. Unter denselben befinden sich folgende Inschriften; unter dem ersteren:

ES ist gemait dies bildelein

Von edward Vogel von Faickenstein, Ein M acht C und XXXV n. Ehr. gebürt, Als der Frühling kam und der Winter ging furt. unter dem zweiten:

Ein M acht C dreißig und IV Ist uf glas gemalt der Herzog hier Von dem vogel von Faickenstein, Glasmaler und Grenadier-Capitain.

Hannover, 6. Juli. Ein sehr interessanter Versuch mit einer Taubenpost wurde hier gestern vvrgcnommen. Vom Ver­einColumbia" in Cöln waren vorgestern 77 Tauben, per Eisenbahn erpedirt, auf hiesigem zoologischem Garten einge- trvffen. Gestern Morgen 6Vs Uhr wurden die Thierchen hier freigelaffen und flogen in Gruppen davon; Nachmittags 1 Uhr war der Director des zoologischen Gartens, Dr. Niemeyer, be­reits im Besitz der Drahtmeldung, daß die ersten acht Tauben in Cöln um 12 Uhr 9 Minuten Mittags pünktlich und wohl­behalten angelangt. Dabei ist zu bemerken, daß die stürmische und nasse Witterung den Flug der Vögel wohl um eine Stunde aufgehalten haben kann.

Frankfurt. Fanny Janauscheck wird, nachdem sie sich in einem Bade von den Anstrengungen ihres erste» amerikani­schen Gastspiels erholt hat, Ende August abermals den Ocean durchschiffen, um im folgenden Monat einen neuen Gastrollen- cycluS zunächst in Newyork eröffnen.

München, 28. Jzini. In demselben Augenblick, in wel­chem das Endresultat des Chorinsky'schen Prozesses bekannt wird, schein! hier der erste Schritt zu einer neuen Anklage ge­gen einen Grafen geschehen zu sein. Seit einigen Stunden cursirt hier das Gerücht, daß ein junger Graf, aus einer der angesehensten Familien Münchens, auf eine hiesige Sängerin einen Mordversuch gemacht har. Glücklicherweise wurde der biaublütige Mörder, dessen Handlungsweise durch unglückliche Liebe entstand, in seinem Vorhaben gestört, die angelegte Pi­stole versagte und dem Sprößling einer hohen Adelsfamilie gab man Zeit zu entrinnen.

Wien. Die Generalintendan; des hiesigen Hofburgthea­ters macht bekannt, daß die Ausschreibung von Lustspiel-Preisen die Einsendung der unerwartet großen Anzahl von 197 Stücken zur Folge gehabt habe. Die Prüfung erfordert demnach einen unerwartet großen Zeitaufwand, und sei daher die Einhaltung des für die Zuerkennung der beiden Preise aus Ende Juni an­gesetzten Termins zur Unmöglichkeit geworden. so daß diese Zuerkcnnung erst Ende September erfolgen könne.

Paris. Als am. letzten Sonntag um 2 Uhr der Kaiser und die Kaiserin von Fontainebleau ausfuhren, warf sich eine alte Frau den Pferde.» des kaiserlichen Wagens vor die Füße, indem sie: Gnade! Gnäde! rief. Der Postillon hatte die Gei­stesgegenwart, auszuweichen; sonst wäre die Frau sicher über­fahren worden. Es war Frau Schumacher, die Mutter der Marquise d'Orvaült, welche die kaiserliche Gnade für ihren zu vieljähriger Zwangsarbeit verurtheilten Sohn anflehte. iDiit welchem Erfolge ist noch nicht bekannt. Der junge Schu­macher wird übrigens, wie derFigaro" hört, jpi Lager von Toulon zu Bureauarbeiten verwendet.

Frankreich. In Marseille, der ersten Hafen- und Han­delsstadt Frankreichs, herrschen Zustände, wie in den Abruzzen; es hat sich daselbst eine Bande von Strauchdieben eingenistet, welche allnächtlich Personen anfallen, durch Schläge betäuben und berauben. Ferner betreiben diese Schnapphähne da« ita­lienische System der riscati, der Loskauf-Erpressung so hübsch, wie in einem Landstädichen der Romagna. So erhielt vor einigen Tagen ein reicher Geschäftsmann ein Schreiben, in welchem er aufgefordert wurde, eine bestimmte Geldsumme an einen gewissen Ort zu senden. Als der Mann dieser Aufforde­rung binnen einigen Tagen nicht nachgekommen war, erhielt er ein Kistchen zugesendet, das ein Buch zu enthalten schien. Die Sache kam ihnr verdächtig vor und er übergab das Kist­chen der Polizei, welche mit aller erdenklicher Vorsicht die Oeff- nimg vornehmen ließ, und richtig eine kleine Höllenmaschine vorhanden. Ein anderer reicher Hauseigenthümer, der Neffe eines berühmten Pariser Arztes, erhielt die Aufforderung, 3000 Frarcs an einem bestimmten Ort zu hinterlegen; geschehe das nicht, so werde sein kleiner Sohn gestohlen werden. Die Be­völkerung ist über diese Vorgänge in leicht begreiflicher Aufre­gung und verlangt, daß die Polizei, welche der Stadt jährlich 700,000 Francs kostet, ihre Schuldigkeit thue. In Bor­deaux sollen die Zustände nicht viel besser sein, und La Gironde dringt auf Uebertragung des Sicherheitsdienstes an die Ge­meindehörden.

England. Die Versuche, dem englischen Arbeiter billi­ges Fleisch aus Australien, wo an selbigem großer Ueber- fluß ist, zu beschaffen, sind in jüngster Zeit mit großem Eifer wieder ausgenommen worden, und dießmal mit gutem Erfolge. Das Fleisch, von den Knochen befreit, wird mjt Talg in Fäs­ser gegossen und hält sich sehr gut. Ein Pfund dieses Flei­sches (Rindfleisch sowohl, wie Hammelfleisch) kostet in London 5 Pence (15 kr.).

Montreal, in Canada, Juni. DieDeutsche Gesell­schaft" daselbst warnt aufs Eindringlichste alle Einwanderer, die ohne iDIittd. zur Weiterreise sind, in Quebec zu landen, da jede Unterstützung von Seiten der englischen Regierung auf­gehört hat, und in Folge davon bereits viele mittellose deut­sche Einwanderer großer Roth preisgegeben sind.

Amerika. Ein Zeitungsschreiber veröffentlicht in seinem Blatte Folgendes:Ich habe von einem Kaufmann Zucker gekauft und ein Pfund Sand darin gefunden. Wenn der Schurke, der mich betrogen hat, mir nicht dafür 7 Pfund guten Zucker schickt, so werde ich seinen Namen öffentlich nennen." Diese Drohung hatte unerwartete Wirkung; denn Tags darauf wurden ihm von 7 Kuufleuten je 7 Pfund Zucker zugeschickt.

Rcdaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Dntckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.